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Astrid Diels

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Pläne für eine Erweiterung der Ortsmitte mit Wohnungen und Dienstleistung wurden im Gemeinderat vorgestellt.

Die städtebauliche Weiterentwicklung des Bereichs „Neckarallee“ ist in Neckartailfingen schon seit vielen Jahren ein Dauerthema, das immer wieder auf den Tagesordnungen der Gemeinderatssitzungen auftaucht.
Jetzt scheint man aber eine Lösung gefunden zu haben, mit der die Ortsmitte in diesem zentral gelegenen Gebiet erweitert werden kann.
„Da wir nach vielen Jahren endlich den Hochwasserschutz ertüchtigen konnten, erlaubt uns das, uns mit dem städtebaulichen Entwurf der Neckarallee neu zu beschäftigen“, konstatierte Bürgermeister Wolfgang Gogel.

Teile der Ortsmitte werden neu geordnet
Das Büro Zoll Architekten-Stadtplaner hat einen Entwurf für die Bebauung der 0,7 Hektar umfassenden Fläche erarbeitet. Ralf Duffner präsentierte die Ergebnisse. Bei diesen sind entlang der Neckarallee fünf neue Baukörper mit Wohnungen vorgesehen.
Die Gebäude sind in Nord-Süd-Richtung orientiert, und ergänzen sich damit mit den übergeordneten Raumkanten und Siedlungsstrukturen.
Geplant sind Mehrfamilien- und Reihenhäuser. Die Gebäude, die insgesamt 21 Wohneinheiten enthalten, sind dreigeschossig. In der Ortsmitte, gegenüber dem Rathaus, sieht der städtebauliche Entwurf auf einer zusätzlichen Fläche von 1500 Quadratmetern die Errichtung eines Wohn- und Dienstleistungsgebäudes vor. Dort sollen 12 bis 15 Wohneinheiten mit einer 25 Stellplätze umfassenden Tiefgarage entstehen.
Neu geordnet wird auch der Straßenraum Hirschstraße/Neckarstraße. Ziel sind die Aufwertung des öffentlichen Raums, klarere Verkehrsführungen, sowie eine stärkere Berücksichtigung des Fuß- und Radverkehrs. Am Übergang der Hirschstraße in die Neckarstraße sollen 37 zusätzliche öffentliche Stellplätze entstehen.

Bauvorhaben soll rasch vorangehen
„Das ist ein gelungenes Konzept, mit dem dem Wohnraumdruck in Neckartailfingen begegnet werden kann“, lobte Bürgermeister Gogel den vorgestellten Entwurf. Man befinde sich diesbezüglich bereits mit den Grundstücksbesitzern im Austausch. Die Grundstücke sollen später an Bauträger weiterverkauft werden, die entsprechend den im städtebaulichen Entwurf vorgesehenen Bedingungen die Bebauung und Vermarktung vornehmen sollen. Laut Landratsamt Esslingen könnte ein beschleunigtes Verfahren für Bebauungspläne der Innenentwicklung eingeleitet werden, zeigte sich der Rathauschef optimistisch, dass es rasch vorangeht. Die Gemeinderäte äußerten sich überwiegend positiv zum vorgestellten Entwurf.

„Die Parkplatzsituation ist gut gelöst, und ich kann mit dem Plan mitgehen“, sagte Alberto Guillen (FFW). Ähnlich äußerte sich auch seine Fraktionskollegin Heidi Süßer-Neps. Jeannette Schach (CDU-JB) betrachtete die Pläne ebenfalls als gelungen und hinterfragte, ob ein Durchgang zwischen den Wohn- und Dienstleistungsgebäuden vor dem Rathaus vorgesehen ist. Thomas Knöll (CDU-JB) gefielen die im Plan vorgesehenen zurückgesetzten Staffelgeschoss-Flachdächer sehr gut. Anders sieht dies dagegen Sabine Müller (SPD). Sie kann sich mit der Flachdachbebauung nicht anfreunden.
Und so war es auch nicht überraschend, dass der Antrag „Beschluss des städtebaulichen Entwurfes, Vorbereitung des Bauleitplanungsverfahrens und Erteilung des Auftrages der Grund- und erweiterten Leistungen an das Büro Zoll“ bei einer Gegenstimme mehrheitlich beschlossen wurde. (Rudi Fritz)

Die nächste Ausgabe des Livestreams „Gesundheit kompakt“ am Montag, 23. Februar, 19 Uhr, widmet sich der Frage, wie Brustchirurgie als medizinische Hilfe zu mehr Lebensqualität beitragen kann. Zu Gast ist Prof. Dr. Theodora Wahler, Chefärztin der Klinik für Plastische, Hand- und Ästhetische Chirurgie der Medius-Klinik Nürtingen.

Beschwerden lindern, Asymmetrien ausgleichen, Brüste nach Krebsoperationen neu aufbauen: Unter anderem das macht Prof. Dr. Theodora Wahler, Chefärztin der Klinik für Plastische, Hand- und Ästhetische Chirgurgie, in ihrer täglichen Arbeit. Mit dem Thema „Plastische Brustchirurgie – medizinische Hilfe für mehr Lebensqualität“ ist die Expertin am Montag, 23. Februar, 19 Uhr, im Livestream „Gesundheit kompakt“ zu Gast. Den Gesundheitstalk präsentieren die Nürtinger/Wendlinger Zeitung gemeinsam mit den Medius-Kliniken.
Theodora Wahler spricht an diesem Abend über die Bedeutung der Brust für Selbstbild, Körpergefühl und persönliche Identität – und darüber, welche medizinischen Verfahren zur Korrektur es gibt.

Im Gespräch erläutert die Chefärztin, wo die Grenze verläuft zwischen ästhetischem Wunsch und medizinischer Notwendigkeit. Sie gibt einen Einblick, welche Beschwerden durch Operationen gelindert werden können, und macht anhand von fünf Beispielen anschaulich, wie Indikation, Eingriffe und Nachsorge ablaufen.

