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Astrid Diels

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Das Insekt überträgt Krankheitserreger wie das Dengue oder Chikungunyavirus. Das Gesundheitsamt rät zu Vorsichtsmaßnahmen.

Die Asiatische Tigermücke wurde 2023 erstmalig im Landkreis Esslingen nachgewiesen. Mittlerweile gibt es bestätigte Funde aus den Gemeinden Holzmaden und Kirchheim. Die Tigermücke kann Krankheitserreger wie Denguevirus, Chikungunyavirus und das West-Nil-Virus auf den Menschen übertragen und ist damit für den Gesundheitsschutz besonders relevant.
Obwohl die Asiatische Tigermücke in tropischen und subtropischen Regionen des Indischen und Pazifischen Ozeans beheimatet ist, passt sie sich erfolgreich kühleren Regionen an. Schon 1979 fand sie den Weg nach Europa, wo sie erstmals in Albanien nachgewiesen wurde. Seit 1999 fühlt sie sich auch in Südfrankreich heimisch. In Baden-Württemberg findet man sie seit 2007 am Oberrhein.

Die Mücke hat eine auffällige Zeichnung

Anders als viele heimische Mückenarten ist die Tigermücke tagaktiv und ausgesprochen hartnäckig bei der Futtersuche. Tigermücken fallen durch ihre markante schwarz-weiße Musterung auf. Die fünf weißen Streifen an den Hinterbeinen erinnern an die Zeichnung eines Tigers. Zudem ist die Tigermücke kleiner als viele heimische Arten und erreicht nur etwa drei bis acht Millimeter Körperlänge.

Der Aktivitätszyklus der Mücke reicht von April bis Oktober. Die höchste Anzahl der Insekten wird üblicherweise im August und Anfang September beobachtet. Häufig wird die Art daher erst im Hochsommer wahrgenommen. Die Tigermücke legt ihre Eier bevorzugt an ruhigen, stehenden Wasserstellen ab. Bereits geringe Mengen genügen, etwa Restwasser in Blumentöpfen, Gießkannen, Pflanzenuntersetzern, kleinen Becken oder Stauwasser in Straßenabläufen. Besonders nach Starkregenereignissen ist es wichtig, auch kleinste Wasseransammlungen aufmerksam zu kontrollieren, da bereits geringe Mengen ausreichen.

Vorsicht bei Regentonnen und Gießkannen
Gleich im Frühjahr wird zur Bekämpfung empfohlen, Gießkannen, Eimer und Blumenkübel umzudrehen oder überdacht zu lagern, damit sich kein Regenwasser ansammeln kann. Angeraten ist, Vogeltränken im Garten regelmäßig zu säubern und das Wasser auszutauschen. Regentonnen und ähnliche Wassersammelgefäße sollten abgedichtet werden. Lässt sich dies nicht sicher umsetzen, sollte die Regentonne regelmäßig entleert werden oder das Wasser mit sogenannten Bti-Tabletten behandelt werden.

Das müssen Reiserückkehrer beachten
Dabei handelt es sich um einen biologischen Wirkstoff zur Bekämpfung von Stechmückenlarven. Nach dem Schlüpfen halten sich Tigermücken in der Regel meist innerhalb eines Radius von etwa 300 Metern um den Schlupfort auf. Werden Tigermücken entdeckt, befinden sich in der Nähe in der Regel auch Brutstätten, die beseitigt werden müssen.
Wichtig für Reiserückkehrer: In Regionen, in denen sich die Asiatische Tigermücke etabliert hat, besteht nach der Rückkehr aus einem Endemiegebiet die Möglichkeit einer Weiterverbreitung oben beschriebener, durch Mücken übertragbarer Erkrankungen.

Während einer Blutmahlzeit können Tigermücken insbesondere in den Tagen direkt vor und nach Erkrankungsbeginn Viren aus dem Blut aufnehmen und nach einer Inkubationszeit weitergeben.
Das Gesundheitsamt empfiehlt daher Personen, die eine Reise in die Tropen oder Subtropen planen, im Sommer und Frühherbst den Mückenschutz auch nach der Rückkehr für zwei Wochen beizubehalten. Das kann durch bedeckende Kleidung, Repellentien, also Biozide, die durch ihren Duft Insekten, Stechmücken und Zecken fernhalten und so einen Stich verhindern sollen, sowie Netze und Fenstergitter geschehen. Vor und nach der Reise sollten potenzielle Brutstätten in Wohnortnähe mückensicher gestaltet werden.
Ausführliche Informationen zur Bekämpfung der Asiatischen Tigermücke und zur Meldung von Verdachtsfunden hat das Gesundheitsamt in einem Merkblatt zusammengestellt.

Info: Das Merkblatt findet man auf der Homepage des Landkreises Esslingen unter dem Suchbegriff Tigermücke. pm

Ralf Pfann hat die Märchen, die seine Mutter immer erzählte, für seine Töchter in Buchform gebracht.

Ralf Pfann aus Großbettlingen hat ein Buch für seine Töchter Antonia und Therese geschrieben, das einen ganz engen Bezug zur Familiengeschichte hat: Als kleiner Junge hat er immer mit Begeisterung den Geschichten seiner Mutter und seines Großvaters zugehört, die in Siebenbürgen wurzeln. Von dort stammt Ralf Pfanns Familie, die Erzählungen wurden seit jeher der nächsten Generation weitererzählt. Diese Familientradition führte der heute 55-Jährige bei Spaziergängen, am Lagerfeuer sitzend oder auf Skihütten weiter. Nun hat er die Geschichten aufgeschrieben und in ein Wintermärchen von drei Königen, die die Mädchen Antonia und Therese begleiten, gepackt.
Mit dem 61-Seiten-Büchlein „Antonia und die Könige“ hat Ralf Pfann seine Familie überrascht: „Wir wussten, dass er es mal machen wollte“, erzählt die 18-jährige Abiturientin Therese Pfann. Niemand ahnte jedoch, dass er es längst getan hatte, bis an Weihnachten zwölf Familienmitglieder inklusive Familienoberhaupt Margret Pfann zusammensaßen und für jeden das identische Geschenk unter dem Christbaum lag. Die Lieferung sei für später angekündigt gewesen und sei wider Erwarten an Heiligabend in der Post gewesen – ein perfektes Timing, so Pfann lächelnd. „Ich bin so froh, dass er das gemacht hat“, zeigt sich seine 88-jährige Mutter auch nach über drei Monaten gerührt von der weihnachtlichen Überraschung ihres Sohnes. Auch wenn sie längst in Großbettlingen sesshaft sei, bleibe das kleine Dorf Nadesch in Siebenbürgen eines: die Heimat.

