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Astrid Diels

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Nachdem die SPD-Ortsgruppe öffentlich gemacht hat, dass das Schwimmbad dem Sparkus in Aichtal zum Opfer fallen könnte, sammeln die Rettungsschwimmer nun Unterschriften.

Nachdem die Nürtinger Zeitung am 2. November über Aichtals Sparkurs berichtet hat, schaltet sich die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Ortsgruppe Aichtal ein und setzt sich für den Erhalt des Hallenbads ein. Die Berichterstattung hatte sich unter anderem auf einen Beitrag der SPD Aichtal auf Facebook bezogen.


Partei ruft zum Erhalt auf
Auf ihrer Seite ruft die Partei zum Erhalt des Hallenbads in Neuenhaus auf. In einem Kommentar wird außerdem behauptet, dass über eine Schließung des Hallenbads nachgedacht wird.
Auf Anfrage der Nürtinger Zeitung wollte sich Aichtals Bürgermeister Sebastian Kurz nicht näher zu dem Thema äußern, bestätigte aber, dass das Hallenbad auch bei der kürzlich stattgefundenen Klausurtagung zum angespannten Haushalt thematisiert wurde.
Diskussion trifft DLRG „mitten ins Herz“
Die DLRG sieht sich nun zum Handeln gezwungen. In einer Stellungnahme heißt es: „Mit großer Sorge haben wir als DLRG-Ortsgruppe Aichtal den kürzlich in der Nürtinger Zeitung erschienenen Artikel über unser örtliches Hallenbädchen gelesen.“
Die Diskussion um das Hallenbad als möglicher Einsparposten treffe die DLRG „mitten ins Herz“, denn das Hallenbad sei nicht nur ein zentraler Bestandteil der Stadt Aichtal, sondern auch ein Ort für „Spaß, Bildung, Sport, Begegnungen und Sicherheit“.


250 Menschen trainieren wöchentlich
Wöchentlich trainierten rund 250 Kinder, Jugendliche und Erwachsene im Hallenbad Neuenhaus. „Hinzu kommen die regulären Badbesucher, weitere Sportvereine sowie zahlreiche Schulen aus Aichtal und der Region, die das Bad für den gesetzlich vorgeschriebenen Schwimmunterricht nutzen“, heißt es in der Stellungnahme.


Schwimmen als gesellschaftliche Notwendigkeit
Schwimmen sei eine Fähigkeit, die buchstäblich Leben retten kann. „Blickt man auf die Statistiken der letzten Jahre, sieht man nicht nur, dass immer mehr Bäder schließen, sondern gleichzeitig auch immer mehr Menschen ertrinken.“ Schwimmen sei daher eine gesellschaftliche Notwendigkeit. „Ohne die Möglichkeit, Schwimmen zu lernen, nehmen wir unseren Kindern und uns selbst die Chance, unbeschwert Zeit im Freibad, am See oder Meer zu verbringen.“
Erschwerend komme hinzu, dass Kinder, die das Schwimmen nicht frühzeitig lernen, dies später meist nicht mehr nachholen.


Petition ins Leben gerufen
Gemeinsam wolle man ein Zeichen für den Erhalt des Hallenbades und für einen offenen und transparenten Diskurs setzen und ruft deshalb zum Sammeln von Unterschriften auf. Unter www.openpetition.de/htnnz können Befürworter ihre Stimme abgeben. „Ein Hallenbad zu schließen, spart kurzfristig Geld, aber langfristig kostet es Sicherheit“, heißt es in der Stellungnahme.
(von Matthäus Klemke)

Kinderarzt Wolf Rödiger beendet zum Jahresende seine Tätigkeit. Die Stadt will alles tun, um eine Nachfolge zu ermöglichen. Doch die ist bislang nicht in Sicht.

„Viele Eltern sind in heller Aufregung“, beschrieb Stadtrat Volker Kleefeldt die Reaktion auf die kursierende Nachricht, dass der einzige Kinderarzt in Wendlingen bald seine Praxis schließen wird. Angesichts der schwierigen Lage vielerorts, überhaupt einen neuen Arzt zu finden, sind viele Eltern darüber beunruhigt, was aus der medizinischen Versorgung ihres Kindes künftig werden soll.
Ein Anruf beim Kinderarzt in Kirchheim bringt mehr Klarheit. Dort betreibt Wolf Rödiger, gemeinsam mit zwei weiteren Fachärzten, ein Medizinisches Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin im Alten Haus (MVZ). Nach seiner Auskunft wird er bis zum Jahresende, 31. Dezember, aus privaten Gründen aufhören. Daher ist lediglich die in Wendlingen zum MVZ gehörige Praxis-Zweigstelle in der Alten Volksbank von einer möglichen Schließung bedroht. Es sei denn, es findet sich ein Nachfolger oder eine Nachfolgerin noch in den nächsten Monaten. „Ich möchte, dass meine Patienten gut versorgt werden und halte deshalb schon lange nach einer Nachfolge Ausschau“, sagte er. Die Suche gestaltet sich allerdings nicht einfach. Das räumte Wolf Rödiger im Gespräch mit unserer Zeitung ein: „Wenn sich eine Nachfolge lohnen würde, dann würden hier die Ärzte Schlange stehen“, sagte der langjährige Kinder- und Jugendarzt, und erhebt damit schwere Vorwürfe, vor allem auch in Richtung Gesundheitspolitik. Bei der Suche nach einer Nachfolge hat er sich sogar professionelle Hilfe von einer Agentur geholt, die bundesweit sucht.


