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Claus Hintennach

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Die Skulptur „Augenblick“ am Lichtenwalder Höhenweg wurde von der kürzlich verstorbenen Lichtenwalderin Waltraut Heyke gespendet.

Seit dem Jahr 2014 steht an einem der höchsten Punkte des Lichtenwalder Höhenwegs zwischen Bürgerzentrum und Naturfreundehaus die Skulptur „Augenblick“ der Künstler Angie und René Heinze. Das mehr als drei Meter hohe ovale Kunstwerk, Teil des Lichtenwalder Kulturrundwegs und täglich Ziel vieler Spaziergänger, war laut einer damaligen Mitteilung „von einem Lichtenwalder Bürger und Gönner der Gemeinde, der anonym bleiben möchte“, gespendet worden. Wie das Künstlerpaar kürzlich bekannt gab, kann die Anonymität nun aufgehoben werden.
„Die Skulptur wurde von der Lichtenwalderin Waltraut Heyke gespendet“, erzählt Angie Heinze. Waltraut Heyke, promovierte Altphilologin und, wie Heinze sagt, „ein Vorbild an humanistischem Engagement“, war Lehrerin am Abendgymnasium Esslingen und Dozentin an der VHS Lichtenwald. Im Ruhestand hat sie Privatkurse in lateinischer Sprache zum Weltgeschehen und zu philosophischen Fragen gegeben. Im vergangenen Herbst ist sie im Alter von 88 Jahren verstorben.
Waltraut Heyke war mit der Idee, nach dem Tod ihres Mannes Hans Eberhard Heyke im Jahr 2013 „einen Platz der Kontemplation, des Erinnerns und auch des Trauerns zu gestalten“, auf das Künstlerpaar zugekommen, erzählt Heinze. Ihr ausdrücklicher Wunsch sei dabei gewesen, anonym zu bleiben und ihren Namen erst nach ihrem Tod zu veröffentlichen.
„Waltraut Heyke war eine aufgeschlossene, der Kunst und der Welt zugewandte Frau. Sie hat Position bezogen und hat darauf geachtet, dass sie für alle Menschen etwas tun kann“, erzählt René Heinze. So sei es ihr ein Anliegen gewesen, nicht nur einen persönlichen Ort des Erinnerns zu schaffen, sondern den Lichtenwaldern, den Wanderern und den Spaziergängern, die den Höhenweg und die spektakuläre Aussicht auf das Albvorland und die Alb zu schätzen wissen, einen Ort des Wohlfühlens zu schenken.

Ein Symbol der Vergänglichkeit
Ein Dinosaurier-Ei, das auf das Alter der Alb verweist, das Okular im oberen Drittel der Skulptur, mit in Gold und Silber glitzernden Plättchen ausgelegt, das den Blick in den Himmel richtet – „wenn die Leute alles Mögliche in dem Kunstwerk gesehen haben oder einfach nur von dem Anblick und der schönen Aussicht dort geschwärmt haben, ging ihr das Herz auf“, erzählt Angie Heinze.
Waltraut Heyke wollte indes mit der Skulptur auch eine Botschaft verbunden wissen. Die roten Mosaiksteine im oberen Teil des Kunstwerks sind auf der dem Weg zugewandten Seite scharf von den darunter angeordneten grauen Flächen abgegrenzt und bilden ein zwar stilisiertes aber doch leicht erkennbares M. „Es ist ein Symbol der Vergänglichkeit und steht für den lateinischen Ausspruch memento mori – bedenke, dass du sterben musst“, erklärt Angie Heinze.
Gleichzeitig weise der Name der Skulptur „Augenblick“ auf die Gegenwart hin und fordere auf, das Leben zu genießen. „Die Zeit ist eine treue Begleiterin und sie besteht aus kostbaren, unwiederbringlichen Augenblicken“, sagt Angie Heinze. So stehe das M auch für einen weiteren Leitsatz von Waltraut Heyke: „Memento vivere – erinnere dich, zu leben“, sagt die Künstlerin. (pst)

Damit Esslingen seinen 1250. Geburtstag 2027 richtig feiern kann, darf erst einmal weniger gefeiert werden. Denn auf dem Marktplatz als einer Hauptveranstaltungsfläche werden in diesem Jahr Bauarbeiten durchgeführt.

Feste sollen ja gefeiert werden, wie sie fallen. In Esslingen könnten in diesem Jahr aber einige Events ausfallen. Denn der Marktplatz als eine Hauptplattform für Festivitäten steht als Schaubühne nicht zur Verfügung: Mit Blick auf den 1250. Geburtstag der Neckarstadt, der 2027 gefeiert wird, wird der Vorzeigeplatz auf Vordermann gebracht. Gibt es in Esslingen wegen der Bauarbeiten mit Blick auf Straßenfeste 2026 eine Nullnummer?
Keine Esslinger Feste – das ist für viele nur schwer vorstellbar. Denn Michael Metzler, Geschäftsführer der viele Events veranstaltenden Esslinger Stadtmarketing und Tourismus GmbH (EST), zieht eine positive Feier-Bilanz für 2025: Der zweitägige „Esslinger Frühling“ mit Shoppingvergnügen und viel Unterhaltung lockte seiner Darstellung nach gut 70 000 Frühlingsfreunde an. Die frische Sommersause, das Estival im August, haben an die 100 000 Besucher mit ihrer Anwesenheit bereichert. „Es funkelt“ schlägt mit gut 25 000 Gästen zu Buche, der „Esslinger Herbst“ mit ungefähr 30 000. Nach Angaben des Pressereferats der Stadt kamen am Wochenende des Schwörfests zwischen 90 000 und 100 000 Menschen in die Innenstadt.
Große Festbegeisterung also trotz kleiner werdender Geldbeutel angesichts von Jobabbau, Krisen in vielen Branchen und Turbulenzen auch bei renommierten Unternehmen. Michael Metzler erklärt sich das so: „Der Zuspruch bei den Events war groß. Die Menschen suchen in Zeiten der wirtschaftlichen Herausforderung Zerstreuung und Ablenkung.“ Die Events böten wichtige Anlässe, „bei denen die Stadtgesellschaft zusammen kommt“. Außerdem seien sie wichtig für die Innenstadtbelebung: „Denn sie bietet dafür die ideale Bühne.“
Hat es sich nun aber wegen der Bauarbeiten auf dem Marktplatz ausgefeiert? Der Mittelalter- und Weihnachtsmarkt wird nach Angaben von Michael Metzler 2026 als Esslinger Top-Vorzeige-Veranstaltung auf jeden Fall an gewohnter Stelle über die Bühne gehen: „Alle unsere anderen Events müssen umgeplant werden.“ Die Autoshow des „Esslinger Frühlings“ werde 2026 in die Ritterstraße verlegt. Bei „Es funkelt“ und dem „Esslinger Herbst“ würden ebenfalls Verlagerungen von Programmpunkten auf andere Flächen stattfinden. Auch das Estival müsse den Marktplatzbauarbeiten weichen: „Wir planen eine kleinere Alternative.“ Informationen dazu werde es im Frühjahr geben.

