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Astrid Diels

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Das Freilichtmuseum lädt Familien am langen Pfingstwochenende und in den anschließenden Ferienwochen zu einem abwechslungsreichen Programm mit Theater, Märchen, Führungen und Mitmachaktionen ein.

Am Pfingstsonntag, 24. Mai um 13 Uhr, gastiert der „Liederzirkus Pepperoni-Wackelzahn“ im Freilichtmuseum.
Beim Mitmach-Musiktheater „Der Löwe lacht“ von Vladislava und Christof Altmann ist die Unterstützung des Publikums gefragt. Gemeinsam mit Zirkusdirektor Wackelzahn und Ladulina erleben Kinder und Erwachsene eine turbulente Zirkusstunde voller Musik, Clownerie und mit fantasievollen Figuren, vom schüchternen Löwen, einem Zauberer mit Bauchweh, dem Sultan auf dem fliegenden Teppich bis zum feuerspeienden Drachen. Mitsingen und Mitmachen sind ausdrücklich erwünscht.

Märchentag am Pfingstmontag
Am Pfingstmontag, 25. Mai verwandelt sich das Freilichtmuseum Beuren in eine zauberhafte Märchenwelt und widmet sich der Tradition des Erzählens. Es zeigt, wie Märchen zeitlos unsere Ängste, Wünsche und Hoffnungen spiegeln und sie in symbolischer Form für Menschen jeden Alters zugänglich machen können.

Geschichten aus aller Welt
Erzählerinnen des Stuttgarter Märchenkreises entführen Groß und Klein in Geschichten aus aller Welt. Um 12, 13 und 14 Uhr kann man in historischen Stuben auf der Ofenbank sitzen und ihnen zuhören.

Viele Mitmachaktionen für Kinder
Das Figurentheater „Tredeschin“ führt um 11 und 15 Uhr in passender Kulisse das Märchen „Hans im Glück“ auf, das nach dem wahren Wert von Dingen fragt.
Das Team der Museumspädagogik lädt zu vielen Mitmachaktionen ein. Kinder können Zauberstäbe und Kronen basteln oder Märchenholzbilder bunt bemalen, welche ab den 1920er Jahren bis hinein in die 1980er Jahre viele Kinderzimmer schmückten, mittlerweile aber fast gänzlich verschwunden sind. Wer Dornröschen näher kennenlernen oder Rumpelstilzchen aushelfen möchte, kann den Spinnerinnen am Spinnrad über die Schulter schauen. Kleine Aschenputtel helfen im Tagelöhnerhaus beim Erbsen- und Linsensortieren.

Zaubertrank aus Wiesenblumen
Von 11 bis 17 Uhr können Kinder sich schminken lassen oder in der Kostümkiste stöbern. Wer möchte, kann natürlich auch gleich verkleidet kommen. Auch für den Geschmackssinn wird es märchenhaft. An der Grillstelle wartet ein selbstgemachter Zaubertrank aus duftenden Wiesenkräutern.

Spannende Führungen ab 26. Mai
Den stimmungsvollen Abschluss bildet das Schattentheater um 17 Uhr. Ab Dienstag, 26. Mai, erleben Familien zwei Wochen lang spannende Führungen immer dienstags und donnerstags, Mitmachaktionen jeweils mittwochs und freitags.
Am 26. Mai um 14 Uhr geht es bei der Führung „Wie sich das Leben im Dorf verändert hat“ auf eine Reise in die Jahre 1820 und 1920. Am 28. Mai um 14 Uhr stehen „Tiere und Pflanzen der Streuobstwiese“ im Mittelpunkt.
Kreativ wird es am 3. Juni von 14 bis 17 Uhr beim Papierschöpfen. Zum Ferienabschluss am 5. Juni gestalten Kinder mit Schreibmaschinen Kunstwerke und halten Geräusche der Streuobstwiesen auf Papier fest.

Außerdem ist ein Imker zu Gast im Museum.
Weitere Veranstaltungen widmen sich den Tierkindern und Nutztieren auf dem Bauernhof.

Info: Das vollständige Ferienproamm für Pfingsten gibt es als Download auf der Internetseite des Freilichtmuseums Beuren unter www.freilichtmuseum-beuren.de.

Gesundheit kompakt-Livestream am Montag, 18. Mai, 19 Uhr: Oberarzt Dr. Michael Buchmann von der Medius-Klinik Kirchheim spricht zum Thema „Depression im Alter – eine (un)heimliche Krankheit“ und beantwortet Zuschauerfragen.

Wenn Menschen älter werden, verändert sich vieles. Nicht nur körperlich, sondern auch sozial und emotional. Doch während körperliche Beschwerden meist ernst genommen werden, weil sie äußerlich sichtbarer sind, bleiben seelische Belastungen im höheren Lebensalter häufig im Verborgenen. Genau hier setzt der kommende Gesundheit kompakt-Livestream von Medius-Kliniken und Nürtinger Zeitung an:
Am Montag, 18. Mai, um 19 Uhr spricht Dr. Michael Buchmann, Oberarzt der Tagesklinik für Ältere an der Medius-Klinik Kirchheim, über Ursachen, Warnsignale und Behandlungsmöglichkeiten von Depressionen im Alter – und beantwortet live die Fragen der Zuschauerinnen und Zuschauer. Dr. Buchmann möchte das Thema aus der Tabuzone holen. Sein bewusst gewählter Titel „eine (un-)heimliche Volkskrankheit“ spielt auf zwei Aspekte an: unheimlich, weil Persönlichkeitsveränderungen Angehörige verunsichern. Und heimlich, weil viele Betroffene schweigen – aus Scham oder Unwissen. Der Livestream soll informieren, entlasten und den Menschen Mut machen.

Verschiedene Ursachen für Depressionen
Es ist zu beobachten, dass sich manche ältere Menschen zurückziehen, erschöpft wirken oder Interessen verlieren – Symptome, die Angehörige häufig als „normale Alterserscheinung“ deuten. Doch hinter Antriebslosigkeit, Schlafstörungen oder sozialem Rückzug kann eine ernstzunehmende Erkrankung stehen. Depressionen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen im höheren Lebensalter. Sie entstehen durch ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren. Viele Betroffene erleben Verluste, Krankheiten oder Einschnitte wie den Übergang in den Ruhestand. Gleichzeitig verändern sich biologische Prozesse im Gehirn.