Kann die Stadt bei der Suche nach einem Nachfolger helfen?
Sehr erfreut ist Rödiger dagegen von der Stadt Wendlingen, die bei der schwierigen Suche nach einer Nachfolge auch diesmal ihre Unterstützung zugesagt hat. Um den kleinen Patienten in Wendlingen eine Behandlung vor Ort weiterhin zu gewährleisten, hatte die Stadt vor fünf Jahren die Praxisräume in der Alten Volksbank an Rödiger vermietet, wo seither noch dreimal pro Woche eine Sprechstunde für die Wendlinger Patienten eingerichtet ist. Mit dem Auslaufen des Mietvertrags zum 30. November soll dann auch die Zweigstelle geschlossen werden.
Nach Auskunft von Bürgermeister Steffen Weigel möchte die Stadt die Praxisräume vorerst nicht weiter vermarkten. Stattdessen will sie die Räume für eine mögliche Praxisübernahme eines neuen Arztes freihalten. „Also optimale Startchancen für eine Nachfolge“, äußerte sich Weigel. Geplant sind außerdem gemeinsame Werbeanzeigen von Stadt und Arzt.


Wie geht es mit der Weiterbehandlung der Kinder weiter?
Dass es schwierig wird, einen neuen Kinderarzt für sein Kind zu finden, diese Erfahrung haben wohl einige Eltern aus Wendlingen bereits gemacht. Nach den Anrufen einer Mutter zufolge gebe es im Umkreis von 35 Kilometern keine Kinderärzte, die Neupatienten aufnähmen. Auch die Stundenzahl des Kinderarztes könne von den Kollegen im MVZ in Kirchheim nicht aufgefangen werden. Wolf Rödiger dazu: „Die Kapazitäten reichen von meinen Kollegen dafür nicht aus.“
„Das ist zweifellos eine schwierige Situation“, fühlt die Kassenärztliche Vereinigung in Stuttgart auf unsere Nachfrage mit den Eltern mit. „Sicherlich könnten die Eltern versuchen, in der ‚Hauptpraxis‘ unterzukommen“, rät Kai Sonntag, Leiter im Stabsbereich Kommunikation. Offensichtlich ist der KV bisher nicht bekannt, dass dies von Rödigers Kollegen nicht geleistet werden kann. Anders kann sonst diese Antwort nicht interpretiert werden.
Weiter rät die KV, dass „sich die Eltern an die Terminservicestelle der KVBW unter der 116 117 wenden. Die Terminservicestelle vermittelt auch Kinderarzttermine, kann aber natürlich nur dann einen Termin vermitteln, wenn es einen gibt. Gegebenenfalls müssten die Eltern auch den Suchradius erweitern.“


Wie die Fristen für den Arztsitz geregelt sind
Ausgeschrieben zur Nachbesetzung ist der Praxissitz des Kinderarztes bei der Kassenärztlichen Vereinigung (KV). Er habe auch beantragt, dass der Arztsitz nach Wendlingen wieder zurückgehe. Wie hier aktuell der Stand ist, darüber konnte Rödiger keine nähere Auskunft geben. Er hofft jedenfalls, dass bei einer Zusage eines Interessenten die KV sich sehr rasch entscheiden werde.
Bis 30. Juni 2026 bleibt der Sitz des Kinderarztes in Wendlingen erhalten. Die KV sagt dazu: Dass „in der Regel die Praxis nach sechs Monaten nachbesetzt werden sollte“, sonst würde „danach der Sitz wegfallen“. Diese Frist könne aber verlängert werden. Könnte das ein Lichtblick für die Eltern sein?
„Die Voraussetzungen für einen Kinderarzt in Wendlingen könnten nicht besser sein“, ist Bürgermeister Weigel optimistisch, und weist auf das geplante Ärztehaus auf dem Areal des „Stadtstrands“ in der Stadtmitte hin.
Dorthin könnte ein Kinderarzt in der Alten Volksbank später einmal in neue Praxisräume umziehen. Auch Wolf Rödiger ist zuversichtlich.
Er hat noch ein paar Gespräche mit Kinderärzten, die Interesse an der Kinderarztpraxis haben: „Vielleicht tut sich da noch etwas.“ (Gaby Kiedaisch)

Der Gemeinderat genehmigt die Entwurfsplanung. Die umgestalteten Räume
in der ehemaligen Hauptschule sollen Ende nächsten Jahres bezugsfertig sein.

Früh hatte sich die Gemeinde Großbettlingen auf den Weg gemacht, die ab dem Schuljahr 2026/27 gesetzlich geforderte Ganztagsbetreuung an Grundschulen räumlich umzusetzen: Bereits im Dezember 2024 hatte das Land über das Investitionsprogramm Ganztagsausbau eine finanzielle Unterstützung in Höhe von 803.000 Euro zugesagt.
Nun legte Alexander Wendler vom Architekturbüro Immobilien Management Main-Wertheim dem Gemeinderat die Entwurfsplanung vor.


Gremium votiert einstimmig
Das Gremium votierte einstimmig dafür – der Bauantrag kann zügig gestellt werden. Wenn alles gut läuft, können die umgestalteten Räume Ende nächsten Jahres bezogen werden. Die Planung sei in enger Absprache mit der Schule und den Mitarbeitenden der Ganztagsbetreuung entstanden.
Auch hat laut Bürgermeister Christopher Ott eine Informationsveranstaltung stattgefunden: „Wir wissen, wohin der Weg gehen soll.“
Laut Planer handelt es sich vor allem um ein Fitmachen der ehemaligen Fachräume (Physik und Chemie) und Klassenzimmer in der einstigen Hauptschule, bauliche Maßnahmen hielten sich in Grenzen. Zum einen wird laut Planung der Haupteingang neu gestaltet und ein überdachter Außenbereich eingerichtet.
Die Toiletten werden ins Schulgebäude integriert, damit einhergehend wird auch das Foyer erweitert. Bislang müssen die Schüler über den Schulhof, um auf die Toiletten zu kommen.
Im Sinne der Barrierefreiheit muss über die drei Stockwerke zudem ein Lift eingebaut werden. Die beiden oberen Stockwerke gehen jeweils über drei Ebenen hinweg, die Höhenunterschiede werden laut Planung mit insgesamt vier Treppenliften überwunden. Auch wird ein barrierefreies WC im Gebäude eingerichtet.