Ein Koffer voller Bücher als Schatz
Das Buch ihres Sohnes ist vieles: Die Wiedergabe von Erinnerungen, die Geschichten sind aber auch geprägt von den Erfahrungen von Trennung, Wiedersehen und Neubeginn nach der Ausreise der Familie vor rund 65 Jahren. Margret Pfann war 22 Jahre alt, als sie mit ihrer Mutter und zwei jüngeren Brüdern im Zuge der Familienzusammenführung Rumänien verließ und nach Großbettlingen kam. Damals hatte die Familie den Vater 17 Jahre nicht mehr gesehen. „Er durfte nicht mehr nach Rumänien einreisen“, erinnert sich Margret Pfann. Er habe ihr bei einem Heimaturlaub während des Zweiten Weltkriegs aber einen unerwarteten Schatz hinterlassen: einen Koffer voller Bücher, darunter auch drei wundervolle Märchen. Diese Bücher habe sie nicht mit nach Deutschland nehmen können, aber die Erinnerung daran schon.
Und da kommt Sohn Ralf ins Spiel, der gemeinsam mit seinem Bruder und Freunden als Kind seiner Mutter gerne beim Erzählen der Geschichten zugehört hat. „Egal wo sie war und was sie gemacht hat, erzählte sie uns diese wunderbaren und manchmal auch wehmütigen Geschichten“, erinnert er sich.

Auf Recherche in Rumänien
Im Garten oder selbst beim Bügeln haben sie sich um die Mutter geschart. Auch die Besuche seines Großvaters Hans sind ihm noch in guter Erinnerung: „Unser größter Wunsch war stets, von ihm Geschichten zu hören. Wir haben ihn regelrecht dazu gedrängt“, so der inzwischen 55-Jährige.
Als einige Familienmitglieder 2013 gemeinsam in Nadesch waren und seine Mutter und ihre Brüder in Erinnerungen schwelgend durch den Ort liefen, reifte in ihm die Idee: „Ich wollte die Geschichten aufschreiben“, so Ralf Pfann. Er fing tatsächlich damit an, das Projekt geriet dann aber in Vergessenheit, und erst 2024 kamen ihm seine Aufschriebe aus einem traurigen Anlass wieder in die Hände: „Mein Onkel war gestorben und ich wollte einen Nachruf verfassen“, erinnert sich der Großbettlinger.

Dieses Mal habe er konzentriert daran gearbeitet, sei für Recherchen sogar in Rumänien gewesen. „Geschrieben habe ich die Geschichten aber aus dem Kopf raus und habe gleich von Mama einen Rüffel bekommen“, meint Ralf Pfann lachend.
Das kann seine Mutter bestätigen: Ihr Sohn habe wesentliche Aspekte bei der Geschichte der heiligen Genoveva vergessen – aber das änderte nichts an ihrer Freude über das Buch.
Die Geschichten werden in der Familie seit Generationen erzählt, und so soll es auch bleiben, wie Tochter Antonia unterstreicht. Das beim holländischen Selfpublishing-Verlag Bookmundo erschienene Büchlein ihres Vaters mache es ihrer Generation leicht, die Tradition des Geschichtenerzählens fortzuführen.
Als ich gelesen habe, sind bei mir viele Erinnerungen an meine Kindheit geweckt worden“, gibt die 20-jährige Studentin zu. Und das sei ein tolles Gefühl gewesen.

Unter dem doppeldeutigen Titel „Um Bauen!“ wird die ganze Region von April bis Oktober 2027 zu einer Ausstellung.

Zum 100. Geburtstag der Weißenhof-Siedlung in Stuttgart biegt die Internationale Bauausstellung, IBA‘27, auf die Zielgerade ein. Nach acht Jahren der Begleitung zahlreicher Bauprojekte in der Region Stuttgart wird die IBA die Ergebnisse ihrer Arbeit im nächsten Jahr präsentieren.
„Dabei ist sehr deutlich geworden, wie notwendig ein neuer Blick auf Architektur, Bautechnik und Stadt ist, um die Herausforderungen der Zukunft zu bewältigen“, so IBA‘27-Intendant Andreas Hofer bei der Pressekonferenz kürzlich, bei der das Konzept für das Ausstellungsjahr vorgestellt wurde. Unter dem Titel „Um Bauen!“ wird die ganze Region vom 24. April bis 30. Oktober 2027 zu einer großen Ausstellung. Im Mittelpunkt stehen zukunftsfähige Bauprojekte, von Einzelgebäuden bis zu großen Quartieren, heißt es dazu in einer Pressemitteilung. Viele werden bis 2027 fertiggestellt sein, andere lassen sich als Baustellen oder Entwicklungsorte erleben.

„Das Ausstellungsjahr ist daher kein Abschluss, sondern ein Sprungbrett in die Zukunft der Region.“ An rund 40 ausgewählten Projektorten in Stuttgart und der Region werden neue Formen einer nachhaltigen Quartiersentwicklung erlebbar gemacht, heißt es dazu weiter.
„In der zentralen Ausstellung im ehemaligen „Galeria“-Kaufhaus in der Stuttgarter Eberhardstraße stellt die IBA‘27 die Resultate ihrer Arbeit vor, lädt die Gäste zum Entdecken und zur Diskussion ein und zeigt anhand von ausgewählten Projekten der IBA Antworten auf zentrale Fragen, wie etwa: Welche Wohnungen brauchen wir in Zukunft? Welche Potenziale schlummern in brachfallenden Gewerbegebieten? Zu einem wichtigen Schauplatz im Ausstellungsjahr wird Wendlingen.
In seinem schon heute viel beachteten Holzparkhaus direkt am Bahnhof werden die Gäste der IBA‘27 empfangen. Es ist laut Andreas Hofer „nicht nur Leistungsausweis für den modernen Holzbau, sondern demonstriert auf vielen Ebenen, wie sorgfältig gestaltete und innovativ gedachte Infrastrukturbauten Bausteine auf dem Weg in die Zukunft sein können.“ Zweiter IBA‘27-Ort ist die ehemalige Neckarspinnerei in Unterboihingen. Dort entsteht Schritt für Schritt ein lebendiges Quartier, in dem Arbeiten und Wohnen wieder enger zusammenrücken. Historische Industriegebäude werden weitergebaut, neue Nutzungen ziehen ein und Grünräume schaffen Aufenthaltsqualität entlang des Neckars. Bis 2027 wird ein großer Teil des teils denkmalgeschützten Bestands umgebaut und bezogen sein, teilt dazu die IBA mit. (Gaby Kiedaisch)