Im Livestream wird Michael Buchmann unter anderem auf das Vulnerabilitäts-Stress-Kompetenz-Modell eingehen – ein wissenschaftlich fundiertes Erklärungsmodell. Vulnerabilität bedeutet, dass manche Menschen eine erhöhte seelische Verletzlichkeit mit sich bringen als andere, etwa durch genetische Faktoren oder frühere psychische Erkrankungen. Stress, unter anderem bedingt durch belastende Lebensereignisse wie den Verlust des Partners, Pflegebedürftigkeit, chronische Schmerzen oder Einsamkeit, kann diese Verletzlichkeit verstärken. Kompetenzen wiederum sind die Schutzfaktoren.

Ein Ziel ist es, die Stärken zu stärken
Dazu zählen soziale Unterstützung, stabile Alltagsstrukturen oder frühere Bewältigungsstrategien. Diese können helfen, Krisen zu meistern. Der erfahrene Mediziner macht Mut und gibt Hoffnung: „Man kann auch im Alter Kompetenzen neu erwerben.“ Wichtig sei, sich nicht auf die Schwächen zu konzentrieren, sondern die Stärken zu stärken und sich beispielsweise zu fragen: „Was kann ich trotz einer gewissen Einschränkung machen?“
Der Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie wird während des Livestreams verständliche und praxisnahe Einblicke in Diagnostik, Therapie und Unterstützungsmöglichkeiten geben.
Er wird der Frage nachgehen, wie man Depressionen im Alter erkennt und welche Risikofaktoren und Auslöser es gibt. Außerdem wird er erklären, wie sich Depressionen von altersbedingten Veränderungen oder Demenz unterscheiden.
Der Experte wird auch ausführlich darstellen, welche Therapie- und Unterstützungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen, wie Angehörige helfen können und wie sie entlastet werden.

Wie die Tagesklinik für Ältere unterstützt
Ein zentraler Baustein in der Behandlung kann die Tagesklinik für Ältere an der Medius-Klinik Kirchheim sein, in der Dr. Buchmann als Oberarzt tätig ist. In haltgebendem Rahmen werden die Patientinnen und Patienten montags bis freitags von 8.30 bis 15.30 Uhr betreut. Die Abende und Wochenenden verbringen sie zu Hause. Die Tagesklinik mit 18 Behandlungsplätzen bietet strukturierte Tagesabläufe, die Halt und Orientierung geben, psychotherapeutische Behandlung individuell und in Gruppen, medizinische Diagnostik und medikamentöse Behandlung, sozialpsychiatrische Unterstützung, etwa bei Alltagsbewältigung oder Angehörigenberatung, aktivierende Angebote wie Kunst-, Musik- und Bewegungstherapie sowie vieles mehr. Die durchschnittliche Behandlungsdauer beträgt sechs bis acht Wochen.

Hier können Fragen gestellt werden
Dieser Livestream möchte Hilfestellung geben. Denn Depression im Alter betrifft viele – aber wenige sprechen darüber. Frühes Erkennen ist wichtig für den Behandlungserfolg und Angehörige sind oft die ersten, die Veränderungen bemerken. Dr. Buchmann wird praxisnah, verständlich und empathisch aus seinem beruflichen Alltag berichten. Der Livestream bietet die ideale Gelegenheit, dem Experten Fragen zu stellen, denn das Gesundheit kompakt-Format lebt vom Austausch mit den Zuschauern. Interessierte können ihre Fragen bereits im Vorfeld und auch noch während des Livestreams per E-Mail an gesundheit@ntz.de senden.

Diese werden anonymisiert vorgelesen und vertraulich behandelt. Durch den Abend führt Lia Hiller von der Nürtinger Zeitung.

Hier geht es zum Livestream
Am Livestream teilnehmen kann man bequem von zu Hause aus oder mobil von unterwegs unter dem Link www.ntz.de/medius.
Der Stream steht auch im Nachhinein zum Anschauen zur Verfügung. (Lia Hiller)

Ein Förderprogramm macht es möglich. Ein Esslinger Büro will zwei verschiedene Nutzungsvarianten untersuchen.

Es ist wohl die allerletzte Chance, einen Investor für das Gebäudeensemble Stocknachstraße 9 und 11 in der Beurener Ortsmitte zu finden. Schon seit dem Jahr 2017 hat sich der Gemeinderat immer wieder mit maroden Häusern befasst. Pläne für die beiden Gebäude gibt es schon länger, doch es will sie eben bislang niemand umsetzen. In der jüngsten Sitzung befasste sich der Gemeinderat noch einmal mit den beiden Bauwerken, die sich im Besitz der Kommune befinden.
Der Grund: Das Landesamt für Denkmalpflege empfiehlt, die beiden Gebäude getrennt voneinander zu betrachten, und hat Geld aus dem Förderprogramm „Denkmal Minimal“ zur Verfügung gestellt. Dabei sollen drei unterschiedliche Kostenvarianten (analog zu den T-Shirt-Größen S, M und L) mit gegebenenfalls unterschiedlicher Nutzung untersucht werden. Das Büro Markus Numberger aus Esslingen wird diese Aufgabe übernehmen. Der Kostenrahmen beläuft sich insgesamt auf etwas mehr als 23.000 Euro.

Gebäude noch erhaltenswert
Aus fachlicher Sicht seien die Gebäude in einem erhaltenswerten Zustand und so sei die Untersuchung der Varianten weiterhin sinnvoll, heißt es dazu in der Gemeinderatsvorlage. Vertreter der unteren und oberen Denkmalschutzbehörde hätten sich im vergangenen Jahr über den Zustand des Ensembles vor Ort informiert. „Es wurde nochmals deutlich dargelegt, dass die Gebäude in einem erhaltenswerten Zustand sind und die Gemeinde als Eigentümerin eine Erhaltungspflicht nach dem Denkmalschutzgesetz hat“, lautete das Fazit der Kommune.
Schon vor diesem Hintergrund sollten die notwendigen Untersuchungen angestoßen werden, heißt es in der Gemeinderatsvorlage.

