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Claus Hintennach

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Sebastian Flörchinger gewinnt mit 188 Stimmen Vorsprung bei der Bürgermeisterwahl in Altbach. Mitte Januar wird er die Amtsgeschäfte im Rathaus von Martin Funk übernehmen.

Die erste Reaktion? Erleichterung. Die vergangenen Wochen des Wahlkampfes waren anstrengend, erinnert sich Sebastian Flörchinger kurz vor der Verkündung des vorläufigen amtlichen Wahlergebnisses im großen Ratssaal des Altbacher Rathauses am vergangenen Sonntag. Der Herausforderer von Bürgermeister Martin Funk hat früh seinen Hut in den Ring geworfen und neben dem Beruf bei einem Automobilhersteller einen engagierten Wahlkampf betrieben. Am Ende stimmten mehr als 54 Prozent der Wählerinnen und Wähler für ihn. Mitte Januar wird er nun die Amtsgeschäfte im Rathaus übernehmen.
Das Nachsehen hatte der Bürgermeister Martin Funk. Er hat die Geschicke der Gemeinde in den vergangenen acht Jahren geleitet. Nach einer Amtszeit wollte die Mehrheit der Abstimmenden den Wechsel. „Man weiß nie, wie es ausgeht“, kommentierte Funk die knappe Niederlage. Ganz nachvollziehbar ist das Ergebnis für ihn nicht. „Ich habe eine erfolgreiche Bilanz“, betont der Bürgermeister. Einen Plan B habe er nicht gehabt. Nun müsse er sich bis Mitte Januar überlegen, wie es für ihn beruflich weitergehe.

Viele Zuschauer im Rathaus
Rund eine Stunde nach der Schließung der Wahllokale stand das Ergebnis kurz vor 19 Uhr am Sonntag fest. Die Präsentation der Ergebnisse aus den drei Wahllokalen sowie der Briefwahl wurde im Rathaus von vielen Zuschauern verfolgt. Dass die Wahl spannend werden würde, hatten im Vorfeld viele Besucher vermutet. „Das Stimmungsbild war nicht zu greifen“, sagte der UWV-Fraktionsvorsitzende im Gemeinderat Mathias Lipp über die vergangenen Monate. Offenbar gebe es den Wunsch nach einem Wandel.
Die SPD-Spitze im Gemeinderat sah es kurz nach der Verkündung des Wahlergebnisses ähnlich. Man habe ein knappes Ergebnis erwartet, sagten die Fraktionsvorsitzende Andrea Barth und der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Achim Weber. Die Wähler hätten sich mehrheitlich eher für den „frischen Wind“ entschieden und weniger die Erfahrung Funks honoriert. Die stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Nadine Ruckstädter vermutete, dass der Wahlsieg auch auf Flörchingers gute Kommunikationsstrategie zurückzuführen sei.

Ein Wahlergebnis mit Strahlkraft
Das Wahlergebnis hat Strahlkraft über Altbach hinaus. Der Präsentation wohnten zahlreiche Bürgermeister aus unterschiedlichen Nachbarorten bei. Zwei Punkte dürften sie aus Altbach mitgenommen haben. Erstens: Für eine Wiederwahl reicht gute Verwaltungsarbeit allein nicht mehr zwingend aus. Funk hatte in seinem Wahlkampf seine langjährige Erfahrung als Bürgermeister hervorgehoben und auf seine Erfolge verwiesen.
Und zweitens gibt es die diffuse Unzufriedenheit vieler Wähler, die zwar nicht unbedingt in der Kommunalpolitik ihre Ursache hat. Die Wähler wünschen sich dennoch einen Wechsel und wollen nicht, dass es so weiterläuft wie bisher.
Über die eigentliche Mehrheit hat am Wahlabend niemand gesprochen. Die meisten Stimmberechtigten haben nicht von ihrem Stimmrecht Gebrauch gemacht. Die Wahlbeteiligung lag bei knapp 46,6 Prozent. Was daraus abzulesen ist, ist schwer zu interpretieren. Eine Ablehnung beider Kandidaten hätte ebenso dazu führen können, der Wahlurne fernzubleiben, wie Zufriedenheit mit beiden oder schlicht Desinteresse.
Für den Sieger des Abends beginnt nun der berufliche Umstieg aus der Privatwirtschaft in die öffentliche Verwaltung. Ein Seminar an der Verwaltungshochschule in Kehl habe er bereits gebucht, erklärt Flörchinger. „Ich freue mich auf die Herausforderung.“

Im Januar übernimmt der neue Bürgermeister die Amtsgeschäfte
Ergebnis:
Nach dem vorläufigen amtlichen Wahlergebnis kommt der Herausforderer Sebastian Flörchinger auf 54, 39 Prozent der Stimmen. Dem Amtsinhaber Martin Funk haben 45,47 Prozent ihre Stimme gegeben.
Wahlbeteiligung: 46,59 Prozent der Stimmberechtigten haben an der Wahl teilgenommen (2122 von 4555 Wahlberechtigten). 1147 Menschen haben für Sebastian Flörchinger, 959 für Martin Funk gestimmt. 13 der abgegebenen Stimmen waren ungültig.
Amtszeit: Mitte Januar übernimmt der neu gewählte Bürgermeister die Amtsgeschäfte. Die Wahlperiode beträgt acht Jahre.   (bra)

Das Kommunale Kino bietet vom 24. Juli bis zum 3. August an elf Abenden erlesene Streifen und Livemusik auf Esslingens Höhen.

Vom 24. Juli bis zum 3. August bietet das Kommunale Kino (Koki) an elf Abenden Livemusik und starke Filme im malerischen Ambiente der Esslinger Burg. Das Festival, das von der Eßlinger Zeitung und der Kreissparkasse präsentiert wird, gilt inzwischen als Klassiker. Das Koki-Auswahlteam hat auch dieses Jahr wieder ein erlesenes Filmprogramm auf die Beine gestellt.
Das Kino auf der Burg hat inzwischen Tradition: Im Kultursommer 1993 hat das Kommunale Kino die Burg zum ersten Mal in einen Filmpalast unter freiem Himmel verwandelt. Dieses Angebot kam bei den Filmfans in der Region so gut an, dass daraus inzwischen eine feste Einrichtung geworden ist. Wer im ersten Jahr dabei war, kann nur staunen, was das Kommunale Kino seither aus seinem Open-Air-Filmfestival gemacht hat: Von Jahr zu Jahr wurde das Konzept weiterentwickelt. Das Koki-Team hat nicht nur viel Herzblut und gute Ideen investiert, sondern auch die Reize der einstigen Esslinger Stadtbefestigung im wahrsten Sinn des Wortes ins schönste Licht gerückt. Die Organisation wurde optimiert und die Bewirtung differenziert. Jeden Abend gibt es zur Einstimmung Livemusik mit einer Band, die zum Thema des Hauptfilms passt, außerdem wird die alte Tradition der Kurzfilme gepflegt.
Open-Air-Kinos gibt es inzwischen einige in der Region, doch das Esslinger Kino auf der Burg kann das Publikum mit dem Charme des historischen Ambientes überzeugen. Das alles wäre aber nicht möglich ohne ein starkes Team ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer, die nicht nur die elf Abende souverän über die Bühne bringen, sondern auch den aufwendigen Auf- und Abbau einer kompletten Veranstaltungsinfrastruktur stemmen müssen. Im Etat des Kommunalen Kinos ist stets ein satter Überschuss auf der Burg eingeplant, um übers Jahr den Betrieb des Filmtheaters am Rande der Maille zu sichern. Und wenn dann – wie im vergangenen Jahr – das Wetter den Veranstaltern einen Strich durch die Rechnung macht und fast jeden Abend verregnet, kann es für das Koki schon mal eng werden.
Umso mehr hofft das Organisationsteam, dass sich der Himmel bis zum Start des Festivals so richtig ausgeregnet haben wird, damit das Publikum ungetrübten Filmgenuss unter freiem Himmel erleben kann. Das Filmprogramm verspricht jedenfalls allerhand. Wochenlang hat das Auswahlteam des Kommunalen Kinos zahlreiche aktuelle Filme gesichtet, diskutiert, verworfen und wieder gesichtet, bis das Repertoire komplett war.

