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Claus Hintennach

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Der Aussichtsturm bei der Katharinenlinde in Esslingen war zwei Jahre lang geschlossen. Nun wurde er nach einer umfassenden Sanierung wieder eröffnet.

Kurz vor der Wiedereröffnung gibt’s noch etwas Deko: Zwischen den beiden Schildern am Katharinenlindenturm oberhalb der Rüderner Heide bei Esslingen wird eine kleine Blumenkette angebracht. So verhalten herausgeputzt wurde das Bauwerk nach seiner zweijährigen Renovierung mit einer kleinen Feier wieder eröffnet. Die Öffentlichkeit kann nun erneut nach oben steigen und die prachtvolle Aussicht auf das Neckartal und die Schwäbische Alb genießen.
Zur Feier der Wiedereröffnung gab es Reden, Dankesworte an die Sponsoren und alkoholfreien Sekt. Vor knapp 70 Jahren war es poetischer zugegangen. Zur Einweihung des Katharinenlindenturms im Juni 1957 fielen gereimte Worte. Rolf Schäffer vom Schwäbischen Albverein hatte sich damals für den feierlichen Anlass ein Gedicht einfallen lassen: „Do stoht dr Turm am Schurwaldrand, grad mittladren em Grüne. Weit spickt er naus ins Schwobeland vom blauen Hemmel überspannt ond von dr Sonn beschiene.“ Bernd Zitzmann vom Schwäbischen Albverein Sulzgries trug die urschwäbischen Verse zur die Neueröffnung des Turms noch einmal vor.
Denn nach Ansicht der Verantwortlichen ist das vom Schwäbischen Albverein betreute Bauwerk nach seiner umfassenden Renovierung nun wieder ein Gedicht. Der etwa 17 Meter hohe, in Stahlbetonweise errichtete Turm war ab 2023 saniert worden. Bei diesen Arbeiten waren nach Angaben des Albvereins Probleme mit der Statik festgestellt worden. Laut Präsident Hans-Ulrich Rauchfuß habe sich die Maßnahme dadurch als aufwendiger erwiesen als ursprünglich angenommen: Das Treppenhaus habe saniert, tragende Betonstahlteile erneuert, das Flugdach aus Beton statisch ertüchtigt werden müssen. So hätten sich die Arbeiten bis in den Oktober 2025 hingezogen. Die Kosten für die gesamte Renovierung gibt der Schwäbische Albverein mit etwa 226 000 Euro an. Um das beliebte Ausflugsziel wird sich künftig Turmwart Robert Clauß kümmern.
Aufgrund der steigenden Kosten für die Renovierung hatte sich Hans-Ulrich Rauchfuß hilfesuchend an Esslingens Oberbürgermeister Matthias Klopfer gewandt. Man kenne sich schon länger, sagte das Stadtoberhaupt zur Wiedereröffnung. Aber es sei auch um den Erhalt eines beliebten Esslinger Ausflugszieles gegangen. Darum habe er die Werbetrommel gerührt und ein Sponsoring angestoßen.

Gemeinschaftliche Finanzierung
Der oberbürgermeisterliche Appell zeigte Wirkung: Zur Finanzierung der Sanierung des Aussichtsturms hatten auch mehrere Ortsgruppen des Schwäbischen Albvereins, die Stadtwerke Esslingen (SWE), die Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen, die Sparkassenstiftung und die Esslinger Wohnungsbau (EWB) sowie viele Privatleute beigetragen. Gemeinschaftssponsoring hat beim Katharinenlindenturm Tradition. Das Esslinger Wahrzeichen war 1957 durch mehrere Geldgeber finanziert worden. Laut einem Artikel der Eßlinger Zeitung zur damaligen Einweihung aus dem Fundus des Stadtarchivs waren die Kosten (17 000 Mark) je zu etwa einem Drittel von der Stadt Esslingen, dem Schwäbischen Albverein und der Stuttgarter Brauerei Robert Leicht getragen worden. Die Brauerei sei auch deswegen mit im Boot gewesen, weil sie für die Errichtung der Gasträume, der Küche, des Wohnraums des Pächters und der Nebenräume der Gastwirtschaft gleich neben dem Turm verantwortlich gewesen war.
Mit dem Bau des Turms war im März 1957 begonnen worden. Die Einweihung am 14. Juni desselben Jahres begeisterte wohl auch den Berichterstatter der Eßlinger Zeitung. Denn er fand salbungsvolle Worte: „Der Wind fuhr rauschend in die Kronen der schönen Linden und bauschte die Fahnen in den Farben der Stadt Esslingen und des Schwäbischen Albvereins.“ Auch die genauen Maße des Turms hat er in seinem Artikel festgehalten – eine Grundfläche von 6,4 mal 4,1 Metern, sechs Zwischenpodeste und 72 Stufen. Angebracht wurde das Bauwerk auf 470 Metern Höhe.
Der lange Lulatsch ersetzte laut EZ-Bericht eine Schutzhütte, die im Juli 1888 vom damaligen örtlichen Verschönerungsverein errichtet und 1956 abgerissen worden war. Eine besondere architektonische Zierde mag sie kurz vor ihrem Abbruch nicht mehr gewesen sein. Die Eßlinger Zeitung spricht von einer „altersschwachen, an den Wochenenden bewirtschafteten Schutzhütte mit roh gezimmerten Holzbänken und einem niedrigen Holztürmchen.“
Ob es vor 1888 auf dem Gewann der Katharinenlinde schon Unterkünfte für Wanderer gegeben hatte, ist laut dem Bericht unklar. Es werde aber davon ausgegangen, dass lediglich eine einfache Hütte für die Schafhaltung auf der Höhe gestanden habe. Weitere Bauwerke seien aus alten Vermessungsurkunden nicht ersichtlich.

Der Albverein und sein Turm
Albverein:
Der Schwäbische Albverein wurde laut Präsident Hans-Ulrich Rauchfuß 1888 in Plochingen gegründet. Der Wanderverein hat etwa 81 000 Mitglieder und gut 450 Ortsgruppen. Der Verein pflegt nach eigenen Angaben rund 19 000 Kilometer beschilderte Wanderwege, betreibt 19 Wanderheime sowie 28 Aussichtstürme auf der Schwäbischen Alb und im Schwäbischen Wald und pflegt und besitzt gut 163 Hektar Naturschutzflächen wie Wacholderheiden, Obstbaumwiesen oder Feuchtgebiete.
Katharinenlindenturm: Der Turm oberhalb der Rüderner Heide kann laut Schwäbischem Albverein zu jeder Zeit bestiegen werden. Alle Nichtmitglieder müssen dafür einen Obolus von einem Euro entrichten. Es gibt ein Turmkässchen, in das der Beitrag eingeworfen werden kann. Es sei ein kleiner Unkostenbeitrag. (sw)

Die Stadt Plochingen übernimmt zum 1. Januar den Kindergarten St. Konrad. Das hat auch finanzielle Gründe. Anderen Kitas könnte es in den kommenden Jahren ähnlich ergehen.