Auch Pläne für ein Café gab es schon

Die Summe für das Büro war freilich dem Gemeinderat doch etwas zu hoch. Man ist laut Bürgermeister Daniel Gluiber aber bereit, 15.000 Euro brutto einzusetzen, um eine kleine (S) und eine mittlere Variante (M) zu erhalten. „Das ist wohl die letzte Chance“, sagt Gluiber.
Es habe zwar Interessenten gegeben, aber daraus sei nichts Konkretes geworden. Vielleicht sei ja eine „kleine Lösung“ für einen Investor attraktiver.
Diese Art von Entwürfen gibt es bereits für das denkmalgeschützte Gebäude Rathausstraße 1.
Was die Stocknachstraße 9 und 11 betrifft, hatte sich die Verwaltung im Jahr 2022 noch optimistischer gezeigt. Der Beurener Architekt Martin Schweizer hatte damals Pläne für die beiden Häuser vorgestellt. Im Gebäude Stocknachstraße 9 sollten demnach zwei Wohnungen mit 84 und 104 Quadratmetern Fläche entstehen.

Pläne haben sich zerschlagen
In der Stocknachstraße 11 war im Erdgeschoss ein Café auf einer Fläche von 116 Quadratmetern geplant. Sogar an eine Außenbewirtschaftung war gedacht. Im ersten und zweiten Dachgeschoss sollten zwei Wohnungen mit 53 und 62 Quadratmetern Fläche entstehen. Zwei Auto-Stellplätze und vier überdachte Fahrradparkplätze waren für die Wohnungen eingeplant. Für die angedachte Gastronomie sollten zehn Fahrradabstellplätze und ein Autostellplatz hinzukommen. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich aber auch schon die Pläne, eine Baugenossenschaft einzubeziehen, zerschlagen. (Kai Müller)

Zwischen Lichtensteinstraße und Achalmstraße werden ab September 2026 vier neue Mehrfamilienhäuser entstehen. Bauherr ist die Neckar-Fils Wohnbaugenossenschaft.

Die Neckar-Fils eG, damals noch Siedlungsbau Neckar-Fils, ist in Wendlingens Stadtmitte schon lange präsent. 39 Wohnungen besaß die Genossenschaft zwischen Lichtensteinstraße und Achalmstraße.
Die Häuser, die noch aus den 1950er-Jahren stammen, hatten allerdings ihre beste Zeit schon länger hinter sich. Und so beschloss man bei der Wohnbaugenossenschaft, es sei Zeit, an diesem prominent in der Stadtmitte gelegenen Ort die alten Häuser durch drei Neubauten zu ersetzen. Im Oktober 2019 erfolgte die Mehrfachbeauftragung. Sie dient in der Immobilienwirtschaft dazu, den optimalen Architekturentwurf für ein Bauvorhaben zu finden.

Ein Invest von 22 Millionen Euro
Die Mieter zogen in Ersatzwohnungen, die Versorgungsleitungen in den Häusern wurden gekappt, um den Abriss der Altbauten angehen zu können. 2020 beschloss man bei der Neckar-Fils eG, das Gelände zu arrondieren und kaufte eine Hälfte des Doppelhauses in der Talstraße hinzu. „Dann allerdings kam 2022 der Ukrainekrieg. Und im Zuge dessen kamen auch Flüchtlinge aus der Ukraine zu uns“, sagt Fritz Krämer, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Neckar-Fils eG.
Um die erste Not zu überbrücken und diesen Menschen ein Dach über dem Kopf zu bieten, bot man die leeren Wohnungen dem Landratsamt als Unterkünfte an. Die Behörde hätte damals allerdings die Anschlüsse für Wasser und Strom wiederherstellen müssen und winkte ab.
Dann schossen die Baukosten um 50 Prozent nach oben. „Ein absoluter Wahnsinn“, sagt Carsten Martini, ebenfalls geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Genossenschaft. Das Projekt wurde also erst einmal zurückgestellt. Doch obwohl sich lange nichts tat, die Pläne für die Neubauten waren nicht vom Tisch. Im Februar 2023 erfolgte der Abriss der alten Wohngebäude. Ende Dezember 2023 reichte die Genossenschaft dann das Baugesuch beim Landratsamt ein. Bis die Genehmigung auf dem Tisch lag, dauerte es 15 Monate. „Mittlerweile hatten sich die Baukosten wieder stabilisiert. Auf hohem Niveau natürlich“, berichtete Martini. Nun konnte man auch die zweite Hälfte des Doppelhauses erwerben, was die Möglichkeit eröffnete, ein weiteres Mehrfamilienhaus einzuplanen. Bei der Neckar-Fils eG übernahm ab 2025 die eigene Architekturabteilung die Regie und begann mit der Detailplanung und den Ausschreibungen.

„Mittlerweile liegen die Ausschreibungsergebnisse für den Rohbau vor“, sagt Martini. 22 Millionen Euro wird die Genossenschaft in Wendlingen investieren. Der Geschäftsführer rechnet mit einer Bauzeit von 28 bis 30 Monaten. Somit wären die vier Gebäude bis im Frühjahr 2029 fertig gebaut. Im Herbst könnten dann die Mieter einziehen. Die Gebäude werden mit Photovoltaikmodulen auf den Flachdächern ausgestattet. Geheizt wird mit Erdwärme.
„Wir waren erleichtert, als die Probebohrungen ergaben, dass der Untergrund frei von Gipskeuper ist“, sagt Fritz Krämer schmunzelnd.
15 Euro pro Quadratmeter werde man für die Miete investieren müssen, sagt Carsten Martini. Für den Tiefgaragenstellplatz werden nochmals 70 Euro fällig. Ob es dabei bleibt, steht noch nicht fest. „Wir werden nach Fertigstellung der Häuser nochmals neu kalkulieren müssen“, sagt Martini.
Man versuche, die Mietpreise mitgliederfreundlich zu gestalten.
Der Spielraum der Genossenschaft sei jedoch im Laufe der Jahre merklich geschrumpft, räumt er ein. (Sylvia Gierlichs)

Das Insekt überträgt Krankheitserreger wie das Dengue oder Chikungunyavirus. Das Gesundheitsamt rät zu Vorsichtsmaßnahmen.

Die Asiatische Tigermücke wurde 2023 erstmalig im Landkreis Esslingen nachgewiesen. Mittlerweile gibt es bestätigte Funde aus den Gemeinden Holzmaden und Kirchheim. Die Tigermücke kann Krankheitserreger wie Denguevirus, Chikungunyavirus und das West-Nil-Virus auf den Menschen übertragen und ist damit für den Gesundheitsschutz besonders relevant.
Obwohl die Asiatische Tigermücke in tropischen und subtropischen Regionen des Indischen und Pazifischen Ozeans beheimatet ist, passt sie sich erfolgreich kühleren Regionen an. Schon 1979 fand sie den Weg nach Europa, wo sie erstmals in Albanien nachgewiesen wurde. Seit 1999 fühlt sie sich auch in Südfrankreich heimisch. In Baden-Württemberg findet man sie seit 2007 am Oberrhein.