Bob Marley-Film zum Auftakt
Zum Auftakt läuft am 24. Juli Reinaldo Marcus Greens Filmbiografie „Bob Marley: One Love“, die den jamaikanischen Reggae-Star über wesentliche Stationen seiner Karriere in der zweiten Hälfte der 1970er-Jahre begleitet. Christopher Dolls Aussteigergeschichte „Eine Million Minuten“ ist am 25. Juli zu sehen, die nach Wolf Küpers gleichnamiger autobiografischer Erzählung entstanden ist. David Leitchs actionreiche Komödie „The Fall Guy“ zeigt Ryan Gosling und Emily Blunt am 26. Juli als Stuntman und Kamerafrau, die eine leidenschaftliche Affäre verbindet.
Freunde französischer Komödien dürfen sich am 27. Juli auf Julien Hervés „Oh La La – Wer ahnt denn sowas?“ mit Christian Clavier in der Hauptrolle freuen. Und am 28. Juli endet die erste Woche im Kino auf der Burg mit Georg Maas‘ und Judith Kaufmanns „Die Herrlichkeit des Lebens“, einem Drama um Franz Kafka und seine letzte Liebe, das nach einem Roman von Michael Kumpfmüller entstanden ist.
Bora Dagtekins Komödie „Chantal im Märchenland“ lässt am 29. Juli Jella Haase, die sich als charmant-prollige Problemschülerin in der „Fack ju Göhte“-Trilogie in die Herzen vieler Filmfans gespielt hat, aufs Witzigste in eine Wunderwelt eintauchen. „Liebesbriefe aus Nizza“ werden am 30. Juli dank Ivan Calbéracs gleichnamiger Screwball-Komödie im Kino auf der Burg zugestellt. Sam Taylor-Johnsons Biopic „Back to Black“ huldigt am 31. Juli der Ausnahmesängerin Amy Winehouse.
Science-Fiction-Kino auf höchstem Niveau verspricht Denis Villeneuves Film „Dune: Part Two“, der am 1. August im Esslinger Open-Air-Kino zu sehen ist. Paola Cortellesis Dramödie „Morgen ist auch noch ein Tag“, der in Italien sogar dem Kassenschlager „Barbie“ den Rang ablief, lockt am 2. August auf die Burg. Und zum Finale des Kinos auf der Burg läuft am 3. August Marc Rothemunds Tragikomödie „Wochenendrebellen“, die nach einem Roman von Mirco von Juterczenka entstanden ist.

Informationen zum Kino auf der Burg
Tickets:
Karten im Vorverkauf zum Kino auf der Burg 2024 gibt es online unter www.kinoaufderburg.de und bei der Buchhandlung Provinzbuch. Die Abendkassen öffnen an den Vorstellungstagen jeweils zum Einlass um 19 Uhr. Kassen und Einlassstellen gibt es beim „Trödler zur Burgschenke“ und an der Burgsteige. Die Burgstaffel ist vom 24. Juli bis zum 3. August jeweils ab 18 Uhr bis Filmende gesperrt. Kartenreservierungen sind nicht möglich.
Jugendschutz: Wer das Kino auf der Burg gemeinsam mit Kindern oder Jugendlichen unter 16 Jahren besuchen möchte, sollte sich vorab über die Altersfreigaben der jeweiligen Filme informieren. Die FSK-Freigaben der Filme müssen berücksichtigt werden und gelten auch für Säuglinge und Kleinkinder in Begleitung der Eltern.
Barrierefreiheit: Die App „GRETA“ macht die Filme „Eine Million Minuten“, „The Fall Guy“, „Die Herrlichkeit des Lebens“, „Chantal im Märchenland“, „Dune: Part Two“ und „Wochenendrebellen“ für Audiodeskription und Untertitel via Smartphone zugänglich. Es gibt Behindertenparkplätze oberhalb des äußeren Burgplatzes sowie eine barrierefreie Mobiltoilette auf dem Gelände. (gw)

Energisch verfolgen die Stadtwerke Esslingen ein neues Energiekonzept für den Stadtkern. Vom kommenden Jahr an sollen laut ihrem Geschäftsführer Jörg Zou Fernwärmeleitungen in der City verlegt werden. Worauf sich Passanten und Anwohner einstellen müssen.

Veränderungen in der Esslinger Altstadt erfordern ein hohes Maß an Fingerspitzengefühl. Doch die Stadtwerke Esslingen (SWE) wollen nun mit reichlich Baugerät in den historischen Gassen und Straßen anrücken. Von 2025 an, sagt der Geschäftsführer Jörg Zou, werde ein Wärmenetz in der Innenstadt installiert. Zur Verlegung der Rohre müssten Wege aufgerissen werden. Das Vorhaben sei bereits mit der Stadtverwaltung und deren Denkmalschutzbehörde abgestimmt.
Der Startpunkt für die Arbeiten ist nach Worten des Geschäftsführers vor dem Technischen Rathaus in der Ritterstraße geplant. Ob es gleich zu Beginn oder eher gegen Mitte oder gar Ende des nächsten Jahres losgehe, könne er noch nicht sicher sagen, so Zou. Das hänge von der Dauer des Genehmigungsverfahrens ab und davon, wie schnell die Anträge auf den Weg gebracht werden könnten. Vorgesehen sei aber, dass sich die Arbeiten vom Technischen Rathaus bis hinauf zum Marktplatz über eine Länge von etwa 1,4 Kilometern schlängeln. Dieser Abschnitt soll bis zum 1250-Jahr-Stadtjubiläum 2027 abgeschlossen sein.
Danach werde man weitere Teile der Altstadt unter die Lupe nehmen und das Wärmenetz möglichst ausdehnen. In manchen engen Gassen könnten die Bauarbeiten zu einer Herausforderung werden. Doch mit sogenannten Twin-Rohren könne der Platzbedarf in Grenzen gehalten werden. Mit Beeinträchtigungen müsse während der Arbeiten gerechnet werden, jedoch müssten keine ganzen Straßenzüge gesperrt werden. Die geplanten Sanierungsarbeiten am Marktplatz würden für die Verlegung des Wärmenetzes mitgenutzt. Das Erscheinungsbild der City werde keinen bleibenden optischen Schaden nehmen, verspricht Zou. Alles werde so hergerichtet, wie es zuvor ausgesehen habe.

