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Pläne für eine Erweiterung der Ortsmitte mit Wohnungen und Dienstleistung wurden im Gemeinderat vorgestellt.

Die städtebauliche Weiterentwicklung des Bereichs „Neckarallee“ ist in Neckartailfingen schon seit vielen Jahren ein Dauerthema, das immer wieder auf den Tagesordnungen der Gemeinderatssitzungen auftaucht.
Jetzt scheint man aber eine Lösung gefunden zu haben, mit der die Ortsmitte in diesem zentral gelegenen Gebiet erweitert werden kann.
„Da wir nach vielen Jahren endlich den Hochwasserschutz ertüchtigen konnten, erlaubt uns das, uns mit dem städtebaulichen Entwurf der Neckarallee neu zu beschäftigen“, konstatierte Bürgermeister Wolfgang Gogel.

Teile der Ortsmitte werden neu geordnet
Das Büro Zoll Architekten-Stadtplaner hat einen Entwurf für die Bebauung der 0,7 Hektar umfassenden Fläche erarbeitet. Ralf Duffner präsentierte die Ergebnisse. Bei diesen sind entlang der Neckarallee fünf neue Baukörper mit Wohnungen vorgesehen.
Die Gebäude sind in Nord-Süd-Richtung orientiert, und ergänzen sich damit mit den übergeordneten Raumkanten und Siedlungsstrukturen.
Geplant sind Mehrfamilien- und Reihenhäuser. Die Gebäude, die insgesamt 21 Wohneinheiten enthalten, sind dreigeschossig. In der Ortsmitte, gegenüber dem Rathaus, sieht der städtebauliche Entwurf auf einer zusätzlichen Fläche von 1500 Quadratmetern die Errichtung eines Wohn- und Dienstleistungsgebäudes vor. Dort sollen 12 bis 15 Wohneinheiten mit einer 25 Stellplätze umfassenden Tiefgarage entstehen.
Neu geordnet wird auch der Straßenraum Hirschstraße/Neckarstraße. Ziel sind die Aufwertung des öffentlichen Raums, klarere Verkehrsführungen, sowie eine stärkere Berücksichtigung des Fuß- und Radverkehrs. Am Übergang der Hirschstraße in die Neckarstraße sollen 37 zusätzliche öffentliche Stellplätze entstehen.

Bauvorhaben soll rasch vorangehen
„Das ist ein gelungenes Konzept, mit dem dem Wohnraumdruck in Neckartailfingen begegnet werden kann“, lobte Bürgermeister Gogel den vorgestellten Entwurf. Man befinde sich diesbezüglich bereits mit den Grundstücksbesitzern im Austausch. Die Grundstücke sollen später an Bauträger weiterverkauft werden, die entsprechend den im städtebaulichen Entwurf vorgesehenen Bedingungen die Bebauung und Vermarktung vornehmen sollen. Laut Landratsamt Esslingen könnte ein beschleunigtes Verfahren für Bebauungspläne der Innenentwicklung eingeleitet werden, zeigte sich der Rathauschef optimistisch, dass es rasch vorangeht. Die Gemeinderäte äußerten sich überwiegend positiv zum vorgestellten Entwurf.

„Die Parkplatzsituation ist gut gelöst, und ich kann mit dem Plan mitgehen“, sagte Alberto Guillen (FFW). Ähnlich äußerte sich auch seine Fraktionskollegin Heidi Süßer-Neps. Jeannette Schach (CDU-JB) betrachtete die Pläne ebenfalls als gelungen und hinterfragte, ob ein Durchgang zwischen den Wohn- und Dienstleistungsgebäuden vor dem Rathaus vorgesehen ist. Thomas Knöll (CDU-JB) gefielen die im Plan vorgesehenen zurückgesetzten Staffelgeschoss-Flachdächer sehr gut. Anders sieht dies dagegen Sabine Müller (SPD). Sie kann sich mit der Flachdachbebauung nicht anfreunden.
Und so war es auch nicht überraschend, dass der Antrag „Beschluss des städtebaulichen Entwurfes, Vorbereitung des Bauleitplanungsverfahrens und Erteilung des Auftrages der Grund- und erweiterten Leistungen an das Büro Zoll“ bei einer Gegenstimme mehrheitlich beschlossen wurde. (Rudi Fritz)