Die Mücke hat eine auffällige Zeichnung

Anders als viele heimische Mückenarten ist die Tigermücke tagaktiv und ausgesprochen hartnäckig bei der Futtersuche. Tigermücken fallen durch ihre markante schwarz-weiße Musterung auf. Die fünf weißen Streifen an den Hinterbeinen erinnern an die Zeichnung eines Tigers. Zudem ist die Tigermücke kleiner als viele heimische Arten und erreicht nur etwa drei bis acht Millimeter Körperlänge.

Der Aktivitätszyklus der Mücke reicht von April bis Oktober. Die höchste Anzahl der Insekten wird üblicherweise im August und Anfang September beobachtet. Häufig wird die Art daher erst im Hochsommer wahrgenommen. Die Tigermücke legt ihre Eier bevorzugt an ruhigen, stehenden Wasserstellen ab. Bereits geringe Mengen genügen, etwa Restwasser in Blumentöpfen, Gießkannen, Pflanzenuntersetzern, kleinen Becken oder Stauwasser in Straßenabläufen. Besonders nach Starkregenereignissen ist es wichtig, auch kleinste Wasseransammlungen aufmerksam zu kontrollieren, da bereits geringe Mengen ausreichen.

Vorsicht bei Regentonnen und Gießkannen
Gleich im Frühjahr wird zur Bekämpfung empfohlen, Gießkannen, Eimer und Blumenkübel umzudrehen oder überdacht zu lagern, damit sich kein Regenwasser ansammeln kann. Angeraten ist, Vogeltränken im Garten regelmäßig zu säubern und das Wasser auszutauschen. Regentonnen und ähnliche Wassersammelgefäße sollten abgedichtet werden. Lässt sich dies nicht sicher umsetzen, sollte die Regentonne regelmäßig entleert werden oder das Wasser mit sogenannten Bti-Tabletten behandelt werden.

Das müssen Reiserückkehrer beachten
Dabei handelt es sich um einen biologischen Wirkstoff zur Bekämpfung von Stechmückenlarven. Nach dem Schlüpfen halten sich Tigermücken in der Regel meist innerhalb eines Radius von etwa 300 Metern um den Schlupfort auf. Werden Tigermücken entdeckt, befinden sich in der Nähe in der Regel auch Brutstätten, die beseitigt werden müssen.
Wichtig für Reiserückkehrer: In Regionen, in denen sich die Asiatische Tigermücke etabliert hat, besteht nach der Rückkehr aus einem Endemiegebiet die Möglichkeit einer Weiterverbreitung oben beschriebener, durch Mücken übertragbarer Erkrankungen.

Während einer Blutmahlzeit können Tigermücken insbesondere in den Tagen direkt vor und nach Erkrankungsbeginn Viren aus dem Blut aufnehmen und nach einer Inkubationszeit weitergeben.
Das Gesundheitsamt empfiehlt daher Personen, die eine Reise in die Tropen oder Subtropen planen, im Sommer und Frühherbst den Mückenschutz auch nach der Rückkehr für zwei Wochen beizubehalten. Das kann durch bedeckende Kleidung, Repellentien, also Biozide, die durch ihren Duft Insekten, Stechmücken und Zecken fernhalten und so einen Stich verhindern sollen, sowie Netze und Fenstergitter geschehen. Vor und nach der Reise sollten potenzielle Brutstätten in Wohnortnähe mückensicher gestaltet werden.
Ausführliche Informationen zur Bekämpfung der Asiatischen Tigermücke und zur Meldung von Verdachtsfunden hat das Gesundheitsamt in einem Merkblatt zusammengestellt.

Info: Das Merkblatt findet man auf der Homepage des Landkreises Esslingen unter dem Suchbegriff Tigermücke. pm

Ralf Pfann hat die Märchen, die seine Mutter immer erzählte, für seine Töchter in Buchform gebracht.

Ralf Pfann aus Großbettlingen hat ein Buch für seine Töchter Antonia und Therese geschrieben, das einen ganz engen Bezug zur Familiengeschichte hat: Als kleiner Junge hat er immer mit Begeisterung den Geschichten seiner Mutter und seines Großvaters zugehört, die in Siebenbürgen wurzeln. Von dort stammt Ralf Pfanns Familie, die Erzählungen wurden seit jeher der nächsten Generation weitererzählt. Diese Familientradition führte der heute 55-Jährige bei Spaziergängen, am Lagerfeuer sitzend oder auf Skihütten weiter. Nun hat er die Geschichten aufgeschrieben und in ein Wintermärchen von drei Königen, die die Mädchen Antonia und Therese begleiten, gepackt.
Mit dem 61-Seiten-Büchlein „Antonia und die Könige“ hat Ralf Pfann seine Familie überrascht: „Wir wussten, dass er es mal machen wollte“, erzählt die 18-jährige Abiturientin Therese Pfann. Niemand ahnte jedoch, dass er es längst getan hatte, bis an Weihnachten zwölf Familienmitglieder inklusive Familienoberhaupt Margret Pfann zusammensaßen und für jeden das identische Geschenk unter dem Christbaum lag. Die Lieferung sei für später angekündigt gewesen und sei wider Erwarten an Heiligabend in der Post gewesen – ein perfektes Timing, so Pfann lächelnd. „Ich bin so froh, dass er das gemacht hat“, zeigt sich seine 88-jährige Mutter auch nach über drei Monaten gerührt von der weihnachtlichen Überraschung ihres Sohnes. Auch wenn sie längst in Großbettlingen sesshaft sei, bleibe das kleine Dorf Nadesch in Siebenbürgen eines: die Heimat.