Neue Denkmuster beim Schwörfest
Neue Denkmuster sind auch beim Schwörfest gefragt. In diesem Jahr wird es laut Alexa Heyder, der Leiterin des Kulturamtes, von Freitag bis Sonntag, 3. bis 5. Juli, über die Bühne gehen. Und: „Der Umbau des Marktplatzes wird dabei eine neue Herausforderung, da aufgrund der Baumaßnahme Teile der bisherigen Veranstaltungsfläche nicht zur Verfügung stehen.“ Die Stadtverwaltung arbeite aktuell an einem Plan B, an einer Alternative, um das Schwörfest auch im kommenden Jahr in einer angepassten Form durchführen zu können.
Feste wird es also auch in diesem Jahr geben. Sorgloses Feiern aber ist angesichts der Sorgen vor einem möglichen Anschlag schwierig. Die bisherigen Sicherheitskonzepte, so teilt Michael Metzler mit, würden im Frühjahr evaluiert und in Abstimmung mit den Sicherheitsbehörden punktuell weiterentwickelt: „Das ist ein ganz normaler Vorgang. Stand heute gehen wir aber von keinen größeren Änderungen aus.“ Im auslaufenden Jahr aber hätte das Ringen um den Schutz der Festbesucher eine große Herausforderung dargestellt. Für den Zufahrtsschutz hätten im Jahr 2025 Konzepte entwickelt, die Finanzierung im Gemeinderat geklärt, Material angeschafft und Dienstleister beauftragt werden müssen.
Eine Herausforderung war im auslaufenden Jahr der Aspekt Sicherheit auch laut Alexa Heyder. Erstmals, so die Leiterin des städtischen Kulturamtes, habe es einen erweiterten Zufahrtsschutz für Veranstaltungen gegeben: „Alle Ebenen der Stadtverwaltung haben bei der Umsetzung Hand in Hand zusammengearbeitet. Während des Schwörfestes funktionierte das neue Sicherheitskonzept für alle Beteiligten gut und trug zu einem sicheren Ablauf bei.“
Von Januar 2026 bis Frühjahr 2027 soll der Esslinger Marktplatz umgestaltet werden. Geplant sind mehr Flächen für Außengastronomie, zusätzliche Radstellplätze, Stellen zum konsumfreien Verweilen und eine moderne Multifunktionsfläche. Auch ein Fontänenfeld soll das Areal rechtzeitig zum Stadtjubiläum aufhübschen.

Termine und Feste
Termine:
Viele Termine für 2026 wurden bereits festgezurrt. Nach bisheriger Planung soll der „Esslinger Frühling“ am Wochenende vom 25. und 26. April über die Bühne gehen. „Es funkelt“ mit langer Einkaufsnacht ist für Samstag, 12. September, gedacht, der „Esslinger Herbst“ für Sonntag, 8. November.
Estival: Das Estival wurde 2022 als Nachfolger des Zwiebelfestes erstmals auf die Beine gestellt. Es soll sommers eine Mischung aus Kulinarik, Wein, Kultur und Live-Musik bieten. (sw)

Nach einigen Herausforderungen bei der Planung soll die Erschließung des Neubaugebiets „Obeswiesen“ in Hochdorf in diesem Jahr beginnen. Lediglich bei der Wahl der Straßennamen kommt der Gemeinderat bislang zu keiner Einigung.

Etwa 100 Wohneinheiten und Platz für mehr als 200 künftige Einwohner in Einfamilien-, Doppel- und Mehrfamilienhäusern – das soll das Neubaugebiet „Obeswiesen“ der Gemeinde Hochdorf bringen. „Es ist eine Maßnahme, die wir seit vielen Jahren vorbereiten“, erklärt Bürgermeister Gerhard Kuttler. Für Hochdorf hat das Wohnbaugebiet mit dem geplanten angrenzenden Misch- und Gewerbegebiet „Mittleres Feld“ eine große Bedeutung, da es auf absehbare Zeit voraussichtlich das letzte Projekt sein wird, das die Gemeinde im Rahmen der Außenentwicklung realisieren kann.
Das Projekt ist in Hochdorf nicht unumstritten. Anwohner aus dem angrenzenden Obeswiesenweg brachten in der Vergangenheit Sorgen bezüglich der Verkehrsführung und der Gestaltung ihrer Straße vor. Auch von der Gemeinderatsfraktion „Die.Mitte“ gab es Gegenwind. Der „unveränderbare Schritt“, den die Gemeinde mit dem Projekt gehen würde, könnte die bestehende Infrastruktur im Ort an ihre Grenzen bringen, erklärte die ehemalige Gemeinderätin Birgit Wiesenhütter.
Doch die Planungen für das Neubaugebiet „Obeswiesen“ schritten schnell voran – nicht zuletzt dank eines beschleunigten Verfahrens nach Paragraf 13b BauGB. Umso größer war die Ernüchterung, als dieser im Sommer 2023 vom Bundesverwaltungsgericht als rechtswidrig eingestuft wurde. Dank einer Änderung im Baugesetzbuch hatte die Gemeinde jedoch die Möglichkeit zur „Heilung“ des Verfahrens.
Allen Widrigkeiten zum Trotz schreiten die Planungen nun voran. „Der Bebauungsplan ist im November 2024 rechtskräftig geworden, wir haben nun ein Jahr abgewartet“, sagt Günter Baumann, Geschäftsführer des für die Planung verantwortlichen Büros Geoteck Ingenieure. Dies sei die Frist für mögliche Klagen bei einem Verwaltungsgericht. Nachdem diese nun abgelaufen sei, könne man mit den weiteren Schritten fortfahren.
Dieses Frühjahr soll der Beschluss für den Umlegungsplan folgen. „Darin ist die Bodenordnung abgebildet. Die Grundstücke müssen erst ins Eigentum der Gemeinde übergehen, von dort aus gelangen sie dann an die künftigen Eigentümer“, erklärt Baumann. Dieser Schritt verzögere sich aufgrund von kürzlichen Todesfällen in den Reihen der bisherigen Grundstückseigner. Man gehe jedoch davon aus, dass der Terminplan dadurch nicht beeinflusst werde.