Beispiele aus der Praxis der Brustchirurgie
Wahler klärt über den Stand moderner Verfahren auf, demonstriert, was plastische Brustchirurgie heute leisten kann und welche Ergebnisse zu erwarten sind – zugleich macht sie auf Risiken aufmerksam, die mit den Eingriffen verbunden sind. Im Detail wird sie über Brustverkleinerungen, Brustvergrößerungen und über die Rekonstruktion nach Brustkrebs-Operationen sprechen. In diesen Verfahren spielt auch eine Rolle, ob Implantate eingesetzt oder die Brust mit Eigengewebe rekonstruiert wird. Vor- und Nachteile dieser Varianten bringt sie zur Sprache. Aber auch die Bedeutung der Brustchirurgie beim Mann sowie geschlechtsangleichender Eingriffe bei Transsexuellen werden im Livestream diskutiert.

Fragen werden live beantwortet
Wie gewohnt bei „Gesundheit kompakt“, wird die Expertin ausgewählte Zuschauerfragen beantworten. Die Fragen können entweder vorab oder noch während des Livestreams an die E-Mail-Adresse gesundheit@ntz.de geschickt werden. Das Gespräch moderiert Julian Baum von der Nürtinger Zeitung.

Hier geht es zum Livestream
Der Livestream am Montag, 23. Februar, ist kostenlos und zu finden unterwww.ntz.de/medius.
Der Stream wird aufgezeichnet und steht auch im Nachhinein an gleicher Stelle zum Nachschauen bereit.

Ausbildung, Studium und Weiterbildung: Die Durchstarter-Messe am Freitag, 27. Februar, 9 bis 16 Uhr, im Nürtinger K3N, zeigt Wege und Chancen auf.

„Mit der Durchstarter-Messe möchten wir Menschen in unserer Region berufliche Perspektiven schaffen. Dank der mehr als 90 Aussteller präsentieren wir ein breites Spektrum an Firmen, Hochschulen und Institutionen. Ihnen allen ist Ausbildung ein wichtiges Thema. Gemeinsam senden wir ein Signal Richtung Zukunft“, sagt Tillmann Adam, Leiter der Werbevermarktung Print und Digital bei der Nürtinger Zeitung und von NeckarFilsJobs.de, stellvertretend für die Organisatoren und beteiligten Premium-Partner.

Bereits zum fünften Mal öffnet die beliebte Messe für Ausbildung, Studium und Weiterbildung ihre Pforten. Am Freitag, 27. Februar, verwandelt sich der Innen- und Außenbereich des K3N in Nürtingen in eine quirlige Plattform für angehende Durchstarter.
Die Messe richtet sich nicht nur an Schülerinnen und Schüler, die vor der Berufswahl stehen, sondern ebenso an Eltern, die ihre Kinder begleiten möchten, sowie an Studieninteressierte, Berufstätige, Quereinsteiger und alle, die beruflich neu anfangen möchten. Der Eintritt ist frei.
Die beliebte Messe wird veranstaltet von der Stadt Nürtingen, dem K3N und dem Jobportal NeckarFilsJobs.de mit Unterstützung der Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen, den Medius-Kliniken, der Volksbank Mittlerer Neckar und der Nürtinger Zeitung/Wendlinger Zeitung.
„Neu ist in diesem Jahr der Südwestmetall-InfoTruck der Metall- und Elektroindustrie, der im Außenbereich stehen wird“, sagt Sophie Fischer, stellvertretende K3N-Leiterin.

Gewinnspiel „Klasse Sache“

Bei ihr laufen die organisatorischen Fäden zusammen. Sie erklärt: „Auf diesen Programmpunkt freuen wir uns ganz besonders, da der Truck mit Mitmachangeboten über alle Berufe im Bereich Metall- und Elektroindustrie informiert.“
Schulklassen, welche die Durchstarter-Messe besuchen, sind herzlich dazu eingeladen, sich beim Gewinnspiel „Klasse Sache“ zu beteiligen. Den zehn Gewinner-Klassen winkt mit je 500 Euro eine deutliche Aufbesserung der Klassenkasse.

Alle weiteren Informationen gibt es vor Ort auf der Messe am Stand von NeckarFilsJobs.de oder online unter https://durchstarter-messe.de/anmeldung-gewinnspiel.
„Die Preisübergabe im Nachgang der Messe ist einer meiner Lieblingstermine im Jahr“, so Tillmann Adam weiter. „Dies zeigt, wie sinnvoll das ist, was wir tun. Es ist wertvoll in alle Richtungen. Man erkennt, wie dankbar die Lehrer und Schüler sind. Recht häufig fließt das Geld in eine Klassenfahrt mit ein.“

Besucherleitsystem für schnelle Orientierung
Service und Besucherfreundlichkeit werden großgeschrieben. Für die schnelle Orientierung auf dem Messegelände sorgt ein Besucherleitsystem.
Dank visueller Branchenkennzeichnung ist eine schnellere Kontaktaufnahme zwischen Ausstellern und potenziellen Bewerbern möglich.
Am Eingang erhalten Besucher entsprechende Buttons. An den Messeständen signalisieren ebenfalls farbige Buttons die jeweilige Branchenzugehörigkeit.


Messe mit Wohlfühlatmosphäre
„Die Messe ist mega etabliert, unser Konzept hat sich bewährt. Es ist authentisch und fördert die Kontaktaufnahme“, erklärt Tillmann Adam weiter. „An vielen Ständen sind Azubis mit dabei. Sie sprechen mit angehenden Bewerbern auf Augenhöhe. Das schafft Vertrauen.“ Vom Erfolg der Messe zeugen zahlreiche Ausbildungsverträge und Praktika-Vereinbarungen.
„Ein großes Dankeschön gilt allen Beteiligten und Kooperationspartnern, die diesen Erfolg erst möglich machen“, betont Adam. Messebesucher können sich auch dieses Jahr wieder auf ein besonderes Event freuen, denn neben vielen topaktuellen Informationen und interessanten Gesprächspartnern ist auch die Wohlfühlatmosphäre garantiert: Musikalische Begleitung sorgt für entspannte Vibes und die Ebermann-Gastronomie für Speisen und Getränke. (Lia Hiller)

In einer kleinen Feierstunde mit Baggerbiss wurde der Startschuss für den Bau einer Gemeinde- und Sporthalle sowie der Grundschulerweiterung gegeben.