Bei Brandschutzkonzept nicht bei null anfangen
Das Architekturbüro hatte bereits ein Gespräch mit der Baurechtsbehörde des Landratsamts Esslingen geführt, um sich im Vorfeld eng abzustimmen.
In diesem Zusammenhang wurde auf das erforderliche Brandschutzkonzept hingewiesen, das ein Fachplaner erstellen wird. Man müsse hier, so Wendler, nicht bei null anfangen – einiges sei bereits vorhanden.


Arbeiten während des Schulbetriebs
Die (Um-)Bauarbeiten fänden im laufenden Schulbetrieb statt – die Schule werde zu einer Baustelle, das lasse sich nicht vermeiden. Aber, so der Planer: Große und vor allem laute Arbeiten sollen so weit wie möglich in den Ferien stattfinden.
„Wir werden uns arrangieren“, sicherte er zu. Die Arbeiten wie auch die Ausstattung der Räume bewegt sich laut Kostenschätzung in einer Höhe von 1,2 Millionen Euro.

Aus Anlass der 37. Nürtinger Kunsttage laden am Sonntag, 26. Oktober, von 12 bis 17 Uhr Nürtinger Geschäfte zum verkaufsoffenen Sonntag ein. Von 11 bis 18 Uhr findet in der Innenstadt ein großer Kunsthandwerkermarkt statt.

    Der Herbst in Nürtingen ist farbenfroh: Die 37. Nürtinger Kunsttage, die noch bis 2. November laufen, der verkaufsoffene Sonntag am 26. Oktober, 12 bis 17 Uhr, und der Kunsthandwerkermarkt, 11 bis 18 Uhr, laden zum Stadtbummel in kreativem Flair ein. Immer im Herbst strahlt ganz Nürtingen Atelier-Atmosphäre aus. Während der diesjährigen Kunsttage zeigen rund 65 Künstler aus der Region Nürtingen, aber unter anderem auch aus Stuttgart, Reutlingen, Bad Urach und Metzingen in 60 Geschäften und Firmen ihre Werke.

    Rund 65 Künstler zeigen Werke in Schaufenstern und Geschäften
    Besucher haben die Möglichkeit, kostenfrei die unterschiedlichsten Kunststile von Aquarellen und Acrylarbeiten über Ölbilder, Radierungen, Glaskunst, Fotografien, Skulpturen, Keramikobjekten, Porzellan-, Holz- und Stoffarbeiten zu erkunden. Citymarketing Nürtingen und die Stadt Nürtingen veranstalten gemeinsam dieses herbstliche Highlight, das Besucher aus nah und fern zum Entdecken und Genießen von Nürtingens farbenfroher Vielfalt einlädt.

    Begegnungen zwischen Künstlern, Handel und Bürgerschaft
    „Die Kunsttage in Nürtingen bringen Kunst direkt in die Stadt und schaffen so lebendige Begegnungen zwischen Künstlern, Handel und Bürgerschaft. Werke werden in Schaufenstern und Läden ausgestellt, wodurch Kunst zum Teil des alltäglichen Stadtlebens wird“, so Dr. Johannes Fridrich. Der begleitende Kunsthandwerkermarkt am Sonntag lädt dazu ein, handgefertigte Unikate zu entdecken und direkt von den Kunstschaffenden zu erwerben. Dadurch entsteht ein offener Dialog, der Verständnis und Wertschätzung für künstlerisches Schaffen fördert.“

    Ein Miteinander von Kultur, Handel und Stadtleben
    Auch Tamara Wenzelburger, die Erste Vorsitzende von Citymarketing Nürtingen, ist überzeugt von dem Konzept, Kunst, Handel und Stadtleben in einem Event zu vereinen.
    „Die Stadt wird ein Stückchen lebendiger und bunter, wie im Herbst die Natur auch. Es verbindet! Die Ausstellungen und Aktionen fügen sich ins Leben der Innenstadt ein – Menschen bummeln, treffen Freunde, gehen einkaufen und stolpern gleichzeitig über Kunstwerke. So entsteht ein echtes Miteinander von Kultur, Handel und Alltag.“

    Überregionale Resonanz
    Initiiert wurden die Kunsttage ursprünglich vom ehemaligen Nürtinger Werbering, dem Vorläufer von Citymarketing Nürtingen e.V. Seit 2007 kümmert sich Margit Graewer um die Organisation. Sie sagt: „Das Format ist sich treu geblieben. Es ist eine erfolgreiche Idee, die sich weit über die Stadtgrenzen hinaus einen Namen gemacht hat. So dicht und einfach zugänglich findet man selten diese Bandbreite unterschiedlicher künstlerischer Ausdrucksformen.“ (Lia Hiller)

    Kürzlich übergaben einige Spender am Nürtinger Stadtbalkon drei Platanen und einen Blasenbaum, der auch Blasenesche genannt wird, feierlich an Oberbürgermeister Dr. Johannes Fridrich.