Aus dem Verbundnetz der EnBW gespeist
Entstehen sollen Fernwärmeleitungen, die aus dem Verbundnetz der EnBW gespeist werden. Diese Energie ist laut Zou CO2-neutral. Die SWE werden für die Umsetzung ihrer Pläne nach Angaben des Geschäftsführers viel Geld in die Hand nehmen. Pro Trassenmeter müsse mit Kosten in Höhe von etwa 1700 Euro gerechnet werden. Für die Strecke vom Technischen Rathaus bis hin zum Marktplatz fallen demnach Ausgaben in Höhe von etwa 2,4 Millionen Euro an. Auf Hausbesitzer kommen ebenfalls Kosten zu. Ein Fernwärmeanschluss schlage mit 11 000 Euro zu Buche, doch Zuschüsse in Höhe von 3000 Euro seien möglich. Auch in den Kellern stünden Umbauarbeiten an – zumindest ein Anschluss müsse installiert werden. Die SWE-Tarife für Fernwärme würden in den nächsten Jahren stabil gehalten.
Von einem Anschlusszwang zur Amortisation der getätigten Ausgaben will der Stadtwerke-Chef indes nichts wissen: „Ich bin kein Freund von solchen Maßnahmen.“ Jörg Zou setzt eher auf Kommunikation und die Überzeugungskraft einer nachhaltigen Energiequelle. Das Gebäudeenergiegesetz mache den Umstieg auf erneuerbare Energien beim Einbau neuer Heizungen seit Anfang dieses Jahres verpflichtend, lautet eines seiner Argumente.
Im Vorfeld werde sein Haus aktiv auf die Anwohner der Altstadt zugehen und so auch das Interesse ausloten. Wenn die Resonanz sehr schlecht sei, werde man wohl von dem Vorhaben absehen, so Zou. Doch bei den bisher durchgeführten Ausbauprojekten etwa im Stadtteil Weil, in der Flandern- oder der Olgastraße sei die Nachfrage sehr hoch gewesen. Nur in zwei Straßenzügen sei es wegen der Zurückhaltung der Anwohner zu Verzögerungen bekommen.
Von einer gefährlichen Monopolstellung der Stadtwerke bei der Fernwärmeversorgung, wie im Rahmen einer Diskussion in der Reihe „Altstadtviertele“ jüngst geäußert, will Zou nichts hören. Ein Vertrag über die Belieferung mit Fernwärme werde auf drei bis fünf Jahre abgeschlossen. Nach dem Ablauf stehe es jedem Vertragspartner frei, sich nach anderen Energiequellen umzusehen. Die Alternative zur Fernwärme sei etwa eine Pelletheizung. Wärmepumpen, die meist im Außenbereich installiert würden, könnten in der denkmalgeschützten Altstadt eher schwieriger zu realisieren sein. Einen Rückbau der Erdgasinfrastruktur planten die Stadtwerke indes nicht, versichert Zou. Anwohner, deren Gasheizung ersetzt werden müsse, hätten auch die Möglichkeit, auf Biomethangas oder Wasserstoff umzusteigen.

Die Stadtwerke Esslingen und ihr Fernwärmenetz
SWE:
Die Stadtwerke Esslingen haben 182 Mitarbeitende und machten 122,9 Millionen Euro Umsatz im vergangenen Jahr. Sie versorgen Verbraucher mit Erdgas, Strom, Wärme sowie Wasser und sind Betreiber der Esslinger Bäder.
Fernwärme: Laut SWE-Pressesprecher Holger Koller wurden im vergangenen Jahr rund zwölf Prozent der benötigten Wärme in der Stadt Esslingen durch Fern- und Nahwärme bereitgestellt.
Die SWE verteilen die Wärme aus dem Fernwärmeverbund Mittlerer Neckar in ihrem Netzgebiet weiter. Die Hauptleitung verläuft entlang des Neckars. Angeschlossen sind Gebiete in der Esslinger Innenstadt und in einigen Stadtteilen. (sw)

Auf der Baustelle im Ortskern von Lichtenwald-Thomashardt ruhen die Arbeiten für die Altenhilfeeinrichtung und die barrierefreien Wohnhäuser. Der Bauträger hat ein Insolvenzverfahren beantragt.

Auf dem Forsthausareal in der Ortsmitte von Thomashardt sind in den vergangenen Jahren nach einem längeren Vorlauf und mehreren Umplanungen ein Pflegeheim mit 30 Zimmern und fünf seniorengerechten Penthousewohnungen sowie zusätzlich zwei Wohnhäuser mit zehn barrierefreien Wohnungen herangewachsen. Das Projekt ist schon weit fortgeschritten, doch seit einigen Tagen ruhen die Arbeiten, da der Bauträger insolvent ist. Der Esslinger Altenhilfeträger Dienste für Menschen, der die Einrichtung betreiben wird, hat nun seine Planungen vorläufig auf Eis gelegt.
Das Forsthausareal in Thomashardt ist nach wie vor eine Großbaustelle. Die Häuser sind eingerüstet, doch die Fenster sind längst verglast. Der Ausbau der Zimmer und Wohnungen ist weit gediehen, doch der Baulärm ist verstummt, die Arbeiter sind abgezogen. „Das Bauprojekt am Forsthausareal in Lichtenwald ist derzeit gestoppt“, teilten der Altenhilfeträger Dienste für Menschen (DfM) und die Gemeindeverwaltung in einer gemeinsamen Erklärung dazu mit. Grund sei ein Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens einer zum Bauträger gehörenden Gesellschaft.
Bürgermeister Ferdinand Rentschler berichtete, dass ein Teil der Wohnungen fast schon bezugsfertig sei. Mit dem Baustopp sei „eine Situation entstanden, die alle Beteiligten sehr betroffen macht“, zumal die Wohnungen und Pflegezimmer alle verkauft seien und die Eigentümer teilweise bereits hohe Beträge investiert hätten. Zu den Gründen der Insolvenz könne er allerdings nur Vermutungen anstellen. „Die gesamte Baubranche ist in der Krise“, womöglich sei die Ursache darin zu suchen, sagte Rentschler. Allerdings sei die Gemeinde nicht informiert worden und „in der Sache nur Zuschauer“.
Bereits bei den ersten Informationsveranstaltungen für das Projekt in der Gemeinde hatte sich gezeigt, dass in Lichtenwald von einem hohen Bedarf an seniorengerechten und eventuell auch betreuten Wohnungen wie auch an Pflegeplätzen ausgegangen werden kann. Wie der DfM-Geschäftsführer Rainer Freyer nun betonte, ist der vorläufige Stillstand des Bauprojekts umso bedauerlicher, als er das Vorhaben, wohnortnahe Angebote für Lichtenwalder Bürger mit Pflege- und Unterstützungsbedarf anzubieten, zumindest verzögere.

