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Astrid Diels

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Die Krankenhäuser können nun rund um die Uhr CR-Bilder von externen Fachleuten auswerten lassen. Dafür mussten einige Hürden überwunden werden.

Die Medius-Kliniken teilen mit, dass sie nun die Möglichkeit haben, Bilder aus Röntgen oder CT rund um die Uhr von Fachleuten auswerten zu lassen. Ob schwerer Verkehrsunfall oder innere Blutung: In Notfällen entscheidet häufig jede Minute. Voraussetzung für die richtige Behandlung ist oft eine schnelle Auswertung von CT-Bildern.


Die Medius-Kliniken aller drei Standorte in Nürtingen, Kirchheim und Ruit können dabei künftig auf zusätzliche radiologische Unterstützung zurückgreifen. Als erste Klinik im Raum Stuttgart haben die Medius-Kliniken gemeinsam mit dem externen Anbieter Radiology Advanced die Genehmigung erhalten, radiologische Untersuchungen im Rahmen der sogenannten Teleradiologie durch externe Fachleute befunden zu lassen.

Bilddateien werden gesendet, dann kommt der Befund

Radiology Advanced ist ein auf Teleradiologie spezialisierter Anbieter mit Sitz in Berlin, der Kliniken insbesondere außerhalb der regulären Dienstzeiten mit radiologischer Expertise unterstützt. Der Vorteil: Ist vor Ort – etwa nachts oder an Wochenenden – kein Radiologe verfügbar, können die Bilddaten innerhalb weniger Minuten sicher an spezialisierte Radiologen übermittelt werden. Diese beurteilen die Aufnahmen umgehend und übermitteln ihren Befund digital an das behandelnde Team. So können Entscheidungen und Therapien ohne Zeitverzug getroffen werden.
„Gerade in zeitkritischen Situationen ist eine schnelle radiologische Beurteilung entscheidend. Mit der Teleradiologie schaffen wir zusätzliche fachärztliche Kapazitäten und stärken unsere Notfallversorgung rund um die Uhr“, sagt Jörg Sagasser, medizinischer Geschäftsführer der Medius-Kliniken.

Dass die Medius-Kliniken hierfür als erste Klinik im Raum Stuttgart eine entsprechende Genehmigung erhalten haben, sei keineswegs selbstverständlich. Die Anforderungen an eine externe teleradiologische Versorgung seien hoch. Neben modernster Technik müssten auch medizinische Abläufe, Verantwortlichkeiten und der Datenschutz bis ins Detail geregelt und von den zuständigen Behörden geprüft werden. Die erfolgreiche Genehmigung zeige, dass sich moderne digitale Versorgungsstrukturen rechtssicher und zuverlässig in den Klinikalltag integrieren lassen.
Gemeinsam mit Radiology Advanced bauen die Kliniken damit ihre digitale Infrastruktur weiter aus und verbessern die medizinische Versorgung ihrer Patientinnen und Patienten – unabhängig von Tageszeit und Personalverfügbarkeit.

Oldtimertreffen im Freilichtmuseum Beuren mit dem Schwerpunktthema „Familienauto“

Sommerurlaub mit vollgepacktem Kofferraum, Kinder auf der Rückbank, das Picknick im Grünen oder die erste große Fahrt über die Alpen ans Meer – für viele Menschen ist das Familienauto untrennbar mit persönlichen Erinnerungen verbunden. Diesen Geschichten widmet sich das 24. Oldtimertreffen im Freilichtmuseum Beuren am Samstag, 15. August, und Sonntag, 16. August 2026.
Unter dem Motto „Das Familien-auto – Alltagsmittelpunkt und Urlaubsversprechen“ stehen historische Fahrzeuge im Mittelpunkt, die über Jahrzehnte den Alltag vieler Familien geprägt haben.
Erstmals sind alle Oldtimer bis Baujahr 1996 willkommen, ob Autos, Motorräder, Fahrräder, Schlepper, Traktoren, Lastwagen oder Sonderfahrzeuge. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Das Familienauto – vom Fortbewegungsmittel zum Erinnerungshort
Die Motorisierung der privaten Haushalte ab den späten 1950er Jahren veränderte den Alltag so radikal wie kaum eine andere Entwicklung in dieser von Umbrüchen geprägten Zeit. Mit einer kaum vorstellbaren Geschwindigkeit wurden die Weichen hin zum Individualverkehr gestellt, mit Auswirkungen auf nahezu alle Lebensbereiche.
Waren das Fahrrad, das Motorrad, die Eisenbahn und der Autobus bis weit in die 1950er Jahre hinein die wichtigsten Personentransportmittel, eröffnete das Auto völlig neue Möglichkeiten, den Familienalltag zu gestalten.