Pfarrer Bernhard Ascher redet nicht um den heißen Brei herum. Die katholische Kirchengemeinde St. Konrad sei vor zwei Jahren auf die Stadt zugegangen, „weil uns die Kindergärten über den Kopf wachsen“. Derzeit ist die Kirchengemeinde Trägerin von sechs Kindertageseinrichtungen in den zu ihr gehörenden Kommunen Plochingen, Deizisau, Altbach, Reichenbach, Hochdorf und Lichtenwald. Das sei nicht mehr zu stemmen, weder finanziell noch vom Verwaltungsaufwand her, sagt Ascher.
Mit einer einzigen Kirchenpflegerin sei die wachsende Bürokratie nicht zu bewältigen. Und die Kosten für den Betrieb der Kitas trägt zwar zu einem Großteil die Stadt, auch bei den konfessionellen Einrichtungen. Aber ein Teil bleibt doch bei der Kirche hängen, die eigentlich sparen und sich auch von einem Teil ihrer Gebäude trennen muss.
So ist es auch kein Zufall, dass man nun zuerst mit dem Kindergarten St. Konrad in Plochingen diesen Weg geht. In dem Gebäude aus den 80er-Jahren steht in naher Zukunft eine umfassende Sanierung an, sowohl energetisch als auch vom Grundriss und der Konzeption her. Es wurde in einer Zeit gebaut, als offene, hohe Räume en vogue waren. Heute sind dagegen, zumindest bei Ganztagsangeboten, zusätzliche Schlaf- und Nebenräume und eine Küche gefragt. Auch Barrierefreiheit ist ein Thema. Aber mit alledem wird sich nun die Stadt befassen, die das Gebäude gekauft hat. Der Vertrag ist abgeschlossen, die neue Trägerschaft gilt ab 1. Januar.
Das Team des Kindergartens wechselt damit den Arbeitgeber, es kommt geschlossen zur Stadt Plochingen. Für die betreuten Kinder und ihre Eltern dürfte sich der Trägerwechsel folglich kaum bemerkbar machen, und die Verwaltung ist darüber ebenfalls froh. Zumal es sich, wie Pfarrer Ascher betont, um ausgesprochen motiviertes Personal handle, das nach einem guten Konzept Hand in Hand arbeite. Da schwingt auch ein wenig Wehmut mit, so sehr er sich über die gefundene Lösung freut.
Für die Stadt war die Übernahme fast unumgänglich, schließlich gebe es den Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung, so Bürgermeister Frank Buß, und St. Konrad sei Teil des Gesamtangebots. Die Einrichtung soll nun im Kontext mit den anderen in der Stadt weiterentwickelt werden. Dazu gehöre auch die Überlegung, so Buß, ob weitere Gruppen an diesem Standort nötig seien.

Gedanken auch in der evangelischen Kirche
Pfarrer Ascher will sich nicht festlegen, ob die katholische Kirchengemeinde noch weitere Kindergärten abgeben wird. Aber er deutet an, dass es gut möglich ist. Der Strukturwandel bei der Trägerschaft der Kitas ist tatsächlich schon länger im Gange, auch in der evangelischen Kirche. Sie geht zwar einen anderen Weg, der aber ebenfalls das Ziel hat, die einzelnen Gemeinden zu entlasten und die Verwaltung zu zentralisieren und zu professionalisieren.
So hat der evangelische Kirchenbezirk in seiner Zentrale neue Stellen geschaffen, die seit Anfang dieses Jahres die Verwaltung der evangelischen Kitas in fünf Kommunen übernehmen. In Einzelfällen sind auch evangelische Einrichtungen an bürgerliche Gemeinden übergegangen. In Reichenbach war das 2014 beim Kinderhaus Kunterbunt so, was auch damit zu tun hatte, dass dessen Grundstück Teil einer Umlegung wurde. In Deizisau und Altbach wurden das Kinderhaus im Palmschen Garten und das Kinderhaus Vogelwiesen von den bürgerlichen Gemeinden übernommen. In diesen Fällen ging der Wunsch zum Trägerwechsel von den Kommunen aus, die ihr eigenes Angebot breiter und effizienter aufstellen wollten.
Grundsätzlich ist der Hintergrund überall derselbe: knapper werdende Finanzen, knapper werdendes Personal und gleichzeitig wachsende Anforderungen in der Kinderbetreuung. Ob eine Einrichtung bei der jeweiligen Kirchengemeinde bleibe oder in die übergeordnete Struktur gehe, liege bei den Gemeinden, sagt Samuel Daub, der Geschäftsführer für die Kitas beim evangelischen Kirchenbezirk ist. Aber der Trend gehe klar in Richtung Zentralisierung.

Dicker Brocken im Haushalt
Viel Geld für Betreuung:
In Plochingen betragen die Kosten für die Kinderbetreuung gemäß dem Entwurf für den nächsten Plochinger Doppelhaushalt rund 10,5 Millionen Euro pro Jahr. Wenn man die Einnahmen gegenrechnet, bleibe ein Defizit von acht Millionen Euro übrig, sagt Bürgermeister Frank Buß. Ein Großteil davon besteht aus Personalkosten, mittlerweile habe die Stadt rund 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in diesem Bereich.
Zuschuss: Plochingen hat in den vergangenen Jahren die Verträge mit den konfessionellen Trägern von Kindertagesstätten neu verhandelt und vor rund acht Monaten unterzeichnet. Demnach schießt die Stadt bei Investitionen der Träger 90 Prozent der Kosten zu, bei den Betriebskosten 95 Prozent. Das gilt einheitlich für alle Träger, vorausgesetzt, die jeweilige Einrichtung ist Teil des Kindergartenbedarfsplans. (aia)

Die um fast zwei Jahre verspätete Amtseinführung der Wernauer Bürgermeisterin Christiane Krieger wird zu einer Show. Ihre Kolleginnen und Kollegen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, aber auch die Vereine und Organisationen der Stadt zeigen, wie sehr sie die Rathauschefin schätzen.

Die Polizei ist da, das Rote Kreuz und auch die Feuerwehr. Die Fahrzeuge vor dem Wernauer Quadrium lassen für einen Moment Schlimmes erahnen. Passiert ist aber nichts. Was die Besucherinnen und Besucher der Amtseinführung von Bürgermeisterin Christiane Krieger bei ihrer Ankunft indes nicht ahnen können: Im großen Saal der Stadthalle wird an diesem Freitagabend (21. November) noch eine Menge „passieren“.
Die Rathauschefin, die von den Fasnetsgruppen der Stadt den Titel „Schultese“ verpasst bekommen hat, erklärte im Vorfeld der Veranstaltung, dass sie sich ein „großes Fest mit meinen Leuten“ wünsche. Sie bekam jedoch viel, viel mehr. Ihre offizielle Ernennung geriet zu einer Show der Superlative, die es in dieser Art und Weise im Landkreis Esslingen noch nicht gegeben hat.
Gut 600 Gäste sind da, haben sich auf ein bisschen Musik und eine Reihe von Reden eingestellt, denn formal war, wie sich das gehört, zu einer „öffentlichen Sitzung des Gemeinderats“ geladen worden. Michael Bauer, der Beigeordnete der Stadt Wernau, stellt aber bereits in seiner Begrüßung klar, „dass heute nicht diskutiert oder abgestimmt wird, und dass es auch keine Vorsitzende gebe, weil die Hauptperson befangen ist“.