Der Stadtrundgang, auf den sich Interessierte selbst begeben können, führt zu geschichtsträchtigen Stationen durch den Stadtteil Unterboihingen. Per QR-Code gibt es mehr Informationen zu jeder der elf Stationen. Initiator ist eine ehrenamtliche Gruppe des Bürgervereins Wendlingen.

Stadtrundgänge, bei denen man etwas über den Ort erfahren kann, liegen voll im Trend. Besonders beliebt sind solche, bei denen man auf eigene Faust Anfang und Ende, Uhrzeit und Tempo selbst bestimmen kann.

Start ist am Holzparkhaus
Neben den seit dem dritten Jahr angebotenen Wendlinger Stadtspaziergängen, die von Stadtführern geleitet werden, hat die Gruppe „Mein Wendlingen“ nun ein neues Angebot, nicht nur für Geschichtsinteressierte.
„Beginn ist am Holzparkhaus“, sagte Wilfried Schmid erst kürzlich zur offiziellen Eröffnung des Ersten Stadtrundgangs. Dort, am heutigen Schwanenweg, stand ehemals der Gasthof Schwanen, direkt am damaligen Bahnübergang. Blechlawinen von Autos und Lastwagen plagten sich noch bis Anfang der 1970er-Jahre über die historische Ulrichsbrücke, bis man sich entschied, eine moderne Brücke (Römerbrücke) für den zunehmenden Verkehr zu bauen, der von da an ohne langes Warten an der Bahnschranke über die Eisenbahnstrecke Tübingen–Stuttgart direkt nach Wendlingen hineinfahren konnte.

„Neben der kurzen Beschreibung zu den historischen Gebäuden und Orten gibt es auf jeder Hinweistafel einen QR-Code, der mit weiteren detailliert beschriebenen Informationen mit viel Bildmaterial verlinkt ist“, so Schmid über die Raffinesse der Digitalität.
Mit Smartphone oder Tablet können über den QR-Code an Ort und Stelle weitere Informationen, interessante Einblicke und Bilder gescannt werden.
Wer möchte, kann so alles nochmals in aller Ruhe zu Hause digital Revue passieren lassen. „Für Sehbehinderte ist der Text auch als Audio-Datei abrufbar“, ergänzte Schmid bei der Präsentation.

Der Stadtrundgang kann auch woanders begonnen werden
Am Holzparkhaus ist zwar die erste Station, laut Wilfried Schmid „kann mit dem Stadtrundgang jedoch begonnen werden, wo man will“. Der Rundgang ist so konzipiert, dass man jederzeit irgendwo anders einsteigen kann. So muss man auch nicht auf einmal die insgesamt elf Stationen ablaufen, sondern kann sich den Rundgang aufteilen, so wie es einem beliebt und man Zeit zur Verfügung hat. Weitere Stationen sind unter anderem der Bahnhof und das Hotel Keim, das Schloss Unterboihingen, das Milchhäusle, die Kapelle im Hürnholz und die Arbeitersiedlung in der Spinnerstraße.

„Der Rundweg ist für Menschen, die die eigene Stadt kennenlernen wollen, und natürlich für Auswärtige, die ihre Region historisch kennenlernen und das mit einem Spaziergang verbinden wollen. Selbst als Alt-Wendlinger habe ich bei der Recherche noch einiges erfahren, wovon ich vorher noch keine Ahnung hatte“, sagte Schmid unverblümt.

Umgesetzt hat den Rundgang „Mein Wendlingen“ eine Untergruppe von etwa zehn Ehrenamtlichen innerhalb des Bürgervereins. Jeder hatte etwas beigetragen. So stammt die digitale Unterstützung von Klaus Oswald, der zusammen mit Manfred Klumb den Vorsitz des Bürgervereins inne hat. Klumb war für die Hardware zuständig, hat also alles, was mit den Tafeln zusammenhing, bis zum letzten Schräubchen organisiert und vor Ort montiert und aufgestellt. „Das war eine tolle Teamarbeit“, freute sich Manfred Klumb über so viel Gemeinsinn.
Bürgermeister Steffen Weigel bedankte sich bei allen Beteiligten des Bürgervereins. Er freue sich, dass sich die Ehrenamtlichen dieser Aufgabe angenommen haben. „Das ist alles sehr professionell gestaltet worden“, sagte das Stadtoberhaupt anerkennend.
„Es war immer ein Wunsch auch der Stadt, dass solche Stadtrundgänge angeboten werden“, freute sich Weigel darüber, „dass der Bürgerverein die Idee nun aufgegriffen hat“.
Für ebenso erwähnenswert befand Weigel, dass der Bürgerverein „für die Kosten eigene Sponsoren gefunden hat“.

In diesem Jahr geht es mit Bodelshofen weiter

Insgesamt möchte die Gruppe „Mein Wendlingen“ vier solcher Stadtrundgänge anbieten. Nach Unterboihingen soll noch in diesem Jahr der Stadtteil Bodelshofen mit weiteren Stationen folgen, dann Wendlingen und zum Schluss noch einmal „Unterboihingen Süd“.
„Das ist aber nur ein Arbeitstitel“, schmunzelte Wilfried Schmid. Gemeint sind damit die Otto-Villa mit dem Neckarspinnerei-Quartier und der evangelische Friedhof.
Während also der Stadtrundgang in Unterboihingen selbstständig erkundet werden kann, gibt es in der Reihe „Stadtspaziergänge“ seit diesem Jahr zu den vorhandenen elf Angeboten drei neue. (von Gaby Kiedaisch)

Info: Hierzu gibt es weitere Informationen inklusive der Anmeldung unter www.bürgerverein-wendlingen.de/mein-wendlingen oder www.wendlingen.de/freizeit-kultur/tourismus/stadtfuehrungen.