Es schuf einen neuen Ort „dazwischen“, an dem Familien auf engstem Raum plötzlich viel gemeinsame Zeit verbringen konnten und mussten. So fungiert das Familienauto selbst noch Jahre nach seinem Verschrotten als Speicher und Träger prägender Erinnerungen aus der Kindheit und der Jugend. Heute stehen wir vor einem zweiten tiefgreifenden Umbruch der Mobilität. Der Schwerpunkt auf den Individualverkehr muss vor dem Hintergrund der ökologischen Krise neu diskutiert werden. Das Auto wird immer digitaler, für manche auch unpersönlicher. Seine Rolle als Statussymbol wandelt sich und die Frage nach der Bezahlbarkeit individueller Mobilität gewinnt wieder an Bedeutung.

Geschichten, Fotos und Erinnerungen gesucht
Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, Erinnerungen an Urlaubsfahrten, Ausflüge oder besondere Erlebnisse mit dem Familienauto mitzubringen.
Geschichten können auch vor Ort noch auf historischen Schreibmaschinen festgehalten oder einfach erzählt werden. Auch Kinder kommen beim Oldtimertreffen auf ihre Kosten. Bei einer Bastelaktion entwerfen sie ihr Auto der Zukunft. Außerdem lädt ein Hindernisparcours mit Trettraktoren und Tretunimogs zum Mitmachen ein. Rund um den Gartensaal aus Geislingen sorgt an beiden Tagen Livemusik zwischen Irish Folk und Country Musik für
Unterhaltung.

Für das leibliche Wohl ist mit verschiedenen Angeboten gesorgt. Die Museumsgastronomie „Inkulinarium“ und weitere Stände locken mit Herzhaftem, Kaffee, Kuchen, Eis, regionalen Spezialitäten und Kaltgetränken. Das Museum verfügt über 60 Fahrrad-Stellplätze, abschließbare E-Bike-Ladesäulen sowie eine Radreparaturstation. Beuren ist aus Richtung Metzingen kommend mit Tickets des Verkehrsverbundes Neckar-Alb-Donau (naldo) erreichbar.
Aus Richtung Stuttgart fährt man mit dem Regionalexpress bis Nürtingen. Von dort verkehrt die Tälesbahn nach Neuffen.

Vom Bahnhof in Neuffen haben Reisende Anschluss mit dem Bus nach Beuren/Freilichtmuseum. Aus Richtung Tübingen fährt man mit dem Regionalexpress bis Metzingen und von dort mit dem Bus nach Beuren.

Am Sonntag verkehrt zusätzlich zwischen 10 Uhr und 18.30 Uhr ein kostenloser Pendelbus von den Firmen Leuze in Owen und ElringKlinger in Neuffen zum Freilichtmuseum.

Kontakt und Öffnungszeiten
Freilichtmuseum Beuren, Museum des Landkreises Esslingen für ländliche Kultur, In den Herbstwiesen, 72660 Beuren, www.freilichtmuseum-beuren.de, Telefon (07 11) 39 02 4 18 90, E-Mail: info@freilichtmuseum-beuren.de.

Öffnungszeiten: bis 1. November, Dienstag bis Sonntag 9 bis 18 Uhr sowie an Feiertagen. pm

Die Du-Aathlon-Veranstaltung ist dem Förderverein ein Beweis für die große Verbundenheit mit dem Schwimmbad.

Der erste Aichtaler Du-Aathlon war ein voller Erfolg, betonen die Initiatoren. Genau 371 registrierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer machten sich kürzlich bei bestem Sommerwetter aus allen drei Stadtteilen auf den Weg zum Gartenhallenbad, dessen Fortbestand in Frage gestellt ist. Gemeinsam mit zahlreichen Helferinnen und Helfern, Gästen sowie den eingeladenen Ehrengästen kamen rund 500 Menschen am Gartenhallenbad zusammen.

Beeindruckende Leistungen
Gemeinsam legten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf den drei Wanderstrecken rund 2100 Kilometer zurück. Im Gartenhallenbad wurden anschließend 3240 Bahnen geschwommen – das entspricht 81 Kilometern.
Besonders beeindruckend waren die Leistungen der drei erfolgreichsten Schwimmerinnen und Schwimmer. Sie absolvierten zusammen 760 Bahnen beziehungsweise 19 Kilometer.
Damit wurde das Motto des Tages „Ganz Aichtal in Bewegung“ eindrucksvoll mit Leben gefüllt.