Langes Warten bis zur finalen Klageabweisung
Als der Musikverein Stadtkapelle Wernau loslegt, lässt sich dann erahnen, in welche Richtung der Abend gehen könnte. Denn das Auftaktstück greift musikalisch auf, wie Kriegers erste beiden Jahre verlaufen sind: dramatisch, durch die Wahlanfechtung des im Vorfeld abgewiesenen Bewerbers Thomas Nitsch, aber trotz allem zielstrebig und hoffnungsvoll, ob mit oder zunächst noch ohne Stimmrecht der mit gut 70 Prozent gewählten Schultese im Gemeinderat.
Das lange Warten bis zur finalen Klageabweisung und auf die Amtseinsetzung thematisieren mehrere Redner. So sagt Bauer, „dass wir gerne früher gefeiert hätten“, und Landrat Marcel Musolf betont, als er die Wahlprüfungsurkunde überreicht, „dass es trotz aller Belastungen für dich, liebe Christiane, und die Stadt Wernau, keinen Stillstand gegeben hat“. Andererseits, und das wird in den Ausführungen ebenfalls deutlich: Eine solche Feier hätte 20 Monate früher gar nicht stattfinden können.

Die Riege der Ehrengäste ist groß
So aber erfährt die Bürgermeisterin, die bis jetzt offenkundig nicht viel falsch gemacht hat, Wertschätzung pur. Die Riege der Ehrengäste ist groß: Bundes- und Landtagsabgeordnete sind gekommen, ebenso Oberbürgermeister und Bürgermeister aus der Umgebung. Zudem sind die Verwaltungsbeschäftigten da und Kriegers Amtsvorgänger in Wernau, Armin Elbl und Roger Kehle. Hinzu kommt die versammelte Stadtgesellschaft, die nach und nach in einem liebevoll zusammengestellten Programm, das von einem Team um Hauptamtsleiterin Leonie König verantwortet wurde, auf der Bühne in Erscheinung tritt. Der Tschakka-Chor der Grundschulen singt, die Musikschule spielt, die TSV-Tanzgruppe Mixed tritt auf und die städtischen Kindergärten übermitteln ihre Glückwünsche in einer professionell gefertigten Videobotschaft.
Dazwischen werden launige Reden gehalten, von Landrat Musolf, aber auch vom Denkendorfer Bürgermeister Ralf Barth, im Namen des Gemeindetag-Kreisverbands, sowie für den fast vollständig versammelten Gemeinderat von Sabine Dack-Ommeln, der Fraktionsvorsitzenden der Wernauer Bürgerliste.
Und natürlich gibt es Geschenke, die fast alle mit Kriegers großer Leidenschaft, dem Fußball im allgemeinen beziehungsweise dem VfB Stuttgart im besonderen, zu tun haben. Dass die Wasenkicker ihr Herzensverein sind, ist inzwischen weithin bekannt. Und so war es Stadionsprecher Holger Laser nach eigenem Bekunden „eine Ehre, diese Amtseinsetzung moderieren zu dürfen“.

Die Chefin ist in der Stadt allseits bekannt
Die Formalien, darunter die feierliche Verpflichtung der Bürgermeisterin, werden ausgesprochen kurz gehalten, sodass genügend Zeit für die individuell auf Krieger zugeschnittenen Aufführungen bleibt. Hochprofessionell hatten die Amtsleiter ein sehr persönliches Saalquiz vorbereitet. Es zeigte sich, dass ihre Chefin in der Stadt allseits bekannt ist. Gleich darauf macht der Chor Leo Cantabile des Liederkranzes seine Aufwartung, und was die Freiwillige Feuerwehr zeigt, führt zu Begeisterungsstürmen im Publikum. Kommandant Steffen Sitte setzt zur Rede an, wird aber jäh von einem Alarmanruf unterbrochen. Kurzer Schock im Saal, doch schnell ist klar, dass dieser zum Theaterstück der Jugendfeuerwehr gehört, das letztlich in eine Modenschau mündet. Dem nicht minder begeistert gefeierten Tanz des Ungarndeutschen Folkloreensembles folgt ein Videogruß von VfB-Keeper Fabian Bredlow, der ebenso persönlich und individuell gehalten ist, wie die gesamten Darbietungen zuvor.
Die Schultese ist in ihrer kurzen Rede erst mal sprachlos, zeigt stattdessen ihren Unterarm mit Stadtwappen-Tattoo, um sich dann für „einen wunderbaren Wernau-Abend“ zu bedanken. Zu Ende ist dieser indes noch nicht. Die Stadtkapelle begleitet den Sänger Robin Henderson zu „Music“ und „Let me entertain you“. Die Unterhaltungen gehen danach im Foyer weiter. Worte wie „großartig“ und „sensationell“ fallen immer wieder. Und: Es wird spät. (eas)

Die neue Flugroute für den Flughafen Stuttgart hat mehr Beschwerdemeldungen zur Folge. Das stellt die neue Lärmschutzbeauftragte fest. Die Bürgerinitiative hat eine Petition gestartet.

Das neue, verkürzte Abflugverfahren für Flüge in Richtung Süden sorgte für viele Lärmbeschwerden in den neu betroffenen Kommunen. Etwa 85 Prozent aller Lärmbeschwerden kamen aus Orten, die einen räumlichen Bezug zum neuen Abflugverfahren haben. Das hat Kathrin Frank, die neue Lärmschutzbeauftragte für den Flughafen Stuttgart, mitgeteilt. Im Jahr 2024 seien weniger als ein Prozent der Flugbewegungen über diese Route abgewickelt wurden.
Ein räumlicher Vergleich des Beschwerdeaufkommens zeigt der Expertin, dass Orte ohne Bezug zum seit 2023 betriebenen neuen Abflugverfahren „weiterhin ein zu den Vorjahren vergleichbares Beschwerdeaufkommen haben.“ Bei den neu Betroffenen sieht das anders aus.
Die Bürgerinitiative „Vereint gegen Fluglärm“ fordert, dass der Kompromissvorschlag umgesetzt wird, nach dem auf der neuen Flugroute erst ab 8 Uhr geflogen werden soll. Darauf hatte sich eine Mehrheit in der Fluglärmkommission geeinigt. Ostfilderns Oberbürgermeister Christof Bolay, der Vorsitzende des Gremiums, hatte aber damals schon deutlich gemacht, dass die Akteure am Flughafen da wohl nicht mitziehen. Dazu müssten auch die Fluggesellschaften einverstanden sein. Die Slots zwischen 6 und 8 Uhr sind am Flughafen die gefragtesten. Nun sammelt die Initiative Unterschriften für eine Petition, die fordert, dass sich der Landtag mit dem Thema auseinandersetzt. Wenn mindestens 10 000 gültige Unterschriften gesammelt werden, muss der Petitionsausschuss in der Regel eine öffentliche Anhörung abhalten.
Dass Fluglärm im gesamten Kreis Esslingen ein Problem bleibt, stellte die neue Lärmschutzbeauftragte in ihrem Bericht für das Jahr 2024 klar, der in diesem Jahr später kommt als sonst. Der Grund ist, dass der bisherige Lärmschutzbeauftragte, Stefan Köhler, nach Angaben des Regierungspräsidiums Stuttgart gegangen ist. So war die wichtige Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger, die unter dem Fluglärm leiden, „mehrere Monate“ nicht besetzt.