Die Mischung aus Einkaufserlebnis und Begegnung macht den verkaufsoffenen
Sonntag am 22. März in Nürtingen so besonders. Von 12 bis 17 Uhr sind die Geschäfte geöffnet. Der Osternestlesmarkt in der Altstadt startet ab 11 Uhr.

Nürtingen macht sich bereit für einen dieser Tage, an denen die Stadt noch mehr strahlt und sie erfüllt ist von gut gelaunten Menschen und freudigen Begegnungen. Am Sonntag, 22. März, lädt Citymarketing Nürtingen zum verkaufsoffenen Sonntag ein. Die Geschäfte öffnen von 12 bis 17 Uhr ihre Türen – und die Innenstadt verwandelt sich in einen Ort, an dem Bummeln, Begegnen und Genießen Hand in Hand gehen.


Frühling in der Luft, Leben auf den Straßen
Es ist dieser besondere Moment im Jahr, wenn der Frühling schon deutlich spürbar ist und der Winter sich langsam verabschiedet. Genau dann entfaltet dieser verkaufsoffene Sonntag seine Magie. Die Straßen füllen sich mit Menschen, Lachen, und dem Duft kulinarischer Überraschungen. Der Nürtinger Einzelhandel präsentiert sein frühlingsfrisches Angebot und überall spürt man: Heute ist Nürtingen in Feierlaune.
Dass dieses Event alle Generationen anspricht, davon ist Tamara Wenzelburger, Vorsitzende von Citymarketing Nürtingen e.V., überzeugt: „Vom NürTiger, welcher die Kleinsten begeistert, über das Karussell bis hin zu vielen Ständen mit leckeren Köstlichkeiten – überall gibt es etwas zu entdecken. Dazu kommt der Osternestlesmarkt in der Altstadt, der bereits ab 11 Uhr öffnet und mit vielen liebevollen Ideen auf Ostern einstimmt. Und natürlich überraschen auch die Geschäfte mit besonderen Aktionen. Genau diese Mischung aus Städtles-Fest, Begegnung und Einkaufserlebnis macht den Tag so besonders.“


Entspanntes Einkaufen ohne Zeitdruck
Ob neue Frühlingsmode, besondere Geschenkideen oder einfach ein gemütlicher Stadtbummel – der verkaufsoffene Sonntag lädt dazu ein, ohne Hektik durch die Nürtinger City zu schlendern. Viele Geschäfte nutzen den Tag, um besondere Aktionen, Rabatte oder kleine Extras anzubieten. Es ist die perfekte Gelegenheit, Neues zu entdecken oder sich inspirieren zu lassen. Genau das ist das Ziel von Citymarketing Nürtingen, erklärt Tamara Wenzelburger: „Mit Veranstaltungen wie diesen möchten wir Menschen in die Stadt bringen, Neues zeigen und den Einzelhändlern ermöglichen, sich zu präsentieren. Sie selbst verbindet den verkaufsoffenen Sonntag im Frühling mit einem besonderen Gefühl: „Ich finde ihn richtig schön. Die Menschen erfreuen sich über die ersten Sonnenstrahlen, die Blumen blühen und man sieht ganz viele grinsende Gesichter.“


Atmosphäre, die man fühlen kann
Veranstaltungsmanagerin Esther Lay von City- und Stadtmarketing erklärt: „In diesem Jahr dürfen wir einige neue Aussteller begrüßen. Besonders groß fährt Wörner Landmaschinen und Kleingeräte auf und präsentiert eine beeindruckende Auswahl an Maschinen. Mit Marc Lippe haben wir außerdem ein neues Citymarketing-Mitglied gewonnen.
Er stellt drei seiner Wohnmobile vor und ermöglicht Besucherinnen und Besuchern, sich direkt vor Ort über mobiles Reisen zu informieren.“ Der Fitness(t)raum macht mit seinen Darbietungen unter freiem Himmel Lust auf Bewegung.


Familienfreundliches Programm
Citymarketing Nürtingen denkt auch an die ganz jungen Besucher. „Es gibt wieder beliebte Kinder-Tattoos und viele bunte Luftballons“, so Esther Lay.
„Und der NürTiger, das Maskottchen von Citymarketing Nürtingen, ist zu jeder vollen Stunde rund um den Schillerplatz unterwegs.“
Das bunte und familienfreundliche Programm zeigt einmal mehr, dass dieser Sonntag von der Gemeinschaft lebt. Nürtingen zeigt sich von seiner warmen, offenen Seite.
Wer die Stadt kennt, weiß: Hier entsteht Atmosphäre durch Menschen, die Lust haben, gemeinsam etwas zu erleben.


Ein Tag zum Verweilen
Zwischen den Einkäufen in ein Café einkehren, neue Eissorten probieren, draußen sitzen, die Sonne einfangen und das Treiben beobachten – genau das macht den Charme dieses Tages aus. Die Gastronomie der Stadt sorgt dafür, dass niemand hungrig oder
durstig bleibt.
Organisatorin Esther Lay freut sich: „Am meisten Spaß macht der Austausch mit unseren Mitgliedern und die große Vielfalt, die das Event jedes Jahr mit sich bringt. Wenn es um die Organisation des Osternestlesmarktes geht, ist besonders die Zusammenarbeit mit Mark Horlacher sehr bereichernd. Außerdem ist es immer wieder spannend, neue Produkte und neue Aussteller kennenzulernen. Das Schönste am Ende dieses Tages sind jedoch die leuchtenden Augen der Besucherinnen und Besucher.“


Stadtbücherei geöffnet
Am Sonntag, 22. März, ist die Stadtbücherei Nürtingen in der Marktstraße 7 ebenfalls von 12 bis 17 Uhr geöffnet und lädt zum Entdecken und Ausleihen ein. Alle neuen Kunden können sich einen Schnupperausweis ausstellen lassen, um das Angebot drei Monate kostenlos zu testen. Auf alle Kinder wartet ein Oster-Rätsel. Bereits um 11 Uhr liest Silvia Peter die lustige Geschichte „Ein Osterhuhn hat viel zu tun“ vor. Das Huhn Elli Erbse hat nach einer wilden Osterhasen-Verfolgungsjagd eine schokoladige Idee. Die Bilder dazu werden groß auf einer Leinwand gezeigt. Um Anmeldung für das Bilderbuchkino für Kinder ab vier Jahren wird gebeten: online unter www.stadtbuecherei-nuertingen.de oder telefonisch unter (07022) 75-360. (Lia Hiller)

Literatur, Theater, Musik und Kabarett: Vom 16. bis 25. April lädt die Wendlinger Kulturzeit wieder zu zehn Veranstaltungen ein.