Förderverein setzt sich ein
„Der Du-Aathlon war weit mehr als eine sportliche Veranstaltung“, sagte Michael Skorzak, Vorsitzender des Fördervereins Gartenhallenbad Aichtal. „Wir wollten nicht nur über den Stellenwert unseres Gartenhallenbads sprechen – wir wollten ihn gemeinsam erleben. Die Resonanz, die vielen Gespräche und die hervorragende Stimmung haben unsere Erwartungen deutlich übertroffen.“
Der Duathlon brachte Menschen aus allen drei Stadtteilen zusammen, schuf Begegnungen über Generationen hinweg und machte den außergewöhnlich großen Rückhalt für das Gartenhallenbad für alle erlebbar, so die Initiatoren.
Zur Mittagszeit würdigten Bürgermeister Sebastian Kurz sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Bundes- und Landespolitik in ihren Grußworten das Engagement der Bürgerinnen und Bürger.
Einigkeit bestand darin, dass das Gartenhallenbad für Schwimmausbildung, Gesundheit, Vereinsleben und das gesellschaftliche Miteinander von großer Bedeutung sei.
Zudem wurde mehrfach hervorgehoben, dass das Gartenhallenbad aufgrund seiner Lage und seines Einzugsgebiets ein besonderes Alleinstellungsmerkmal besitze.
Die Veranstaltung verlief während des gesamten Tages reibungslos. Zahlreiche ehrenamtliche Helferinnen und Helfer sorgten gemeinsam mit der DLRG-Ortsgruppe Aichtal, den Maltesern sowie den beteiligten Vereinen für einen sicheren und professionellen Ablauf. Mit dem Duathlon habe der Förderverein keine politische Entscheidung beeinflussen wollen, so die Initiatoren. Ziel sei vielmehr gewesen, den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit zu geben, ihre Verbundenheit mit dem Gartenhallenbad auf positive Weise zum Ausdruck zu bringen. „Wir haben keinen Protest organisiert, sondern ein Fest für unser Gartenhallenbad“, resümierte Michael Skorzak, der meinte: „Hunderte Bürgerinnen und Bürger haben gezeigt, dass dieses Bad den Menschen in Aichtal am Herzen liegt. Ein stärkeres Signal hätte es für den Förderverein kaum geben können.“

Der große Zuspruch sei für den Förderverein Ansporn, sich auch künftig mit Sachverstand, Engagement und konstruktiven Vorschlägen für den Erhalt und die Weiterentwicklung des Gartenhallenbads einzusetzen.
Der Verein selbst spendete eine neue Spiel- und Bewegungsmatte, die vor allem Familien und Kindern beim Badebetrieb zugute kommt. pm

Vom 8. bis 11. Oktober bietet das 43. Zeltspektakel Musik, Kabarett und Comedy im Zirkuszelt – der Kartenverkauf hat bereits auf den Wochenmärkten in Wendlingen und Köngen begonnen.

Vier Tage lang verwandelt sich das Zirkuszelt im Wendlinger Speck wieder in eine Bühne für Musik, Kabarett und Comedy: Vom 8. bis 11. Oktober findet das Zeltspektakel nunmehr zum 43. Mal statt. Der Vorverkauf hat bereits auf den Wochenmärkten in Wendlingen und Köngen begonnen.
Die Besucher erwartet auch in diesem Jahr ein vielseitiges Programm mit bekannten Künstlern und Live-Musik im besonderen Ambiente des Zirkuszelts. „Es ist wieder ein abwechslungsreiches Programm geworden aus Musik, Kabarett und Comedy“, sagt Hansjörg Fritz, Vorsitzender des Zeltspektakel-Vereins.

„Endlich glücklich“
Den Auftakt macht am Donnerstag, 8. Oktober, Florian Schroeder mit seinem Programm „Endlich glücklich“. Der Satiriker, Autor und Kabarettist ist für seine genaue Beobachtung politischer und gesellschaftlicher Entwicklungen bekannt. Mit messerscharfem Humor und analytischem Blick nimmt er aktuelle Themen unter die Lupe und regt sein Publikum dabei nicht nur zum Lachen, sondern auch zum Nachdenken an.

Am Freitag, 9. Oktober, zieht irische Pub-Atmosphäre in das Zirkuszelt ein. Als Hauptact bringt The Outcast Crew mit einer energiegeladenen Mischung aus Folk, Rock, Ska und Punk die Bühne zum Beben. Eröffnet wird der Abend von The Krusty Moors. Mit traditionellen Folksongs, Folk-Rock und viel Spielfreude sorgen sie für beste Voraussetzungen für einen Abend mit irischem Lebensgefühl.

Geballte Frauenpower
Der Samstag, 10. Oktober, steht ganz im Zeichen von Brasspop, Partyrock und geballter Frauenpower. Die Desperate Brasswives, neun Musikerinnen aus Bayern und Österreich, haben sich mit ihrem Charme und ihrer musikalischen Vielseitigkeit einen Namen gemacht. Mit starken Bläserklängen, groovigen Beats sowie einer Mischung aus eigenen Liedern und neu interpretierten Coverversionen bringen sie viel Energie auf die Bühne.
Den Auftakt übernimmt das Tabula Rasa Orchestra mit einer Mischung aus Ska, Balkan, Reggae, Rock und Pop. Am Vormittag des Sonntags, 11. Oktober, lädt das Zeltspektakel zum traditionellen Frühschoppen ein. Bei Weißwurstfrühstück, Kaffee und Kuchen sowie Live-Musik können die Besucher den Sonntag in geselliger Atmosphäre genießen.