Ein kreditähnliches Rechtsgeschäft
Ab den Sommerferien 2026 soll dann die Erschließung des Neubaugebiets beginnen. Die Gemeinde rechnet hierfür mit Gesamtkosten von etwa 3,6 Millionen Euro. „Wir gehen davon aus, dass das Gebiet gegen Ende 2027 erschlossen und baubereit sein wird“, sagt Baumann. Um das zu finanzieren, wird die Gemeinde ein kreditähnliches Rechtsgeschäft in Höhe von etwa 7,5 Millionen Euro mit der LBBW eingehen. „Dieses wird dann über die Verkäufe der Bauplätze refinanziert“, erklärt Kämmerin Sabine Kobarg.
Im Gemeinderat stößt die Form der Finanzierung auf Anklang. „Auch wenn ich gegen das Wohngebiet bin, finde ich den Ansatz zur Finanzierung grundsätzlich vernünftig“, sagt etwa Ali Izmir (Die.Mitte). Allerdings fragte Gemeinderat Karsten Rößler (SPD) die Verwaltung, ob bei der Refinanzierung die ursprünglich geplanten 30 Prozent sozial geförderter Wohnraum bedacht werden würden. „Es ist so, dass die meisten Bauträger heute ohnehin von 20 Prozent sozialem Wohnungsbau ausgehen“, meinte dazu Bürgermeister Kuttler.
Vor Erschließungsstart steht nun noch eine weitere wichtige Aufgabe an. „Es geht darum, dass wir den öffentlichen Flächen einen Namen geben“, sagt Baumann. Drei neue Straßen würden im Neubaugebiet entstehen, drei Namen seien zu vergeben. Doch die von der Verwaltung vorgeschlagenen Namen – Philosophenstraße, Einsteinweg und Heisenbergweg – stoßen im Gemeinderat auf Kritik. Die Philosophenstraße sei zu nichtssagend, finden einige Ratsmitglieder. Das Thema „Philosophen“ sei in einer Ecke, in der bereits viele Straßen nach Dichtern und Musikern benannt sind, passend, sagt Marc Behringer (CDU). „Wir haben aber auch gute Philosophen aus Baden-Württemberg“, erklärt er. Hegel oder Schelling würden sich als Namensgeber besser eignen. „Bei drei Straßen wäre es schön, wenn auch eine Frau dabei wäre“, merkt Beate Schmid (SPD) an. Man könnte Lise Meitner als erste Professorin für Physik in Deutschland ehren, findet Doris Dirmeier (Bündnis90/Grüne). Einen ganz anderen Vorschlag hat Rolf Dreher (Freie Wähler): „Wir könnten auch Apfelnamen wie Jakob Fischer nehmen.“ Weitere Gemeinderatsmitglieder haben andere Namen in den Ring geworfen, einig geworden ist sich das Gremium bislang nicht. Im Januar soll darüber nun neuerlich abgestimmt werden. Die sonstigen Planungen werden davon unberührt fortgesetzt.

Details zum Baugebiet und zu den rechtlichen Widrigkeiten
Pläne der Gemeinde:
Das Wohnbaugebiet „Obeswiesen“ wird 2,36 Hektar umfassen und liegt zwischen Obeswiesenweg und Roßwälder Straße. Dort sollen Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäuser sowie Mehrfamilienhäuser entstehen. Auf östlicher Seite angrenzend ist das Misch- und Gewerbegebiet „Mittleres Feld“ mit etwa 5,94 Hektar geplant, das Entwicklungsmöglichkeiten für Gewerbetreibende schaffen soll.
Baugesetz: Der Paragraf 13b BauGB ermöglichte es Kommunen, Bebauungspläne im Außenbereich ohne förmliche Umweltprüfung aufzustellen. Das Bundesverwaltungsgericht sah diesen als mit dem Europarecht unvereinbar an. Für betroffene Gemeinden wurde der Paragraf 215a BauGB als „Reparaturvorschrift“ eingeführt. In Hochdorf konnte das Verfahren so noch rechtzeitig „geheilt“ werden. „Der Umweltbericht ist mittlerweile nachgereicht“, erklärt Günter Baumann. (tki)

Bei der Sportinitiative geht es um Spaß und weniger um Spitzenzeiten: Jeden Samstag treffen sich weltweit Menschen, um gemeinsam fünf Kilometer zu laufen. Auch in Esslingen.

Zu nass, zu kalt, zu dunkel – gerade im Winter gibt es noch mehr Ausreden, um sich vor dem Sport im Freien zu drücken. Leichter fällt es mit Gleichgesinnten. In Esslingen findet jeden Samstag der Neckarufer-Parkrun statt. Sprinten, joggen oder walken – wie man die Fünf-Kilometer-Strecke bewältigt, ist jedem selbst überlassen. Bei diesem zwanglosen Event können alle mitmachen. Alter oder Fitness spielen keine Rolle. „Im Vordergrund steht der Spaß an der Bewegung in Gemeinschaft“, sagt Angela Scholtys vom Organisationsteam. Parkrun ist eine weltweite Bewegung, die vor allem in Großbritannien sehr verbreitet ist und dort großen Zulauf hat. In Deutschland gibt es derzeit 68 Standorte.
Vor gut sechs Jahren hat der Engländer Christopher Greenaway Parkrun nach Esslingen gebracht. Aktuell ist Nigel Dawson Standortleiter. Meistens nehmen 40 bis 60 Personen teil, die sich samstags am Skaterpark unter der Adenauerbrücke treffen. Los geht es um 8.45 Uhr mit einer kurzen Einweisung für diejenigen, die zum ersten Mal dabei sind, sowie einer launigen Begrüßung und einem Gruppenfoto für alle. Um 9 Uhr wird gestartet.
Die Läuferinnen und Läufer bewegen sich in Richtung Landratsamt bis zum ersten Streckenposten. Nach einer Kehre laufen sie in Richtung Dieter-Roser-Brücke und nach einer erneuten Wende wieder zurück zum Ausgangspunkt an der Adenauerbrücke. Im Winter gehen die Helfer die Strecke, die eben am Neckar entlangführt, vorher ab und kontrollieren, ob Glatteis vorhanden ist. Falls es rutschig ist, wird die Route etwas geändert. Die Veranstaltung wird nur abgesagt, wenn es gar nicht geht.
Zu Parkrun gehört auch eine Zeitmessung. Manche schaffen die Runde in rund 20 Minuten, andere lassen sich mehr als doppelt so viel Zeit. Aber niemand muss Letzter sein, denn es gibt immer eine Schlussbegleitung. Siegerinnen und Sieger werden nicht gekürt, sondern es gibt nur Platzierungen, die man später auf der Parkrun-Homepage nachlesen kann.

Keine Laufveranstaltung und kein Wettkampf
Parkrun ist keine Laufveranstaltung und kein Wettkampf. „Wir wollen alle mitnehmen“, beschreibt Débora Stork vom Organisationsteam den Ansatz. Einen Barcode, der im Ziel eingescannt wird, erhält man nach der ersten Online-Registrierung. Er ist weltweit gültig. „Es gibt einige, die ihren Urlaubsort nach Parkrun ausrichten“, erzählt Angela Scholtys. Die Regeln und der Termin am Samstag sind überall gleich. Auch in Esslingen sind regelmäßig Touristen am Start.
Wer einmal bei Parkrun dabei war, kommt meistens wieder. Das könnte an der motivierenden Stimmung liegen. Unterwegs feuern sich die Läuferinnen und Läufer gegenseitig an, und jeder, der ins Ziel einläuft, wird bejubelt. „Man muss es selbst erleben“, sagt Angela Scholtys, die sich früher nie hätte vorstellen können, jeden Samstag auf der Matte zu stehen. Auch Andreas Weiner, der Leiter des Esslinger Figurentheaters Lima, gehört zum harten Kern. Er hat schon über 180 Läufe absolviert. „Früher habe ich im Winter immer eine Laufpause gemacht. Mit Parkrun laufe ich das ganze Jahr durch“, sagt Andreas Weiner. Ebenfalls ein treuer Teilnehmer ist Bernd Walter. Er genieße das Training in der Frühe. „Danach fühlt man sich gut und hat noch den ganzen Tag vor sich“, sagt der passionierte Läufer.
Eine große Rolle spielen die Helferinnen und Helfer, ohne die Parkrun nicht funktionieren würde. Beim Neckarufer-Parkrun sind jedes Mal mehr als zehn Ehrenamtliche im Einsatz, beispielsweise als Laufleiter, Streckenposten oder bei der Zeitmessung. „Wer verletzt ist oder nicht laufen möchte, muss also nicht zu Hause bleiben“, sagt Angela Scholtys. Nach jedem Lauf werden auf der Homepage Fotos und ein kleiner Bericht von der Veranstaltung veröffentlicht.
Die Anmeldung bei Parkrun ist kostenlos und verpflichtet zu nichts. „Es ist egal, ob man einmal oder immer mitmacht“, sagt Angela Scholtys. Immer mal wieder gibt es Motto-Tage bei Parkrun. Der Esslinger Standort hat daran besonders viel Spaß. „So verrückt wie wir sind nur wenige“, sagt Débora Stork und lacht. Egal ob das Thema Einhorn oder Nikolaus ist: Wer möchte, kann sich passend anziehen. Ein Muss ist das nicht. Der soziale Aspekt ist bei Parkrun mindestens so wichtig wie der sportliche. Ein gemütlicher Ausklang gehört immer dazu. In Esslingen stehen alle noch unter der Brücke zusammen und genießen Tee und Muffins.