Zehn Veranstaltungen, sieben Veranstalter und ein Programm, das von Literatur über Theater bis zur Musik reicht: Die Wendlinger Kulturzeit lädt vom 16. bis 25. April wieder zu einer Reihe kultureller Veranstaltungen in die Stadt ein. Vorgestellt wurde das Programm in der letzten Woche bei einem Pressetermin in der Stadtbücherei.

Für die Stadt begrüßte Kathrin Flohr die Beteiligten und vertrat dabei Bürgermeister Steffen Weigel. Die für Kultur zuständige Fachbereichsleiterin im Wendlinger Rathaus zeigte sich zufrieden mit dem Angebot: „Es ist wieder gelungen, ein buntes und vielfältiges Programm zusammenzustellen.“ Die Kulturzeit biete Veranstaltungen für unterschiedliche Altersgruppen – von Kinderprogramm über Lesungen bis zu Musik und Kabarett.

Musik und Lyrik aus der DDR
Den Auftakt bildet schon fast traditionell das Literarische Frühstück des Bürgertreffs MiT im Treffpunkt Stadtmitte. Am Donnerstag, 16. April, um 9.45 Uhr präsentiert Eleonore Hochmuth unter dem Titel „Durch Nacht und Feuer“ Chansons und literarische Texte der DDR-Künstlerin Giesela Steinecker. Begleitet wird sie von Chris Geisler am Klavier. Der Literaturwissenschaftler Manfred Menzel rezitiert dazu ausgewählte Gedichte.
MiT-Leiterin Heike Hauß riet Interessierten, sich mit dem Kartenkauf zu beeilen. „Die Erfahrung zeigt, dass die knapp 100 Plätze immer schnell ausverkauft sind.“ Die Lieder und Gedichte aus dem Osten Deutschlands seien hier kaum bekannt, so Hauß – deshalb sei die Veranstaltung umso interessanter. Am Donnerstagabend steht im Treffpunkt Stadtmitte Kabarett auf dem Programm. Um 19.30 Uhr zeigt das Duo Die Kächeles mit seinem Programm „Firlefanz“ einen humorvollen Blick auf den schwäbischen Ehealltag mit seinen Höhen und Tiefen.

Stadtbücherei mit Angebot für Kinder und Jugendliche
Die Stadtbücherei beteiligt sich erneut mit mehreren Veranstaltungen. Büchereileiterin Christiane Ehmann stellte beim Pressetermin unter anderem das diesjährige Kindertheater vor. Am Freitag, 17. April, 15 Uhr, zeigt das Artisjok-Theater im Treffpunkt Stadtmitte das Stück „Lieselotte macht Urlaub“ – nach dem beliebten Kinderbuch und geeignet für Kinder ab vier Jahren. „Wir haben die Kuh Lieselotte auf die Bühne geholt“, sagte Ehmann. Erstmals ist damit das Artisjok-Theater bei der Kulturzeit zu Gast.

Und weitere Angebote der Bücherei richten sich an junge Besucher. Am Mittwoch, 22. April, liest der Autor Martin Schäuble am Vormittag aus seinem Jugendroman „Godland“ für Schulklassen. Am Nachmittag um 16.15 Uhr folgt in der Stadtbücherei eine Vorlesezeit mit Bilderbuchkino zum Buch „Der kleine Pirat“ für Kinder ab vier Jahren.
Ehmann freute sich außerdem darüber, dass es wieder gelungen sei, den Literaturbezug durch alle Veranstaltungen hindurch zu bewahren – auch wenn Theater und Musik ebenfalls Teil des Programms sind. „Es ist toll, dass es jedes Jahr immer wieder gelingt, so hochkarätige Veranstaltungen anzubieten“, sagte sie mit Blick auf zahlreiche „Wiederholungstäter“ unter den Veranstaltern, die regelmäßig zur Kulturzeit zurückkehren.

Schwabenkrimi-Lesung
Ein literarischer Höhepunkt dürfte die Lesung der Krimiautorin Sybille Baecker werden.
Sie stellt am Donnerstag, 23. April, 19.30 Uhr, im Treffpunkt Stadtmitte ihren neuen Kommissar-Brander-Schwabenkrimi „Und der Schönbuch schweigt“ vor. Organisiert wird die Veranstaltung erneut gemeinsam vom Buchladen im Langhaus und der Stadtbücherei.
Der Bürgerverein Wendlingen beteiligt sich ebenfalls wieder an der Kulturzeit. Heike Mang-Puffaldt und Christian Zorn von der Stolperstein-Initiative stellten das Theaterstück „13 Minuten – wie Georg Elser beinahe die Welt verändert hätte“ vor. Auf das Bühnen-Duo seien sie bei einem Besuch im Theaterhaus Stuttgart aufmerksam geworden.

Das Stück wird am Samstag, 18. April, um 19.30 Uhr im Treffpunkt Stadtmitte aufgeführt und erzählt die Geschichte des Hitler-Attentäters Georg Elser anhand von Vernehmungsprotokollen.
Sein Bombenattentat im Münchener Bürgerbräukeller schlug damals fehl, weil der Diktator 13 Minuten früher abreiste als geplant.