    Der Nürtinger Oberbürgermeister Dr. Johannes Fridrich bedankte sich herzlich für die großzügige finanzielle Unterstützung und betonte: „Damit gewinnt die Schokoladenseite Nürtingens weiter an Kontur und die Gäste am Stadtbalkon können künftig den kühlenden Schatten nutzen.“ Er freut sich, dass sich der Stadtbalkon am Neckarufer nachhaltig entwickelt. Eine Tafel informiert künftig über die verschiedenen Baumspender.

    Beliebter Ort
    Als beliebter Ort für Public Viewings während der Fußball-Europameisterschaft hat sich der Stadtbalkon bereits erwiesen. Nun verleiht die gelungene Begrünung dem Stadtbalkon noch mehr Flair und vor allem in der Sommerzeit den notwendigen Schatten durch die Dachplatanen. Möglich war die Pflanzung der neuen Bäume vor allem durch die Förderung der Jubiläumsaktion „Projekte für einen lebenswerten Landkreis“ der Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen. Die Stadtverwaltung durfte sich über eine Förderung in Höhe von 50.000 Euro freuen.
    Bereits im Frühjahr überreichte die Nürtinger Firma ZinCo GmbH, Spezialist für Dachbegrünung, eine Spende in Höhe von 10.000 Euro. Großzügig zeigten sich weitere Spender, wie unter anderem die Gebr. Heller Maschinenfabrik GmbH oder der Finanzdienstleister Excellence Finanz AG.

    Drei Platanen
    Mit den Geldern konnten in der Zwischenzeit drei dachförmig gezogene Platanen gepflanzt werden. Deren Blätterdach in rund drei Metern Höhe sorgt für kühlenden Schatten in den heißen Sommermonaten.
    Die zusätzliche Verdunstungsleistung der Bäume reduziert die Temperaturen vor Ort.
    Außerdem lässt die begrenzte Höhe der Platanen die Sicht auf die Fassade des historischen Salemer Hofs frei. In einem fest eingebauten Pflanzgefäß mit 4,5 Metern Durchmesser entstehen 16 Kubikmeter durchwurzelbares Pflanzsubstrat. Darunter sind Wasserspeicher eingebaut, die rund 300 Liter Wasser speichern können.
    In diesem wächst derzeit ein als Hochstamm hochgezogener Blasenbaum, der eine Höhe von rund acht Metern und einen Durchmesser von bis zu fünf Metern erreichen kann.
    Der Blasenbaum ist ein typischer Klimabaum, weil er zum einen hitzeverträglich ist und zum anderen das Stadtklima gut verträgt.

    Blasenbaum ist insektenfreundlich
    Zudem ist er ein insektenfreundliches Gewächs, da er als Bienenweide gilt. „Er blüht als einer der wenigen Bäume im August mit lockeren auffälligen gelben Rispen“, erläutert Reinhard Waldner, Sachgebietsleiter Grünflächen- und Freiraumplanung. Die Pflege der Bäume, welche für die nächsten 80 bis 100 Jahre dort stehen sollen, gestaltet sich verhältnismäßig einfach. Im Anwachsstadium müssen sie regelmäßig gegossen werden. Bei den Platanen ist die Kronenpflege erforderlich sowie der Erziehungsschnitt und das dachförmige Ziehen der Äste. Dieses geschieht durch Anbinden an ein Lehrgerüst. nt

    Ab Mittwoch, 7. August, werden wieder Filme im Hof der Nürtinger Hochschule an der Neckarsteige gezeigt.

    Nach dem erfolgreichen Start im Jahr 2023 mit knapp 1 500 Besuchenden steht die zweite Auflage des Nürtinger Altstadtkinos in diesem Sommer vor der Tür. Von Mittwoch, 7. bis Dienstag, 13. August, flimmern insgesamt sieben Kinofilme unter freiem Himmel über die Leinwand im Innenhof der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt in der Neckarsteige.
    Auch dieses Jahr gibt es wieder Snacks, Popcorn und Getränke. Wer den Sommer in der Nürtinger Altstadt genießen möchte, kommt bei den Kinoabenden auf seine Kosten.


    Den offiziellen Start macht die romantische Thriller-Komödie „Ein Glücksfall“ von Woody Allen am Mittwoch, 7. August. Bei der britisch-französischen Koproduktion geht es um eine zufällige Begegnung zweier ehemaliger Klassenkameraden, die eine Ehe ins Wanken bringt und für Drama sowie Spannung sorgt.


    Bei der Ladies Night am Donnerstag, 8. August, läuft der Spielfilm „Eine Million Minuten“ mit Karoline Herfurth und Tom Schilling in den Hauptrollen. Familie Küper hat genug von viel Arbeit und wenig Zeit – ein neues Lebensmodell muss her. Dabei stellt die dreiköpfige Familie jeden Tag aufs Neue fest, dass jede Minute im Leben einmalig ist. Ab 20.15 Uhr gibt’s Live-Musik mit dem Duo Andiemo und für alle Kinobesucher ein Glas Sekt.
    Das Kinowochenende leitet das Drama „Back to Black“ über die tragisch verstorbene Sängerin Amy Winehouse am Freitag, 9. August, ein. Ab 20.15 Uhr gibt’s Country und Rockabilly von Johnny Trouble Solo.

    DDR-Komödie mit Oscar-nominierter Sandra Hüller
    Am Samstag, 10. August, läuft die DDR-Komödie „Zwei zu eins“ mit der Oscar-nominierten Sandra Hüller in der Hauptrolle. In der sommerlichen Komödie geht es um eine Gruppe von Freunden, die in einem alten Schacht eine große Summe DDR-Mark finden. Anschließend entwickeln sie ein ausgetüfteltes System, um das inzwischen wertlose Geld doch noch zu verwenden und dem 1990 anstehenden Kapitalismus aus dem Westen einen Strich durch die Rechnung zu machen.
    Ab 20.15 Uhr gibt’s Live-Musik mit dem Diva-Cholerika-JazzDuo.