Auch Helfende sind willkommen
Initiative Parkrun
ist eine weltweite Gemeinschaftsinitiative, die jeden Samstag um 9 Uhr dazu einlädt, in entspannter Atmosphäre gemeinsam mit anderen fünf Kilometer zu laufen, zu walken oder zu gehen. Der Lauf wird von Ehrenamtlichen organisiert, deshalb sind nicht nur Sportler, sondern auch Helfende willkommen. Der Park­run Neckarufer trifft sich am Skaterpark unter der Adenauerbrücke. In der Region gibt es weitere Parkruns: in Stuttgart im Rosensteinpark und am Kräherwald, in Schorndorf sowie in Ludwigsburg. Ein weiterer Standort ist in der Talaue in Waiblingen geplant.
Teilnahme: Jede Läuferin und jeder Läufer kann sich kostenlos auf der Parkrun-Homepage registrieren. Der generierte Barcode ist weltweit gültig. Im Ziel wird er für die Zeitmessung eingescannt. Bei Parkrun handelt es sich nicht um einen Wettkampf. Im Vordergrund stehen Spaß und das Gemeinschaftsgefühl. (pep)
www.parkrun.com.de/neckaruferesslingen

Das Jugendhaus Reichenbach, das der Kreisjugendring (KJR) betreibt, ist seit eineinhalb Jahren geschlossen. Jetzt will der KJR-Chef Ralph Rieck durchstarten.

Wo sollen sie sich treffen? Diese Frage beschäftigt Jugendliche in Reichenbach, für die das Jugendhaus in der Seidenstraße ein wichtiger Treffpunkt war, vor allem jetzt im Winter. Seit eineinhalb Jahren ist das vom Kreisjugendring (KJR) betriebene Jugendhaus geschlossen. Vandalismus im benachbarten Schulzentrum, Ärger mit Nachbarn und eine bis heute nicht aufgeklärte Brandserie im Ort hatten die Gemeindeverwaltung zusammen mit dem KJR veranlasst, die Reißleine zu ziehen. Nun will der KJR einen Neuanfang wagen – und die Wogen glätten.
„Es ist zu kalt, um sich draußen oder in der Tiefgarage zu treffen“, berichtet die 14-jährige Esila. Die Realschülerin aus Ebersbach, die in Reichenbach zur Schule geht, gehört zu den Jugendlichen, die früher im Jugendhaus ein- und ausgingen. Jetzt weichen sie abends in den Edeka aus oder sitzen stundenlang im Vorraum einer Bank, erzählen ihre Freundinnen und sie.
„Das Jugendhaus soll wieder öffnen. Wir wollen Canan wiederhaben“, sagt die 15-jährige Gülü aus Hochdorf, die in Reichenbach ihren Realschulabschluss gemacht hat und jetzt die Berufsschule besucht. Mit Canan ist die frühere Reichenbacher Jugendhausleiterin Canan Agbaba gemeint, die nach Ansicht dieser Jugendlichen „wie eine Mutter für uns war“.
„Wir wollen die Stelle im Frühjahr 2026 neu ausschreiben“, erklärt dagegen KJR-Geschäftsführer Ralph Rieck, der auf einen Neuanfang für die offene Jugendarbeit in Reichenbach hofft. Die Schließung des Jugendhauses, das zentraler Bestandteil offener Jugendarbeit in Reichenbach war, kann laut Rieck kein dauerhafter Zustand sein. Aber ein Weiter so „kann es auch nicht geben“, zumal es „unglaublich viele Beschwerden von Nachbarn des Jugendhauses“ gegeben habe. „Der jahrelange Disput hat uns das Leben erheblich schwer gemacht“, erinnert sich Rieck, stellt aber klar: „Niemand will dort die offene Jugendarbeit abwickeln“.

Vertrauen ist verloren gegangen
Die Schließung des Jugendhauses sei ein nachvollziehbarer Vorgang gewesen: „Wenn Vertrauen zwischen Verwaltung, Politik und Jugendarbeit nicht mehr gegeben ist, wird es schwierig“, erläutert Rieck und ergänzt, auch die Jugendhausmitarbeiterin habe ihre Anteile daran gehabt. In erster Linie habe es ein erhebliches Kommunikationsproblem gegeben. Im Oktober 2024 hatte Bürgermeister Bernhard Richter, der sich damals um die Wiederwahl als Reichenbacher Verwaltungschef bewarb, die Schließung des Jugendhauses mit Sachbeschädigungen auf dem Schulgelände begründet. Ein fehlendes sozialpädagogisches Konzept und stattdessen eine Laissez-faire-Haltung gegenüber den Jugendlichen lauteten weitere Vorhalte von Richter.
Schon vor einem Jahr hatte Ralph Rieck allerdings erklärt, Stammbesucher des Jugendhauses seien am Vandalismus nicht beteiligt. Entgegen anders lautender Vorwürfe sei auch nicht nachgewiesen worden, dass auswärtige Gäste des Jugendhauses damit in Zusammenhang stünden.
In dieser Zeit seien die Nerven in Reichenbach „etwas blank gelegen“, eine bis heute nicht aufgeklärte Brandserie rund um die Kleingartenanlage an der Neuwiesenstraße im Reichenbacher Westen mit erheblichem Sachschaden und Vandalismus im Schul- und Sportzentrum hätten zu einer schwierigen Gemengelage geführt.
Bereits Monate zuvor hatte es im September 2023 einen nächtlichen Brandanschlag auf einen leer stehenden Barbershop in der Hauptstraße in Reichenbach gegeben, der von den Ermittlungsbehörden im Zusammenhang mit zahlreichen Straftaten gesehen wird, die Mitglieder von zwei rivalisierenden Banden im Großraum Stuttgart, so auch im Kreis Esslingen, seit dem Jahr 2022 begehen.
Ralph Rieck bricht erneut eine Lanze für offene Jugendarbeit in Reichenbach in einem festen Haus mit hellen und transparenten Räumen. Dabei soll es sich um ein für alle offenes und bedarfsgerechtes Angebot handeln, das Schülerinnen und Schüler und pubertierende Teenies in den Blick nehme, ihnen bei Bedarf eine Begleitstruktur biete und einen Platz zum Entspannen. Gleichzeitig solle die neue Fachkraft bald raus auf die Schulhöfe, den Sportplatz und abends zum Beispiel auf Spielplätze, wo sich ebenfalls Heranwachsende treffen.
Während der Bürgermeister Bernhard Richter bestätigt, die Gemeinde arbeite an einer Lösung, sagt Rieck, es brauche jetzt die Stellenbesetzung. Zusammen mit der Verwaltung, dem Gemeinderat, den Jugendlichen und der Reichenbacher Schulsozialarbeiterin, die gleichzeitig kommunale Jugendreferentin ist, möchte Ralph Rieck klären, was man brauche. Eine Sozialraumanalyse brauche es „in dem Maß nicht“, da in Reichenbach genügend Experten vor Ort seien.
Dazu zählt der KJR-Chef vor allem die Reichenbacher Schulsozialpädagogin Janina Trinkaus, die mit 25 Prozent Stellenanteil auch das Kommunale Jugendreferat verantwortet, sowie Jochen Lung-Müller, der sich um die Offene Jugendarbeit in der Kulturinitiative „Die Halle“ kümmert.
Gut vorstellen kann sich Rieck übrigens – ähnlich wie in Wendlingen, Deizisau und Ostfildern – für Reichenbach einen Beirat, der die offene Jugendarbeit anregen, schützen und begleiten kann und dem beispielsweise Kommunalpolitiker, Jugendvorstände aus den Vereinen, Rektoren und Verwaltungsfachleute angehören könnten. (com)