„Es ist mit einem Volumen von knapp elf Millionen Euro das größte Projekt, das in den vergangenen Jahrzehnten und vielleicht sogar in der gesamten Zeit in Altdorf durchgeführt wurde“, sagte Bürgermeister Joachim Kälberer. Kürzlich startete mit dem Spatenstich, der in diesem Fall ein Baggerbiss war, die Erweiterung des Grundschulgebäudes mit dem gleichzeitigen Neubau einer modernen Gemeinde- und Sporthalle.
Initialzündung für das Projekt war der kommende Rechtsanspruch auf eine Ganztagsbetreuung in den Grundschulen. Kälberer begrüßte unter den rund 100 Gästen die Schulleiterin Katharina Spohn mit Kollegium, die Kita-Leiterin Katja Knecht sowie die Vertreterinnen und Vertreter der beteiligten Büros und Firmen. In leichtem Nebel, der die Baufläche noch größer aussehen ließ, als sie mit knapp 4000 Quadratmetern ohnehin schon ist, hatten sich über 100 Gäste versammelt. Darüber surrte eine Drohne für Luftaufnahmen.


Die Halle ist für alle
Sieben Mädchen und Jungen der Kernzeitbetreuung trugen unter Leitung von Veronika Graf-Wick ein selbst verfasstes Gedicht vor, das das Bauvorhaben und die geplante Bauzeit von anderthalb Jahren thematisierte. „Da sind wir zwar schon längst in der weiterführenden Schule, aber kommen gerne zur Einweihungsfeier her“, hieß es.
„Ganz bestimmt werden wir uns hier wiedersehen“, sagte der Bürgermeister, denn die neue Halle stehe dem gemeinschaftlichen Leben im Ort auf vielerlei Weise zur Verfügung. Fast auf den Tag genau vor vier Jahren, so Kälberer, leitete der Gemeinderat durch seinen Beschluss das Bauprojekt ein. Er dankte dem Gemeinderat für seine Begleitung, dem Bund und dem Land für die gewährten Zuschüsse, den beteiligten Planungsbüros, Firmen und Handwerkern, dem Bauhof sowie den Fachbehörden und der Landkreisverwaltung Esslingen. Man habe unzählige Gespräche geführt, Pläne diskutiert und überarbeitet, ein Bebauungsplanverfahren sowie ein Planänderungsverfahren durchgezogen, sechs Förderanträge gestellt und Zuschüsse akquiriert. „Doch es hat sich gelohnt“, betonte Kälberer.


Nach langen Planungen geht es jetzt richtig los
Erfreulicherweise sei das sogenannte Erdmanagement, das Bewahren und die Neuverwendung des abgeschobenen Mutterbodens im Ort, sowie der ökologische Ausgleich durch die Pflanzung von 22 Obstbäumen und die Errichtung von zwei Totholzpyramiden als Biotop bereits erfolgt. Jetzt können die Bauarbeiten beginnen. Nicht weniger als 35 Gewerke und 51 Arbeitsvorgänge seien dazu nötig. „Wenn alles planmäßig verläuft, dürfen wir uns im Sommer 2027 über die Fertigstellung freuen.“ Der Spatenstich sei viel mehr als ein symbolischer Akt. „Er ist ein sichtbares Zeichen dafür, dass wir gemeinsam Verantwortung übernehmen, Herausforderungen annehmen und unsere Gemeinde aktiv gestalten“, führte Kälberer aus.


„Hier entstehen Räume zum Lernen“
„Hier entstehen Räume zum Lernen und für die Möglichkeit zu Bewegung, Kreativität und Gemeinschaft sowie Ruhe und Regeneration“, sagte Christoph Hüttel vom Architekturbüro Heine, Hüttel und Lindenberg aus Ludwigsburg in seiner Ansprache.
Es sei ein großer Glücksfall für die Gemeinde, dass das Regierungspräsidium ihrem Wunsch nachgegeben habe, den Bewegungsraum in der Größe einer Einfeldsporthalle zu konzipieren und somit einen Ersatz für die alte Gemeindehalle zu schaffen.
Es seien bereits über 5000 Kubikmeter Erde ausgehoben und auf 500 Lastwagen abtransportiert worden, blickte Christoph Hüttel zurück. Mehr als 2000 Tonnen Schotter wurden eingebaut.


„In etwa einem halben Jahr wird der Rohbau fertig“
Die Firmen Fischer Weilheim und Gottlob Brodbeck konnten mit dem Erdmanagement beziehungsweise den Rohbauarbeiten schon 2025 beginnen. „In etwa einem halben Jahr wird der Rohbau fertig und der Neubau in seiner Ausdehnung erkennbar sein“, prognostizierte der Architekt.
Im Anschluss begab sich Kälberer selbst in das Führerhaus des Baggers und gab mit dem Baggerbiss den Startschuss. Ein Stehempfang bildete den Abschluss der Feierstunde.

Bei einer Informationsveranstaltung stellte ein gemeinsames Projektteam von TSV und Tennisclub Oberboihingen den Mitgliedern die Pläne für einen Zusammenschluss vor. Der TCO soll als Abteilung in den TSV integriert werden. Die Entscheidung fällt in den Hauptversammlungen beider Vereine.

Der TSV Oberboihingen und der Tennisclub Oberboihingen (TCO) treiben ihre Pläne für einen Zusammenschluss weiter voran. Bereits im vergangenen Jahr hatten beide Vereine gemeinsam mit der Gemeinde eine Absichtserklärung unterzeichnet. Darin heißt es: „Der TCO und der TSVO beabsichtigen, ihre Kräfte zu bündeln, um den Spielbetrieb zu optimieren, Synergieeffekte zu nutzen und den Mitgliedern ein breiteres Sportangebot zu machen.“ Unterzeichnet wurde die Vereinbarung im vergangenen März. Seither arbeitet ein gemeinsames Projektteam an den Rahmenbedingungen der geplanten Verschmelzung.