Weniger Nachtflüge sorgen für Entlastung
Kathrin Frank hat ihre Stelle im September 2025 angetreten. Sie ist Ingenieurin und Privatpilotin. Das Regierungspräsidium, bei dem die Stelle angesiedelt ist, verwies auf die Bedeutung. „Fluglärm ist ein Thema, das viele Menschen bewegt. Umso wichtiger ist es, dass Bürgerinnen und Bürger eine kompetente und neutrale Ansprechpartnerin haben“, sagte Regierungspräsidentin Susanne Bay.
Dass der Bedarf nach wie vor groß ist, stellte die neue Lärmschutzbeauftragte klar. „Das Beschwerdeaufkommen rund um den Flughafen bleibt hoch“, sagt Frank. Dennoch sorgten weniger Nachtflüge für eine gewisse Entlastung. Immer wieder komme es zu Lärmbeschwerden, auch wenn die vorgegebenen Grenzwerte eingehalten würden.
Die Lärmschutzbeauftragte hat hier aus ihrer Sicht „die vermittelnde Aufgabe“, den Bürgerinnen und Bürgern zu erklären, wieso der wahrgenommene Lärm in der Regel gesetzeskonform ist. Wird gegen Vorgaben verstoßen, ist es Aufgabe der Lärmschutzbeauftragten, einzuschreiten und den Grund zu ermitteln. „In diesem Fall verfolgt man das Fehlverhalten der Fluglinien und sorgt so für Lärmverbesserungen im Flugverkehr“, sagt Kathrin Frank. 2024 habe es aber keine Notwendigkeit gegeben, Fluglinien wegen ihres Fehlverhaltens zu verfolgen.
Die Beschwerden, die während der Vakanz eingegangen sind, hat die Lärmschutzbeauftragte nun erfasst und in die Statistik eingearbeitet. Insgesamt sind demnach 13 788 Beschwerden beim Lärmschutzbeauftragten eingegangen. Anonyme Beschwerden würden allerdings nicht erfasst. 29 Prozent der Beschwerden wurden von vier Beschwerdeführen eingereicht, die sich vielfach beschwert haben. Diese Beschwerden werden nach Franks Worten erfasst, „jedoch aus der flächenhaften Verteilung der Beschwerden herausgerechnet, um ein räumliches Verzerren des Beschwerdeaufkommens zu vermeiden“. Im Jahr 2024 sind die Flugbewegungen auf 95 481 angestiegen. Die Anzahl von Nachtflügen hat im selben Zeitraum abgenommen. „Grund hierfür ist, dass Nachtpostflüge ab dem 1. April 2024 eingestellt wurden“, sagt Kathrin Frank. Das entlastet die Bürgerinnen und Bürger aus ihrer Sicht deutlich.

Info: Die Lärmschutzbeauftragte Kathrin Frank ist für Informationen und Fragen unter der Telefonnummer 07 11/ 72 24 93 49 oder per E-Mail an: lsb@rps.bwl.de zu erreichen. (eli)

Esslingens größtes Bauvorhaben: Mit dem Abriss von Haus 2 wird Platz geschaffen für neues Herzstück des Klinikums. Einweihung ist für 2029 geplant.

Für den Esslinger Oberbürgermeister Matthias Klopfer war es nicht weniger als ein historischer Moment – nicht nur für das örtliche Klinikum. Mit dem Abriss von Haus 2, das einem aufwendigen Neubau weichen muss, geht die Stadt einen großen Schritt auf dem Weg zur Gesundheitsversorgung der Zukunft. In den kommenden 15 Jahren sind der Neubau aller wesentlichen Klinikfunktionen und eine Sanierung der verbleibenden Gebäude in mehreren Bauabschnitten geplant. Der Neubau, der das bisherige Haus 2 ersetzt, gilt als Meilenstein. Beim symbolischen ersten Biss der Abrissbagger sprach der OB vor wenigen Tagen vom „größten Bauvorhaben in der Geschichte der Stadt“. Rund 190 Millionen soll der Nachfolger von Haus 2 kosten – 2029 soll das neue Herzstück des Klinikums in Betrieb gehen.
Die Aufgabe ist komplex: Das neue Gebäude entsteht nicht etwa auf der grünen Wiese, es ist vielmehr eingebettet in eine jahrzehntelang gewachsene Gebäudestruktur. Die Arbeiten müssen bei laufendem Klinikbetrieb gemeistert werden. Dem Abriss des Hauses 2 aus dem Jahre 1966 sind jahrelange aufwendige Vorbereitungen vorausgegangen.
Mit einem vierstöckigen neuen Modul-Gebäude für 150 Betten wurden die nötigen Ausweichflächen geschaffen, um einen Teil der bestehenden Gebäude nach und nach durch Neubauten zu ersetzen. Wichtige Klinikbereiche mussten verlegt werden – und zwar so, dass sie künftig bessere und funktionalere Arbeitsbedingungen vorfinden. Außerdem wurden die Versorgungsleitungen für diese und alle künftigen Gebäude in einer Ringtrasse zusammengefasst.

16 000 Quadratmeter auf sieben Etagen
Im Nachfolger von Haus 2 sollen künftig wesentliche Klinikfunktionen Platz finden. Auf sieben Vollgeschossen entstehen rund 16 000 Quadratmeter Nutzfläche. Im zweiten Untergeschoss ist die Technikzentrale vorgesehen, im ersten Untergeschoss wird es acht Operationssäle geben. Im Erdgeschoss findet die zentrale Notaufnahme mit 24 Untersuchungs- und Behandlungsräumen, zwei Schockräumen, zwei CT-Räumen und einem Gipsraum Platz. Darüber folgen die Intensivstation mit 20 Betten sowie die Gynäkologie und Geburtshilfe. In den obersten beiden Etagen entstehen zwei Allgemeinpflegestationen mit jeweils 40 Betten.
Doch bis das neue zentrale Klinikgebäude eröffnet werden kann, gibt es noch viel zu tun. Bereits der Abbruch des bestehenden Gebäudes mit seinen rund 5000 Kubikmetern umbautem Raum ist eine gewaltige Aufgabe: Mit schwerem Gerät ist die Esslinger Firma GL-Abbruch angerückt, um das alte Haus 2 Stück für Stück abzutragen. Für Firmenchef Gerhard Ludwig, der sich dem Klinikum auch persönlich eng verbunden fühlt, ist das reibungslose Gelingen Ehrensache: „Als Esslinger Firma wollten wir diese Aufgabe unbedingt übernehmen.“
Rund 7500 Tonnen Beton und Bauschutt werden beim Abriss von Haus 2 anfallen – sie sollen jedoch weitgehend als Baumaterial wiederverwertet werden. Klaus Luig von der HWP Planungsgesellschaft verhehlte anlässlich des ersten Abrissbaggerbisses nicht, dass heutzutage immer häufiger versucht werde, bestehende Gebäude zu erhalten. Doch das sei in diesem speziellen Fall nicht die beste Option gewesen: „Gerade bei einem modernen Klinikum spielen Aspekte wie Hygiene, Funktionalität und perfekte Abläufe eine wesentliche Rolle.“ Mit einer Sanierung von Haus 2 wären diese Ziele nicht erreichbar gewesen, unterm Strich hätte sich das laut Luig nicht gerechnet.
Der Neubau stellt alle Beteiligten vor große Herausforderungen. Allein die Dimensionen zeigen die Größe der Aufgabe: Die Baugrube ist etwa 100 Meter lang, 47 Meter breit und 15 Meter tief.