„Hoffentlich keine lange Hängepartie“
„Wie einige Bewohnerinnen und Bewohner, die aktuell in unserer Pflegeeinrichtung in Ebersbach leben, haben wir uns auf das Pflegeheim in Lichtenwald gefreut“, sagte Freyer. Betroffene Mitarbeitende würden nun informiert und die Planungen angepasst. Heike Schneider, die Sprecherin von Dienste für Menschen, bekräftigte, dass die Hände zunächst gebunden seien. „Wir können derzeit nichts tun. Es ist sehr traurig für die Beschäftigten, die sich schon auf die Arbeit in Lichtenwald vorbereitet haben. Vor allem können wir keine weiteren Stellen für den Standort Lichtenwald ausschreiben. Eine Einrichtung, die nicht besteht, kann man ja nicht betreiben“, sagte Heike Schneider. So bleibe momentan nichts weiter, als die Planungen für Lichtenwald zunächst auf Eis zu legen. „Wir können nur hoffen, dass es keine lange Hängepartie wird.“

Altenhilfe in Lichtenwald
Wohnen und Pflege:
Das Pflegeheim, das auf dem östlichen Teilstück des Forsthausareals in Thomashardt entsteht, umfasst 30 Pflegeplätze in Einzelzimmern, die in Wohngruppen mit Gemeinschaftsräumen organisiert werden. Im Staffelgeschoss finden sich fünf barrierefreie Penthousewohnungen. Im westlichen Teil des Geländes sind zwei Mehrfamilienhäuser mit insgesamt zehn barrierefreien Wohnungen entstanden.
Träger: Den Betrieb der Pflegeeinrichtung in Lichtenwald und eine eventuelle begleitende Betreuung von Bewohnern in den seniorengerechten Wohnungen übernimmt Dienste für Menschen, ein diakonischer Altenhilfeträger mit Sitz in Esslingen. Er betreibt mit etwa 2000 Beschäftigten in Süddeutschland Pflegeheime, ambulante Pflegedienste und Diakoniestationen, Betreutes Wohnen, Familienpflege und Dorfhilfe.  (pst)

Doppeljubiläum in Denkendorf: Die Handball-Abteilung des TSV feiert ihr 100-jähriges Bestehen und 25 Jahre „Hot Summer Nights“. Was macht den Erfolg des Vereins aus?

Man soll die Feste feiern, wie sie fallen, heißt es. Die Denkendorfer kommen in diesem Sommer aber schier nicht aus dem Feiern heraus. Die Handball-Abteilung des örtlichen TSV besteht heuer seit runden 100 Jahren. Außerdem gehen auch die „Hot Summer Nights“, die beliebte Veranstaltungsreihe der Sporttruppe, auf ein Jubiläum zu. Zum 25. Mal bereits werden in diesem Jahr „zwei Tage Party unterm Sternenhimmel“ zelebriert, so das Motto.
Während an diesem Abend in der Sporthalle die Nachwuchsteams beim Training schwitzen, denkt Thomas Ziegler schon wieder nach, was noch alles für die „Hot Summer Nights“ zu planen ist. Der 62-Jährige ist in Denkendorf ein Handball-Urgestein. Zwölf Jahre lang war er der Abteilungsleiter, außerdem laufen bei ihm die Fäden für die Partyreihe zusammen. An die Anfänge kann er sich noch gut erinnern. Eine Schnapsidee sei das Premierenfest gewesen. Man habe seinerzeit nach einem Weg gesucht, Geld für den Verein zu verdienen. „Wir haben uns damals überlegt, Turniere macht jeder Verein.“
Die Idee zur großen Fete war geboren. „Mit einer kleinen selbstgezimmerten Bühne, so hat das damals angefangen“, erzählt Thomas Ziegler, mittlerweile – 24 Ausgaben später – ist alles professionalisiert. Und sehr erfolgreich. Zu den heißen Sommernächten kommen stets um die 3000 Fans aus Denkendorf, aber auch aus der Region. Mathias Fritz (35), der aktuelle Abteilungsleiter, spricht vom „definitiv größten Fest“ in der Gemeinde: „Hier im Ort ist das schon ein Ding.“

Von den Promis ist man weggekommen
Das liegt sicherlich an der Historie. Im Laufe der Jahre waren viele bekannte Künstler da. „Karat“, die „Puhdys“, Patrick Lindner, Wolfgang Ambros oder DJ Robin zählt Thomas Ziegler auf. Von den Promis ist man allerdings weggekommen. „Das kannst du nicht mehr bezahlen“, sagt er über die Gagen, das finanzielle Risiko sei zu hoch. Man setzt lieber auf etablierte Festzelt-Partybands. Für Stimmung sorgen die allemal, und auch schon in puncto Organisation der „Hot Summer Nights“ stimmt die Atmosphäre. Aus den Reihen des Vereins sind etwa 200 Personen im Arbeitsdienst. Aufbauen, abbauen, die Cocktailbar schmeißen oder das Gelände reinigen: Es gibt viel zu tun – rein ehrenamtlich. „Es geht um Einnahmen, da sind alle gefragt“, sagt Thomas Ziegler. Jeder sei mit Spaß dabei. Mathias Fritz stellt klar: „Ich glaube, dass die Gemeinschaft hier eine Rolle spielt.“
Der Hauptverein, der TSV Denkendorf, besteht seit bald 130 Jahren. Die Handballer bilden mit gut und gerne 430 Mitgliedern die viertgrößte der neun Abteilungen. Sie wächst deutlich. Das liegt daran, dass auch Denkendorf größer wird, aber nicht nur. „Wir machen viele Aktionen in Schulen“, betont Thomas Ziegler, am Sommerferienprogramm beteilige man sich ebenso. Die zwei Sporthallen, die die Abteilung zur Verfügung hat, platzen mittlerweile aus allen Nähten.
Den Kreis Esslingen kann man getrost als Handball-Hochburg bezeichnen. Denkendorf mischt gut mit. Die Männer 1 spielen in der Verbandsliga, die Männer 2 sind in die Bezirksliga aufgestiegen. Die Alten Herren wiederum sind dieses Jahr Bezirksmeister geworden. Und die Frauen 1 mischen nach ihrem Aufstieg gar in der Württembergliga mit, die Frauen 2 werfen in der Bezirksliga Tore. Laut Mathias Fritz können es bei Derbys schon mal 700 Gäste sein, die die Spiele verfolgen.
Mattis Riehs (20) ist vor einem Jahr aus der Jugend zu den Aktiven gestoßen. Seit dem Kindesalter ist er dem Verein und dem Sport verbunden. Er lobt vor allem die Gemeinschaft, auch auf den Zuschauerrängen. Thomas Ziegler sagt, diese Kameradschaft sei über Jahrzehnte gewachsen. An diesem Gefühl wollen die Handballer im Jubiläumsjahr auch andere teilhaben lassen. Im Herbst ist eine große Spendengala zugunsten der DKMS geplant.