    Die französische Komödie „Oh la la – Wer ahnt denn sowas?“ rundet das Kino-Wochenende am Sonntag, 11. August, ab. Ein Film über die traditionelle Familie Bouvier-Sauvage, die gnadenlos gegen die Grande Nation und ihre europäischen Nachbarländer austeilt. Mit dem aus „Monsieur Claude“ bekannten Komödienstar Christian Clavier in der Hauptrolle.
    Am Montag, 12. August, wird es emotional im Kriegsdrama „One Life“ mit Anthony Hopkins. Der Film erzählt die Geschichte von Nicholas Winton, der kurz vor Beginn des Zweiten Weltkriegs nach Prag reist, um die Rettung von jüdischen Kindern aus der Tschechoslowakei zu organisieren.
    Den Abschluss des Nürtinger Altstadtkinos macht die Action-Komödie „The Fall Guy“, am Dienstag, 13. August. Der Stuntman Colt Seavers (Ryan Gosling) muss den Filmstar, den er sonst als Double spielt, auffinden, um das Regiedebüt seiner Ex-Freundin Jody Moreno (Emily Blunt) zu retten.

    Info: Einlass ist immer ab 20 Uhr. Der Film startet gegen 21.15 Uhr, wenn die Sonne untergegangen ist.

    Tickets gibt es an der Abendkasse und im Vorverkauf im Stadtbüro der Nürtinger Zeitung, Am Obertor 15, Nürtingen, Telefon (0 70 22) 9464150; www.ntz.de. Alle Informationen und Eintrittspreise unter www.k3n.de/altstadtkino.

    Besitzer von Wohnmobilen sollen eine Möglichkeit erhalten, ihr Fahrzeug gegen eine Gebühr sicher abzustellen. Vorgesehen ist ein Gelände an der Taläckerstraße in Unterboihingen.

    Wohnmobile (WoMo) sind für viele ein Stück Freiheit. Ermöglichen sie doch je nach Lust und Laune den Ort schnell zu wechseln und die Landschaft intensiv zu genießen.
    Diese Art des Reisens erfreut sich bei immer mehr Menschen größter Beliebtheit und damit nimmt auch die Zahl der Wohnmobile zu. Im Stadtbild sind sie kaum zu übersehen. Es gibt kaum einen Straßenzug, wo sie nicht am Straßenrand parken.

    Wohnmobile erhöhen den Druck auf den öffentlichen Parkraum

    Da öffentlicher Parkraum ohnehin schon knapp ist, wird die steigende Zahl von Wohnmobilen eine neue Belastung. Sie tragen dazu bei, dass für Autos weniger Parkplätze zur Verfügung stehen. Aufgrund ihrer Breite, Länge und Höhe benötigen sie mehr Platz, weshalb der rollende Verkehr durch Fahrbahnverengungen und Sichtbehinderungen beeinträchtigt wird. Beschädigt werden auch mitunter Bäume sowie Lichtmasten, die der Verkehrssicherheit dienen. Viele, die ein Wohnmobil ihr Eigen nennen, mieten für ihr Fahrzeug Überwinterungsquartiere oder haben auf dem eigenen Grundstück Parkraum für ihr Reisemobil geschaffen. Allerdings haben nicht alle diese Möglichkeit.
    All jenen Besitzern, die nicht diese Möglichkeit haben, will „die Stadt Wendlingen ein Angebot machen“, sagte Bürgermeister Steffen Weigel in der Sitzung des Ausschusses für Technik und Umwelt am Dienstag, als das Thema auf die Tagesordnung kam. Die Stadt plant daher einen Stellplatz für Wohnmobile. Das Stadtbauamt hat dazu drei Varianten ausgearbeitet. Die Varianten waren zwar nicht-öffentlich, aber im Wesentlichen beinhaltet die Variante eins einen umzäunten befestigten Platz für voraussichtlich 17 Abstellmöglichkeiten für Wohnmobile.
    Außerdem soll der Platz eine Beleuchtung erhalten. Variante zwei wird zusätzlich mit einem Stromanschluss ergänzt. Und Variante drei hat darüber hinaus noch eine Lademöglichkeit für E-WoMo.

    Gefunden für das Vorhaben wurde bereits ein Grundstück, das sich im Eigentum der Stadt Wendlingen befindet. Es liegt am Ende der Nürtinger Straße, wo sie auf die Taläckerstraße trifft. Dort ist ein Teil des Grundstücks bereits befestigt.

    Die Mietkalkulation hängt von der Höhe der Kosten ab

    Eine Kostenschätzung des Bauvorhabens für die verschiedenen Varianten liegt ebenfalls vor, wurde aber bisher nicht öffentlich gemacht.
    Wie hoch die Stellplatzmiete für die einzelnen Nutzer sein wird, ist abhängig, für welche Variante sich die Gemeinderäte entscheiden werden. Auf dieser Basis soll die Kalkulation erfolgen.
    Bei einer ersten Aussprache tendierten die meisten Fraktionen für die Varianten eins und zwei, darüber hinaus plädierten die meisten dafür, dass zusätzlich gleich Leerrohre für E-Ladestationen gelegt werden sollen. Auf den Bau von E-Ladestationen wollte man vorerst verzichten, da die E-Mobilität bei Wohnmobilen noch kaum Einzug gehalten hat. In einem nächsten Schritt will die Stadt laut Bürgermeister Steffen Weigel den Bedarf nach Wohnmobilstellplätzen in der Bevölkerung erörtern. Dies soll mithilfe einer Umfrage geschehen. Inwieweit das bauliche Vorhaben genehmigungspflichtig ist, das muss mit der Baubehörde im Landratsamt abgeklärt werden.