Gemeinderat in großer Eintracht
OB Matthias Klopfer sieht in diesem Projekt ein wichtiges Zeichen für die Zukunft des Klinikums. Dass sich der Gemeinderat in großer Eintracht zu dem rund 190 Millionen Euro teuren Projekt bekannt und dessen Notwendigkeit trotz finanziell schwieriger Rahmenbedingungen nie in Frage gestellt hatte, zeige die hohe Wertschätzung für das Klinikum ebenso wie die Tatsache, dass das Land angekündigt hat, den Neubau maßgeblich zu fördern. Dass der Neubau durchaus auch mit Einschränkungen verbunden ist, ist Klopfer bewusst.
Klinik-Geschäftsführer Matthias Ziegler sprach beim Start der Abrissarbeiten von einem Meilenstein für das Klinikum. Dass die Stadt uneingeschränkt hinter ihrem Klinikum stehe, komme den Patienten unmittelbar zugute und habe auch geholfen, hoch qualifiziertes Personal zu gewinnen.

Große Pläne für das Klinikum
Masterplan:
 Das Klinikum Esslingen verfügt über zehn miteinander verbundene Gebäude und Gebäudeteile – der größte Teil der Bausubstanz ist inzwischen mehr als 50 Jahre alt und sanierungsbedürftig. Deshalb hat das Klinikum 2021 mit einem „Masterplan Bau“ begonnen, die Weichen für die Zukunft zu stellen. Die Masterplanung sieht innerhalb der nächsten 15 Jahre den Neubau aller wesentlichen Klinikfunktionen und eine Sanierung der noch verbleibenden Gebäude Bauabschnitten vor.
Etappen: In einem ersten Schritt wurde ein vierstöckiges Modul-Gebäude für 150 Betten errichtet, das die nötigen Ausweichflächen bietet, um danach bestehende Gebäude durch Neubauten ersetzen zu können. Mit dem Abriss von Haus 2 hat die Stadt nun begonnen, das Herzstück des Klinikums neu aufzustellen.  (adi)

Nach drei Jahren ist die Sanierung des Köngener Gotteshauses abgeschlossen. Insgesamt wurden 1,3 Millionen Euro investiert.

Das Warten hat ein Ende: Seit Ende Mai standen die Köngener an ihrer Peter-und-Paulskirche vor verschlossenen Türen, zuvor fand noch die Konfirmation statt. Ende Oktober wurde in dem spätgotischen Juwel nun nach Abschluss der aufwendigen Sanierungsarbeiten wieder ein Gottesdienst gefeiert.
Insgesamt wurden 1,3 Millionen Euro aufgewendet: An eigenen Mitteln steuerte die evangelische Kirchengemeinde rund 550 000 Euro bei. Rund 400 000 Euro kamen aus Mitteln der Landeskirche, etwa 300 000 Euro aus Stiftungsgeldern und 70 000 Euro vom Kirchenbezirk.
Begonnen wurden die Arbeiten bereits vor knapp drei Jahren: Per Düsenstrahlverfahren wurde Beton unter die Fundamente gespritzt. Dadurch entstand ein Raster an Säulen, die die Kirche stabilisieren sollen. Der Grund: Wegen der dem Klimawandel geschuldeten zunehmenden Trockenheit senkte sich der Untergrund. Die Folge waren Risse in den Wänden der Kirche und zunehmende Sicherheitsmängel für Besucher. Während der Gottesdienste bröckelte teilweise sogar der Putz. Von dem Phänomen betroffen sind viele Gotteshäuser im Land. Den spätgotischen Prachtbau aus dem 16. Jahrhundert in Köngen hatte es aber richtig erwischt.
Die Peter-und-Paulskirche galt vor der Sanierung als Bauwerk mit den zweitmeisten Rissen im Land. Nicht betroffen von der Bodenabsenkung war übrigens der später angebaute Kirchturm aus dem 18. Jahrhundert, der viel tiefer in der Erde liegt. Bitter ist allerdings, dass die Peter-und-Paulskirche bereits 2011 für rund 1,2 Millionen Euro aufwendig saniert worden war.

Äußerst einfallsreich in der Akquise
Damals standen unter anderem die Technik und die Restaurierung des spätgotischen Gewölbes im Chor und in der Sakristei, wo später die größten Schäden auftraten, im Fokus. Damals war von den Rissen aber noch nichts zu sehen – die Setzungsschäden traten erst ab 2014 in Erscheinung. Ein Jahr lang wurde die Peter-und-Paulskirche nach Abschluss der Nachgründung intensiv beobachtet. „Wir mussten schauen, ob sich die Maßnahme positiv auswirkt“, erzählt der Köngener Pfarrer Simon Melchinger. Erst dann konnte mit der Innensanierung weitergemacht werden.
Fast die Hälfte der gesamten Sanierungskosten brachte die evangelische Kirchengemeinde selbst auf – und sie erwies sich in Sachen Akquise als äußerst einfallsreich. „Es haben sich ganz viele Menschen ehrenamtlich reingehängt“, berichtet Ev-Marie Lenk, die Vorsitzende des Kirchengemeinderats. So beispielsweise Sigrid Schweiß, die die Aktion „Verborgene Schätze“ ins Leben gerufen hat. Dabei werden allerlei Edelmetalle, von Zahngold über Zinn bis hin zu Omas altem Silberbesteck, gesammelt und weiterverwertet. „Allein in diesem Jahr kamen über diese Sammlung etwa 8000 Euro zusammen“, so Christian Hölzchen, der zum Köngener Pfarrtrio gehört. Oder ein Benefizkonzert zum Valentinstag, bei dem rund 3000 Euro Spenden gesammelt wurden. „Dabei haben sich professionelle Musiker aus Köngen und der Region für uns eingesetzt“, erzählt Pfarrerin Birgit Scholz.
Zudem verbrachten viele Kirchenmitglieder unzählige Stunden auf der Baustelle und halfen mit, wo sie konnten. „Da ging es etwa um raus- und umräumen, kleinere Arbeiten oder die Installation der neuen Technik – das alles hat uns viel Geld gespart“, so Melchinger. Einer dieser Ehrenamtlichen ist Kevin Wenzel: „Toll war es, dass sich viele und sehr unterschiedliche Menschen engagiert haben, von jungen Erwachsenen bis hin zu Senioren. Jeder hat seine Fähigkeiten eingebracht.“
Dankbar ist die evangelische Kirchengemeinde, dass sie während der Schließphase Unterschlupf bei ihrem katholischen Pendant in Köngen gefunden hat und dort Gottesdienste feiern durfte. „Da war eine große Offenheit und Gastfreundschaft da“, sagt Scholz. „Die katholische Kirche hat ganz unbürokratisch ihre Türe für uns aufgemacht – das hat die Ökumene hier in Köngen ein gutes Stück weitergebracht.“ So verzeichnete der gemeinsame Erntedank-Gottesdienst vor Kurzem eine Rekordteilnehmerzahl. Sogar die Organisten der Peter-und-Paulskirche durften in der katholischen Kirche üben.
„So schön es auch war, in die Fremde zu gehen, wir sind froh, dass wir nun wieder in unsere eigene Kirche können“, betont die Kirchengemeinderatsvorsitzende Lenk. Und damit die Gemeinde das so lange wie möglich genießen kann, wird die Winterpause um einiges kürzer ausfallen als üblich, wie Pfarrer Melchinger ankündigt. Dazu muss man wissen: Um Energiekosten zu sparen, weicht die evangelische Kirchengemeinde in den Wintermonaten für ein paar Wochen in ihr Gustav-Werner-Gemeindehaus aus. Genau definiert ist das Zeitfenster allerdings noch nicht. „Aber wir werden als letzte Maßnahme Anfang 2026 die Lampen in der Kirche auf LED umstellen. Vermutlich werden wir in diesem Zeitraum ins Gustav-Werner-Gemeindehaus umziehen.“ (kd)

Die Neckartalhalle in Wernau wird nach einem Brand im März saniert. Jetzt gibt es einen Zeitplan. Und die Sanierung wird teurer als ursprünglich geplant.