Wann wird wo gefeiert?
Feier:
Die Denkendorfer Handballer sind in bester Partylaune. Das 100-Jahr-Jubiläum ihrer Abteilung innerhalb des örtlichen TSV haben sie Ende Juni auf dem Sonnenhof am Ortsrand von Denkendorf zelebriert.
Konzert: Mitte Juli finden dann die 25. „Hot Summer Nights“ auf dem Denkendorfer Festplatz statt. Auf dem Programm stehen wieder Live-Musik und Bewirtung. Der Einlass ist jeweils ab 18.30 Uhr. Am Freitag, 12. Juli, spielt ab 20.30 Uhr die Stuttgarter Partyband V.I.P.’s, tags drauf (13. Juli) ist das „Hofbräu-Regiment“ dran. Tickets gibt es im Vorverkauf zum Preis von 13 Euro, entweder online oder bei Nahkauf Huber in Denkendorf. (car)

Eigentlich war eine Sanierung geplant. Doch jetzt zeigt sich, dass die Bausubstanz an dem Gebäude in Altbach so schlecht ist, dass ein Abriss naheliegt.

Entschieden ist noch nichts. Doch angesichts der maroden Bausubstanz des Alten Schulhauses in Altbach scheinen der Abriss und ein Neubau eine sinnvolle Alternative zur bisher geplanten Sanierung zu sein. Dann würden die Gesamtkosten des Projekts jedoch auf mehr als sieben Millionen Euro steigen. Der Gemeinderat hat kürzlich darüber beraten, wie angesichts der neuen Erkenntnisse weiter vorgegangen werden soll. Bürgermeister Martin Funk sprach von einer „Misere“.
Eigentlich sollte das Gebäude erhalten werden. Zwei Ziele wurden damit verfolgt. Zum einen lag das ortsbildprägende Haus vielen Menschen am Herzen. Gleichzeitig war die Hoffnung, eine Sanierung günstiger als einen Neubau stemmen zu können. Dass diese Ziele noch erreicht werden, scheint nun aber zweifelhaft.
Der Bauleiter Uwe Schöttle bezeichnete die Bausubstanz als „marode und kaputt“. Er bezweifelt, dass eine bauliche Ertüchtigung überhaupt noch in einem sinnvollen Rahmen möglich ist. An vielen Stellen seien die Schäden so offensichtlich, dass es keiner genaueren Untersuchung mehr bedarf. Ein Problem ist, dass das Haus aufgrund vieler Umbau- und Ergänzungsarbeiten über die Jahre an Stabilität verloren hat. Falls trotzdem an einer Sanierung festgehalten werden soll, würde diese deutlich teurer als bisher angenommen werden.
Eine Machbarkeitsstudie aus dem Jahr 2021 fand ohne eine Untersuchung der Bausubstanz statt, wie die Projektleiterin Eva Atkinson vom beauftragten Architekturbüro Buerohauser erklärte. Anlass für die genauere Untersuchung der Bausubstanz waren zunächst die Decken, deren Zustand schon früh eine umfangreiche Erneuerung angezeigt hatten. Eine Verstärkung der Decken machte die Untersuchung der Mauern und des Fundaments notwendig – mit dem beschriebenen Ergebnis.
Buerohauser hat dem Gemeinderat drei mögliche Varianten für das weitere Vorgehen vorgeschlagen. Die Variante eins beinhaltet eine Betonsanierung, die zwischen 950 000 und 1,1 Millionen Euro kosten würde. Das Problem dabei wäre allerdings, dass trotz der hohen Kosten viel der alten Bausubstanz übrig bleiben würde. Bei der Variante zwei würde das Gebäude zu einem Teil zurückgebaut. Mit 550 000 bis 900 000 Euro wäre dies die günstigste Variante. Auch bei dieser Variante würde viel vom bisherigen Gebäude bestehen bleiben – mit dem Risiko, dass während der Bauarbeiten weitere Überraschungen im Bestand auftauchen.

Gut planbar, komplett neu
Als dritte Variante schlug das Büro einen Abriss und anschließenden Neubau mit dem bereits beschlossenen Raumprogramm vor. Dies wäre zwar mit Mehrkosten von 1,1 bis 1,3 Millionen Euro die teuerste Variante. Sie hätte aber den Vorteil, dass sie gut planbar wäre. Außerdem hätte die Gemeinde damit ein komplett neues Gebäude. Angesichts der bisher geplanten Investition von 6,5 Millionen Euro (Stand September 2023) würde der Neubau eine Kostensteigerung von sechs bis acht Prozent bedeuten, so Buerohauser. Die gute Nachricht sei, dass unabhängig von der Wahl der Variante noch nicht viel Geld verloren sei, betonte Nico Dürr von dem Architekturbüro. Ferner liege man derzeit angesichts günstiger Entwicklungen in der Baubranche aktuell rund eine halbe Million Euro unter der bisherigen Kostenrechnung.
Die Stimmung unter den Gemeinderäten hat diese Nachricht allerdings kaum verbessert. „Es wird auf die Variante drei hinauslaufen“, sagte schließlich Peter Schnirzer (Unabhängige Wählervereinigung). Die beiden anderen Varianten brächten nur eine geringfügige Kostenersparnis bei hohem Risiko. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Michael Euchenhofer sprach sich ebenfalls für einen Neubau aus, möchte aber noch geklärt wissen, was die rechtlichen Folgen wären. Die Frage ist, ob der Gemeinde Schadenersatzforderungen für bereits vergebene Aufträge drohen.
Die SPD beantragte eine Vertagung des Tagesordnungspunktes, sodass der neue Gemeinderat über die Angelegenheit entscheidet. Der Antrag fand zwar keine Mehrheit. Beschlossen wurde – abgesehen vom Wechsel des Fachplanungsbüros – während der Sitzung trotzdem noch nicht, wie es weitergehen soll. Die Tendenz aus der Diskussion für die Planung eines Neubaus konnte Buerohauser aber mit nach Hause nehmen.

Eisenbetondecken galten einst als moderne Bauweise
Zeit:
Unabhängig davon, für welche Variante sich der Gemeinderat entscheidet, wird das neue Kinderhaus erst in der zweiten Jahreshälfte 2026 fertig sein. Ursprünglich sollte das Kinderhaus bereits im Sommer 2025 in Betrieb genommen werden.
Betreuung: Eine offene Frage ist, wie mit den geplanten und nun erst später zur Verfügung stehenden Kinderbetreuungsplätzen umgegangen wird. Die zuständige Rathausmitarbeiterin Martina Grasser erklärte, dass es verschiedene Möglichkeiten gebe. So könne beispielsweise eine weitere Gruppe im Waldkindergarten aufgemacht werden. Auch eine Überbelegung von Gruppen wäre denkbar. „Aber optimal ist das nicht“, betonte Grasser.
Geschichte: Mit dem Bau des heute „Alten“ Schulhauses wurde im Winter 1913/1914 begonnen. Die Einweihung fand im Januar 1914 statt, wie es im Geschichtsbuch „Altbach“ von Friedrich und Gerhard Krapf heißt. Das Haus sei damals mit der neuesten Bautechnik erstellt worden, zu denen auch die nun so problematischen Eisenbetondecken gehörten.  (bra)

Vom 5. bis 7. Juli findet in Esslingen das Schwörfest – einst Bürgerfest – statt. Es beginnt mit der traditionellen Zeremonie im Schwörhof.

