In einer kleinen Feierstunde mit Baggerbiss wurde der Startschuss für den Bau einer Gemeinde- und Sporthalle sowie der Grundschulerweiterung gegeben.
„Es ist mit einem Volumen von knapp elf Millionen Euro das größte Projekt, das in den vergangenen Jahrzehnten und vielleicht sogar in der gesamten Zeit in Altdorf durchgeführt wurde“, sagte Bürgermeister Joachim Kälberer. Kürzlich startete mit dem Spatenstich, der in diesem Fall ein Baggerbiss war, die Erweiterung des Grundschulgebäudes mit dem gleichzeitigen Neubau einer modernen Gemeinde- und Sporthalle.
Initialzündung für das Projekt war der kommende Rechtsanspruch auf eine Ganztagsbetreuung in den Grundschulen. Kälberer begrüßte unter den rund 100 Gästen die Schulleiterin Katharina Spohn mit Kollegium, die Kita-Leiterin Katja Knecht sowie die Vertreterinnen und Vertreter der beteiligten Büros und Firmen. In leichtem Nebel, der die Baufläche noch größer aussehen ließ, als sie mit knapp 4000 Quadratmetern ohnehin schon ist, hatten sich über 100 Gäste versammelt. Darüber surrte eine Drohne für Luftaufnahmen.
Die Halle ist für alle
Sieben Mädchen und Jungen der Kernzeitbetreuung trugen unter Leitung von Veronika Graf-Wick ein selbst verfasstes Gedicht vor, das das Bauvorhaben und die geplante Bauzeit von anderthalb Jahren thematisierte. „Da sind wir zwar schon längst in der weiterführenden Schule, aber kommen gerne zur Einweihungsfeier her“, hieß es.
„Ganz bestimmt werden wir uns hier wiedersehen“, sagte der Bürgermeister, denn die neue Halle stehe dem gemeinschaftlichen Leben im Ort auf vielerlei Weise zur Verfügung. Fast auf den Tag genau vor vier Jahren, so Kälberer, leitete der Gemeinderat durch seinen Beschluss das Bauprojekt ein. Er dankte dem Gemeinderat für seine Begleitung, dem Bund und dem Land für die gewährten Zuschüsse, den beteiligten Planungsbüros, Firmen und Handwerkern, dem Bauhof sowie den Fachbehörden und der Landkreisverwaltung Esslingen. Man habe unzählige Gespräche geführt, Pläne diskutiert und überarbeitet, ein Bebauungsplanverfahren sowie ein Planänderungsverfahren durchgezogen, sechs Förderanträge gestellt und Zuschüsse akquiriert. „Doch es hat sich gelohnt“, betonte Kälberer.
Nach langen Planungen geht es jetzt richtig los
Erfreulicherweise sei das sogenannte Erdmanagement, das Bewahren und die Neuverwendung des abgeschobenen Mutterbodens im Ort, sowie der ökologische Ausgleich durch die Pflanzung von 22 Obstbäumen und die Errichtung von zwei Totholzpyramiden als Biotop bereits erfolgt. Jetzt können die Bauarbeiten beginnen. Nicht weniger als 35 Gewerke und 51 Arbeitsvorgänge seien dazu nötig. „Wenn alles planmäßig verläuft, dürfen wir uns im Sommer 2027 über die Fertigstellung freuen.“ Der Spatenstich sei viel mehr als ein symbolischer Akt. „Er ist ein sichtbares Zeichen dafür, dass wir gemeinsam Verantwortung übernehmen, Herausforderungen annehmen und unsere Gemeinde aktiv gestalten“, führte Kälberer aus.
„Hier entstehen Räume zum Lernen“
„Hier entstehen Räume zum Lernen und für die Möglichkeit zu Bewegung, Kreativität und Gemeinschaft sowie Ruhe und Regeneration“, sagte Christoph Hüttel vom Architekturbüro Heine, Hüttel und Lindenberg aus Ludwigsburg in seiner Ansprache.
Es sei ein großer Glücksfall für die Gemeinde, dass das Regierungspräsidium ihrem Wunsch nachgegeben habe, den Bewegungsraum in der Größe einer Einfeldsporthalle zu konzipieren und somit einen Ersatz für die alte Gemeindehalle zu schaffen.
Es seien bereits über 5000 Kubikmeter Erde ausgehoben und auf 500 Lastwagen abtransportiert worden, blickte Christoph Hüttel zurück. Mehr als 2000 Tonnen Schotter wurden eingebaut.
„In etwa einem halben Jahr wird der Rohbau fertig“
Die Firmen Fischer Weilheim und Gottlob Brodbeck konnten mit dem Erdmanagement beziehungsweise den Rohbauarbeiten schon 2025 beginnen. „In etwa einem halben Jahr wird der Rohbau fertig und der Neubau in seiner Ausdehnung erkennbar sein“, prognostizierte der Architekt.
Im Anschluss begab sich Kälberer selbst in das Führerhaus des Baggers und gab mit dem Baggerbiss den Startschuss. Ein Stehempfang bildete den Abschluss der Feierstunde.

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