    Die lange Einkaufsnacht in Nürtingen am Freitag, 21. Juni, von 16 bis 22 Uhr, unter dem Motto „Shoppen & Schlemmen“ wartet dieses Jahr mit einem ganz besonderen Programm auf.

    Atmosphärischer Abendmarkt, Street Food, Fête de la Musique, Shoppingnacht und Nachhaltigkeitsmeile mit Modenschau: Am Freitag, 21. Juni, feiert Nürtingen den Sommer. Von 16 bis 22 Uhr ist in den Gassen und Geschäften der Innenstadt überaus viel geboten. Mit diesem Veranstaltungsfeuerwerk unter dem Motto „Shoppen und Schlemmen“ laden Stadt Nürtingen und Citymarketing Nürtingen e.V. zum Bummeln, Genießen und entspannten Einkaufen ein.
    „Der Abendmarkt, die Nachhaltigkeitsmeile, Shoppen & Schlemmen und die „Fête de la musique“ ergänzen sich ganz hervorragend. Wir wollen mit dieser Bündelung Gäste aus nah und fern anlocken, da es in dieser Verbindung einzigartig ist“, sagt Nürtingens Oberbürgermeister Dr. Johannes Fridrich. Dem pflichtet Tamara Wenzelburger, die neue Erste Vorsitzende von Citymarketing Nürtingen, bei: „Shoppen, Schlemmen, Musik lauschen und flanieren. Es gibt sicherlich nur wenige Veranstaltungen, welche an nur einem Abend eine Verbindung zwischen so vielen verschiedenen Gastronomen, Einzelhändlern und Institutionen schaffen und für einen erlebnisreichen Abend sowie einen absoluten Sinnesgenuss sorgen.“

    So feiert Nürtingen die „Fête de la musique“
    Zum ersten Mail feiert Nürtingen die „Fête de la musique“. „Ich kenne die Tradition schon lange aus Frankreich und empfand es immer schön, dass an einem Tag im Jahr, genau am 21. Juni, an mehreren Orten Amateur- und Berufsmusiker gemeinsam fröhlich musizieren. Der Schwerpunkt in Nürtingen liegt – wie weltweit – auf Straßenmusik an öffentlichen Plätzen, sodass es sich auch deutlich von unserer Musiknacht unterscheidet. Ab 16 Uhr gibt es über die Innenstadt verteilt unterschiedliche Stilrichtungen, von Trommelmusik, über Piano bis zu Rock‘n‘Roll.“ Freuen können sich die Besucherinnen und Besucher auch auf den Abendmarkt. „Dieser findet wie immer in der Markt – und Apothekenstraße statt. Es gibt nach dem bewährten Konzept 20 Marktstände, darunter auch Gastronomen, Vereine und Einzelhändler, mit einer Vielfalt an – insbesondere – regionalen Produkten. Bei mediterranem Flair in schöner Atmosphäre kann man auch die ein oder andere Geschenkidee entdecken“, so Fridrich weiter.

    Einkaufen bis 22 Uhr in Nürtinger Geschäften
    An diesem Abend kann man auch lange einkaufen, bis 22 Uhr. Eine Aktion, von der das Stadtoberhaupt überzeugt ist: „Shoppen und Schlemmen ist eine tolle Kombination – das Einkaufen wird zum Event. Durch solche – auch kombinierte – Formate, wie auch durch die verkaufsoffenen Sonntage, kommen viele Menschen in die Stadt und sehen, dass man in Nürtingen allen Unkenrufen zum Trotz noch sehr gut einkaufen kann. Damit dies so bleibt, müssen wir vor Ort einkaufen – sei loyal, kauf lokal!“

    Der „NürTiger“ ist unterwegs
    Auch der „NürTiger“, das sympathische Maskottchen von Citymarketing Nürtingen, wird unterwegs sein und das vielfältige Angebot genießen, verrät Fridrich. „Um 16 Uhr ist er rund um das Rathaus, um 17 Uhr rund um den Schillerplatz und um 18 Uhr beim Lammbrunnen anzutreffen.“ Es lohnt sich also die Augen offenzuhalten, vielleicht bietet sich Gelegenheit für Fotos und Selfies.
    Der OB wird an diesem Abend selbst auch durch die Stadt bummeln. „Ich freue mich ein unbeschwertes Fest voller Genuss – die ganze Stadt wird auf den Beinen sein und vielleicht habe ich ein wenig Zeit, meine Sommergarderobe aufzubessern – Zeit, die ich bis Feierabend in der Regel nicht habe.“

    Nachhaltigkeitsmeile vom Weltladen zum Welthaus
    An diesem Abend macht Nürtingen auch als zertifizierte „Fairtrade-Stadt“ auf sich aufmerksam. Denn hier gibt es zahlreiche Einzelhändler, Gastronomen und Institutionen, die sich am fairen, beziehungsweise nachhaltigen Handel beteiligen. In diesem Zusammenhang findet auch zum zweiten Mal im Rahmen von „Shoppen & Schlemmen“ die Nachhaltigkeitsmeile statt. Diese verläuft vom bisherigen Weltladen bis zum zukünftigen Welthaus. „Unter anderem präsentieren sich der Weltladen und das Welthaus, welches vegetarisches Essen und ein Wasserspiel anbietet. Beide laden natürlich und wie immer gern zum Verweilen bei einer Tasse Kaffee oder Tee ein“, verrät Professor Dr. Dirk Funck vom Vorstandsteam der Bürger:innen-Genossenschaft Nürtingen. Bei der Nachhaltigkeitsmeile gibt es vieles zu entdecken. Unter anderem bieten ortsansässige Fachgeschäfte nachhaltige Produkte aus ihrem Sortiment an. Veganer Wein kann probiert werden. Darüber hinaus stellen sich Faire Kitas vor.