Für viele Esslingerinnen und Esslinger ist es der Höhepunkt im Veranstaltungskalender: Das Schwörfest, das am ersten Juli-Wochenende in der Innenstadt zum Schwätzen, Schlemmen und Feiern einlädt. Auch in diesem Jahr lockt es wieder mit einem facettenreichen Programm, kulinarischen Genüssen und herzlichen Begegnungen. Am Sonntag wird es zudem sportlich, wenn der Eßlinger Zeitung Lauf gestartet wird.
Vom 5. bis 7. Juli feiert die Stadt das Schwörfest, das auch schon einmal Bürgerfest hieß, aber im vergangenen Jahr umbenannt wurde. Das Festwochenende in der Innenstadt bedeutet natürlich auch Verkehrseinschränkungen. Die Vorbereitungen laufen indes überall auf Hochtouren.

Fregattenkapitän hält Schwörrede
Start ist mit der Schwörzeremonie am Freitag, um 16 Uhr, im Schwörhof. Wenn das Wetter nicht mitmacht, werden Gemeinderat und Oberbürgermeister im Neuen Blarer am Blarerplatz darauf verpflichtet, sich stets zum Wohle der Stadt einzusetzen. Dieser Schwur geht auf eine jahrhundertealte Tradition zurück und wird nur in wenigen Städten Deutschlands, etwa in Ulm und Reutlingen, abgelegt. Er hat keine juristische Bedeutung, gilt aber als wichtiges Symbol der Verbundenheit zwischen Gemeinderat, Stadtverwaltung, Oberbürgermeister sowie Bürgerinnen und Bürgern.
Die Schwörrede hält in diesem Jahr Fregattenkapitän Tilmann von der Lühe von der Fregatte Baden-Württemberg, der über die Bedeutung der Marine für Land und Ländle spricht. Darüber hinaus gibt es eine Talkrunde über aktuelle geopolitische Herausforderungen und eine Sprechkunstperformance zum Schwörfest von Philipp Falser.

Konzerte und Flohmärkte
Im Anschluss an die Schwörzeremonie startet das Festprogramm der Esslinger Vereine und Gruppen, die auf verschiedenen Bühnen und an ihren Ständen für Unterhaltung sorgen und internationale Spezialitäten zu essen anbieten. Dazu gibt es eine Reihe von Konzerten und Flohmärkte. Das Rathaus lädt zu einem Tag der offenen Tür, die Städtischen Museen können bei freiem Eintritt besucht werden.
Auf der Maille liegt die „Kulturarche“ vor Anker. Auf der mobilen Bühne soll ein teilhabeorientiertes Programm für alle Generationen mitten im Grünen präsentiert werden. Hier gibt es zum Beispiel einen Batik-Workshop, eine Drag-Show, interkulturelles Theater, Konzerte, Figurentheater und dazu erfrischende Getränke vom Kommunalen Kino.
Bei verschiedenen Führungen rund um die Schwörtradition, etwa durch das Alte Rathaus oder das Reichsstädtische Rathaus, stehen Partizipation und Demokratie im Mittelpunkt. Der Tag des offenen Rathauses am Samstag erlaubt Einblick in die Verwaltung. Die vier Bürgermeister laden zum „Meet & Greet“ in ihren Büros ein. Wer möchte, kann sich auf dem Rathaus-Balkon fotografieren lassen, die Feuerwehr kennenlernen oder einen Blick ins Goldene Buch werfen.
Am Samstagabend gibt es Live-Musik auf den verschiedenen Bühnen. Am Rathausplatz präsentieren die Krimiwerke und das Kunstdruck-Central-Theater einen Impro-Krimi, bei dem das Publikum Regie führt. Später tritt die Berliner Elektropop-Künstlerin Lin auf. Von 22 Uhr an steigt im Kulturzentrum Dieselstraße eine Aftershow-Party.
Ein Massenevent am Sonntagmorgen ist der 24. Eßlinger Zeitung Lauf um den Sport-Flöss-Pokal. Um 9 Uhr wird der erste Bambinilauf gestartet, es folgen drei Schülerläufe (ab 9.45 Uhr) und der Hauptlauf. Der wird um 11 Uhr gestartet und führt über vier Runden und insgesamt zehn Kilometer durch die Altstadt.
Das alles hat Auswirkungen auf den Verkehr. Von Freitag, 5. Juli, bis Sonntag, 7. Juli, ist die Esslinger Altstadt innerhalb des Altstadtrings autofreie Zone. Der Wochenmarkt wird zum Schwörfest-Samstag in die Bahnhofstraße verlegt. Das Parkhaus an der Agnespromenade bei der Polizei kann am Samstag und Sonntag angefahren werden – aber die Aussichten, einen Platz zu finden, sind nicht besonders rosig, weil der Andrang groß ist. Aufgrund der außergewöhnlichen Situation rät die Stadt Esslingen, zu Fuß, mit dem Rad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Schwörfest zu kommen. (jmf/dan)

Info: Das Festprogramm und Informationen sind zu finden auf www.esslingen.de/schwoerfest

Beim Motocross in Aichwald, das am ersten Juli-Wochenende zum 62. Mal stattfinden wird, sind fünf Klassen am Start. Auch die schnellen Frauen des Ladies Cups mischen wieder mit. Höhepunkt sind die DM-Open-Läufe. Zahlreiche Gaststarter haben ihr Kommen angekündigt, an deren Spitze Max Nagl.

Am ersten Juli-Wochenende findet die 62. Auflage des Motocross in Aichwald statt. Die Rennen werden am Samstag und Sonntag, 6. und 7. Juli, wieder in fünf Klassen ausgefahren. Allerdings gibt es ein kleines Upgrade: Auch die Jüngsten in der 65-Kubikzentimeter-Klasse kämpfen dieses Mal um DM-Punkte. Höhepunkte sind die Läufe zu den DM Open. Aber auch bei den Junioren der 250-Kubikzentimeter-Klasse, den Jugendklassen der 125er und der 65er sowie beim Ladies Cup sind spannende Rennen zu erwarten. Und gefeiert wird schon vor dem Rennauftakt: Die Partys stehen am Freitag- und am Samstagabend (5. und 6. Juli) an.
Bei den DM Open haben auch starke Gaststarter ihr Kommen angekündigt, darunter Max Nagl, Max Spies, Tom Koch und Henry Jacobi. Die vier stehen im vorläufigen Kader für die Mannschaftsweltmeisterschaft und damit dem Event, das weltweit am meisten Beachtung in der Cross-Szene findet. Noch im Kader: Superstar Ken Roczen und Simon Längenfelder. Aus diesen sechs Fahrern werden am Ende der Saison drei ausgewählt, die die deutschen Farben im südenglischen Matterley Basin vertreten werden.