Ein Koffer voller Bücher als Schatz
Das Buch ihres Sohnes ist vieles: Die Wiedergabe von Erinnerungen, die Geschichten sind aber auch geprägt von den Erfahrungen von Trennung, Wiedersehen und Neubeginn nach der Ausreise der Familie vor rund 65 Jahren. Margret Pfann war 22 Jahre alt, als sie mit ihrer Mutter und zwei jüngeren Brüdern im Zuge der Familienzusammenführung Rumänien verließ und nach Großbettlingen kam. Damals hatte die Familie den Vater 17 Jahre nicht mehr gesehen. „Er durfte nicht mehr nach Rumänien einreisen“, erinnert sich Margret Pfann. Er habe ihr bei einem Heimaturlaub während des Zweiten Weltkriegs aber einen unerwarteten Schatz hinterlassen: einen Koffer voller Bücher, darunter auch drei wundervolle Märchen. Diese Bücher habe sie nicht mit nach Deutschland nehmen können, aber die Erinnerung daran schon.
Und da kommt Sohn Ralf ins Spiel, der gemeinsam mit seinem Bruder und Freunden als Kind seiner Mutter gerne beim Erzählen der Geschichten zugehört hat. „Egal wo sie war und was sie gemacht hat, erzählte sie uns diese wunderbaren und manchmal auch wehmütigen Geschichten“, erinnert er sich.

Auf Recherche in Rumänien
Im Garten oder selbst beim Bügeln haben sie sich um die Mutter geschart. Auch die Besuche seines Großvaters Hans sind ihm noch in guter Erinnerung: „Unser größter Wunsch war stets, von ihm Geschichten zu hören. Wir haben ihn regelrecht dazu gedrängt“, so der inzwischen 55-Jährige.
Als einige Familienmitglieder 2013 gemeinsam in Nadesch waren und seine Mutter und ihre Brüder in Erinnerungen schwelgend durch den Ort liefen, reifte in ihm die Idee: „Ich wollte die Geschichten aufschreiben“, so Ralf Pfann. Er fing tatsächlich damit an, das Projekt geriet dann aber in Vergessenheit, und erst 2024 kamen ihm seine Aufschriebe aus einem traurigen Anlass wieder in die Hände: „Mein Onkel war gestorben und ich wollte einen Nachruf verfassen“, erinnert sich der Großbettlinger.

Dieses Mal habe er konzentriert daran gearbeitet, sei für Recherchen sogar in Rumänien gewesen. „Geschrieben habe ich die Geschichten aber aus dem Kopf raus und habe gleich von Mama einen Rüffel bekommen“, meint Ralf Pfann lachend.
Das kann seine Mutter bestätigen: Ihr Sohn habe wesentliche Aspekte bei der Geschichte der heiligen Genoveva vergessen – aber das änderte nichts an ihrer Freude über das Buch.
Die Geschichten werden in der Familie seit Generationen erzählt, und so soll es auch bleiben, wie Tochter Antonia unterstreicht. Das beim holländischen Selfpublishing-Verlag Bookmundo erschienene Büchlein ihres Vaters mache es ihrer Generation leicht, die Tradition des Geschichtenerzählens fortzuführen.
Als ich gelesen habe, sind bei mir viele Erinnerungen an meine Kindheit geweckt worden“, gibt die 20-jährige Studentin zu. Und das sei ein tolles Gefühl gewesen.

Unter dem doppeldeutigen Titel „Um Bauen!“ wird die ganze Region von April bis Oktober 2027 zu einer Ausstellung.

Zum 100. Geburtstag der Weißenhof-Siedlung in Stuttgart biegt die Internationale Bauausstellung, IBA‘27, auf die Zielgerade ein. Nach acht Jahren der Begleitung zahlreicher Bauprojekte in der Region Stuttgart wird die IBA die Ergebnisse ihrer Arbeit im nächsten Jahr präsentieren.
„Dabei ist sehr deutlich geworden, wie notwendig ein neuer Blick auf Architektur, Bautechnik und Stadt ist, um die Herausforderungen der Zukunft zu bewältigen“, so IBA‘27-Intendant Andreas Hofer bei der Pressekonferenz kürzlich, bei der das Konzept für das Ausstellungsjahr vorgestellt wurde. Unter dem Titel „Um Bauen!“ wird die ganze Region vom 24. April bis 30. Oktober 2027 zu einer großen Ausstellung. Im Mittelpunkt stehen zukunftsfähige Bauprojekte, von Einzelgebäuden bis zu großen Quartieren, heißt es dazu in einer Pressemitteilung. Viele werden bis 2027 fertiggestellt sein, andere lassen sich als Baustellen oder Entwicklungsorte erleben.

„Das Ausstellungsjahr ist daher kein Abschluss, sondern ein Sprungbrett in die Zukunft der Region.“ An rund 40 ausgewählten Projektorten in Stuttgart und der Region werden neue Formen einer nachhaltigen Quartiersentwicklung erlebbar gemacht, heißt es dazu weiter.
„In der zentralen Ausstellung im ehemaligen „Galeria“-Kaufhaus in der Stuttgarter Eberhardstraße stellt die IBA‘27 die Resultate ihrer Arbeit vor, lädt die Gäste zum Entdecken und zur Diskussion ein und zeigt anhand von ausgewählten Projekten der IBA Antworten auf zentrale Fragen, wie etwa: Welche Wohnungen brauchen wir in Zukunft? Welche Potenziale schlummern in brachfallenden Gewerbegebieten? Zu einem wichtigen Schauplatz im Ausstellungsjahr wird Wendlingen.
In seinem schon heute viel beachteten Holzparkhaus direkt am Bahnhof werden die Gäste der IBA‘27 empfangen. Es ist laut Andreas Hofer „nicht nur Leistungsausweis für den modernen Holzbau, sondern demonstriert auf vielen Ebenen, wie sorgfältig gestaltete und innovativ gedachte Infrastrukturbauten Bausteine auf dem Weg in die Zukunft sein können.“ Zweiter IBA‘27-Ort ist die ehemalige Neckarspinnerei in Unterboihingen. Dort entsteht Schritt für Schritt ein lebendiges Quartier, in dem Arbeiten und Wohnen wieder enger zusammenrücken. Historische Industriegebäude werden weitergebaut, neue Nutzungen ziehen ein und Grünräume schaffen Aufenthaltsqualität entlang des Neckars. Bis 2027 wird ein großer Teil des teils denkmalgeschützten Bestands umgebaut und bezogen sein, teilt dazu die IBA mit. (Gaby Kiedaisch)

Der Stadtrundgang, auf den sich Interessierte selbst begeben können, führt zu geschichtsträchtigen Stationen durch den Stadtteil Unterboihingen. Per QR-Code gibt es mehr Informationen zu jeder der elf Stationen. Initiator ist eine ehrenamtliche Gruppe des Bürgervereins Wendlingen.