Ein besonderer Blick auf den Alltag
Zum Abschluss kommt am Sonntagabend Comedian Abdelkarim mit seinem Programm „Plan Z – jetzt will er‘s wissen!“ ins Zelt. Mit seinem besonderen Blick auf den Alltag widmet er sich den kleinen und großen Herausforderungen des Lebens und zeigt humorvoll: Wenn Plan B scheitert, ist noch lange nicht Schluss.
Verändert hat sich in den vergangenen Jahren nicht nur das Programm. Auch der Verein selbst habe sich verjüngt, berichtet Fritz. Das sei bei der Organisation und bei neuen Ideen deutlich zu spüren. Zugleich werde das Angebot zunehmend digitaler. Dazu gehören eine neue Internetseite und eigene Social-Media-Kanäle. „Es macht richtig Spaß“, sagt der Vereinsvorsitzende.

Ab sofort Vorverkauf
Der Vorverkauf ist in vollem Gange. Ab sofort sind die Eintrittskarten in den bekannten Vorverkaufsstellen sowie online unter www.zeltspektakel.de erhältlich. (Philip Sandrock)

Im Hause Senner wird ein alter Brauch nach wie vor gepflegt. Kürzlich sind die beiden Mediengestalterinnen Giulia Barbuscia und My-Linh Quach ein wenig nass geworden.

Es ist ein alter Buchdruckerbrauch aus dem 16. Jahrhundert – und für die Zuschauer jedes Mal eine Riesengaudi. Wenn Lehrlinge in der Papier- und Druckindustrie ihre Abschlussprüfung bestanden haben, müssen sie noch das sogenannte Gautschen überstehen. Das ist eine ziemlich nasse Angelegenheit, so auch kürzlich an einem Donnerstagvormittag für die beiden frisch gebackenen Mediengestalterinnen (Digital und Print) Giulia Barbuscia und My-Linh Quach des Senner Verlags.
„Packer und Schwammhalter“, sprich erfahrene Mitarbeiter, schleppten die beiden ehemaligen Auszubildenden auf den Platz hinter dem Verlagsgebäude. Angeführt wurde der Tross vom Gautschmeister Thomas Kaiser.


Wasserbottich im Hof aufgestellt

Im Hof war ein grüner Bottich, gefüllt mit Wasser, aufgestellt worden. Doch zuerst mussten sich die beiden „Kornuten“, also die Lehrlinge der Papier- und Druckindustrie, auf einen Stuhl setzen. Dort war zuvor jeweils ein nasser Schwamm drapiert worden. Danach wurde den Mediengestalterinnen noch ein Eimer Wasser über den Kopf gekippt. Anschließend hatten erneut die Packer ihren Auftritt. Sie „packten“ nacheinander die beiden jungen Frauen und tauchten sie mehrmals in das Wasserbecken.


Mit der Prozedur, so erklärte es auch der Gautschmeister, soll die „Fehlerhaftigkeit, die Murkserei und die Hudelei“ der Lehrzeit beseitigt und abgewaschen werden. Giulia Barbuscia und My-Linh Quach ertrugen es mit Fassung, auch wenn ihre Kleidung hinterher nur so vor Nässe triefte. „Das war ganz erfrischend“, sagte Barbuscia. Auch Quach sah es entspannt: „Es war angenehm.“ Zum Schluss wurde noch auf das „Gedeihen der jungen Zunftgenossinnen“ angestoßen, die natürlich Wechselklamotten eingepackt hatten. Der Begriff „Gautschen“ stammt übrigens aus der historischen Papiermacher-Sprache und bezeichnet dort den ersten Entwässerungsschritt, bei dem frisch geschöpftes Papier vom Sieb auf eine Filzunterlage gepresst wird. (Kai Müller)

Vom 19. bis 26. Juli findet der traditionelle Sennerpokal in Linsenhofen statt. 28 Mannschaften aus der Region werden um den Sieg kämpfen. Anpfiff zum ersten Spiel ist am Sonntag um 14 Uhr.

Am kommenden Sonntag rollt der Ball wieder anlässlich des traditionellen Amateurfußballturniers der Nürtinger/Wendlinger Zeitung, dem Sennerpokal. Dieser geht damit in seine 65. Runde. Mit dabei sind auch die Vorjahresfinalisten, der TSV Köngen, der als Sieger hervorging, und die TSV Oberensingen.

Das letztjährige Finale entschied der TSV Köngen gegen die TSV Oberensingen für sich. Foto: nz archiv


Gastgeber für die 28 Mannschaften ist heuer der TSV Linsenhofen, der den Staffelstab des letztjährigen Ausrichters, dem TB Neckarhausen übernommen hat. Damit kommt das Fußball-Event nach 2001 erneut in die Gemeinde im Neuffener Tal. Der Sennerpokal ist alljährlich ein Zuschauermagnet und der TSV Linsenhofen erwartet wieder Tausende von begeisterten Fußballfans aus der gesamten Region. Los geht das erste Spiel von insgesamt 52 Partien am Sonntag, 19. Juli, um 14 Uhr mit dem Gastgeber Linsenhofen gegen den FV 09 Nürtingen. Zwischen Montag und Freitag starten die weiteren Spieltage immer ab 17.30 Uhr, täglich werden sechs Spiele in der Gruppenphase ausgetragen. Am Wochenende finden dann die Finalspiele ihren Höhepunkt. Alle Achtel- und Viertelfinal-Begegnungen werden am Samstag, 25. Juli ausgetragen. Der erste Anpfiff ist an diesem Tag um 9.30 Uhr. Die beiden Halbfinale werden am Sonntag, 26. Juli, um 9.30 und um 11 Uhr ausgespielt.