Ex-Weltmeister ist am Start
Max Nagl, Clubfahrer des veranstaltenden MSC Aichwald, ist mittlerweile 36 Jahre alt. Nach wie vor gehört er aber zu den Top-Favoriten, wenn es um den Tagessieg auf der Strecke „In den Horben“ geht. Auf dem Schurwald wird er bei den DM Open auf weitere schnelle Gaststarter treffen. Allen voran sein Teamkollege, der Franzose Jordi Tixier, Ex-Weltmeister der MX2-Klasse. Und eben Tom Koch, Maximilian Spies und Henry Jacobi. Kochs älterer Bruder Tim ist amtierender Meister in der Open-Klasse. Nach einem sturzbedingten Ausfall im sächsischen Lugau belegt er in der Zwischenwertung aber lediglich Rang fünf. Die Meisterschaft führt der erst 19-jährige Noah Ludwig an, vor Lukas Platt und Boris Maillard.

Papenmeier fährt wieder vorne weg
Wieder am Start in Aichwald sind die schnellen Frauen im DMV-MX-Ladies-Cup, sie tragen als einzige Klasse jeweils einen Wertungslauf am Samstag sowie am Sonntag aus. Larissa Papenmeier gehört seit mehr als 15 Jahren zur Weltspitze, sie war schon 2009 Vizeweltmeisterin und mehrfach Dritte der WM. Neben ihrem Job im Betrieb ihres Bruders führt sie ein eigenes Rennteam und kümmert sich noch um die Organisation des Ladies Cups. In der vergangenen Saison hat sie die Serie zum zehnten Mal gewonnen. Auch in diesem Jahr siegte Papenmeier wieder in allen Ladies-Cup-Läufen. Fiona Hoppe und Alicia Reitze kommen ihr am nächsten.
Bei den Junioren der 250er-Klasse nimmt Peter König einen erneuten Anlauf auf den Titel, nachdem er in der vergangenen Saison verletzungsbedingt zurückgeworfen worden war. Allerdings geht es an der Spitze der Gesamtwertung noch sehr eng zu. Als Königs härteste Widersacher haben sich bislang Constantin Piller und Leon Rudolph herauskristallisiert. Piller könnte seiner Sammlung einen dritten Meistertitel hinzufügen, nachdem er in den Jugendklassen schon zwei eingefahren hat.
Bei den 13- bis 17-jährigen Jugendlichen der Achtelliter-Klasse, die ausschließlich auf Zweitaktmaschinen antreten, führt vor Aichwald Paul Neunzling – mit fast 50 Punkten Vorsprung. Dahinter ist ein Vierkampf um den zweiten Platz entbrannt, mittendrin der Pfullinger Tom Militzer. An der Spitze der 65-Kubikzentimeter-Klasse hat sich Felix Siegl etwas abgesetzt, auf Rang zwei folgt Jesko Loberenz.

Termine, Party, Preise
Start:
Am Samstag werden neben Training und Qualifikation (ab 8.30 Uhr) von 13 Uhr an Wertungsläufe der 125er-Jugendklasse, der Junioren (250) und ein Lauf des Ladies Cups ausgefahren. Am Sonntag (Training ab 8.30 Uhr) folgt als erster Wertungslauf ab 13 Uhr der
zweite Durchgang der Ladies, danach kommen die 65er-Nachwuchsklasse und die DM Open, der Höhepunkt des Wochenendes.
Party: Auch beim diesjährigen Aichwalder Motocross wird es ein Festzelt geben. An den Abenden sorgen dort die beiden Coverbands „VIPs“ (Freitag) und das „Hofbräu-Regiment“ (Samstag) für Stimmung.
Preise: Die Eintrittspreise sind gegenüber dem Vorjahr konstant geblieben. Am Samstag kostet der Eintritt ab einem Alter von zehn Jahren sieben Euro. Am Sonntag zahlen Jugendliche im Alter von zehn bis 14 Jahren sieben Euro, ab 15 Jahren kostet der Besuch auf dem Gelände „In den Horben“
18 Euro (Wochenendtickets gibt es für zwölf beziehungsweise für 20 Euro). Kinder im Alter unter zehn Jahren haben freien Eintritt. Der Eintritt zu den abendlichen Partys im Festzelt ist ebenfalls frei, wird aber erst ab einem Alter von 16 Jahren gewährt. (hin)


Noch in diesem Jahr will die Stadt Esslingen die Renaturierung im Bereich des Spielplatzes Kennenburger Park angehen und damit einen weiteren Abschnitt des Gewässers aus seinem Betonkorsett befreien. Das nützt auch der Sicherheit.

Jahrzehntelang war der Hainbach alles andere als ein Schmuckstück: Das kleine Gewässer, das aus den nördlichen Hanglagen in Richtung Neckartal fließt, war über weite Strecken in ein starres Betonkorsett gezwängt. Flora und Fauna fanden dort nicht die Bedingungen, die sie brauchen, um sich entfalten zu können. Die dringend benötigten Kaltluftströme fanden nicht ungehindert den Weg Richtung Innenstadt. Und auch in der Gefahrenkarte für Unwetterereignisse im Stadtgebiet Esslingen ist der Hainbach vermerkt. Doch in den vergangenen Jahren hat sich entlang des Hainbachs einiges zum Positiven verändert: Im Rathaus wurde ein Renaturierungsprojekt auf den Weg gebracht, das den Hainbach in mehreren Etappen fit machen soll. Den nächsten Schritt möchte die Stadt demnächst angehen.
Zuletzt war der Bach im Bereich von der Brücke an der Kennenburger Straße bis zum Spielplatz Goerdelerweg auf einer Länge von etwa 280 Metern aus seinem starren Bett aus Ufermauern befreit und in Mäandern neu angelegt worden. „Ziel war es, den Bach durch das Schaffen von unterschiedlichen Lebensräumen für Amphibien, Insekten, Fische und andere wassergebundene Lebewesen ökologisch aufzuwerten“, heißt es im Esslinger Rathaus. So hat das Gewässer mehr Platz gewonnen, Ufermauern wurden abgebrochen, stattdessen sind naturnahe, flache Uferbereiche angelegt worden. Vielfältige Lebensräume für die Tierwelt entstanden. Dank der geschaffenen Mäander wird die Fließgeschwindigkeit gebremst, nun lässt sich der Bach auch besser als solcher erleben.
Nun hat sich die Stadt das direkt anschließende Teilstück im Bereich des Kennenburger Parks vorgenommen. Ein Blick auf die aktuelle Situation zeigt den Handlungsbedarf: Noch ist der Hainbach dort durchgehend mit Mauern verbaut. Die Bachsohle liegt tief im Gelände, von guter Zugänglichkeit kann nicht die Rede sein. Mit der nun geplanten Revitalisierung sollen Auwaldbereiche und Hochstaudenflure entstehen, die ökologische Nischen innerhalb der Stadtnatur bilden und die Grundwasserneubildung fördern. Auch die Frischluftentstehung soll gefördert werden.
Die Zugänglichkeit des Gewässers soll verbessert werden – dank flacherer Böschungen sollen Kinder künftig dort spielen können, ein barrierefreier Zugang ist geplant. Und durch eine veränderte Gewässerstruktur kann sogenannter Retentionsraum entstehen, um die bachabwärts liegenden Bereiche entlang des Hainbachs bei Starkregen und Hochwasser zu entlasten. Die Stadt rechnet für diesen Abschnitt mit Gesamtkosten von rund 533 000 Euro und hofft auf eine 50-prozentige Förderung. Im Herbst sollen die Arbeiten beginnen.