Premiere bei der Kulturzeit
Eine Premiere erlebt die Kulturzeit mit einem „Dichterspaziergang“. Organisiert wird er vom Bürgerverein. Christa Schimpf nimmt die Spaziergänger am Freitag, 24. April, um 16 Uhr in der Weinhalde mit. Treffpunkt ist die Ecke Max-Eyth-Straße/Pfarrgartenstraße. „Auf der Weinhalde gibt es 27 Straßen und Wege, die nach Dichtern benannt sind“, erklärte Schimpf. Bei dem Rundgang, der später auch in das reguläre Programm des Vereins aufgenommen werden soll, erfahren die Teilnehmer Wissenswertes über die Namensgeber der Straßen – und sicher gibt es auch das eine oder andere Gedicht zu hören. Musikalisch beteiligt sich unter anderem der Akkordeon-Club Wendlingen. Der Verein nimmt das Akkordeon, das 2026 zum „Instrument des Jahres“ gekürt wurde, zum Anlass für sein Programm „Von Opern- und anderen Helden“, das am Sonntag, 19. April, um 18 Uhr im Treffpunkt Stadtmitte zu hören ist. Der Eintritt ist frei. Den Abschluss der Kulturzeit gestaltet die Musikschule Köngen/Wendlingen. Am Samstag, 25. April, um 17 Uhr präsentieren rund 60 Nachwuchsmusiker im Treffpunkt Stadtmitte das Programm „Die goldenen Flügel“. „Dieses Jahr stehen die Zupf- und Streichinstrumente im Fokus“, sagte Musikschulleiter Ole Abraham. Die jungen Musiker haben sich mit der vertonten Version des Kinderbuchs „Tico und die goldenen Flügel“ beschäftigt und zeigen eine musikalisch-poetische Bilderreise.

Info: Eintrittskarten gibt es im Buchladen im Langhaus, in der Stadtbücherei sowie im Bürgertreff MiT. Außerdem verkaufen die Veranstalter Tickets. Weitere Informationen und das ausführliche Programm gibt es unter www.wendlingerkulturzeit.de.

Pläne für eine Erweiterung der Ortsmitte mit Wohnungen und Dienstleistung wurden im Gemeinderat vorgestellt.

Die städtebauliche Weiterentwicklung des Bereichs „Neckarallee“ ist in Neckartailfingen schon seit vielen Jahren ein Dauerthema, das immer wieder auf den Tagesordnungen der Gemeinderatssitzungen auftaucht.
Jetzt scheint man aber eine Lösung gefunden zu haben, mit der die Ortsmitte in diesem zentral gelegenen Gebiet erweitert werden kann.
„Da wir nach vielen Jahren endlich den Hochwasserschutz ertüchtigen konnten, erlaubt uns das, uns mit dem städtebaulichen Entwurf der Neckarallee neu zu beschäftigen“, konstatierte Bürgermeister Wolfgang Gogel.

Teile der Ortsmitte werden neu geordnet
Das Büro Zoll Architekten-Stadtplaner hat einen Entwurf für die Bebauung der 0,7 Hektar umfassenden Fläche erarbeitet. Ralf Duffner präsentierte die Ergebnisse. Bei diesen sind entlang der Neckarallee fünf neue Baukörper mit Wohnungen vorgesehen.
Die Gebäude sind in Nord-Süd-Richtung orientiert, und ergänzen sich damit mit den übergeordneten Raumkanten und Siedlungsstrukturen.
Geplant sind Mehrfamilien- und Reihenhäuser. Die Gebäude, die insgesamt 21 Wohneinheiten enthalten, sind dreigeschossig. In der Ortsmitte, gegenüber dem Rathaus, sieht der städtebauliche Entwurf auf einer zusätzlichen Fläche von 1500 Quadratmetern die Errichtung eines Wohn- und Dienstleistungsgebäudes vor. Dort sollen 12 bis 15 Wohneinheiten mit einer 25 Stellplätze umfassenden Tiefgarage entstehen.
Neu geordnet wird auch der Straßenraum Hirschstraße/Neckarstraße. Ziel sind die Aufwertung des öffentlichen Raums, klarere Verkehrsführungen, sowie eine stärkere Berücksichtigung des Fuß- und Radverkehrs. Am Übergang der Hirschstraße in die Neckarstraße sollen 37 zusätzliche öffentliche Stellplätze entstehen.

Bauvorhaben soll rasch vorangehen
„Das ist ein gelungenes Konzept, mit dem dem Wohnraumdruck in Neckartailfingen begegnet werden kann“, lobte Bürgermeister Gogel den vorgestellten Entwurf. Man befinde sich diesbezüglich bereits mit den Grundstücksbesitzern im Austausch. Die Grundstücke sollen später an Bauträger weiterverkauft werden, die entsprechend den im städtebaulichen Entwurf vorgesehenen Bedingungen die Bebauung und Vermarktung vornehmen sollen. Laut Landratsamt Esslingen könnte ein beschleunigtes Verfahren für Bebauungspläne der Innenentwicklung eingeleitet werden, zeigte sich der Rathauschef optimistisch, dass es rasch vorangeht. Die Gemeinderäte äußerten sich überwiegend positiv zum vorgestellten Entwurf.

„Die Parkplatzsituation ist gut gelöst, und ich kann mit dem Plan mitgehen“, sagte Alberto Guillen (FFW). Ähnlich äußerte sich auch seine Fraktionskollegin Heidi Süßer-Neps. Jeannette Schach (CDU-JB) betrachtete die Pläne ebenfalls als gelungen und hinterfragte, ob ein Durchgang zwischen den Wohn- und Dienstleistungsgebäuden vor dem Rathaus vorgesehen ist. Thomas Knöll (CDU-JB) gefielen die im Plan vorgesehenen zurückgesetzten Staffelgeschoss-Flachdächer sehr gut. Anders sieht dies dagegen Sabine Müller (SPD). Sie kann sich mit der Flachdachbebauung nicht anfreunden.
Und so war es auch nicht überraschend, dass der Antrag „Beschluss des städtebaulichen Entwurfes, Vorbereitung des Bauleitplanungsverfahrens und Erteilung des Auftrages der Grund- und erweiterten Leistungen an das Büro Zoll“ bei einer Gegenstimme mehrheitlich beschlossen wurde. (Rudi Fritz)

Die nächste Ausgabe des Livestreams „Gesundheit kompakt“ am Montag, 23. Februar, 19 Uhr, widmet sich der Frage, wie Brustchirurgie als medizinische Hilfe zu mehr Lebensqualität beitragen kann. Zu Gast ist Prof. Dr. Theodora Wahler, Chefärztin der Klinik für Plastische, Hand- und Ästhetische Chirurgie der Medius-Klinik Nürtingen.