Stadtrundgänge, bei denen man etwas über den Ort erfahren kann, liegen voll im Trend. Besonders beliebt sind solche, bei denen man auf eigene Faust Anfang und Ende, Uhrzeit und Tempo selbst bestimmen kann.

Start ist am Holzparkhaus
Neben den seit dem dritten Jahr angebotenen Wendlinger Stadtspaziergängen, die von Stadtführern geleitet werden, hat die Gruppe „Mein Wendlingen“ nun ein neues Angebot, nicht nur für Geschichtsinteressierte.
„Beginn ist am Holzparkhaus“, sagte Wilfried Schmid erst kürzlich zur offiziellen Eröffnung des Ersten Stadtrundgangs. Dort, am heutigen Schwanenweg, stand ehemals der Gasthof Schwanen, direkt am damaligen Bahnübergang. Blechlawinen von Autos und Lastwagen plagten sich noch bis Anfang der 1970er-Jahre über die historische Ulrichsbrücke, bis man sich entschied, eine moderne Brücke (Römerbrücke) für den zunehmenden Verkehr zu bauen, der von da an ohne langes Warten an der Bahnschranke über die Eisenbahnstrecke Tübingen–Stuttgart direkt nach Wendlingen hineinfahren konnte.

„Neben der kurzen Beschreibung zu den historischen Gebäuden und Orten gibt es auf jeder Hinweistafel einen QR-Code, der mit weiteren detailliert beschriebenen Informationen mit viel Bildmaterial verlinkt ist“, so Schmid über die Raffinesse der Digitalität.
Mit Smartphone oder Tablet können über den QR-Code an Ort und Stelle weitere Informationen, interessante Einblicke und Bilder gescannt werden.
Wer möchte, kann so alles nochmals in aller Ruhe zu Hause digital Revue passieren lassen. „Für Sehbehinderte ist der Text auch als Audio-Datei abrufbar“, ergänzte Schmid bei der Präsentation.

Der Stadtrundgang kann auch woanders begonnen werden
Am Holzparkhaus ist zwar die erste Station, laut Wilfried Schmid „kann mit dem Stadtrundgang jedoch begonnen werden, wo man will“. Der Rundgang ist so konzipiert, dass man jederzeit irgendwo anders einsteigen kann. So muss man auch nicht auf einmal die insgesamt elf Stationen ablaufen, sondern kann sich den Rundgang aufteilen, so wie es einem beliebt und man Zeit zur Verfügung hat. Weitere Stationen sind unter anderem der Bahnhof und das Hotel Keim, das Schloss Unterboihingen, das Milchhäusle, die Kapelle im Hürnholz und die Arbeitersiedlung in der Spinnerstraße.

„Der Rundweg ist für Menschen, die die eigene Stadt kennenlernen wollen, und natürlich für Auswärtige, die ihre Region historisch kennenlernen und das mit einem Spaziergang verbinden wollen. Selbst als Alt-Wendlinger habe ich bei der Recherche noch einiges erfahren, wovon ich vorher noch keine Ahnung hatte“, sagte Schmid unverblümt.

Umgesetzt hat den Rundgang „Mein Wendlingen“ eine Untergruppe von etwa zehn Ehrenamtlichen innerhalb des Bürgervereins. Jeder hatte etwas beigetragen. So stammt die digitale Unterstützung von Klaus Oswald, der zusammen mit Manfred Klumb den Vorsitz des Bürgervereins inne hat. Klumb war für die Hardware zuständig, hat also alles, was mit den Tafeln zusammenhing, bis zum letzten Schräubchen organisiert und vor Ort montiert und aufgestellt. „Das war eine tolle Teamarbeit“, freute sich Manfred Klumb über so viel Gemeinsinn.
Bürgermeister Steffen Weigel bedankte sich bei allen Beteiligten des Bürgervereins. Er freue sich, dass sich die Ehrenamtlichen dieser Aufgabe angenommen haben. „Das ist alles sehr professionell gestaltet worden“, sagte das Stadtoberhaupt anerkennend.
„Es war immer ein Wunsch auch der Stadt, dass solche Stadtrundgänge angeboten werden“, freute sich Weigel darüber, „dass der Bürgerverein die Idee nun aufgegriffen hat“.
Für ebenso erwähnenswert befand Weigel, dass der Bürgerverein „für die Kosten eigene Sponsoren gefunden hat“.

In diesem Jahr geht es mit Bodelshofen weiter

Insgesamt möchte die Gruppe „Mein Wendlingen“ vier solcher Stadtrundgänge anbieten. Nach Unterboihingen soll noch in diesem Jahr der Stadtteil Bodelshofen mit weiteren Stationen folgen, dann Wendlingen und zum Schluss noch einmal „Unterboihingen Süd“.
„Das ist aber nur ein Arbeitstitel“, schmunzelte Wilfried Schmid. Gemeint sind damit die Otto-Villa mit dem Neckarspinnerei-Quartier und der evangelische Friedhof.
Während also der Stadtrundgang in Unterboihingen selbstständig erkundet werden kann, gibt es in der Reihe „Stadtspaziergänge“ seit diesem Jahr zu den vorhandenen elf Angeboten drei neue. (von Gaby Kiedaisch)

Info: Hierzu gibt es weitere Informationen inklusive der Anmeldung unter www.bürgerverein-wendlingen.de/mein-wendlingen oder www.wendlingen.de/freizeit-kultur/tourismus/stadtfuehrungen.

Die Mischung aus Einkaufserlebnis und Begegnung macht den verkaufsoffenen
Sonntag am 22. März in Nürtingen so besonders. Von 12 bis 17 Uhr sind die Geschäfte geöffnet. Der Osternestlesmarkt in der Altstadt startet ab 11 Uhr.

Nürtingen macht sich bereit für einen dieser Tage, an denen die Stadt noch mehr strahlt und sie erfüllt ist von gut gelaunten Menschen und freudigen Begegnungen. Am Sonntag, 22. März, lädt Citymarketing Nürtingen zum verkaufsoffenen Sonntag ein. Die Geschäfte öffnen von 12 bis 17 Uhr ihre Türen – und die Innenstadt verwandelt sich in einen Ort, an dem Bummeln, Begegnen und Genießen Hand in Hand gehen.