Der Hainbach: Baustein in einem Stadtentwicklungskonzept
Idee: 
Der Esslinger Gemeinderat hat 2017 ein Stadtentwicklungskonzept für die Bachtäler auf den Weg gebracht. Ziel ist deren Vernetzung mit dem Neckartal – Aspekte wie Wegebeziehungen, Naherholung, Durchlüftung und Stadtklima sowie ökologische Potenziale haben die Stadtplaner dabei im Blick. Bei der Frischluftzufuhr ins Neckartal spielen die Bachtäler des Hainbachs und des Geiselbachs eine wichtige Rolle. Das Stadtentwicklungskonzept soll helfen, die Bachtäler als Kaltluftentstehungsgebiete und Luftleitbahnen zu stärken. Zudem hat man den Gewässer- und Hochwasserschutz im Blick.
Pilotprojekt: Ein wesentlicher Baustein im Konzept ist die naturnahe Umgestaltung des Hainbachtals. Die hat der Gemeinderat 2017 auf die Dauer von 20 Jahren angelegt und für dieses Pilotprojekt insgesamt 9,3 Millionen Euro angesetzt. Im Rathaus ging man bei der Grundsatzentscheidung von Zuschüssen in Höhe von bis zu 7,9 Millionen Euro aus. Den Erwerb von Flächen, die für die Renaturierung benötigt werden, hatte die Stadt schon lange vorher auf den Weg gebracht. (adi)

In Wernau hat ein Bürgerbeteiligungsprozess begonnen: Auf diese Weise soll ermittelt werden, ob die Stadt eine neue Sporthalle braucht, ob sie sich diese leisten kann und will und falls ja, wie diese ausgestaltet werden soll. Die Onlinebeteiligung hat bereits begonnen.

Der Weg zu einer neuen Sporthalle in Wernau ist ein Marathonlauf. Geredet wird über das Projekt schon seit vielen, vielen Jahren. Mehr aber auch nicht. Nun wird ein neuer Anlauf unternommen, für den jetzt der erste Schritt erfolgt ist. Damit die lange Strecke dieses Mal zum Ziel führt, hat sich die Stadt – um im Bild zu bleiben – einen qualifizierten Trainer geholt.
Die Servicestelle Bürgerbeteiligung des Landes Baden-Württemberg hat für die nächsten Monate das Steuer übernommen, um den Gemeinderat letztlich zu einer Entscheidung zu befähigen, die dem breiten Willen der Bevölkerung bestmöglich entspricht. Und das Bild vom Trainer ist dabei sogar ziemlich treffend, denn die Servicestelle coacht das Verfahren nur, sammelt und filtert, bewertet aber nicht aus eigenen Stücken, versteht sich vielmehr als Handwerker. Die Leistung auf dem Platz müssen die handelnden Akteure bringen, wie etwa bei einem sogenannten Scoping, das vor Kurzem den Start markierte.
Dazu waren rund zwei Dutzend Vertreter der Stadt, der Ratsfraktionen sowie von Schulen und Vereinen zusammengekommen. Ihre Aufgabe: Eine Themenlandkarte zu ergänzen, die die Servicestelle nach den generellen Anforderungen, aber auch nach den Problemen, die der Sporthallenbau mit sich bringt, erstellt hat. Technische Optionen, Ausstattungsmöglichkeiten, die Gestaltung der zusätzlichen Infrastruktur, auch die Kostenfrage, die Belastungen für Anwohner sowie für Umwelt-, Natur- und Klimaschutz waren darauf bereits vermerkt.

Andere relevante Themen mitdenken
Ulrich Arndt, der Leiter der Servicestelle Bürgerbeteiligung, machte gleich zu Beginn deutlich, „dass am Ende des Prozesses auch herauskommen kann, dass keine Sporthalle gebaut wird“. Deshalb müssten bei dieser Bürgerbeteiligung auch die anderen in Wernau relevanten Themen mitgedacht werden, appellierte er an die Anwesenden, nicht nur auf die eigenen Positionen, sondern auf die allgemeinen Bedürfnisse zu schauen.
Im Anschluss wurde viel miteinander geredet. Es ging dabei zum einen um die bei einem Sporthallenbau relevanten oder strittigen Punkte; und es gab zum anderen, wie am Ende der allgemeine Tenor war, viele sehr konkrete und nützliche Hinweise und Anmerkungen. Die Themenlandkarte wurde also nach und nach ergänzt und – worüber sich Arndt besonders freute – „das Verfahren wurde akzeptiert“. Es sei in den Köpfen der Beteiligten wohl angekommen, dass alle Positionen berücksichtigt werden müssten, dass eine solche Entscheidung mehr sei als ein Beschluss und dessen Finanzierung. „Es geht darum, was es zu gewinnen gibt, aber auch darum, wer etwas zu verlieren hat.“
Mit der bereits eröffneten Onlinebeteiligung erfolgt nun der nächste Schritt, wobei die Themenlandkarte nach und nach vervollständigt wird. Für ein Bürgerforum werden im Anschluss per Los Teilnehmende ermittelt, die in moderierten Sitzungen diskutieren. Die Zusammensetzung der Gruppe ist zwar nicht repräsentativ, berücksichtigt aber Alter, Geschlecht und Bildungsstand der Bevölkerung. „Diese sogenannten Zufallsbürger, das wissen wir aus der Erfahrung, sind meist sehr vernünftig und klug“, erklärte Arndt. Sie würden es schaffen, den Bedarf zu erkennen, eine Rangfolge festzulegen und eine Abwägung zu treffen. Am Ende, daran ließ der Servicestellenleiter keinen Zweifel aufkommen, liege die endgültige Entscheidung allerdings beim Gemeinderat. Dass sich dieser im Herbst erst am Anfang einer neuen Legislatur befindet, sei sicher ein Vorteil.

Wie geht es mit der Bürgerbeteiligung zur Sporthalle weiter?
Auftakt:
 Nach der Auftaktveranstaltung gibt es im nächsten Schritt eine Onlinebeteiligung für alle Interessierten. Dabei kann die im ersten Schritt erstellte Themenlandkarte, die sich als Entwurf versteht, entsprechend kommentiert werden. Die Anmerkungen liefern weiteren Input für das anschließende Bürgerforum. Der Link https://beteiligungsportal-bw.de/neubau-sporthalle-wernau ist seit 12. Juni für vier Wochen verfügbar.
Zufallsbürger: Für das Bürgerforum werden dann im Sommer einige Tausend Bürgerinnen und Bürger angeschrieben. Aus all denen, die sich zurückmelden, werden 30 bis 40 Männer und Frauen aus unterschiedlichen Altersgruppen und mit unterschiedlichem Bildungsabschluss ausgelost, die in moderierten Sitzungen diskutieren und Empfehlungen abgeben.
Übergabe: Im Herbst werden diese Empfehlungen öffentlich vorgestellt und an die politisch Verantwortlichen übergeben. Diese entscheiden dann, ob und in welcher Form in Wernau eine neue Sporthalle gebaut wird. (eas)