Beschwerden lindern, Asymmetrien ausgleichen, Brüste nach Krebsoperationen neu aufbauen: Unter anderem das macht Prof. Dr. Theodora Wahler, Chefärztin der Klinik für Plastische, Hand- und Ästhetische Chirgurgie, in ihrer täglichen Arbeit. Mit dem Thema „Plastische Brustchirurgie – medizinische Hilfe für mehr Lebensqualität“ ist die Expertin am Montag, 23. Februar, 19 Uhr, im Livestream „Gesundheit kompakt“ zu Gast. Den Gesundheitstalk präsentieren die Nürtinger/Wendlinger Zeitung gemeinsam mit den Medius-Kliniken.
Theodora Wahler spricht an diesem Abend über die Bedeutung der Brust für Selbstbild, Körpergefühl und persönliche Identität – und darüber, welche medizinischen Verfahren zur Korrektur es gibt.

Im Gespräch erläutert die Chefärztin, wo die Grenze verläuft zwischen ästhetischem Wunsch und medizinischer Notwendigkeit. Sie gibt einen Einblick, welche Beschwerden durch Operationen gelindert werden können, und macht anhand von fünf Beispielen anschaulich, wie Indikation, Eingriffe und Nachsorge ablaufen.

Beispiele aus der Praxis der Brustchirurgie
Wahler klärt über den Stand moderner Verfahren auf, demonstriert, was plastische Brustchirurgie heute leisten kann und welche Ergebnisse zu erwarten sind – zugleich macht sie auf Risiken aufmerksam, die mit den Eingriffen verbunden sind. Im Detail wird sie über Brustverkleinerungen, Brustvergrößerungen und über die Rekonstruktion nach Brustkrebs-Operationen sprechen. In diesen Verfahren spielt auch eine Rolle, ob Implantate eingesetzt oder die Brust mit Eigengewebe rekonstruiert wird. Vor- und Nachteile dieser Varianten bringt sie zur Sprache. Aber auch die Bedeutung der Brustchirurgie beim Mann sowie geschlechtsangleichender Eingriffe bei Transsexuellen werden im Livestream diskutiert.

Fragen werden live beantwortet
Wie gewohnt bei „Gesundheit kompakt“, wird die Expertin ausgewählte Zuschauerfragen beantworten. Die Fragen können entweder vorab oder noch während des Livestreams an die E-Mail-Adresse gesundheit@ntz.de geschickt werden. Das Gespräch moderiert Julian Baum von der Nürtinger Zeitung.

Hier geht es zum Livestream
Der Livestream am Montag, 23. Februar, ist kostenlos und zu finden unterwww.ntz.de/medius.
Der Stream wird aufgezeichnet und steht auch im Nachhinein an gleicher Stelle zum Nachschauen bereit.

Ausbildung, Studium und Weiterbildung: Die Durchstarter-Messe am Freitag, 27. Februar, 9 bis 16 Uhr, im Nürtinger K3N, zeigt Wege und Chancen auf.

„Mit der Durchstarter-Messe möchten wir Menschen in unserer Region berufliche Perspektiven schaffen. Dank der mehr als 90 Aussteller präsentieren wir ein breites Spektrum an Firmen, Hochschulen und Institutionen. Ihnen allen ist Ausbildung ein wichtiges Thema. Gemeinsam senden wir ein Signal Richtung Zukunft“, sagt Tillmann Adam, Leiter der Werbevermarktung Print und Digital bei der Nürtinger Zeitung und von NeckarFilsJobs.de, stellvertretend für die Organisatoren und beteiligten Premium-Partner.

Bereits zum fünften Mal öffnet die beliebte Messe für Ausbildung, Studium und Weiterbildung ihre Pforten. Am Freitag, 27. Februar, verwandelt sich der Innen- und Außenbereich des K3N in Nürtingen in eine quirlige Plattform für angehende Durchstarter.
Die Messe richtet sich nicht nur an Schülerinnen und Schüler, die vor der Berufswahl stehen, sondern ebenso an Eltern, die ihre Kinder begleiten möchten, sowie an Studieninteressierte, Berufstätige, Quereinsteiger und alle, die beruflich neu anfangen möchten. Der Eintritt ist frei.
Die beliebte Messe wird veranstaltet von der Stadt Nürtingen, dem K3N und dem Jobportal NeckarFilsJobs.de mit Unterstützung der Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen, den Medius-Kliniken, der Volksbank Mittlerer Neckar und der Nürtinger Zeitung/Wendlinger Zeitung.
„Neu ist in diesem Jahr der Südwestmetall-InfoTruck der Metall- und Elektroindustrie, der im Außenbereich stehen wird“, sagt Sophie Fischer, stellvertretende K3N-Leiterin.

Gewinnspiel „Klasse Sache“

Bei ihr laufen die organisatorischen Fäden zusammen. Sie erklärt: „Auf diesen Programmpunkt freuen wir uns ganz besonders, da der Truck mit Mitmachangeboten über alle Berufe im Bereich Metall- und Elektroindustrie informiert.“
Schulklassen, welche die Durchstarter-Messe besuchen, sind herzlich dazu eingeladen, sich beim Gewinnspiel „Klasse Sache“ zu beteiligen. Den zehn Gewinner-Klassen winkt mit je 500 Euro eine deutliche Aufbesserung der Klassenkasse.

Alle weiteren Informationen gibt es vor Ort auf der Messe am Stand von NeckarFilsJobs.de oder online unter https://durchstarter-messe.de/anmeldung-gewinnspiel.
„Die Preisübergabe im Nachgang der Messe ist einer meiner Lieblingstermine im Jahr“, so Tillmann Adam weiter. „Dies zeigt, wie sinnvoll das ist, was wir tun. Es ist wertvoll in alle Richtungen. Man erkennt, wie dankbar die Lehrer und Schüler sind. Recht häufig fließt das Geld in eine Klassenfahrt mit ein.“

Besucherleitsystem für schnelle Orientierung
Service und Besucherfreundlichkeit werden großgeschrieben. Für die schnelle Orientierung auf dem Messegelände sorgt ein Besucherleitsystem.
Dank visueller Branchenkennzeichnung ist eine schnellere Kontaktaufnahme zwischen Ausstellern und potenziellen Bewerbern möglich.
Am Eingang erhalten Besucher entsprechende Buttons. An den Messeständen signalisieren ebenfalls farbige Buttons die jeweilige Branchenzugehörigkeit.