Frühling in der Luft, Leben auf den Straßen
Es ist dieser besondere Moment im Jahr, wenn der Frühling schon deutlich spürbar ist und der Winter sich langsam verabschiedet. Genau dann entfaltet dieser verkaufsoffene Sonntag seine Magie. Die Straßen füllen sich mit Menschen, Lachen, und dem Duft kulinarischer Überraschungen. Der Nürtinger Einzelhandel präsentiert sein frühlingsfrisches Angebot und überall spürt man: Heute ist Nürtingen in Feierlaune.
Dass dieses Event alle Generationen anspricht, davon ist Tamara Wenzelburger, Vorsitzende von Citymarketing Nürtingen e.V., überzeugt: „Vom NürTiger, welcher die Kleinsten begeistert, über das Karussell bis hin zu vielen Ständen mit leckeren Köstlichkeiten – überall gibt es etwas zu entdecken. Dazu kommt der Osternestlesmarkt in der Altstadt, der bereits ab 11 Uhr öffnet und mit vielen liebevollen Ideen auf Ostern einstimmt. Und natürlich überraschen auch die Geschäfte mit besonderen Aktionen. Genau diese Mischung aus Städtles-Fest, Begegnung und Einkaufserlebnis macht den Tag so besonders.“


Entspanntes Einkaufen ohne Zeitdruck
Ob neue Frühlingsmode, besondere Geschenkideen oder einfach ein gemütlicher Stadtbummel – der verkaufsoffene Sonntag lädt dazu ein, ohne Hektik durch die Nürtinger City zu schlendern. Viele Geschäfte nutzen den Tag, um besondere Aktionen, Rabatte oder kleine Extras anzubieten. Es ist die perfekte Gelegenheit, Neues zu entdecken oder sich inspirieren zu lassen. Genau das ist das Ziel von Citymarketing Nürtingen, erklärt Tamara Wenzelburger: „Mit Veranstaltungen wie diesen möchten wir Menschen in die Stadt bringen, Neues zeigen und den Einzelhändlern ermöglichen, sich zu präsentieren. Sie selbst verbindet den verkaufsoffenen Sonntag im Frühling mit einem besonderen Gefühl: „Ich finde ihn richtig schön. Die Menschen erfreuen sich über die ersten Sonnenstrahlen, die Blumen blühen und man sieht ganz viele grinsende Gesichter.“


Atmosphäre, die man fühlen kann
Veranstaltungsmanagerin Esther Lay von City- und Stadtmarketing erklärt: „In diesem Jahr dürfen wir einige neue Aussteller begrüßen. Besonders groß fährt Wörner Landmaschinen und Kleingeräte auf und präsentiert eine beeindruckende Auswahl an Maschinen. Mit Marc Lippe haben wir außerdem ein neues Citymarketing-Mitglied gewonnen.
Er stellt drei seiner Wohnmobile vor und ermöglicht Besucherinnen und Besuchern, sich direkt vor Ort über mobiles Reisen zu informieren.“ Der Fitness(t)raum macht mit seinen Darbietungen unter freiem Himmel Lust auf Bewegung.


Familienfreundliches Programm
Citymarketing Nürtingen denkt auch an die ganz jungen Besucher. „Es gibt wieder beliebte Kinder-Tattoos und viele bunte Luftballons“, so Esther Lay.
„Und der NürTiger, das Maskottchen von Citymarketing Nürtingen, ist zu jeder vollen Stunde rund um den Schillerplatz unterwegs.“
Das bunte und familienfreundliche Programm zeigt einmal mehr, dass dieser Sonntag von der Gemeinschaft lebt. Nürtingen zeigt sich von seiner warmen, offenen Seite.
Wer die Stadt kennt, weiß: Hier entsteht Atmosphäre durch Menschen, die Lust haben, gemeinsam etwas zu erleben.


Ein Tag zum Verweilen
Zwischen den Einkäufen in ein Café einkehren, neue Eissorten probieren, draußen sitzen, die Sonne einfangen und das Treiben beobachten – genau das macht den Charme dieses Tages aus. Die Gastronomie der Stadt sorgt dafür, dass niemand hungrig oder
durstig bleibt.
Organisatorin Esther Lay freut sich: „Am meisten Spaß macht der Austausch mit unseren Mitgliedern und die große Vielfalt, die das Event jedes Jahr mit sich bringt. Wenn es um die Organisation des Osternestlesmarktes geht, ist besonders die Zusammenarbeit mit Mark Horlacher sehr bereichernd. Außerdem ist es immer wieder spannend, neue Produkte und neue Aussteller kennenzulernen. Das Schönste am Ende dieses Tages sind jedoch die leuchtenden Augen der Besucherinnen und Besucher.“


Stadtbücherei geöffnet
Am Sonntag, 22. März, ist die Stadtbücherei Nürtingen in der Marktstraße 7 ebenfalls von 12 bis 17 Uhr geöffnet und lädt zum Entdecken und Ausleihen ein. Alle neuen Kunden können sich einen Schnupperausweis ausstellen lassen, um das Angebot drei Monate kostenlos zu testen. Auf alle Kinder wartet ein Oster-Rätsel. Bereits um 11 Uhr liest Silvia Peter die lustige Geschichte „Ein Osterhuhn hat viel zu tun“ vor. Das Huhn Elli Erbse hat nach einer wilden Osterhasen-Verfolgungsjagd eine schokoladige Idee. Die Bilder dazu werden groß auf einer Leinwand gezeigt. Um Anmeldung für das Bilderbuchkino für Kinder ab vier Jahren wird gebeten: online unter www.stadtbuecherei-nuertingen.de oder telefonisch unter (07022) 75-360. (Lia Hiller)

Literatur, Theater, Musik und Kabarett: Vom 16. bis 25. April lädt die Wendlinger Kulturzeit wieder zu zehn Veranstaltungen ein.

Zehn Veranstaltungen, sieben Veranstalter und ein Programm, das von Literatur über Theater bis zur Musik reicht: Die Wendlinger Kulturzeit lädt vom 16. bis 25. April wieder zu einer Reihe kultureller Veranstaltungen in die Stadt ein. Vorgestellt wurde das Programm in der letzten Woche bei einem Pressetermin in der Stadtbücherei.

Für die Stadt begrüßte Kathrin Flohr die Beteiligten und vertrat dabei Bürgermeister Steffen Weigel. Die für Kultur zuständige Fachbereichsleiterin im Wendlinger Rathaus zeigte sich zufrieden mit dem Angebot: „Es ist wieder gelungen, ein buntes und vielfältiges Programm zusammenzustellen.“ Die Kulturzeit biete Veranstaltungen für unterschiedliche Altersgruppen – von Kinderprogramm über Lesungen bis zu Musik und Kabarett.