Das Spiel um Platz drei findet um 15 Uhr statt und das Finale um 16.30 Uhr.
Zwar steht Fußball im Mittelpunkt, aber auch neben dem Spielfeld gibt es traditionsgemäß einige Highlights. Die Besucher erwartet ein abwechslungsreiches Abendprogramm, das beste Stimmung verspricht, mit guter Musik und unvergesslichen Sommernächten beim TSV Linsenhofen.
Dreimal ist Party angesagt und unter dem Motto „Mädels aufgepasst“, geht es am Donnerstag bei der Ladies Night mit coolen Beats, leckeren Drinks und bester Laune in den Abend hinein. DJ Czok sorgt für den passenden Soundtrack, damit getanzt, gefeiert und der Sommer genossen werden kann. An diesem Abend sind natürlich nicht nur Frauen willkommen. „Weg mit den Fußballschuhen!“ heißt es am Freitagabend, wenn der TSV Linsenhofen zur legendären Players Night einlädt und es heißt: Zurück in die 90er! DJ Daniel Melegi bringt die größten Hits eines unvergesslichen Jahrzehnts ins Festzelt. Von Eurodance über Boybands bis zu den Kult-Hymnen der 90er. Spieler, Fans, Vereinsmitglieder und Partyfreunde sind herzlich eingeladen, gemeinsam eine unvergessliche 90er-Nacht zu feiern!


Am Samstagabend neigt sich der Sennerpokal langsam dem Ende entgegen. Zum großen Feier-Finale wird die Liveband „Alles Roger“, für jede Menge Stimmung mit Partyhits sorgen, bevor am Sonntag der Ball zum letzten Mal in Linsenhofen rollt.

Alle Informationen zum Sennerpokal wie Tabellen und den Liveticker gibt es unter www.ntz.de.

Beuren will sich als Pilotgemeinde des Landkreises Esslingen zertifizieren lassen.
Bei der Auftaktveranstaltung wurde deutlich, was die Kommune zu bieten hat und was die Wünsche der Bürger sind.

Ärztehaus, Outdoor-Fitness-Geräte, Schulgesundheitspflege, Trinkwasserspender, Leitbild für die Gastronomie, Verbesserung der Gehwegbeleuchtung, barrierefreie Toiletten – die Liste der Ideen und Wünsche ist lang. Kürzlich waren rund 25 Gäste in die Beurener Kelter gekommen, um mit Verwaltung und Gesundheitsamt den ersten Schritt zur Zertifizierung als „Gesunde Gemeinde“ zu gehen. Das Land hatte Beuren als Pilotgemeinde ausgewählt, nicht zuletzt wegen ihres Status als Kurort und der damit verbundenen Einrichtungen.
Im Oktober 2025 hatte der Gemeinderat einstimmig beschlossen, sich auf den Weg zur Zertifizierung zu begeben. Das Projekt „Gesunde Gemeinde“ werde seit Januar vergangenen Jahres durch das Landesgesundheitsamt (LGA) zusammen mit ausgewählten Gesundheitsämtern durchgeführt, wie Carolin Herdtle vom Landratsamt Esslingen mitteilte. Das Gesundheitsamt wirkt prozessbegleitend, unterstützt durch Fachwissen und Angebote, und weist auf Fördermöglichkeiten hin.

Zertifizierung als Qualitätssiegel
„Wir haben uns für die Zertifizierung beworben, weil sie ein Qualitätssiegel darstellt“, sagte Bürgermeister Daniel Gluiber. Einwohner, Gäste und Partner hätten dadurch Gewissheit, dass die Gemeinde Gesundheit zu ihrem Anliegen mache und kontinuierlich an deren Verbesserung arbeite.

Gesundheitsbegriff wird weit gefasst
Dabei gehe es, so Constanze Yilmazel vom Gesundheitsamt, um einen weit gefassten Gesundheitsbegriff: Quartiersmanagement, soziale Netzwerke, Freizeitangebote, betreutes Wohnen, Barrierefreiheit, Geh- und Radwege, Vereinsleben, Mobilität, Luftqualität und Mitbestimmung – das alles trage dazu bei, dass sich Bürgerinnen und Bürger in einer Kommune wohlfühlten. Gesundheit und was man dafür tun könne, solle sich im Bewusstsein verankern. „Alle müssen an einem Strang ziehen.“