    Nachhaltige Modenschau ab 19 Uhr, Kleidertausch ab 16 Uhr
    Ein weiteres Highlight der Nachhaltigkeitsmeile ist ab 19 Uhr die nachhaltige Modenschau am Lammbrunnen. „Verantwortlich dafür zeichnet die AG Konsum der Klima-Taskforce Nürtingen“, erklärt Funck. Präsentiert wird die Kleidung von Weltladen, Secontique und Krone 2nd Hand. Die Modenschau ist ein Element des bereits mehrfach durchgeführten „Kleiderradatsch“ einschließlich Kleidertausch, Repair-Service sowie Ausstellung und Vorträgen zum Thema nachhaltige Textilien, führt er weiter aus. Diesem Konzept entsprechend wird auch am 21. Juni ab 16 Uhr ein Kleidertausch angeboten werden.

    Genussmomente in der Altstadt
    An diesem Abend heißen auch die ansässigen Gastronomen in der malerischen Nürtinger Altstadt Gäste aus nah und fern herzlich willkommen. Hier kann man diverse Leckereien, unter anderem ein Glas Wein oder einen alkoholfreien Sekt, sowie Köstliches vom Grill in der einzigartigen Altstadt-Kulisse genießen.

    Flohmarkt mit besonderen Schätzen
    Wer gern auf Schnäppchenjagd nach besonderen Schätzen geht, ist beim Abendflohmarkt genau richtig. Dieser findet am Jordery-Platz und auf dem Vorplatz der Stadthalle K3N statt. Die zahlreichen Flohmarktstände halten ein kunterbuntes Angebot vor.
    Zusammen mit dem zweitägigen Schön-am-Neckar-Festival im Hölderlingarten der Freien Kunstakademie Nürtingen, das ebenfalls an diesem Abend beginnt, ist Nürtingen der angesagte Treffpunkt für viele Menschen.
    Angesichts des breiten Veranstaltungsspektrums kann jeder – je nach persönlichem Interesse – eine gute Zeit in Nürtingen verbringen und viele positive Erinnerungen schaffen.

    Das Fest der Schulen verbindet Generationen. Vom 7. bis 10. Juni findet der traditionelle Maientag auf der Oberensinger Festwiese bereits zum 420. Mal statt.

    Im Frühjahr 2025 wird sich entscheiden, ob der Nürtinger Maientag in das nationale Verzeichnis für das Immaterielle Kulturerbe eingetragen wird. Die gemeinsame Bewerbung der Städte Nürtingen, Göppingen, Owen und Vaihingen an der Enz hat jedenfalls erfolgreich die erste Hürde genommen. Eine unabhängige Landesjury hat diese als positiv bewertet und an die Kultusministerkonferenz weitergeleitet. Freunde des Nürtinger Maientags müssen sich aber nicht bis dahin gedulden, um die besondere Atmosphäre dieses Traditionsfestes genießen zu können: Vom 7. bis 10. Juni ist es wieder soweit, wenn sich Karussells auf dem Festplatz drehen, sich der farbenfrohe Umzug der Schulen durch die Straßen der Stadt schlängelt und man mit alten Bekannten in Erinnerungen schwelgen kann.


    Es ist ein Fest der Schulen und verbindet die Generationen. Daher ist auch bei der 420. Auflage des Nürtinger Maientags wieder einiges für Groß und Klein geboten.
    „Die Vorfreude auf den Nürtinger Nationalfeiertag ist schon überall zu spüren. Besonders gespannt dürfen wir wieder auf den farbenprächtigen Umzug der Schülerinnen und Schüler sein, die mit Feuereifer an ihren Kostümen basteln“, so Oberbürgermeister Dr. Johannes Fridrich. Für gute Laune sorgen auch noch weitere Attraktionen auf dem Festplatz. So kann man Maientagsgrüße aus luftiger Höhe verschicken: Mit „Around The World XXL“ macht Europas größter mobile Kettenflieger Station in Nürtingen. Aus 80 Metern Höhe hat man garantiert einen unvergesslichen Einblick über die Region.

    Auch kulinarisch geht es buchstäblich um die Welt. Neben asiatischen und ungarischen Gerichten gibt es Bubble Waffeln und schwäbische Spezialitäten. Im großen Biergartenbereich stehen rund 1.500 vor Sonne und Regen geschützte Sitzplätze zur Verfügung. Am Freitag und Samstag sorgen dort die Partybands „Die Lausbuba“ und „alles roger?!“ für Stimmung.