Mitglieder sollen informiert werden
Nun wird das Projekt den Mitgliedern vorgestellt. Den Auftakt machte der Tennisclub, der Ende Januar zu einer Informationsveranstaltung in sein Vereinsheim in der Daimlerstraße eingeladen hatte. Wegen Schnee und Eis war die Resonanz überschaubar: 17 Zuhörer, darunter Bürgermeister Ulrich Spangenberg, waren gekommen. Für TCO-Vorsitzenden Boris Stupurak kein Grund zur Beunruhigung. „Wir sind ein kleiner Verein und haben viele Fragen schon im persönlichen Gespräch klären können“, sagte er.

Stupurak und der TSV-Vorsitzende Mike Müller stellten gemeinsam die Eckpunkte des Zusammenschlusses vor. Geplant ist, den Tennisclub künftig als Tennisabteilung in den größeren TSV einzugliedern. Sämtliche Vermögenswerte und auch die Mitglieder sollen auf den TSV übergehen, der damit Rechtsnachfolger des TCO wird. Bis es so weit ist, werden jedoch noch einige Monate vergehen. Zunächst müssen die Mitglieder beider Vereine zustimmen. „Wir wollen größtmögliche Transparenz und nicht unsere Mitglieder am Hauptversammlungsabend vor vollendete Tatsachen stellen“, betonte Müller.
Für den Zusammenschluss ist in beiden Vereinen jeweils eine Dreiviertelmehrheit in den Hauptversammlungen erforderlich. Erst danach soll der Verschmelzungsvertrag unterzeichnet werden.

Kräfte für die Zukunft bündeln
Beide Vorsitzenden machten deutlich, dass der Zusammenschluss nicht aus wirtschaftlicher Not heraus erfolgt. „Beide Vereine sind wirtschaftlich gesund“, betonten Müller und Stupurak. „Es geht nicht darum, dass wir einen Verein retten müssten, sondern darum, unsere Kräfte für die Herausforderungen der Zukunft zu bündeln“, so Müller.
Wenn die Mitglieder zustimmen, soll der TCO ab dem 1. Mai dieses Jahres als Tennisabteilung im TSV Oberboihingen aufgehen. Das bisherige Vereinsvermögen wird als Abteilungsvermögen übernommen, ebenso das Vereinsheim. Die Tennisplätze bleiben auf von der Gemeinde gepachteten Flächen, sämtliche Verträge übernimmt der TSV als Rechtsnachfolger.
Bürgermeister Ulrich Spangenberg bezeichnete die Verschmelzung als „Antwort auf die Fragen der Zukunft“. Zugleich sicherte er zu, dass die Gemeinde auch nach dem Zusammenschluss an allen bestehenden Pachtverträgen festhält. Der Pachtvertrag für die Tennisanlage läuft noch bis 2058. Mittelfristig planen TSV und Gemeinde, Tennisplätze am heutigen TSV-Gelände zu errichten. „Bauplanungsrechtlich ist das schon gesichert“, erklärte Spangenberg. Zunächst müssten jedoch die Grundstücke erworben werden. Deshalb sei es unseriös, bereits jetzt einen Zeitplan zu nennen. Die Fusion sichere zunächst den Status quo: Die Tennisabteilung bleibe vorerst an ihrer bestehenden Anlage.

Änderungen kommen jedoch auf die Mitglieder bei den Beiträgen zu. Projektmanager Fabian Fischer erläuterte, dass es derzeit 16 verschiedene Beitragsmodelle beim TCO gebe. „Das Ganze ist etwas angestaubt, und wir haben schon länger keine Anpassungen mehr vorgenommen“, sagte er. Künftig sollen Tennisspieler den regulären TSV-Mitgliedsbeitrag zahlen, zuzüglich eines Zusatzbeitrags für die Tennisabteilung. Passive Mitglieder können Fördermitglieder werden, ohne den Hauptbeitrag entrichten zu müssen. Auch die Zahl der Arbeitsstunden reduziert sich. „Wegen der geänderten Vereinsstruktur fällt dann weniger an“, so Fischer.

Für die meisten Mitglieder ändere sich an der Beitragshöhe wenig, Doppelmitglieder würden sogar sparen. Zudem könnten Tennisspieler künftig das gesamte Sport- und vergünstigte Kursangebot des TSV sowie Einrichtungen wie den Kraftraum nutzen. Wer mit den Änderungen nicht einverstanden ist, kann seine Mitgliedschaft bis zum 30. April per Sonderkündigungsrecht beenden.
Zum Abschluss lobte Bürgermeister Spangenberg die Arbeit der Projektgruppe ausdrücklich: „So wird es was.“ Aus dem Kreis der Teilnehmer kam zudem bereits ein möglicher Leitspruch für den Zusammenschluss: „Ein Dorf, ein Verein“. (Philip Sandrock)

Knapp ein Jahr nach dem Start verzeichnet die Bürger-App der Stadt Wendlingen bereits 3432 registrierte Nutzer. Ein umfangreiches Update verbessert nun Design, Bedienung und Technik. Dass die App auch im Notfall funktioniert, konnte sie im August unter Beweis stellen.

Die Bürger-App der Stadt Wendlingen ist inzwischen aus dem Alltag vieler Einwohner nicht mehr wegzudenken. Knapp ein Jahr nach dem Start im März 2025 zieht die Stadt eine positive Zwischenbilanz – und legt nun mit einem umfangreichen Update nach. Die App „BürgerStimme“ wurde technisch und optisch grundlegend überarbeitet und soll damit noch benutzerfreundlicher werden.


„Zahlen sprechen für sich“
„Unser einjähriges Bestehen haben wir noch nicht ganz erreicht, aber die Zahlen sprechen für sich“, sagt Kristina Kappels, die bei der Stadt Wendlingen für die Bürger-App verantwortlich ist. Aktuell sind 3432 Nutzerinnen und Nutzer registriert – das entspricht rund 21,5 Prozent der Wendlinger Bevölkerung. „Mit dieser Quote sind wir sehr zufrieden“, betont Kappels. Auch die Rückmeldungen aus der Bürgerschaft seien durchweg positiv. Besonders geschätzt werde, dass wichtige Informationen der Stadt gebündelt und jederzeit mobil abrufbar sind.