Die Akteure hatten im Vorfeld mögliche Schwerpunkte erarbeitet. Wie Carolin Herdtle ausführte, könnten mögliche Ziele sein, die Panorama-Therme als überregionales Gesundheits- und Präventionszentrum auszubauen, das Bewegungsangebot am Rauffwäldle zu verbessern, das Erlebnis.Genuss.Zentrum im Freilichtmuseum mehr auszulasten oder Leerstände in der Ortsmitte wiederzubeleben. Sie wies darauf hin, dass weitere Vorschläge sowie Beteiligungen der Bürger sehr willkommen seien. Beachtlich sei das Angebot in der Gesundheitsvorsorge und -versorgung mit Apotheke sowie Kurarztpraxis, Gesundheitszentrum, Physiotherapie, Yoga und vielem mehr. Ein weiterer Ausbau sei wünschenswert. Beuren punkte unter anderem mit E-Ladestationen, einem Wohnmobilstellplatz, Car-Sharing und nicht zuletzt dem Freilichtmuseum als überregionalem Anziehungspunkt. Beuren habe ein lebendiges Vereinsleben. Im Themenfeld Natur, Umwelt, Ernährung und Bewegung wurde mit Streuobstverwertung, Bikepark, Biosphärengebiet, Backhäusern und Kräuterwanderungen eine breite Palette genannt.

Die Panorama-Therme als Naherholungsort für den ganzen Landkreis helfe mit Thermalwasser und Sauna bei Beschwerden und fördere Ruhe und Entspannung.
Eine wichtige Rahmenbedingung sei die Bevölkerungsdynamik. „Beuren weist eine vergleichsweise ältere Bevölkerung auf“, sagte Valentina Runge vom Hauptamt. Das müsse man bei den Planungen berücksichtigen. Der Anteil der Kinder und Jugendlichen in der Gemeinde liege bei 17,9 Prozent, die Menschen im Erwerbsalter machten 58 Prozent der Bevölkerung aus, ältere Menschen und Hochbetagte 31,6 Prozent. Nach den Impulsen diskutierten die Gäste im Rahmen eines Workshops engagiert an mehreren Tischen. Die Ergebnisse wurden notiert und anschließend vorgetragen. Als Nächstes soll vom Netzwerk eine Prioritätenliste der Vorschläge erstellt werden.
Einen weiteren Termin gibt es bisher nicht.

Hitze und Windstille bedrohen die Wendlinger Gewässer – wie eine Solaranlage das
biologische Gleichgewicht retten soll.

Temperaturen, wie sie gerade vorherrschen, belasten nicht nur Menschen und Tiere, sondern auch Ökosysteme wie etwa Gewässer. Zwei Seen mit Erholungs- und Freizeitwert auf der Wendlinger Gemarkung sind davon akut betroffen. Zum einen der Schäferhauser See und zum anderen der Hüttensee. Mit der Erwärmung sind beide Seen der Gefahr ausgesetzt, dass sich der Sauerstoffgehalt im Wasser weiter reduziert. Was im schlimmsten Fall dazu führen kann, dass Fische sterben und sogar das gesamte Ökosystem umkippt.


Gefahr durch Sauerstoffmangel
Damit es erst gar nicht so weit kommt, hat der Ausschuss für Technik und Umwelt in seiner aktuellen Sitzung grünes Licht gegeben, um für den Hüttensee eine Strömungsanlage anzuschaffen. Als „eine wichtige und gute Maßnahme“, begrüßte Günter Richter die Anschaffung auf Nachfrage unserer Zeitung. Der bis Anfang 2026 amtierende Vorsitzende des Fischervereins hatte noch während seiner Amtszeit den Antrag bei der Stadt gestellt. „Damit erhalten wir am Gewässer mittel- und langfristig Verbesserungen“, weiß er aus Erfahrung.
Denn der Gefahr der Eutrophierung, so der Fachbegriff für die übermäßige Anreicherung von Nährstoffen in Gewässern oder Ökosystemen, die dann zu starkem Pflanzen- und Algenwachstum und Sauerstoffmangel führen kann, waren die beiden Seen schon in den letzten Jahren immer wieder ausgesetzt. Im Schäferhauser See war bereits Blaualgenwachstum festgestellt worden. Damit den Seen nicht dasselbe Schicksal ereilt, wie dem Max-Eyth-See in Stuttgart, der umgekippt ist, wurde damals die Feuerwehr Wendlingen zu Hilfe gerufen, die Frischwasser in die Seen gepumpt hatte.


Gute Erfahrungen haben die Fischer inzwischen mit zwei Belüftungsanlagen gemacht, sogenannten „Sprudlern“, die die unterschiedlich temperierten Wasserschichten vermischen. Damit werden die kälteren Wasserschichten am Seegrund nach oben befördert, wo sie sich mit den wärmeren Wasserschichten vermischen. Dadurch sollen auch die Schlammablagerungen im See besser abgebaut werden.