    Bevor der diesjährige Maientag am Freitag, 7. Juni mit dem Fassanstich des eigens für den Maientag gebrauten Bieres eröffnet wird, heißen die Chöre und Instrumentalklassen der Nürtinger Schulen unter Begleitung der Stadtkapelle Nürtingen im Hof der Stadthalle K3N den Maientag willkommen. Die Maientagslieder werden diesmal neu arrangiert und um eine tänzerische Komponente erweitert.
    Am Samstag fällt der Startschuss wieder um 7 Uhr mit dem Turmblasen der Stadtkapelle und dem Wecken in den Straßen der Stadt durch den Maientags-Jugendspielmannszug. Bei gutem Wetter wehen die Flaggen am Turm der Stadtkirche und signalisieren somit grünes Licht für die folgenden Feierlichkeiten. Ab 10.10 Uhr spielen die Fanfarenherolde der Musikschule und der Stadtkapelle vor dem Rathaus. Im Anschluss daran findet die traditionelle Brotübergabe der Landjugend an den Oberbürgermeister statt, „auf dass in unserer Stadt immer Brot sei“. Um 10.30 Uhr stehen die Nürtinger Schülerinnen und Schüler dann ganz im Mittelpunkt des Geschehens: Der mehr als 1.500 Teilnehmende zählende Umzug wird wieder ein echter Blickfang. So widmen sich die Kinder und Jugendlichen unter anderem mittelalterlichen oder tierischen Themen, huldigen Walt Disney und feiert die Roßdorfschule ihren 50. Geburtstag. Der Festzug endet wieder auf dem Gelände der Neckarau in der Mühlstraße, nachdem er dort eine Ehrentribühne passiert und sich den Honoratioren präsentiert hat. Gleich danach schreiten die Teilnehmenden des Umzugs dann durch einen weithin sichtbaren Torbogen, nach dem sich der Umzug dann auflöst und sich daran traditionell die Staffeln, Spiele und Wettkämpfe der vierten Klassen der Nürtinger Grundschulen sowie das Klettern an den Maientags-Kletterbäumen auf der Festwiese anschließen.
    Am Sonntag, 9. Juni findet um 10 Uhr ein ökumenischer Gottesdienst auf der Bühne des Festplatzes statt, dem ein Frühschoppen mit der Trachtenkapelle Reudern folgt. Zum Seniorennachmittag am Montag, 10. Juni wurde wieder ein kostenloser Bustransfer eingerichtet, der Fahrgäste aus allen Stadtteilen sicher zum Maientagsgelände und zurückbringt. Auch alle anderen Besuchenden können umweltfreundlich den Maientag besuchen:
    Die Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs im Stadtgebiet Nürtingen ist von Freitag, 7. Juni um 0 Uhr bis Montagmorgen, 10. Juni um 2 Uhr kostenlos. Und wer es lieber nostalgisch möchte: Das beliebte „Bimmelbähnle“ transportiert wieder seine Fahrgäste zum Preis von einem Euro (Kinder zahlen die Hälfte) vom Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) auf den Festplatz.
    Leise klingt der Maientag in diesem Jahr nicht aus. Im Gegenteil, denn es gibt von 18.30 Uhr bis 22 Uhr noch einmal so richtig etwas auf die Ohren: Die von der Musiknacht bestens bekannte Nürtinger Kultband „H-Rocks“ wird erstmals die After Maientags-Party rocken und sicherlich dafür sorgen, dass dem Publikum der 420. Nürtinger Maientag noch lange im Gehörgang bleiben wird. n9

    An der Flaniermeile am Neckar scheiden sich die Geister. Nun hat das Projekt, das die Durchfahrtsstraße zur autofreien Zone umgewidmet hatte, einen Preis erhalten.

    Seit Beginn des Wonnemonats Mai steht fest: Der Nürtinger Stadtbalkon ist ein ausgezeichnetes Infrastrukturprojekt. Das schreibt die Pressestelle der Stadt in einer Mitteilung. Der Landespreis wurde der Stadt Nürtingen anlässlich der dritten Fußverkehrskonferenz Baden-Württemberg verliehen. „Wir haben den zweiten Platz in der Kategorie Infrastrukturprojekt gewonnen“, so Stephan Maul vom Nürtinger Tiefbauamt.
    Der Stadtbalkon hat sich laut Pressemitteilung bei der Jury gegen 13 Einreichungen durchgesetzt. Die Bewerbung erfolgte auf Initiative des Tiefbauamts. „Wir wollten der Jury zeigen, dass man aus einer befahrenen Straße eine Flaniermeile gestalten kann“, sagt Maul.
    Das stieß offenbar auf Gehör. Auf der Internetseite des erstmals vergebenen Landespreises für Fußverkehr ist zu lesen, dass in Nürtingen eine wichtige Verkehrsachse für den Autoverkehr gesperrt und in eine Flaniermeile umgewandelt worden sei.
    Der so entstandene „Stadtbalkon“ generiere mehr Platz für den Fußverkehr und die Begegnung auf der Straße und steigere die Aufenthaltsqualität in der Nürtinger Innenstadt. Außerdem lobte die Jury die Sitzgelegenheit und die verbesserte Zugänglichkeit zum Neckar. Das Projekt habe sich von einem Test zu einer dauerhaften Lösung gewandelt.

    OB Fridrich: Stadtbalkon ein mutiges Projekt

    Oberbürgermeister Johannes Fridrich freut sich über die Auszeichnung: „Der Stadtbalkon ist unser mutigstes Projekt und vieles ist noch im Fluss und unvollendet“, wird er zitiert. Er bezieht sich dabei auf die Baustellen durch den Neubau und die Sanierung der angrenzenden Gebäude. Umso erfreulicher sei die überregionale Wertschätzung durch den Fußwegepreis Baden-Württemberg. Erfreulich sei auch, dass die Entwicklungen am Stadtbalkon einen positiven Einfluss auf das Quartier hätten – so sei an der Zeppelinstaffel ein schöner neuer Aufenthaltsort entstanden.
    Nürtingen als „die Stadt am Fluss“ in der Metropolregion Stuttgart werde immer mehr von der Vision zur Realität. Weitere Bausteine neben dem Stadtbalkon seien dabei der belebte Platz am Stadtmuseum, der zukünftige Biergarten am Ruderclub sowie die geplante Neugestaltung des Neckarufers mit großzügigem Spielplatz im Zuge der Bauarbeiten des „Hotels am Neckar“.
    „Wir können alle stolz sein auf unsere wunderschöne Stadt am Fluss“, so der Oberbürgermeister, „manchmal tut es gut, dies auch von extern durch einen Preis bestätigt zu bekommen“. pm