So angespannt die Haushaltslage der Stadt Wernau auch sein mag, auf Stückwerk haben die kommunalpolitisch Verantwortlichen offensichtlich keine Lust. So hat der Gemeinderat vor Kurzem einen Vorschlag der Verwaltung einstimmig befürwortet, bei der Sanierung der Neckartalhalle keine halben Sachen zu machen – auch wenn dafür weitere knapp 250 000 Euro in die Hand genommen werden müssen.
Die Gesamtkosten für das Vorhaben steigen damit auf knapp 2,9 Millionen Euro. Bereits herausgerechnet sind dabei die Beiträge, die von der Versicherung übernommen werden, die also in Zusammenhang mit dem Feuer stehen. Der Beschluss für die grundlegende Modernisierung der Halle war bereits zuvor gefasst worden.
Auslöser für die neuerliche Beratung waren dennoch die Folgen des Brandes beziehungsweise des Löscheinsatzes. Denn während die Trocknungsmaßnahmen in der Halle selbst erfolgreich durchgeführt werden konnten, war das im Flur nicht möglich. Dort mussten rund Dreiviertel des Bodenbelags samt Estrich und Dämmung entfernt werden. Für den Neuaufbau dieses Teils kommt die Versicherung auf, für das restliche Viertel des Flurs nicht. Dieses hätte theoretisch auch drinbleiben können, was aber das besagte Stückwerk gewesen wäre, sodass der zuständige Architekt Frank Reutter, vom gleichnamigen Wernauer Architekturbüro, von diesem Vorgehen abriet. Die zusätzlichen rund 40 000 Euro wurden vom Ratsgremium gebilligt.

Heizung und Boden werden erneuert
Im Hallenbereich wiederum zeigten sich, nachdem der Sportboden raus war, etliche brüchige Stellen am Estrich, eine unzureichende Überdeckung der Fußbodenheizung sowie ein insgesamt untypischer Bodenaufbau für eine Sporthalle. All das hätte zwar irgendwie saniert werden können, was bei einer fast 40 Jahre alten Fußbodenheizung aber zumindest ein Risiko dargestellt hätte. So fiel auch hier der einhellige Beschluss „raus damit!“, was zu weiteren Mehrkosten von geschätzt 200 000 Euro führt. Dafür gibt es einen normgerechten Neuaufbau mitsamt Sportfußbodenheizung und der Möglichkeit, Bodenhülsen für die Querfelder einzubauen.
Eine gute und eine schlechte Nachricht zur Neckartalhalle hatte Reutter ebenfalls im Gepäck: Zum einen konnte er einen nunmehr konkreten Bauzeitenplan präsentieren, was angesichts des Brandschadens bisher nicht möglich war. Zum anderen – und das war die schlechte Nachricht – verzögert sich eine Freigabe für den Sportbetrieb, vor allem weil die Trocknung sehr lange dauerte, um etwa zwei Monate. Zu rechnen sei, das machten der Architekt und Bürgermeisterin Christiane Krieger deutlich, mit einer Fertigstellung im März 2026 und einer Betriebsaufnahme rund einen Monat später. Nachfragen aus dem Gemeinderat, ob’s denn nicht vielleicht doch ein wenig früher klappen könnte, erteilten beide eine Absage.
Vor allem die Wernauer Sportvereine sind deshalb auch den Winter über auf den guten Willen einiger Nachbarkommunen angewiesen, wo man schon bislang Hallenflächen nutzen durfte. Krieger versprach, wohlwissend wie schwierig das in der kalten Jahreszeit werden dürfte, dass die Verwaltung bei der Akquise weiterhin helfen werde.
Abschließend wartete Frank Reutter dann noch mit einer weiteren „guten Nachricht“ auf: Demnach laufe bei der Sanierung im Freibad bisher alles nach Plan. Sowohl die Kosten von circa 1,25 Millionen Euro als auch die Bauzeit bis Mai 2026 sollten zu halten sein. Im Juni nächsten Jahres soll das Wernauer Freibad wieder öffnen. (eas)

Am 9. November verwandelt sich die Esslinger Innenstadt beim verkaufsoffenen Sonntag in ein lebendiges Herbstparadies. Zwischen Marktständen, Geschäften und Spielaktionen entsteht ein Ort, an dem sich Stadtleben, Handwerk und Genuss verbinden.

D er „Esslinger Herbst“ ist seit vielen Jahren fester Bestandteil des Veranstaltungskalenders und zieht Menschen aus der gesamten Region an. Von 11 bis 17 Uhr bietet der Herbstmarkt am Sonntag, 9. November, ein breites Spektrum an regionalen Produkten. Kunsthandwerker und Händlerinnen präsentieren Kulinarisches und Dekoratives. Der traditionelle Flohmarkt lädt zum Stöbern ein – zwischen alten Büchern, Schallplatten und Möbelstücken versteckt sich manch besonderer Fund, der den Besitzer wechseln soll.
Von 12 bis 17 Uhr öffnen am Sonntag zahlreiche Fachgeschäfte in der Innenstadt ihre Ladentüren. Verkäuferinnen und Verkäufer zeigen neue Kollektionen, Dekoideen und Geschenkartikel. Das Einkaufszentrum „Das ES“ sowie viele inhabergeführte Läden beteiligen sich mit Aktionen und besonderen Angeboten. Zwischen Modehäusern, Buchhandlungen und Cafés entsteht eine entspannte Atmosphäre, in der sich Bummeln und Entdecken verbinden. Vielleicht ist sogar schon das eine oder andere Weihnachtsgeschenk zu entdecken.
Das Heiges-Spieleparadies macht den Hafenmarkt zum Treffpunkt für Familien. Von 11 bis 17 Uhr stehen Geschicklichkeit, Kreativität und Bewegung im Mittelpunkt. Unter bunten Zelten entstehen Holzbauten, kleine Kunstwerke und gemeinsame Spielideen. Kinder testen ihre Ausdauer und Fantasie – und Erwachsene lassen sich gern anstecken.
Entlang der Straßen laden Stände und Restaurants zu herzhaften und süßen Spezialitäten ein. Suppen, Flammkuchen, Süßes und Streetfood bieten Gelegenheit zum Schlemmen. Auch die lokale Gastronomie beteiligt sich mit saisonalen Gerichten und warmen Getränken – ideal, um sich in der Herbstluft aufzuwärmen.