Gute Nachrichten für Verbraucher in der Grund- und Ersatzversorgung: Die Stadtwerke Esslingen und Nürtingen sowie die EnBW senken ihre Tarife zum 1. Januar 2026. Die Entlastung ist zum Teil beträchtlich.

Zum neuen Jahr werden zahlreiche regionale Energieversorger die Preise für Strom und Gas senken. Rund 4,8 Millionen Haushalte in Deutschland profitieren davon, teilt das Vergleichsportal Verivox mit. Auch im Kreis Esslingen können die Verbraucher teils deutliche Entlastungen bei den Energiekosten einplanen.
Gute Nachrichten kommen zum Beispiel von den Stadtwerken Esslingen (SWE), die zum 1. Januar 2026 die Preise für die Erdgas-Grundversorgung senken: „Dank langfristiger Planung und vorausschauendem Energieeinkauf können die SWE die Entwicklung der Netzentgelte sowie der staatlichen und regulatorischen Preisbestandteile ausgleichen“, teilt der kommunale Energieversorger mit. Positiv für die Kunden wirke sich auch die Abschaffung der Gasspeicherumlage aus.
Die Gasspeicherumlage – 2022 nach Russlands Angriff auf die Ukraine eingeführt, um die Kosten für das Befüllen von Gasspeichern in Deutschland zu decken – spielte in den vergangenen Jahren eine wichtige Rolle bei der Sicherung der Erdgasversorgung. Bundestag und Bundesrat haben jüngst jedoch beschlossen, diese Umlage zum 1. Januar 2026 abzuschaffen und so Verbraucher und Industrie finanziell zu entlasten. Die Umlage machte bislang bei Privatkunden rund 2,4 Prozent des Gaspreises aus.
Für die Kunden der Stadtwerke Esslingen heißt das konkret: Der Grundpreis für den Bezug von Erdgas in der Grund- und Ersatzversorgung bleibt zwar unverändert, der Arbeitspreis reduziert sich jedoch. Bei einem Jahresverbrauch von bis zu 1000 Kilowattstunden sind künftig 15,12 Cent pro Kilowattstunde fällig statt bislang 15,47 Cent, bei bis zu 10 000 Kilowattstunden im Jahr sind es 11,96 Cent pro Kilowattstunde statt 12,30 Cent. Ein noch höherer Jahresverbrauch schlägt mit 10,53 Cent pro Kilowattstunde statt derzeit 10,88 Cent zu Buche. Das mag nach wenig klingen, summiert sich aber: Für einen Vier-Personen-Haushalt mit einem jährlichen Gasverbrauch von 15 000 Kilowattstunden kann sich die Ersparnis auf mehr als 100 Euro belaufen.

Sinkende Netzentgelte, preisgünstiger Einkauf
Beim Strom sind die SWE zwar nicht Grundversorger, dennoch profitieren die Kunden der grünES GmbH, einem Unternehmen der Stadtwerke Esslingen, von sinkenden Netzentgelten und dem preisgünstigen Einkauf von Ökostrom, heißt es in der Mitteilung der SWE. Der Arbeitspreis wird um 2,55 Cent pro Kilowattstunde gesenkt, der Grundpreis fällt um 23,53 Euro im nächsten Jahr. Ein typischer Zwei-Personen-Haushalt mit einem Stromverbrauch von 2500 Kilowattstunden pro Jahr spart damit laut den SWE im Vergleich zum Grundversorgungstarif rund 81 Euro pro Jahr. „Mit der erneuten Preissenkung lohnt sich der Wechsel zu grünES-Ökostrom jetzt noch mehr“, betont Geschäftsführer Udo Hoffmann.
Auch die Stadtwerke Nürtingen passen „aufgrund aktueller Entwicklungen auf den Energie- und Beschaffungsmärkten“ den Strompreis in der Grund- und Ersatzversorgung zum Jahreswechsel an. Der Arbeitspreis reduziert sich um 0,8 Cent pro Kilowattstunde, während sich der Grundpreis durch gestiegene „kalkulatorische Kosten“ um 7,14 Euro erhöht. „Für die meisten Haushalte mit Eintarifzählern ergibt sich durch die Kombination aus sinkendem Verbrauchspreis und steigendem Grundpreis eine Entlastung“, teilt das Unternehmen mit. Bei einem Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 3000 Kilowattstunden seien das im nächsten Jahr 16,86 Euro weniger.
Die EnBW, die in weiten Teilen des Kreises Esslingen als Grundversorger fungiert, zieht ebenfalls mit: Die Preise für Haushaltsstrom, Wärmestrom und bei Gas werden um bis zu 14 Prozent gesenkt, kündigt der Karlsruher Konzern an. „In Zeiten flächendeckend steigender Lebenshaltungskosten ist diese deutliche Entlastung eine gute Nachricht für alle Kunden“, ist EnBW-Vertriebsvorstand Dirk Güsewell überzeugt.
Für einen Haushalt mit zwei bis drei Personen und einem Jahresverbrauch von 2900 Kilowattstunden fällt nach Angaben der EnBW der Strompreis im nächsten Jahr um rund 168 Euro geringer aus. Bei Wärmestromkunden kann die Entlastung je nach Heizungsart und Verbrauch zwischen 106 und 235 Euro betragen. Günstiger wird es im kommenden Jahr auch für Gaskunden: Die Kosten für einen Haushalt mit einer Wohnfläche von 150 bis 180 Quadratmetern und einem Verbrauch von 20 000 Kilowattstunden sinken um 424 Euro.
Die EnBW blickt optimistisch auf die kommenden Veränderungen im Energiemarkt. Güsewell räumt jedoch ein: „Große Teile des Strompreises, den die Verbraucher bezahlen, können wir als Energieunternehmen nicht beeinflussen. Fast 60 Prozent dieser Kosten werden durch regulatorische Vorgaben festgelegt.“ Der Vertriebsvorstand verspricht den Kunden: „Wir arbeiten im Rahmen unserer Möglichkeiten aktiv daran, die Energiekosten langfristig stabil und bezahlbar zu halten.“ (eh)

Esslingen treibt den Ausbau der Oberleitungen voran. Der letzte Bauabschnitt am Altstadtring steht bald an. Das ist auch nötig: Bis Ende 2026 muss das Projekt stehen.