Der Mangelmelder ist die meistgenutzte Funktion
Die meistgenutzte Funktion ist weiterhin der Mängelmelder. Über dieses digitale Werkzeug können Schäden, Müllablagerungen, defekte Straßenlampen oder andere Auffälligkeiten schnell an die Verwaltung gemeldet werden – inklusive Foto und Standortangabe. Für die Verwaltung bringt das spürbare Vorteile: Mitarbeitende des Bauhofs, des Hoch- und Tiefbaus sowie des Ordnungsamts haben direkten Zugriff auf die Meldungen. „So können wir schneller reagieren, weil die Hinweise nicht mehr über den zentralen Posteingang laufen“, erklärt Kappels. Für die Bürgerinnen und Bürger bedeutet das kürzere Bearbeitungszeiten und mehr Transparenz.


Infos zum Chlorgas-Unfall per Push-Nachricht
Neben dem Mängelmelder erfreuen sich auch die Rubriken „Lokale Nachrichten“ sowie „Projekte & Events“ wachsender Beliebtheit. Hier kann die Stadt – anders als im gedruckten Amtsblatt – auch kurzfristig informieren. Auch das Wendlinger Blättle werde zunehmend über die App gelesen.
Eine besondere Rolle spielt die Push-Nachrichten-Funktion. Zwar musste sie bislang nur selten eingesetzt werden, doch gerade in Ausnahmesituationen habe sie sich bewährt, so Kappels. Beim Vinzenzifest informierte die Stadt mehrfach über wetterbedingte Änderungen, im August 2025 wurde über die App zudem die kurzfristige Schließung des Freibads nach einem Chlorgas-Austritt informiert. „Für uns ist es beruhigend zu wissen, dass wir die Bevölkerung im Notfall schnell erreichen können“, sagt Kappels.


Inhaltlich erweitert
Mit dem jüngsten Update wurde die App auch inhaltlich erweitert. Neu hinzugekommen sind unter anderem Verlinkungen zum Veranstaltungskalender des Ortsrings der Vereine, zum städtischen Bewerberportal, zum Stadtplan von Wendlingen sowie zu den Apotheken-Notdiensten. Weitere Updates sind geplant


Entwickelt wird die Bürger-App vom Heilbronner Unternehmen NQT Solutions. Einer der Entwickler, Timon Quatvasel, spricht von einem wichtigen Entwicklungsschritt. „Nach dem erfolgreichen Start der neuen Generation zu Beginn dieses Jahres wollen wir die App weiter verbreiten“, sagt Quatvasel. Neben Wendlingen ist die „BürgerStimme“ aktuell auch in Göppingen im Einsatz. Für die Stadt Wendlingen ist das Update ein weiterer Schritt auf dem Weg zu einer zeitgemäßen Bürgerkommunikation. „Die Zusammenarbeit mit den Entwicklern funktioniert nach wie vor reibungslos“, sagt Kappels. Und klar ist auch: Die Entwicklung ist noch nicht abgeschlossen.
Weitere Updates und neue Funktionen sind bereits geplant – mit dem Ziel, den digitalen Draht zwischen Rathaus und Bürgerschaft weiter zu stärken. (Philip Sandrock)

Das Vereinsheim auf der Halde gehört seit letztem Jahr der Stadt. Für das Jahr 2026 hat sich die Ortsgruppe Wendlingen im Schwäbischen Albverein einiges vorgenommen.

Das Vereinsheim gehörte 65 Jahre lang der Wendlinger Ortsgruppe im Schwäbischen Albverein. Seit dem Verkauf des Häusles im letzten Jahr ist die Stadt Wendlingen neue Eigentümerin. Für 88.000 Euro hatte es den Besitzer gewechselt. Im November war die Übergabe an die Stadt.
„Der Albverein hat keine andere Möglichkeit gesehen, das Häusle zu halten“, erklärt Fred Schuster, seit Juli 2024 Vorsitzender der Ortsgruppe, die Umstände für den Verkauf. Jahrzehntelang war die Bewirtschaftung am Wochenende ein bewährtes Konzept gewesen, um die Unterhaltungs- und Betriebskosten für das Häusle zu sichern.


Mitgliederzahlen schwanden
Denn allein von den Mitgliedsbeiträgen hat der Verein das Häusle nicht finanzieren können, zumal dem Gesamtverein ein Großteil der Beiträge zukommt. Als sich mit der Zeit dann noch die Freizeitaktivitäten änderten und die Mitgliederzahlen schwanden, wurde es zunehmend schwieriger, auch die Bewirtschaftung aufrechtzuerhalten.
Immer weniger Mitglieder waren bereit, am Wochenende im Vereinsheim zu arbeiten. Daher blieb die Bewirtung immer häufiger an immer denselben Freiwilligen hängen. Daran änderte sich auch nichts, als der Zeitraum für die Bewirtung zwischen April und Oktober auf Juni und Oktober verkürzt worden war. „Ein erster Sargnagel war dann Corona. Damals kam der Ausschank im Albvereinshäusle ganz zum Erliegen“, so Fred Schuster. 2023 war dann die letzte Saison, in der das Heim bewirtschaftet wurde. „Insgesamt 15 Sonntage lang, mehr war personell nicht drin“, berichtet der Vorstand. Die Einnahmen wurden immer weniger. Der Verein musste sich schleunigst nach einer anderen Lösung umsehen. Schweren Herzens entschied man sich dazu, das Häusle zu verkaufen, womit freilich nicht alle Mitglieder einverstanden waren. Vor allem diejenigen nicht, die 1958/59 noch selbst am Vereinsheim mitgeplant und/oder es mit eigenen Händen gebaut hatten.


Ein Modell für andere Liegenschaften des Albvereins
Auch der Käuferkreis war begrenzt, trotz bester Lage und Aussicht. Denn das Grundstück mit dem Häusle befindet sich mitten im Naturschutzgebiet. Eine Vergrößerung des Gebäudes oder gar ein Neubau sind damit verboten. Es hat lediglich Bestandsschutz. Klassische Investoren waren damit raus. Somit lag es nahe, das Vereinsheim der Stadt zum Kauf anzubieten. „Die Stadt ermöglicht, dass das Häusle weiterhin gemeinnützig erhalten bleiben kann“, sagt Schuster über die gefundene Lösung, mit der sich auch manches Mitglied anfreunden kann, das einem Verkauf bisher ablehnend gegenübergestanden hat.