Esslinger Herbst
Herbstmarkt, Flohmarkt und Spieleparadies
geöffnet am 9. November von 11 bis 17 Uhr. Wegen der Baustelle stehen die Marktstände in diesem Jahr entlang der St.-Dionys-Kirche. Der Teilmarkt zieht von Blarerplatz und Strohstraße auf den Kleinen Markt hinter dem Neuen Rathaus um.
Zum Einkaufssonntag haben die Geschäfte von 12 bis 17 Uhr geöffnet.
Zur Anreise werden öffentliche Verkehrsmittel empfohlen; alle Parkhäuser in der Innenstadt sind geöffnet und erreichbar. Aufgrund von Zufahrtsbeschränkungen ist der Marktplatz am Sonntag nur mit Ausnahmegenehmigung befahrbar.
Mehr Infos unter www. esslingen-info.com und www.instagram.com/city.esslingen (red)

Der Altbau wurde abgerissen, an seiner Stelle entstand in den Pulverwiesen in Esslingen ein Neubau. Der wird jetzt bezogen und öffnet am 10. November.

Die Zeit der teuren Provisorien endet: Das neue Esslinger Landratsamt öffnet am Montag, 10. November, seine Türen für den Publikumsverkehr. Knapp vier Jahre nach dem Auszug der Ämter und Dienststellen aus dem Altbau in den Pulverwiesen und dem Abriss des fast 40 Jahre alten Bestandsgebäudes ist der Neubau an gleicher Stelle nun fertiggestellt. Den Worten von Landrat Marcel Musolf zufolge wird damit „ein neues Zeitalter der modernen Verwaltung in unserem Landkreis eingeläutet“.
Die als Generalunternehmer mit dem Bau beauftragte Stuttgarter Firma Züblin hat vergangene Woche in einem symbolischen Akt den Schlüssel für das neue Landratsamt zwischen Merkelpark und Neckarufer an den Landkreis übergeben. „Pünktlich wie geplant und voll im Kostenrahmen“, hob Züblin-Vorstandsmitglied Stephan von der Heyde hervor und fügte voller Stolz hinzu: „Das ist bei öffentlichen Bauten nicht selbstverständlich.“ Zumindest der im Frühjahr 2022 vereinbarte Festbetrag von 143,4 Millionen Euro wurde trotz vieler wirtschaftlicher Herausforderungen nicht überschritten. Gleichwohl hatte der Esslinger Kreistag ursprünglich eine Kostenobergrenze für den Neubau von rund 129,7 Millionen Euro beschlossen – aber dann kam der Ukraine-Krieg, der die Rahmenbedingungen für das Baugewerbe maßgeblich veränderte und eine neue Kalkulation erforderlich machte.
Dieser Umstand schmälert jedoch nicht die Freude über dieses „außergewöhnliche Pilotprojekt“, das laut von der Heyde „Maßstäbe für nachhaltiges Planen und Bauen“ gesetzt habe. „Wir überreichen heute nicht nur einen Schlüssel, sondern auch ein Stück Zukunft“, betonte er. Der Neubau des Landratsamtes Esslingen stehe exemplarisch für „eine neue Generation öffentlicher Gebäude, die ökologische Verantwortung und innovative Bauweise vereinen.“

Auch energetisch höchste Standards
So wurden beim Rückbau des alten Verwaltungsgebäudes die Materialien systematisch getrennt und zu mehr als 90 Prozent dem Baukreislauf wieder zugeführt. Für den Neubau kamen gezielt Recycling-Baustoffe sowie ressourcenschonender Beton zum Einsatz. Auch energetisch erfüllt das neue Landratsamt höchste Standards: Unter anderen tragen eine Photovoltaikanlage und eine mit Neckarwasser gespeiste Wärmepumpe dazu bei, dass das Gebäude den KfW-Effizienzhaus-Standard 40 erreicht.
Im neuen Landratsamt wurden 675 moderne Arbeitsplätze eingerichtet – teils in öffentlichen Bereichen für den Publikumsverkehr, wie die Kfz-Zulassungsstelle, teils in halböffentlichen Bereichen für terminierte Besuche in den Ämtern und Dienststellen sowie in internen Bereichen nur für Mitarbeitende. Erste Anlaufstelle für alle Besucher ist der Info-Point im Erdgeschoss. Das großzügige Foyer präsentiert sich derzeit aber noch recht nüchtern: Die riesigen, abstrakten, bunten Wandbilder des Künstlers Tobias Rehberger folgen demnächst.
Musolf, seit gut einem Jahr im Amt als Esslinger Landrat, schwärmt von dem Gebäude – nicht nur, weil sich sein künftiges Büro in der obersten Etage befindet, mit Blick auf die Dächer von Esslingen: „Wir sehen im Ergebnis ein Bauprojekt, das in seiner Dimension, seiner Qualität und in seiner Baugeschwindigkeit Maßstäbe setzt.“ Die Grundsteinlegung für den Neubau erfolgte 2023, das Richtfest wurde nur 329 Tage später, im Frühjahr 2024, gefeiert.
Dass nun termingerecht der Betrieb aufgenommen werden kann, ist laut Musolf der konstruktiven Zusammenarbeit zu verdanken. Der Bau sei „das Ergebnis eines gemeinsamen Weges, der mit einer Idee begann, über viele Jahre hinweg diskutiert und geplant wurde und jetzt mit Leben gefüllt wird“, betonte er. „Wir haben hier einen Ort geschaffen, der das Selbstverständnis öffentlicher Verwaltung sichtbar macht: offen, bürgernah, zukunftsorientiert.“
Der Landrat würdige die „politische Weitsicht“ des Kreistages, der mit seinen Beschlüssen seit 2016 die Immobilienstrategie des Kreises mitgetragen und bei den Nachhaltigkeitsstandards „mutige, aber richtige Entscheidungen“ getroffen habe. Auch bei der Ausstattung, die mit weiteren 8,1 Millionen Euro zu Buche schlägt, gilt das neue Landratsamt als vorbildlich. So wurde das Gebäude mit neuester Medientechnik ausgestattet: Im Großen und kleinen Sitzungssaal gibt es zum Beispiel LED-Wände mit Full-HD-Auflösung, in den Konferenzräumen Deckenmikrofone und Kameras für hybride Sitzungsformate. Die 30 Beratungs- und Besprechungsräume können digital gebucht werden.
All das können sich die Kreisbewohner bald schon anschauen: Am 9. Mai 2026 ist ein Tag der offenen Tür im Landratsamt geplant. Die offizielle Einweihung mit geladenen Gästen findet am 20. März statt.

Einschränkungen für Besucher
Ämter:
Der Umzug der Ämter und Sachgebiete der Kreisverwaltung aus den Interims­gebäuden im „ES“, im Fleischmannhaus, im Württemberger Hof und aus der Kreissparkasse Esslingen startet am Montag, 3. November. Während des Umzugs bleiben die Dienststellen geschlossen, es kann zu einer eingeschränkten Erreichbarkeit kommen. Der Service Soziales in den Esslinger Pulverwiesen ist von den Umzügen nicht betroffen und hat zu den üblichen Zeiten geöffnet.
Kfz-Zulassungsstelle: Die Zulassungsstelle für Kraftfahrzeuge zieht ebenfalls von der Innenstadt in den Neubau um. Sie bleibt deshalb am Donnerstag, 6. November, ab 12 Uhr und am Freitag, 7. November, ganztägig geschlossen. Generell ist ein persönlicher Kontakt in der Zulassungsstelle vor Ort nur nach vorheriger Terminvereinbarung möglich. Termine sind bis zu vier Wochen im Voraus online buchbar unter: www.landkreis-
esslingen.de (eh)

Die Esslinger Literaturtage präsentieren vom 2. bis 23. November 30 Lesungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Das Programm für die 31. Auflage der Lesart steht, der Vorverkauf läuft.