Kaum natürliche Belüftung durch Wind möglich
Erschwerend kommt bei beiden Seen hinzu, dass eine natürliche Belüftung durch Wind nur eingeschränkt möglich ist. Am Schäferhauser See verhindert das ein nahegelegenes Gewerbegebäude, am Hüttensee behindert ein Wall an der B 313 und die Seebrücke den Luftaustausch.
Während aktuell zwei mit Strom betriebene Sprudler im Schäferhauser See im Einsatz sind, fehlt es an solchen Hilfsmaßnahmen noch am Hüttensee. Die Neuanschaffung ist solarbetrieben und kann eine Wasserfläche bis zu drei Hektar umwälzen. „Ideal wäre, wenn wir einen Frischwasserzulauf hätten“, ergänzte Bürgermeister Steffen Weigel in der Sitzung. Da es sich bei der Anlage um eine außerplanmäßige Beschaffung in Höhe von 30.821 Euro (brutto) handelt, werden die Kosten über Investitionen im Spielplatzbereich gedeckt.

Belüftungsgerät wird Eigentum des Vereins
„Zurzeit der Haushaltsaufstellung hatten wir das Thema noch nicht auf dem Schirm“, so der Bürgermeister auf die Nachfrage von Ansgar Lottermann, weshalb die Beschaffung nicht schon im Haushaltsplan eingepflegt wurde. Der Fischerverein beteiligt sich außerdem an den Anschaffungskosten mit maximal 10.000 Euro. Außerdem soll das Belüftungsgerät Eigentum des Vereins werden, was ebenfalls zu der Nachfrage von Lottermann führte, der den Grund dafür wissen wollte. Dieser hängt mit den Unterhaltskosten für das Gerät zusammen, die der Fischerverein künftig selbst tragen muss.

Bis zum 10. Juli sind die Bürger aufgerufen, Wunschstandorte in einer interaktiven Karte einzutragen. Rund 30 neue Bäume sollen in den kommenden zwei Jahren das Stadtklima verbessern.

Wo sollen in Nürtingen neue Bäume gepflanzt werden? Darüber können die Bürgerinnen und Bürger jetzt mitentscheiden. Bis zum 10. Juli haben sie die Möglichkeit, auf einer interaktiven Karte der Stadt Vorschläge für neue Baumstandorte einzutragen. Dies teilt die Pressestelle der Stadtverwaltung mit.
Die Aktion ist Teil eines städtischen Programms zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Insgesamt sollen in diesem und im kommenden Jahr rund 30 neue Einzelbäume im Stadtgebiet gepflanzt werden. Der Gemeinderat hatte dafür bereits im Juli 2025 grünes Licht gegeben. Für das Vorhaben stehen 750.000 Euro zur Verfügung, davon 600.000 Euro aus Fördermitteln der KfW im Rahmen des Bundesprogramms „Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz“.


Klimaresiliente Arten geplant
Mit den neuen Bäumen will die Stadt auf steigende Temperaturen und häufigere Hitzeperioden reagieren. Vor allem in dicht bebauten Bereichen könnten Bäume durch Schatten und Verdunstung zur Abkühlung beitragen, so die Stadtverwaltung. Darüber hinaus förderten sie die Artenvielfalt, speicherten Kohlendioxid und hülfen dabei, Regenwasser zurückzuhalten.
Nicht alle Orte kämen für eine Pflanzung infrage, zum Beispiel wegen Leitungen.
Alle eingereichten Vorschläge würden deshalb geprüft und mit den städtebaulichen Planungen abgeglichen. Anschließend würden die vorgesehenen Pflanzstandorte veröffentlicht.
Bei der Auswahl der Baumarten setzt die Stadt auf klimaresiliente und standortgerechte Arten mit geringem Allergiepotenzial, darunter Feldahorn und Schnurbaum, so die Verwaltung.
Vorschläge können bis zum 10. Juli online unter www.nuertingen.de/klimabäume eingereicht werden. nt

Es geht um die Nachverdichtung im Innenbereich und um bebaubare Grundstücke: Angebot und Nachfrage mit minimalem Aufwand zusammenführen ist das Ziel einer Baulückenbörse auf der Homepage der Stadtverwaltung Wendlingen.

Es gibt viele ungenutzte Grundstücke im Stadtgebiet. Häufig fehlen aber potenzielle Käufern Informationen über die Absichten der Grundstückseigentümer. Wie bringt man also einen möglichen Verkäufer und Käufer zusammen? Neben dem herkömmlichen Inserat im Immobilienteil der Zeitung oder auf entsprechenden Immobilienportalen im Internet gibt es eine weitere Möglichkeit: Als probates Mittel hat sich die Baulückenbörse entwickelt. Genau an dieser Stelle setzt auch die Stadtverwaltung mit einer internetgestützten Baulückenbörse auf der städtischen Homepage an.