Häusle kann gemietet werden
Nach Schusters Dafürhalten könnte der Verkauf an die Stadt auch „ein Modell für andere Liegenschaften des Albvereins“ sein, wenn Ortsgruppen ihr Vereinsheim aus personellen und wirtschaftlichen Gründen nicht mehr halten können.
Was die Stadt Wendlingen mit dem Albvereinshäusle vorhat, das ist längst raus. Das Haus soll von den örtlichen Vereinen, aber auch von Schulen und Kindertageseinrichtungen, genauso wie von der Volkshochschule, Musikschule, dem Jugendhaus oder Behörden und Kirchen, gemietet werden können. Die Anmeldungen für Vermietungen laufen über die Stadt. Auch die Wendlinger Albvereinsgruppe hat nach dem Verkauf an die Stadt ihr ehemaliges Vereinsheim angemietet. Sie will sich dort künftig regelmäßig am ersten Donnerstag im Monat von 17 bis 21.30 Uhr treffen. „Bei kleinem Vesper und Getränken zum Schwätzen und gemütlichen Beisammensitzen“, sagt Schuster.


Öffentliche Ideenbörse im Frühjahr
Nach dem Verkauf will sich die Ortsgruppe laut Schuster 2026 erst einmal „neu konsolidieren“. Dazu hat er mit Gerhard Kurz (Zweiter Vorsitzender), Frank Schmadalla (Kassier), Wanderwart Werner Kienel und Schriftführerin Angela Aurenz ein engagiertes Team an seiner Seite. Im Frühjahr wolle man eine öffentliche Ideenbörse veranstalten, bei der sich die Bürgerinnen und Bürger mit ihren Ideen einbringen können, ähnlich dem Bürgerverein, der dadurch neue Impulse bekommen hatte. „Wir wollen Leute gewinnen, die Ideen haben“, so der Albvereins-Vorstand. (Gaby Kiedaisch)

„Volkskrankheit Hernie“ lautet das Thema des nächsten „Gesundheit kompakt“-Livestreams von Medius-Kliniken und Nürtinger Zeitung am Montag, Januar, 19 Uhr, mit Chefarzt Klaus Kraft aus Nürtingen, einem Pionier der minimal-invasiven Chirurgie.

Die digitale Livestream-Reihe „Gesundheit kompakt“ der Medius-Kliniken und der Nürtinger Zeitung, geht am Montag, 19. Januar, um 19 Uhr in die nächste Runde. Diesmal steht ein Thema im Mittelpunkt, das viele Menschen betrifft, aber im Alltag häufig unterschätzt wird: Hernien – im Volksmund schlicht „Brüche“ genannt. Gast dieses Experten-Talks ist Dr. Klaus Kraft. Er ist Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie der Medius-Klinik Nürtingen und Leiter des neuen Medius-Hernien-Zentrums in Kirchheim.


Hernien – eine Volkskrankheit mit Risiken
Hernien gehören zu den häufigsten chirurgischen Krankheitsbildern. Dabei handelt es sich um Schwachstellen in der Bauchwand, durch die sich Gewebe oder sogar Darmanteile nach außen vorwölben können. Besonders verbreitet ist der Leistenbruch, doch auch Nabel- und Narbenbrüche treten häufig auf. Solange sich das Gewebe lediglich vorwölbt, bleibt ein Bruch oft unproblematisch. Gefährlich wird es, wenn sich Organe einklemmen – dann kann aus einer vermeintlichen Lappalie ein akuter Notfall werden. Im Livestream erklärt Kraft, wie Hernien entstehen, welche Symptome ernst genommen werden müssen und welche modernen Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten heute zur Verfügung stehen. In vielen Fällen kann ein Bruch inzwischen ambulant und minimalinvasiv operiert werden. Dafür steht das neue Medius-Hernien-Zentrum in Kirchheim zur Verfügung.


Ein Abend mit einem Wegbereiter der modernen Chirurgie
Mit Dr. Klaus Kraft ist ein Mediziner zu Gast, der die Entwicklung der minimalinvasiven Chirurgie in Deutschland maßgeblich geprägt hat. Bereits in den 1980er-Jahren gehörte er zu den ersten Chirurgen, die sich intensiv mit der damals noch jungen „Schlüsselloch-Technik“ beschäftigten.
Während viele Kolleginnen und Kollegen zunächst skeptisch waren, erkannte Kraft früh das enorme Potenzial dieser schonenden Operationsmethode. Er führte nicht nur einige der ersten laparoskopischen Eingriffe in der Region durch und machte sich dadurch einen Namen, sondern war auch an der Etablierung neuer Standards beteiligt, die heute in Kliniken bundesweit selbstverständlich sind.
Sein besonderes Interesse galt stets der Frage, wie Operationen für Patientinnen und Patienten sicherer, weniger belastend und zugleich präziser gestaltet werden können.
Über die Jahre entwickelte sich Kraft zu einem gefragten Ausbilder: In nationalen und internationalen Schulungen gab er sein Wissen an junge Chirurgen weiter. Viele heute etablierte Fachärzte haben ihre ersten Schritte in der minimalinvasiven Chirurgie unter seiner Anleitung gemacht.


40 Jahre Erfahrung – und kein Ruhestand
Der siebenfache Familienvater feiert in diesem Jahr seinen 70. Geburtstag.
Doch ans Aufhören denkt er nicht. Im Gegenteil: Ab Juli wird er sich vollständig auf die Leitung des Medius-Hernien-Zentrums Kirchheim konzentrieren, welches er maßgeblich mit aufgebaut hat.
„Das ist ein Vorteil am Beruf Arzt: Man wird mit den Jahren immer wertvoller“, sagt er mit einem Lächeln – und spielt damit auf die Erfahrung an, die in der Chirurgie oft entscheidend ist.