Der Weg Esslingens zu einem komplett elektromobilen Busverkehr ist eine Geschichte mit vielen Wendungen. Doch in jüngster Zeit geht es recht zielstrebig vorwärts. Die Arbeiten an der Verlängerung der Oberleitungen in den Esslinger Norden und auf den Zollberg sind noch nicht beendet, da bringt die Stadt nun schon den nächsten und letzten Bauabschnitt auf den Weg: Im kommenden Jahr soll der Oberleitungsausbau am Altstadtring weitergehen. So hat der Ausschuss für Bauen, Mobilität und Klimaschutz (ABMK) kürzlich den Weg frei gemacht für die Ausschreibung der Arbeiten am Altstadtring. Diese soll möglichst im Frühjahr erfolgen, damit im Sommer mit den Bauarbeiten gestartet werden kann und diese noch bis Ende 2026 beendet werden können. Das ist wichtig, um die bereits bewilligten Fördergelder auch abrufen zu können.
Konkret soll der Oberleitungsausbau am Altstadtring über die Berliner Straße, die Augustiner- und Ebershaldenstraße sowie die Grabbrunnen-, die Entengraben- und die Kiesstraße führen. An der Kreuzung von Schelztorstraße und Berlinerstraße sowie an der Maillekreuzung schließen die neuen Oberleitungen dann an die bereits vorhandenen an, sodass der Altstadtring komplett versorgt sein wird. Beim Neckar Forum soll zudem ein Abzweig in die Mülbergerstraße führen, der dann an die Oberleitungen im Esslinger Norden anknüpfen soll.
Im Zuge dieses letzten Bauabschnittes sollen auch die vorhandenen Oberleitungen in der Hauptfahrgasse am Omnibusbahnhof ausgebaut werden. Diese letzte Etappe des Oberleitungsausbaus in der Innenstadt sei sehr komplex, teilt die Stadtverwaltung mit. Daher rechne man mit höheren Kosten als ursprünglich kalkuliert. Allerdings könne man die Kostensteigerungen durch Umschichtungen innerhalb des Gesamtprojekts kompensieren.
Um die elektrisch betriebene Busflotte künftig einsatzbereit halten zu können, muss auch die Ladeinfrastruktur in den Betriebshöfen aufgerüstet werden. So soll im Betriebshof Heilbronner Straße ein Trafo sowie im Betriebshof Wäldenbronn eine mobile Trafostation eingebaut werden. Insgesamt sollen auf den Betriebshöfen 54 Ladeplätze mit 23 Wall-Boxen entstehen, an denen die 52 neuen Oberleitungsbusse künftig während der nächtlichen Betriebspause zwischen 0.30 und 4.30 Uhr geladen werden können.

Verändertem Verbrauch gerecht werden
Zudem sind laut Johannes Müller vom Städtischen Verkehrsbetrieb (SVE) wegen der geplanten Netzerweiterung auch der Neubau eines sogenannten Gleichrichterunterwerks am Hirschlandkopf sowie die Ertüchtigung der vorhandenen fünf Unterwerke erforderlich. Denn mit der steigenden Anzahl an Oberleitungsbussen müsse man auch dem veränderten Verbrauch gerecht werden. Auch diesem Vorhaben stimmte der ABMK geschlossen zu.
Damit scheint der Ausbau auf 100 Prozent Elektromobilität im Esslinger Busverkehr auf die Zielgerade einzubiegen. Das ist auch notwendig, denn nur wenn das Projekt bis Ende 2026 abgeschlossen wird, kann die Stadt die gesamte Fördersumme von rund 27,4 Millionen Euro auch abrufen. Dass das überhaupt klappt, war nicht immer klar. Denn auf dem Weg zum elektromobilen Busverkehr war die Stadt lange im Schlingerkurs unterwegs.
Schon die Entscheidung des Gemeinderats im Jahr 2017, dass der städtische Busverkehr schnellstmöglich rein elektrisch betrieben werden solle, war denkbar knapp ausgefallen. Nach schwierigen Jahren mit dem Calwer Busunternehmen Rexer und der darauf folgenden Entscheidung, den Busverkehr zu 100 Prozent in städtische Hand zu legen, wurde im Jahr 2022 dann die belgische Firma van Hool mit der Produktion der elektrohybriden Busflotte beauftragt. Doch van Hool meldete im Jahr 2024 Insolvenz an. In der Folge stimmte der Gemeinderat für eine Busflotte aus batterieergänzten Oberleitungsbussen.

Infrastruktur für E-Busse
Oberleitungen:
Damit das gesamte Stadtgebiet mit Batterieoberleitungsbussen angefahren werden kann, muss Esslingen sein Oberleitungsnetz ausbauen. In einem ersten Schritt wurden die Oberleitungen in der Pliensauvorstadt im vergangenen Jahr verlängert. Derzeit wird das Netz in den Esslinger Norden und auf dem Zollberg erweitert. Im kommenden Jahr folgt schließlich der Ausbau der Oberleitungen auf dem Altstadtring.
Busproduktion: Nachdem der ursprünglich beauftragte Bushersteller van Hool Insolvenz angemeldet hatte, wurde eine Kostensteigerung bei der Neuvergabe befürchtet. Doch es gab eine angenehme Überraschung: Das Angebot der nun beauftragten Firma Skoda Electric liegt mit rund 41,1 Millionen Euro für die inzwischen 52 benötigten Elektrohybridbusse deutlich niedriger als die einst von van Hool angesetzten 50 Millionen Euro für 46 Batterieoberleitungsbusse. (meb)

In Baltmannsweiler will die Gemeinde ein neues Baugebiet mit 20 Grundstücken ausweisen. Ein Streit wegen der Anliegerkosten könnte drohen.

Der Gemeinderat von Baltmannsweiler hat vor Kurzem mehrheitlich grünes Licht für eine vor allem bei Anliegern umstrittene Baulandentwicklung in Hohengehren gegeben. Im Bereich der Südlichen Wasenstraße sollen nun im zweiten Anlauf die Voraussetzungen geschaffen werden, damit dort einmal rund 20 Baugrundstücke ausgewiesen werden können. Unklar ist allerdings, ob auch Altanlieger, die zum Teil bereits seit Jahrzehnten in der Südlichen Wasenstraße in ihren Immobilien leben, Erschließungskosten bezahlen müssen.
Bürgermeister Simon Schmid sprach mit Blick auf die Pläne von einer „maßvollen Entwicklung, die Hohengehren gut tun würde“. Die Wiederaufnahme des Verfahrens ziele darauf ab, Wohnraum zu schaffen. Eine Sicht, die die weit überwiegende Mehrheit des Gemeinderats teilte.
Allein Peter Röser (Grüne) war anderer Meinung. Er sprach von einem finanziell auf Kante genähten, rechtlich komplexen Vorhaben, das erhebliche Risiken wegen der Frage der Erschließungskosten berge. Am Ende könnte die Gemeinde drauflegen. Röser erinnerte an einen jahrelangen und teuren Streit mit Anliegern in der Haldenstraße in Oberesslingen, den die Stadt Esslingen am Ende verlor. „Das würde ich uns gerne ersparen“, erklärte Röser, der außerdem den Eigenbedarf an Baugrundstücken auf lediglich 20 Prozent schätzte. Damit würde die Kommune eher den Bedarf von Auswärtigen decken, wofür der ökologische Preis unverhältnismäßig hoch sei, auch weil ein Landwirt dort wertvolle Flächen verlieren würde. Sein Vorschlag, die Entscheidung zugunsten einer Anhörung zwischen Gemeinderat und betroffenen Bürgern zu vertagen, fand keine Mehrheit.
Über die Frage, wann und in welcher Form die Bürgerschaft einbezogen werden soll, entspann sich eine Debatte im Gremium, die auch rund 20 Anlieger der Südlichen Wasenstraße verfolgten. Da aber zu Themen auf der Tagesordnung der Gemeinderatssitzung keine Fragen gestellt werden dürfen, kamen sie an dem Abend nur am Rande zu Wort. Die Kommunikation mit den Altanliegern stehe im Fokus, heißt es indes in dem neu gefassten Beschluss.