Messe mit Wohlfühlatmosphäre
„Die Messe ist mega etabliert, unser Konzept hat sich bewährt. Es ist authentisch und fördert die Kontaktaufnahme“, erklärt Tillmann Adam weiter. „An vielen Ständen sind Azubis mit dabei. Sie sprechen mit angehenden Bewerbern auf Augenhöhe. Das schafft Vertrauen.“ Vom Erfolg der Messe zeugen zahlreiche Ausbildungsverträge und Praktika-Vereinbarungen.
„Ein großes Dankeschön gilt allen Beteiligten und Kooperationspartnern, die diesen Erfolg erst möglich machen“, betont Adam. Messebesucher können sich auch dieses Jahr wieder auf ein besonderes Event freuen, denn neben vielen topaktuellen Informationen und interessanten Gesprächspartnern ist auch die Wohlfühlatmosphäre garantiert: Musikalische Begleitung sorgt für entspannte Vibes und die Ebermann-Gastronomie für Speisen und Getränke. (Lia Hiller)

In einer kleinen Feierstunde mit Baggerbiss wurde der Startschuss für den Bau einer Gemeinde- und Sporthalle sowie der Grundschulerweiterung gegeben.

„Es ist mit einem Volumen von knapp elf Millionen Euro das größte Projekt, das in den vergangenen Jahrzehnten und vielleicht sogar in der gesamten Zeit in Altdorf durchgeführt wurde“, sagte Bürgermeister Joachim Kälberer. Kürzlich startete mit dem Spatenstich, der in diesem Fall ein Baggerbiss war, die Erweiterung des Grundschulgebäudes mit dem gleichzeitigen Neubau einer modernen Gemeinde- und Sporthalle.
Initialzündung für das Projekt war der kommende Rechtsanspruch auf eine Ganztagsbetreuung in den Grundschulen. Kälberer begrüßte unter den rund 100 Gästen die Schulleiterin Katharina Spohn mit Kollegium, die Kita-Leiterin Katja Knecht sowie die Vertreterinnen und Vertreter der beteiligten Büros und Firmen. In leichtem Nebel, der die Baufläche noch größer aussehen ließ, als sie mit knapp 4000 Quadratmetern ohnehin schon ist, hatten sich über 100 Gäste versammelt. Darüber surrte eine Drohne für Luftaufnahmen.


Die Halle ist für alle
Sieben Mädchen und Jungen der Kernzeitbetreuung trugen unter Leitung von Veronika Graf-Wick ein selbst verfasstes Gedicht vor, das das Bauvorhaben und die geplante Bauzeit von anderthalb Jahren thematisierte. „Da sind wir zwar schon längst in der weiterführenden Schule, aber kommen gerne zur Einweihungsfeier her“, hieß es.
„Ganz bestimmt werden wir uns hier wiedersehen“, sagte der Bürgermeister, denn die neue Halle stehe dem gemeinschaftlichen Leben im Ort auf vielerlei Weise zur Verfügung. Fast auf den Tag genau vor vier Jahren, so Kälberer, leitete der Gemeinderat durch seinen Beschluss das Bauprojekt ein. Er dankte dem Gemeinderat für seine Begleitung, dem Bund und dem Land für die gewährten Zuschüsse, den beteiligten Planungsbüros, Firmen und Handwerkern, dem Bauhof sowie den Fachbehörden und der Landkreisverwaltung Esslingen. Man habe unzählige Gespräche geführt, Pläne diskutiert und überarbeitet, ein Bebauungsplanverfahren sowie ein Planänderungsverfahren durchgezogen, sechs Förderanträge gestellt und Zuschüsse akquiriert. „Doch es hat sich gelohnt“, betonte Kälberer.


Nach langen Planungen geht es jetzt richtig los
Erfreulicherweise sei das sogenannte Erdmanagement, das Bewahren und die Neuverwendung des abgeschobenen Mutterbodens im Ort, sowie der ökologische Ausgleich durch die Pflanzung von 22 Obstbäumen und die Errichtung von zwei Totholzpyramiden als Biotop bereits erfolgt. Jetzt können die Bauarbeiten beginnen. Nicht weniger als 35 Gewerke und 51 Arbeitsvorgänge seien dazu nötig. „Wenn alles planmäßig verläuft, dürfen wir uns im Sommer 2027 über die Fertigstellung freuen.“ Der Spatenstich sei viel mehr als ein symbolischer Akt. „Er ist ein sichtbares Zeichen dafür, dass wir gemeinsam Verantwortung übernehmen, Herausforderungen annehmen und unsere Gemeinde aktiv gestalten“, führte Kälberer aus.


„Hier entstehen Räume zum Lernen“
„Hier entstehen Räume zum Lernen und für die Möglichkeit zu Bewegung, Kreativität und Gemeinschaft sowie Ruhe und Regeneration“, sagte Christoph Hüttel vom Architekturbüro Heine, Hüttel und Lindenberg aus Ludwigsburg in seiner Ansprache.
Es sei ein großer Glücksfall für die Gemeinde, dass das Regierungspräsidium ihrem Wunsch nachgegeben habe, den Bewegungsraum in der Größe einer Einfeldsporthalle zu konzipieren und somit einen Ersatz für die alte Gemeindehalle zu schaffen.
Es seien bereits über 5000 Kubikmeter Erde ausgehoben und auf 500 Lastwagen abtransportiert worden, blickte Christoph Hüttel zurück. Mehr als 2000 Tonnen Schotter wurden eingebaut.


„In etwa einem halben Jahr wird der Rohbau fertig“
Die Firmen Fischer Weilheim und Gottlob Brodbeck konnten mit dem Erdmanagement beziehungsweise den Rohbauarbeiten schon 2025 beginnen. „In etwa einem halben Jahr wird der Rohbau fertig und der Neubau in seiner Ausdehnung erkennbar sein“, prognostizierte der Architekt.
Im Anschluss begab sich Kälberer selbst in das Führerhaus des Baggers und gab mit dem Baggerbiss den Startschuss. Ein Stehempfang bildete den Abschluss der Feierstunde.