Die Idee ist nicht neu, sondern hat sich bereits in vielen umliegenden Kommunen bewährt. Häufig handelt es sich bei den ungenutzten Flächen um sogenannte „Enkelesgrundstücke“, wie sie Thomas Stonjeck, Leiter des Fachbereichs Liegenschaften im Wendlinger Rathaus, in der letzten Gemeinderatssitzung bezeichnete. Sie werden über Jahrzehnte für die Nachkommen aufgespart. Ändern sich die Lebensumstände, etwa durch den Wegzug der Kinder, bleibt die Fläche häufig leer.
Viele, meist ältere Eigentümer scheuen den Gang zu großen, anonymen Online-Immobilienbörsen. Die Angst vor unseriösen Anfragen ist dabei groß. Auch die Bindung an einen Makler oder eine kostenpflichtige Immobilienagentur ist oft nicht gewollt.


Wie die Börse funktioniert
Hier springt nun die Stadt als vertrauensvoller Vermittler ein. Nach Prüfung durch den Bereich Liegenschaften und die Verwaltungsspitze wurde ein System etabliert, das Diskretion garantiert. Die Grundstücke werden vollkommen anonymisiert auf der städtischen Homepage veröffentlicht.
Die Kontaktaufnahme läuft ausschließlich über das Sachgebiet 41 (Grundstücksverwaltung) im Rathaus. Erst wenn die Kaufinteressenten eine seriöse Anfrage per E-Mail einreichen und die Daten geprüft wurden, leitet die Verwaltung diese an die Eigentümer weiter.


Anreiz für Nachverdichtung
Dass das Konzept funktioniert, zeigt die Praxis: Bereits im November 2025 wurden die ersten zwei Grundstücke online gestellt.
Thomas Stonjeck stellte aber klar: „Wir machen keine Rechtsberatung und sind bei den Verhandlungen auch nicht dabei.“ Auch tritt die Stadt nicht als Makler auf, und es entstehen keinerlei Provisionspflichten. Für die Stadt entstehen kaum Kosten, der Nutzen für die Innenentwicklung ist dagegen enorm, so die Erwartung.
Dem vorausgegangen ist eine steuerliche Änderung in Wendlingen: Bereits im Oktober 2024 hatte die Stadt die Einführung der Grundsteuer C für baureife, aber unbebaute Grundstücke beschlossen. Während der Hebesatz für bebaute Grundstücke sinkt, greift bei ungenutzten Flächen nun ein Hebesatz von 250 vom Hundert. Dieses Instrument soll gezielt als Anreiz dienen, um seit Jahren brachliegende Flächen in Zeiten der Wohnungnot zu aktivieren.


Keine Ausweisungen für neue Neubaugebiete
Aktuell sind rund 70 Grundstücke im Stadtgebiet von dieser neuen Regelung betroffen. Dass es mit der Mobilisierung von Bauland der Stadt ernst ist, zeigt sich auch an anderer Stelle: Kürzlich wurde die Bebauungsfrist, in der ein Grundstück im Neubaugebiet Steinriegel zwingend bebaut werden muss, um weitere zwei Jahre verlängert.
Damit kommt man den Eigentümern in der aktuellen Marktlage entgegen. Neue Flächenausweisungen oder Neubaugebiete im großen Stil sind jedoch in Wendlingen vorerst nicht vorgesehen. So haben sich Stadt und Gemeinderat von der erweiterten Flächenausweisung in den Anschlussgebieten Steinriegel II, Schillingsäcker und Gassenäcker verabschiedet.
Einstimmiges Lob aus dem Gemeinderat
Im Gemeinderat stieß das neue Instrument auf ungeteilte Zustimmung. Bastian Wolfer, Stadtrat der Grünen, betonte den großen Bedarf und regte an, das Anmeldeformular für die Börse künftig direkt mit den Grundsteuerbescheiden zu versenden, um die Plattform noch bekannter zu machen.
Stadträtin Susanne Essig (FWV) lobte die Initiative ebenfalls: „Mit kleinem Aufwand Bedarf und Angebote zusammenzubringen, ist der richtige Weg“, sagte sie.


In Wendlingen auch viele leer stehende Wohnungen
Dem schloss sich SPD-Fraktionschef Ansgar Lottermann an, der die ersten zwei Baugrundstücke als einen Anfang bezeichnete.
Gleichzeitig gab er zu bedenken, dass es in Wendlingen neben freien Flächen auch viele leer stehende Wohnungen gebe.
Der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler, Bernd Dieterle, brachte den Vorschlag ein, das Konzept auf Streuobstwiesen auszuweiten, um auch dort Stücklesbesitzer und Pächter zusammenzubringen. Thomas Stonjeck entgegnete, dass ältere Eigentümer ihre Wiesen bei Pflegeeinbußen meist direkt der Stadt zum Kauf anböten. Bürgermeister Weigel versprach, die Idee zur Prüfung mitzunehmen.
Eigentümer, die ihr Grundstück über die kostenlose städtische Plattform zum Verkauf anbieten möchten, können sich direkt an den Bereich Liegenschaften der Stadtverwaltung wenden.
(Gaby Kiedaisch)

Info: Weitere Informationen und Kontakt gibt es unter www.wendlingen.de/bauen-entwicklung/bauen-klimaschutz/baulueckenboerse.