Eine ganze Kette an Verfahrensschritten
Carlo Schlienz (CDU), der sich „weder als Gegner noch als Befürworter des Projekts“ bezeichnete, regte eine juristische Prüfung zur Frage der Anliegerkosten an und sagte, die Bestandsanlieger dürften nicht schlechter gestellt werden als andere im Ort. Außerdem sagte Schlienz, an der besagten Baulandentwicklung führe kein Weg vorbei, da diese bereits bei der Planung der Umgehungsstraße mitbeschlossen worden sei. Man müsse jetzt ins Verfahren kommen, um alle Seiten zu hören.
„Wir haben alle Interesse, dass es korrekt und fair abläuft“, sagte Christiane Lopes (Freie Wähler) und ergänzte, es gebe bereits Kaufverträge für Grundstücke in dem Gebiet, das dürfe man nicht vergessen.
Mit dem Grundsatzbeschluss machte der Gemeinderat den Weg frei für eine ganze Kette an Verfahrensschritten, denn zunächst muss ein städtebauliches Konzept samt einem Bebauungs- und Erschließungskonzept als Grundlage für den künftigen Bebauungsplan erarbeitet werden. Danach müssen der bestehende Flächennutzungsplan geändert und Gutachten zum Artenschutz, zum Baugrund und zur Erschließungsplanung sowie ein Umweltbericht aktualisiert werden.
Dies ist notwendig, da die ersten Überlegungen, an dieser Stelle Bauland auszuweisen, schon viele Jahre zurückliegen. Einen Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan „Südliche Wasenstraße“ hatte der Gemeinderat im März 2014 bereits gefasst, doch die Pläne kamen zum Erliegen, als es um die Baulandumlegung ging. Die Gespräche mit den Eigentümerinnen und Eigentümern der Grundstücke ergaben, dass man sich nicht mit allen Eignern bei Fragen der Umlegung einig werden würde. Daraufhin wurden die Verfahren für den Bebauungsplan und die Baulandumlegung nicht fortgeführt.
Inzwischen haben laut Verwaltung Gespräche stattgefunden, und in der Vorlage für den Gemeinderat stand zu lesen: „Der Gemeinderat hat beschlossen, dass die förmlichen Verfahren erst dann beraten werden, wenn mit allen Grundstückseigentümern eine Einigung über die erweiterte Gebietsentwicklung erzielt werden konnte. Diese Voraussetzung für die Fortführung der Verfahren ist nun gegeben.“
Wie es mit dem von 1,6 auf nun knapp zwei Hektar leicht vergrößerten Areal weitergehen wird, bei dem sich nach Worten des beauf­tragten Planers dank des neuen Zuschnitts das Verhältnis von Bauflächen und Kosten etwas verbessert habe, muss sich aber erst noch ­weisen. (com)

Die Verpackungssteuer und die Grundsteuer C wurden vom Gemeinderat abgelehnt, doch die Beherbergungssteuer in Esslingen wird kommen. Allerdings nur zu bestimmten Bedingungen.

Sie ist umstritten. Bis kurz vor der Gemeinderatssitzung in Esslingen Anfang November war noch unklar, ob es eine Mehrheit für die Einführung einer Beherbergungssteuer in dem Gremium gibt – zumal wenige Tage vor der Entscheidung mehr als ein Dutzend Esslinger Hoteliers gegen eine solche Steuer protestiert hatten. Doch während eine Verpackungssteuer und eine Grundsteuer C abgelehnt wurden, beschloss der Gemeinderat letztlich die Einführung einer Beherbergungssteuer – allerdings zu ganz bestimmten Konditionen.
Denn vor allem die CDU, die letztlich zum Zünglein an der Waage wurde, hatte sich schwer getan mit der Entscheidung über die Beherbergungssteuer. „Wir nehmen die Argumente aus dem Gastgewerbe sehr ernst, sehen aber auch die Notwendigkeit, Esslingen als touristischen Standort weiter zu entwickeln“, erklärte der CDU-Fraktionschef Tim Hauser.
Kurz vor der Entscheidung hatten die Christdemokraten dann einen Änderungsantrag zur Einführung der Beherbergungssteuer eingebracht. Dieser sieht unter anderem eine Selbstverpflichtung des Gemeinderats vor, die Einnahmen aus dieser Steuer für Investitionen in die touristische Attraktivität der Stadt zu verwenden. Konkret soll das zusätzliche Geld zunächst vor allem in die Planung, Finanzierung, Realisierung und Unterhaltung einer gastronomisch betriebenen Aussichtsplattform in den Esslinger Weinbergen fließen.
Ein mögliches Vorbild könnte dabei laut CDU die Aussichtsplattform Luitenbächer Höhe im Remstal sein. Ein vergleichbares Projekt in Esslingen mit Sicht auf den Marktplatz und die historische Silhouette der Stadt würde Tourismus, Wirtschaft und Weinbau auf beispielhafte Weise verknüpfen und der Stadt ein modernes, attraktives Aushängeschild geben, glauben die Christdemokraten. Während manche Ratskollegen sowie die Stadtverwaltung den Vorschlag dankbar aufnahmen, konnten andere diesem gar nichts abgewinnen.
So bezeichnete etwa Carmen Tittel, Fraktionsvorsitzende der Grünen, die Plattform als „neues touristisches Highlight in den Weinbergen“, das ihre Fraktion sich sehr gut vorstellen könne. „Und wenn die Plattform finanziert ist, steht das Geld anderen touristischen Maßnahmen zur Verfügung“, lobte Tittel den Vorschlag der Selbstverpflichtung, die Steuereinnahmen für den Tourismus zu verwenden. Auch der SPD-Fraktionsvorsitzende Nicolas Fink lobte den CDU-Antrag als „elegant und passend“. Die Beherbergungssteuer sei eine der wenigen Möglichkeiten, Einfluss auf die Einnahmenseite des Haushalts auszuüben. „Und sie hat einen Mehrwert, wenn wir sie so umsetzen wie von der CDU vorgeschlagen.“