Raum für Fragen
Im Livestream wird er nicht nur medizinische Fakten erläutern, sondern auch persönliche Einblicke in vier Jahrzehnte Operationssaal geben – von den ersten laparoskopischen Operationen bis zu heutigen Hightech-Verfahren.
Wie gewohnt lebt „Gesundheit kompakt“ vom Austausch mit den Zuschauern.
Interessierte können ihre Fragen bereits im Vorfeld und auch noch während des Livestreams per E-Mail an gesundheit@ntz.de senden. Diese werden anonymisiert vorgelesen und vertraulich behandelt. Durch den Abend führt Lia Hiller von der Nürtinger Zeitung. (Lia Hiller)

Hier geht es zum Livestream
Am Livestream teilnehmen kann man bequem von zu Hause aus oder mobil von unterwegs unter dem Link www.ntz.de/medius. Der Stream steht auch im Nachhinein zum Anschauen zur Verfügung.

Gemeinderat hält Haushaltsreden und verabschiedet den Etat für das anstehende Jahr.

In der Oktober-Gemeinderatssitzung hatte Neckartailfingens Kämmerin Alisa Spannbauer das Zahlenwerk des Haushaltsplans 2026 bereits ausführlich vorgestellt. In der letzten Gemeinderatssitzung des alten Jahres hielten die Vertreter der Fraktionen nun ihre Haushaltsreden. Danach wurden der Haushaltsplan und die Haushaltssatzung 2026 einstimmig verabschiedet.
12,8 Millionen Euro geplante Einnahmen stehen im Ergebnishaushalt 2026 14,2 Millionen kalkulierte Ausgaben gegenüber. Aufgrund höherer Zuschüsse aus Förderprogrammen kann die ursprünglich geplante Kreditaufnahme von vier Millionen Euro um 0,5 Millionen Euro auf 3,5 Millionen Euro reduziert werden. Größtes Investitionsprojekt ist 2026 mit eingeplanten 6,4 Millionen Euro Ausgaben die Sanierung des Grundschulgebäudes. Der Schuldenstand Neckartailfingens soll zum 31. Dezember 2026 5,06 Millionen Euro betragen.


Viel Lob für die Verwaltung
Aus den drei Haushaltsreden der verschiedenen Fraktionen klang sehr viel Lob für den Bürgermeister und seiner Verwaltung heraus. „Wir haben eine Verwaltung, die ihr Handwerk versteht, und in ihrer soliden Finanzpolitik mit dem Gemeinderat lösungsorientiert zu Kompromissen bereit ist“, so Sabine Müller (SPD-FB). Müller blickte auch im Namen ihres Fraktionskollegen Matthias Seitz auf 13 Punkte, die 2025 in Neckartailfingen umgesetzt wurden, zurück. Für 2026 regte Müller an, bei Investitionen weiterhin staatliche Zuschüsse auszuschöpfen. Als Wünsche für 2026 äußerte die SPD-FB-Fraktion einen Begegnungsplatz vor der alten Schule und eine Bocciabahn und Sitzbänke neben dem Jugendhaus zu errichten.
Die Schulsanierung, der Neubau von Kitas, die Einführung der Ganztagsschule, die Sanierung der Kläranlage und die Erhaltung und Erneuerung der Neckartailfinger Infrastruktur sind für die fünfköpfige WJB/CDU-Fraktion wichtige Aufgaben im Jahr 2026. „Die Schule wird nicht nur ein Dach über dem Kopf sein, sondern ein moderner Lernraum, der Kreativität, Sicherheit und Zukunftskompetenzen fördert“, so Thomas Knöll. Die Gewerbeentwicklungsstrategie trage dazu bei, dass Arbeitsplätze geschaffen werden und die Gemeinde durch langfristige Steuereinnahmen gestärkt würde.


Wichtige Investitionen für die Jugend
„Schule und Kindergarten sind unsere größten finanziellen Projekte. Sie sind wichtige Investitionen in unsere Jugend, und damit in unsere Zukunft“, betonte Gemeinderat Karl Lorch in der Haushaltsrede der FFW-Fraktion.
Das kalkulierte Haushaltsminus von 1,4 Millionen Euro für 2026 sei für viele Bürger schwer nachvollziehbar, würde aber ohne das große Engagement von Bürgermeister und Verwaltung noch deutlich höher ausfallen.
„Trotz aller großer Themen und der Minuszahlen steht unser 2026er-Haushalt auf einem soliden Fundament“, geizte Lorch nicht mit Lob. „Wir finden nur gemeinsam Lösungen“, gab Bürgermeister Wolfgang Gogel die Anerkennung der Verwaltungstätigkeit an die Gemeinderäte zurück.

Haushaltsplan einstimmig verabschiedet
Der Rathauschef gratulierte auch Christina Gombold zur Beförderung zur Hauptamtsleiterin. Die 14 Gemeinderäte stimmten der Verabschiedung der Haushaltsplans 2026 und der Finanzplanung 2027 bis 2029 einstimmig zu.
Positiv wirkt sich auf die Neckartailfinger Finanzen auch der von Architekt Peter Hübner vorgestellte Zwischenbericht der Sanierung der Liebenauschule aus.
Der Planer berichtete, dass man bei der bisherigen Vergabe von 70 Prozent der Gewerke meistens unter den ursprünglich geplanten Kosten des Elf-Millionen-Projekts liege, und damit von der aktuellen konjunkturellen Situation profitiere. (Rudi Fritz)

Zum neunten Mal feiert Nürtingen die Krimizeit.

Die Deutschen lieben es spannend – zumindest, wenn es um Bücher geht. Krimi, Thriller und Horror stehen unangefochten an der Spitze der bevorzugten Genres. Diese Vorliebe teilen sich Frauen wie Männer gleichermaßen und so dürfte die mittlerweile neunte Nürtinger Krimizeit ein gefundenes Fressen für Freunde des gepflegten Grusels darstellen. Das städtische Kulturamt hat in Kooperation mit neun weiteren Kultureinrichtungen ein vielfältiges Programm über Mord und Totschlag auf die Beine gestellt. Insgesamt 17 Veranstaltungen spannen einen abwechslungsreichen Bogen vom Theaterstück über Lesungen bis hin zu den seit Jahren beliebten Krimi-Spaziergängen mit kulinarischem Kick.