Der November steht in Esslingen ganz im Zeichen der Literatur. Vom 2. bis zum 23. November präsentiert die Lesart einige der interessantesten, spannendsten, überraschendsten und bemerkenswertesten Neuerscheinungen dieses Bücherherbstes. Die Stadtbücherei und die Eßlinger Zeitung, die das Literaturfestival gemeinsam veranstalten, stellen neben etablierten Autorinnen und Autoren auch eine ganze Reihe vielversprechender junger Künstler vor. Der Vorverkauf läuft auf Hochtouren.
30 Lesungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene stehen auf dem Programm der 31. Lesart, die von der Stiftung der Kreissparkasse und dem örtlichen Buchhandel unterstützt wird. Viele der vertretenen Texte spiegeln die großen gesellschaftlichen Themen unserer Zeit wider – oft geht es auch um die Frage, ob und wie sich das Persönliche vom Politischen trennen lässt. Dominique Caina, die das Programm für Erwachsene kuratiert, hat unzählige Neuerscheinungen gelesen und Literaturfestivals besucht, um aus der Fülle neuer Bücher die reizvollsten auszuwählen.
Zum ersten Mal in der Festivalgeschichte wird die Lesart mit einer Familienveranstaltung eröffnet: Paul Maar, Erfinder der legendären Kinderbuchfigur Sams, bringt am 2. November gemeinsam mit zwei Musikern als „Das schiefe Märchen-Trio“ das Programm „Mini-Sams und andere Geschichten“ auf die Bühne der Württembergischen Landesbühne. Nikola Huppertz zeigt am 3. November mit ihrem Kinderbuch „Wie war’s heute“ (ab drei Jahren), wie viele Erlebnisse und Ideen in einem einzigen Tag stecken können. Uticha Marmon erzählt am 9. November in „Frieda, Nikki und die Grenzkuh“ eine urkomische Geschichte über Freundschaft, Streit und ein Kälbchen, das alle haben wollen (ab neun Jahren). Manfred Theisen ist am 16. November mit dem Jugend-Thriller „Escape – Der Schlüssel sind wir“ zu Gast (ab 14 Jahren). Cezary Harasimowicz lädt am 18. November mit „Mirabelka“ zur literarischen Zeitreise durch das jüdische Viertel Muranów in Warschau ein (ab zehn Jahren). Und am 23. November liest Felicitas Horstschäfer aus „Die ganze Wahrheit über das Lügen“ (ab acht Jahren).

Kafkaeskes Absurdistan
Einige der Autoren im Abendprogramm begleitet die Lesart schon länger – allen voran Joachim Zelter, der vor Jahren auch Bahnwärter-Stipendiat in Esslingen war. Er liest am 5. November aus „Hoch oben“, der Geschichte eines Mannes, der nach einem Unfall in einer fremden Stadt strandet, die ihm wie ein kafkaeskes Absurdistan vorkommt.
Marlene Streeruwitz ist ebenfalls nicht zum ersten Mal in Esslingen. Diesmal liest sie am 6. November aus ihrem Roman „Auflösungen“, der ein eindringliches Bild von New York wenige Monate vor der Wiederwahl Donald Trumps zeichnet. Und mit Katharina Mevissen erzählt eine frühere „Bahnwärterin“ am 13. November, wie aus ihrem Buch „Mutters Stimmbruch“ ein Hörbuch wurde.
Jonas Lüscher liest am 3. November aus seinem Buch „Verzauberte Vorbestimmung“, das von Kritikern als „Jahrhundertroman“ gefeiert wurde. Dimitrij Kapitelman serviert am 4. November „Russische Spezialitäten“, einen Roman über Familie und die (Un-) Möglichkeit der Verständigung in Zeiten alter und neuer Kriege. Leon Engler hat sich am 7. November mit „Botanik des Wahnsinns“ angesagt – einem Roman, dessen Erzähler in seine Familiengeschichte blickt und dort einen „Stammbaum des Wahnsinns“ entdeckt. Liao Yiwu erzählt in „18 Gefangene“ Fluchtgeschichten aus China, dem größten Gefängnis der Welt (11. November). Und Christina König gibt am 14. November mit „Alles, was Du wolltest“ Einblicke in eine toxische Beziehung, deren weitreichenden Folgen und die Möglichkeit, daraus wieder herauszufinden.
Miku Sophie Kühmel widmet sich am 15. November in ihrem Roman „Hannah“ einer Liebe, die von der politischen Bedrohung durch den Nationalsozialismus mehr und mehr unter Druck gesetzt wurde. Jochen Schmidt macht das Lesart-Publikum am 18. November mit „Hoplopoiia“ und einem Stadtneurotiker des 21. Jahrhunderts bekannt. Kathrin Bach fügt am 20. November in „Lebensversicherung“ Erinnerungen, Bilder und Listen zu einer tragikomischen Familiengeschichte zusammen. Katja Kullmann kommt am 21. November mit ihrem Debüt „Stars“ nach Esslingen, das als „ultimativer Hochstaplerinnen-Roman“ gefeiert wird.
Kaśka Brylas Roman „Mein Vater, der Gulag, die Krähe und ich“ erzählt vom Kampf ums Überleben unter widrigen Bedingungen (22. November). Und zum Finale macht die Lesart am 23. November gemeinsame Sache mit dem Podium-Festival: Katerina Poladjan, Julia Schoch, Iris Wolff und Matthias Jügler gestalten den Abend zusammen mit dem Rothko String Quartett unter dem Motto „Wir dachten, wir könnten fliegen“.

Kurzinfos zur Lesart 2025
Das Festival:
Die Anfänge der Lesart reichen ins Jahr 1996 zurück. Damals holten der frühere Kulturreferent Peter Kastner und die einstige Bücherei-Leiterin Sibylle Weit das Festival nach Esslingen – als Teil eines bundesweiten Lese-Marathons in fast 20 Städten. Seit Ende der 90er-Jahre wird das Festival von der Stadtbücherei und der Eßlinger Zeitung veranstaltet. Mehr als 900 Autorinnen und Autoren haben sich bislang ins Gästebuch der Lesart eingetragen – darunter prominente Namen wie Ralph Giordano, Martin Walser, Imre Kertesz, Juli Zeh, Marcel Reich-Ranicki, Monika Maron, T. C. Boyle sowie die Nobelpreisträgerinnen Herta Müller und Swetlana Alexijewitsch.
Tickets: Eintrittskarten für die Abendveranstaltungen kosten 10 Euro plus Servicegebühren und Versandkosten. Kulturpassinhaber erhalten kostenlosen Eintritt. Der Eintritt zu den Kinder- und Jugendveranstaltungen ist frei, eine Platzbuchung ist jedoch erforderlich (lesart.esslingen.de). Schulklassen und Kindergartengruppen können für die Lesungen am Nachmittag kostenlose Eintrittskarten per E-Mail an kinderbuecherei@ esslingen.de reservieren. Eintrittskarten für das Literaturprogramm können unter www.reservix.de und bei allen Reservix-Vorverkaufsstellen wie der Esslinger Stadtinformation am Marktplatz erworben werden. In der Stadtbücherei findet kein Kartenvorverkauf mehr statt. (adi)