Geld in den Erhalt der Steillagen investieren
Das sah Matthias Vetter von den Freien Wählern allerdings ganz anders. Seine Fraktion frage sich, ob eine Plattform in den Weinbergen wirklich notwendig sei. Viel sinnvoller sei es doch, Geld für den Erhalt der Steillagen in die Hand zu nehmen – das sei aber nicht Aufgabe der Übernachtungsgäste.
Die FDP-Fraktionschefin Rena Farquhar zeigte sich empört über das Vorhaben: „In Wahrheit geht es hier darum, mehr Steuern zu generieren, um den Haushalt aufzumöbeln statt zu sparen und zu konsolidieren.“ Das ärgere sie ungemein: „Wir wissen genau, dass es den Betrieben genauso schlecht geht wie der Stadt“ – aber das scheine hier völlig egal zu sein. Und die Aussichtsplattform sei nur Augenwischerei, denn die sei mit den neuen Steuereinnahmen schnell bezahlt: „Und was finanzieren wir dann?“, fragte Farquhar. „Ich finde das unmöglich.“
Auch die Fraktionen von Linke/FÜR und AfD lehnten die Beherbergungssteuer ab, die Gruppe WIR/Sportplätze erhalten bezweifelte, dass der Zeitpunkt passend sei. Genau das war auch für Martin Auerbach, Fraktionschef von Linke/FÜR, ein Argument gegen die neue Steuer: „Die Betriebe sind in der Krise, das ist nicht der richtige Zeitpunkt.“ Zumal viele Tagesgäste in Esslingen beruflich vor Ort seien und mit Tourismus nicht viel am Hut hätten. Die AfD befürchtete gar, dass durch die neue Steuer Arbeitsplätze in der Hotellerie wegfallen könnten.
Letztlich wurde die Einführung der Beherbergungssteuer mit einer Mehrheit von 25 Ja-Stimmen von insgesamt 41 Stimmen beschlossen. Sie soll gemäß dem Änderungsantrag der CDU, der von der Stadtverwaltung eins zu eins übernommen wurde, Anfang 2027 eingeführt und pauschal erhoben werden – also nicht etwa als prozentualer Anteil des Übernachtungspreises.

Zwei abgelehnte Steuervorschläge
Verpackungssteuer:
Die Einführung einer Verpackungssteuer wurde im Esslinger Gemeinderat mit einer knappen Mehrheit abgelehnt: 17 Mitglieder hatten Anfang November für die Steuer gestimmt, 22 dagegen, zudem gab es eine Enthaltung. Ziel der Verpackungssteuer sollten die Vermeidung von Einwegverpackungen und die Stärkung von Mehrwegverpackungen sowie die Verringerung von Müll im öffentlichen Raum sein.
Grundsteuer C: Die Einführung der Grundsteuer C wurde vom Gemeinderat mit 15 Stimmen für die Steuer, 24 dagegen und zwei Enthaltungen abgelehnt. Die Steuer wäre für baureife, aber unbebaute Grundstücke erhoben worden und hätte den Bau von mehr Wohnraum auf innerstädtischen Baulücken zum Ziel gehabt. (meb)

Die fünf Millionen Euro teure Erweiterung und Sanierung des Pavillons an der Breitwiesenschule in Hochdorf soll im April 2026 beginnen. Während der Bauzeit ist ein Provisorium vorgesehen.

Das Thema Ganztagesbetreuung in der Breitwiesenschule beschäftigt die Gemeinde Hochdorf bereits einige Zeit. Anfang 2024 hatte die Gemeindeverwaltung eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, die Möglichkeiten aufzeigen sollte, die Betreuungsmöglichkeiten zu erweitern. Denn klar ist: In Hochdorf wächst der Bedarf an Plätzen in der flexiblen Schulkindbetreuung, und auch der Rechtsanspruch auf Ganztagesbetreuung für Kinder im Grundschulalter beginnt ab dem kommenden Schuljahr.
Am Ende setzte sich der Entwurf durch, den sogenannten Pavillon, der jetzt schon von der Schulkindbetreuung genutzt wird, zu modernisieren und um ein Geschoss und einen Seitentrakt zu ergänzen. Hier soll später auch die kommunale Kinder- und Jugendbücherei unterkommen, die sich momentan im Schulgebäude selbst befindet.

Land fördert mit zwei Millionen Euro
Anfang April nächsten Jahres beginnen die Umbauarbeiten am mehr als 50 Jahre alten Pavillon. Im Moment geht die Verwaltung von etwa 20 Monaten Bauzeit aus, erklärt Hochdorfs Bürgermeister Gerhard Kuttler. „Im Optimalfall sind wir dann Ende 2027 fertig“, fügt er hinzu. Da die Schulkindbetreuung auch während der Umbauarbeiten angeboten wird, hat sich der Gemeinderat nun für eine Übergangslösung mit Containern entschieden.
Eine Schulkindbetreuung im Schulhaus selbst sei für die Dauer der Bauzeit kaum umsetzbar, sagt Gerhard Kuttler. „Wir hätten die Schwierigkeit, dass die Klassenräume doppelt genutzt werden müssten“, erklärt er. Gerade in der ersten und sechsten Stunde gebe es große Überschneidungen, was bedeute, dass in den betroffenen Klassenräumen nur zwischen der zweiten und fünften Stunde regulärer Unterricht stattfinden könne. „Wir haben das schon in einem Klassenzimmer, aber die Schule hat bereits signalisiert, dass das kein dauerhaft mögliches Konzept ist“, sagt der Bürgermeister.
Nun soll also ein zweigeschossiges Bauwerk aus Containern nahe des Spielplatzes im Schulhof als Übergangslösung dienen. Da dieses pünktlich zu den Umbauarbeiten stehen soll, hat die Kommune einen straffen Zeitplan aufgestellt. „Die Vorarbeiten werden jetzt im Winter von unserem Bauhof durchgeführt“, erklärt Kuttler. Noch im Dezember sollen die Arbeiten auf der Wiese beginnen. In den Containern werden vier Gruppenräume, Sanitäranlagen und ein Treppenhaus eingerichtet. Die Kosten für die Vorarbeiten und die Containermiete belaufen sich auf etwa 190 000 Euro, erklärt Kuttler. „Die Container zu kaufen, wäre um einiges teurer“, fügt er hinzu.
Auch für den Umbau des Pavillons liegt der Gemeinde nun eine Kostenberechnung vor. Etwas mehr als fünf Millionen Euro soll das Projekt kosten – circa 800 000 Euro mehr als noch bei der vorangegangenen Kostenschätzung. „Wir freuen uns natürlich auch nicht darüber“, sagt Kuttler. Doch es gebe eben einen Unterschied zwischen einer Schätzung und einer Berechnung. Außerdem habe es Veränderungen in der Planung gegeben. „Beim Brandschutz musste noch einiges umgestellt werden“, erklärt Kuttler. Und auch das Kellergeschoss musste angepasst werden. „Aufgrund von statischen Berechnungen“, sagt Kuttler.
Einen Lichtblick stellen die knapp zwei Millionen Euro dar, die die Gemeinde über die Schulförderung des Landes bekommt. „Ein Teil davon ist im Sommer schon eingegangen“, sagt Kuttler. Im kommenden Jahr möchte die Verwaltung zudem zusätzliche Förderung über den Ausgleichstock beantragen. (tki)