Musik und Lyrik aus der DDR
Den Auftakt bildet schon fast traditionell das Literarische Frühstück des Bürgertreffs MiT im Treffpunkt Stadtmitte. Am Donnerstag, 16. April, um 9.45 Uhr präsentiert Eleonore Hochmuth unter dem Titel „Durch Nacht und Feuer“ Chansons und literarische Texte der DDR-Künstlerin Giesela Steinecker. Begleitet wird sie von Chris Geisler am Klavier. Der Literaturwissenschaftler Manfred Menzel rezitiert dazu ausgewählte Gedichte.
MiT-Leiterin Heike Hauß riet Interessierten, sich mit dem Kartenkauf zu beeilen. „Die Erfahrung zeigt, dass die knapp 100 Plätze immer schnell ausverkauft sind.“ Die Lieder und Gedichte aus dem Osten Deutschlands seien hier kaum bekannt, so Hauß – deshalb sei die Veranstaltung umso interessanter. Am Donnerstagabend steht im Treffpunkt Stadtmitte Kabarett auf dem Programm. Um 19.30 Uhr zeigt das Duo Die Kächeles mit seinem Programm „Firlefanz“ einen humorvollen Blick auf den schwäbischen Ehealltag mit seinen Höhen und Tiefen.

Stadtbücherei mit Angebot für Kinder und Jugendliche
Die Stadtbücherei beteiligt sich erneut mit mehreren Veranstaltungen. Büchereileiterin Christiane Ehmann stellte beim Pressetermin unter anderem das diesjährige Kindertheater vor. Am Freitag, 17. April, 15 Uhr, zeigt das Artisjok-Theater im Treffpunkt Stadtmitte das Stück „Lieselotte macht Urlaub“ – nach dem beliebten Kinderbuch und geeignet für Kinder ab vier Jahren. „Wir haben die Kuh Lieselotte auf die Bühne geholt“, sagte Ehmann. Erstmals ist damit das Artisjok-Theater bei der Kulturzeit zu Gast.

Und weitere Angebote der Bücherei richten sich an junge Besucher. Am Mittwoch, 22. April, liest der Autor Martin Schäuble am Vormittag aus seinem Jugendroman „Godland“ für Schulklassen. Am Nachmittag um 16.15 Uhr folgt in der Stadtbücherei eine Vorlesezeit mit Bilderbuchkino zum Buch „Der kleine Pirat“ für Kinder ab vier Jahren.
Ehmann freute sich außerdem darüber, dass es wieder gelungen sei, den Literaturbezug durch alle Veranstaltungen hindurch zu bewahren – auch wenn Theater und Musik ebenfalls Teil des Programms sind. „Es ist toll, dass es jedes Jahr immer wieder gelingt, so hochkarätige Veranstaltungen anzubieten“, sagte sie mit Blick auf zahlreiche „Wiederholungstäter“ unter den Veranstaltern, die regelmäßig zur Kulturzeit zurückkehren.

Schwabenkrimi-Lesung
Ein literarischer Höhepunkt dürfte die Lesung der Krimiautorin Sybille Baecker werden.
Sie stellt am Donnerstag, 23. April, 19.30 Uhr, im Treffpunkt Stadtmitte ihren neuen Kommissar-Brander-Schwabenkrimi „Und der Schönbuch schweigt“ vor. Organisiert wird die Veranstaltung erneut gemeinsam vom Buchladen im Langhaus und der Stadtbücherei.
Der Bürgerverein Wendlingen beteiligt sich ebenfalls wieder an der Kulturzeit. Heike Mang-Puffaldt und Christian Zorn von der Stolperstein-Initiative stellten das Theaterstück „13 Minuten – wie Georg Elser beinahe die Welt verändert hätte“ vor. Auf das Bühnen-Duo seien sie bei einem Besuch im Theaterhaus Stuttgart aufmerksam geworden.

Das Stück wird am Samstag, 18. April, um 19.30 Uhr im Treffpunkt Stadtmitte aufgeführt und erzählt die Geschichte des Hitler-Attentäters Georg Elser anhand von Vernehmungsprotokollen.
Sein Bombenattentat im Münchener Bürgerbräukeller schlug damals fehl, weil der Diktator 13 Minuten früher abreiste als geplant.


Premiere bei der Kulturzeit
Eine Premiere erlebt die Kulturzeit mit einem „Dichterspaziergang“. Organisiert wird er vom Bürgerverein. Christa Schimpf nimmt die Spaziergänger am Freitag, 24. April, um 16 Uhr in der Weinhalde mit. Treffpunkt ist die Ecke Max-Eyth-Straße/Pfarrgartenstraße. „Auf der Weinhalde gibt es 27 Straßen und Wege, die nach Dichtern benannt sind“, erklärte Schimpf. Bei dem Rundgang, der später auch in das reguläre Programm des Vereins aufgenommen werden soll, erfahren die Teilnehmer Wissenswertes über die Namensgeber der Straßen – und sicher gibt es auch das eine oder andere Gedicht zu hören. Musikalisch beteiligt sich unter anderem der Akkordeon-Club Wendlingen. Der Verein nimmt das Akkordeon, das 2026 zum „Instrument des Jahres“ gekürt wurde, zum Anlass für sein Programm „Von Opern- und anderen Helden“, das am Sonntag, 19. April, um 18 Uhr im Treffpunkt Stadtmitte zu hören ist. Der Eintritt ist frei. Den Abschluss der Kulturzeit gestaltet die Musikschule Köngen/Wendlingen. Am Samstag, 25. April, um 17 Uhr präsentieren rund 60 Nachwuchsmusiker im Treffpunkt Stadtmitte das Programm „Die goldenen Flügel“. „Dieses Jahr stehen die Zupf- und Streichinstrumente im Fokus“, sagte Musikschulleiter Ole Abraham. Die jungen Musiker haben sich mit der vertonten Version des Kinderbuchs „Tico und die goldenen Flügel“ beschäftigt und zeigen eine musikalisch-poetische Bilderreise.

Info: Eintrittskarten gibt es im Buchladen im Langhaus, in der Stadtbücherei sowie im Bürgertreff MiT. Außerdem verkaufen die Veranstalter Tickets. Weitere Informationen und das ausführliche Programm gibt es unter www.wendlingerkulturzeit.de.