Die „Mörderischen Schwestern“
So präsentieren die „Mörderischen Schwestern“ am 5. März im Gok‘schen Keller eine „Ladies Crime Night“. Fünf Autorinnen eines Netzwerks aus Deutschland, der Schweiz und Österreich, das den von Frauen geschriebenen Kriminalroman fördert, tauchen in die Welt des Verbrechens ein und werden dabei musikalisch von der Sängerin Sally Grayson unterstützt. Den schwarzhumorigen Auftakt zur neunten Nürtinger Krimizeit bestreitet aber der aus dem Polizeiruf 110 bekannte Schauspieler Martin Lindow am 15. Januar in der Stadthalle K3N. In der preisgekrönten Inszenierung der Tourneebühne Landgraf mausert er sich zum Musterschüler, der buchstäblich ein Mordsvergnügen bei der Lektion „Achtsam morden“ entwickelt.

Premiere
Eine Premiere bei der Nürtinger Krimizeit feiert das Improvisationstheater Krimiwerke aus Stuttgart. Am 26. Februar begibt sich das Ensemble gemeinsam mit dem Publikum in der Kreuzkirche auf Verbrecherjagd. Und dabei ist niemand vor Überraschungen sicher, denn erst im Zusammenspiel mit dem Publikum entwickelt sich der Mordfall bis hin zu seiner Lösung.
Ein weiterer Höhepunkt ist die Veranstaltung mit dem Erfolgsautoren Jean-Luc Bannalec alias Jörg Bong. Er wird im Rahmen eines Gesprächs mit Reinhold Joppich, dem ehemaligen Geschäftsführer von Kiepenheuer & Witsch, den 14. Fall seines beliebten Kommissars Dupin am 12. März in der Stadthalle K3N vorstellen. Den „Bretonischen Versuchungen“ dürften sicherlich viele Krimifans erliegen. Nicht minder fesselnd wird der Besuch der habilitierten Historikerin Karina Urbach am 19. März in der Kreuzkirche. Die Preisträgerin des deutschen Krimipreises 2024, liest aus ihrem ausgezeichneten Roman „Das Haus am Gordon Place“. Darin verwebt sie auf mehreren Zeitebenen einen Mordfall im heutigen London mit Spionage im geteilten Wien der Nachkriegszeit.
Die Nürtinger Krimizeit widmet sich aber nicht nur Verbrechen im Ausland, sondern wirft auch einen Blick darauf, was vor der eigenen Haustür passiert: So lässt Gerd Stiefel am 1. März in der Sammlung Domnick die Ermittlungen seines Protagonisten Karl Grimm in einer Mordserie am Bodensee lebendig werden.


Und Ruth Edelmann-Amrhein schickt am 16. April in der Buchhandlung „Im Roten Haus“ ein Ermittlerduo aus Schwaben auf die Spur des Bösen.


Mordpläne, die nach hinten los gehen
Dass Mordpläne auch mal nach hinten losgehen können und Verbrecher nicht von Pleiten, Pech und Pannen verschont bleiben, schildert Ralf Kramp in seinen schaurig-lustigen Romanen und Kurzgeschichten. Mit seinem zwischen Gänsehaut und Scherzinfarkt pendelnden Auftritt „Wie wär‘s denn mal mit Mord?“ sorgt er am 19. April in der Sammlung Domnick für einen unterhaltsamen Abend.
Zum Abschluss der Veranstaltungsreihe lädt das Amt für Stadtmarketing und Tourismus am 22. April zu einem fesselnden historischen Stadtspaziergang durch Nürtingen ein.
Ein besonderes Kennzeichen der Nürtinger Krimizeit ist die Verbindung von Nerven- und Gaumenkitzel.
Am 24. und 25. März startet das 3-Gänge-Menü jeweils um 19 Uhr mit einer Vorspeise im Café MaLe, während SWR-Moderator Rudolf Guckelsberger aus „Gift und Gänsebraten“ liest und dabei von Barbara Gäsle am Banjo begleitet wird. Zum Hauptgang im Restaurant Belsers serviert die Neuffener Autorin Isa Klink eine Kostprobe aus ihrem Roman „Düsterkalt“.
Das Dessert im Gok‘schen Keller wird mit einer weiteren literarisch-musikalischen Einlage von Rudolf Guckelsberger und Barbara Gäsle, diesmal an der Gitarre, serviert. Kriminalfälle aus dem mittelalterlichen Nürtingen werden im Rahmen eines Stadtrundgangs zum neuen Leben erweckt: Am 30. Januar und 28. Februar lädt das Amt für Stadtmarketing und Tourismus in Kooperation mit dem Naturtheater Grötzingen zu einer besonderen Stadtführung ein, die unter anderem „Von Hexen und Spitzbuben“ handelt. Eine wärmende Suppe im Café MaLe ist inbegriffen.
Die Spurensuche in einem Kriminalfall kann mitunter ebenso spannend und aufregend sein, wie das Aufspüren von Aromen im Weinglas. Das „Ermittler“-Duo Hartmut Wirsching und Hannes Rehm kombiniert am 7. Februar im Theater im Schlosskeller Fundstücke aus ihren Lieblingskrimis mit persönlichen Weinfavoriten und präsentieren am Ende äußerst schmackhafte Ergebnisse.

Krimis für Kinder
Die Nürtinger Krimizeit hat aber nicht nur für Erwachsene etwas zu bieten. Krimis stehen insbesondere durch Serien wie „Die drei ???“ auch bei Kindern und Jugendlichen hoch im Kurs.
Kinderbuchautorin Helene Blanck stellt daher am 13. April in der Stadtbücherei Nürtingen im Rahmen einer interaktiven Mitmachlesung ihren ersten eigenen Band „Fiese Fälscherbande“ aus der Reihe „Die drei ??? Kids“ vor und steht dabei Rede und Antwort.

Info: Weitere Infos, wie zu den Preisen, gibt es unter www.nuertingen.de/krimizeit. nt