Author

Astrid Diels

Browsing

Bei einer Informationsveranstaltung stellte ein gemeinsames Projektteam von TSV und Tennisclub Oberboihingen den Mitgliedern die Pläne für einen Zusammenschluss vor. Der TCO soll als Abteilung in den TSV integriert werden. Die Entscheidung fällt in den Hauptversammlungen beider Vereine.

Der TSV Oberboihingen und der Tennisclub Oberboihingen (TCO) treiben ihre Pläne für einen Zusammenschluss weiter voran. Bereits im vergangenen Jahr hatten beide Vereine gemeinsam mit der Gemeinde eine Absichtserklärung unterzeichnet. Darin heißt es: „Der TCO und der TSVO beabsichtigen, ihre Kräfte zu bündeln, um den Spielbetrieb zu optimieren, Synergieeffekte zu nutzen und den Mitgliedern ein breiteres Sportangebot zu machen.“ Unterzeichnet wurde die Vereinbarung im vergangenen März. Seither arbeitet ein gemeinsames Projektteam an den Rahmenbedingungen der geplanten Verschmelzung.

Mitglieder sollen informiert werden
Nun wird das Projekt den Mitgliedern vorgestellt. Den Auftakt machte der Tennisclub, der Ende Januar zu einer Informationsveranstaltung in sein Vereinsheim in der Daimlerstraße eingeladen hatte. Wegen Schnee und Eis war die Resonanz überschaubar: 17 Zuhörer, darunter Bürgermeister Ulrich Spangenberg, waren gekommen. Für TCO-Vorsitzenden Boris Stupurak kein Grund zur Beunruhigung. „Wir sind ein kleiner Verein und haben viele Fragen schon im persönlichen Gespräch klären können“, sagte er.

Stupurak und der TSV-Vorsitzende Mike Müller stellten gemeinsam die Eckpunkte des Zusammenschlusses vor. Geplant ist, den Tennisclub künftig als Tennisabteilung in den größeren TSV einzugliedern. Sämtliche Vermögenswerte und auch die Mitglieder sollen auf den TSV übergehen, der damit Rechtsnachfolger des TCO wird. Bis es so weit ist, werden jedoch noch einige Monate vergehen. Zunächst müssen die Mitglieder beider Vereine zustimmen. „Wir wollen größtmögliche Transparenz und nicht unsere Mitglieder am Hauptversammlungsabend vor vollendete Tatsachen stellen“, betonte Müller.
Für den Zusammenschluss ist in beiden Vereinen jeweils eine Dreiviertelmehrheit in den Hauptversammlungen erforderlich. Erst danach soll der Verschmelzungsvertrag unterzeichnet werden.

Kräfte für die Zukunft bündeln
Beide Vorsitzenden machten deutlich, dass der Zusammenschluss nicht aus wirtschaftlicher Not heraus erfolgt. „Beide Vereine sind wirtschaftlich gesund“, betonten Müller und Stupurak. „Es geht nicht darum, dass wir einen Verein retten müssten, sondern darum, unsere Kräfte für die Herausforderungen der Zukunft zu bündeln“, so Müller.
Wenn die Mitglieder zustimmen, soll der TCO ab dem 1. Mai dieses Jahres als Tennisabteilung im TSV Oberboihingen aufgehen. Das bisherige Vereinsvermögen wird als Abteilungsvermögen übernommen, ebenso das Vereinsheim. Die Tennisplätze bleiben auf von der Gemeinde gepachteten Flächen, sämtliche Verträge übernimmt der TSV als Rechtsnachfolger.
Bürgermeister Ulrich Spangenberg bezeichnete die Verschmelzung als „Antwort auf die Fragen der Zukunft“. Zugleich sicherte er zu, dass die Gemeinde auch nach dem Zusammenschluss an allen bestehenden Pachtverträgen festhält. Der Pachtvertrag für die Tennisanlage läuft noch bis 2058. Mittelfristig planen TSV und Gemeinde, Tennisplätze am heutigen TSV-Gelände zu errichten. „Bauplanungsrechtlich ist das schon gesichert“, erklärte Spangenberg. Zunächst müssten jedoch die Grundstücke erworben werden. Deshalb sei es unseriös, bereits jetzt einen Zeitplan zu nennen. Die Fusion sichere zunächst den Status quo: Die Tennisabteilung bleibe vorerst an ihrer bestehenden Anlage.

Änderungen kommen jedoch auf die Mitglieder bei den Beiträgen zu. Projektmanager Fabian Fischer erläuterte, dass es derzeit 16 verschiedene Beitragsmodelle beim TCO gebe. „Das Ganze ist etwas angestaubt, und wir haben schon länger keine Anpassungen mehr vorgenommen“, sagte er. Künftig sollen Tennisspieler den regulären TSV-Mitgliedsbeitrag zahlen, zuzüglich eines Zusatzbeitrags für die Tennisabteilung. Passive Mitglieder können Fördermitglieder werden, ohne den Hauptbeitrag entrichten zu müssen. Auch die Zahl der Arbeitsstunden reduziert sich. „Wegen der geänderten Vereinsstruktur fällt dann weniger an“, so Fischer.

Für die meisten Mitglieder ändere sich an der Beitragshöhe wenig, Doppelmitglieder würden sogar sparen. Zudem könnten Tennisspieler künftig das gesamte Sport- und vergünstigte Kursangebot des TSV sowie Einrichtungen wie den Kraftraum nutzen. Wer mit den Änderungen nicht einverstanden ist, kann seine Mitgliedschaft bis zum 30. April per Sonderkündigungsrecht beenden.
Zum Abschluss lobte Bürgermeister Spangenberg die Arbeit der Projektgruppe ausdrücklich: „So wird es was.“ Aus dem Kreis der Teilnehmer kam zudem bereits ein möglicher Leitspruch für den Zusammenschluss: „Ein Dorf, ein Verein“. (Philip Sandrock)

Knapp ein Jahr nach dem Start verzeichnet die Bürger-App der Stadt Wendlingen bereits 3432 registrierte Nutzer. Ein umfangreiches Update verbessert nun Design, Bedienung und Technik. Dass die App auch im Notfall funktioniert, konnte sie im August unter Beweis stellen.

Die Bürger-App der Stadt Wendlingen ist inzwischen aus dem Alltag vieler Einwohner nicht mehr wegzudenken. Knapp ein Jahr nach dem Start im März 2025 zieht die Stadt eine positive Zwischenbilanz – und legt nun mit einem umfangreichen Update nach. Die App „BürgerStimme“ wurde technisch und optisch grundlegend überarbeitet und soll damit noch benutzerfreundlicher werden.


„Zahlen sprechen für sich“
„Unser einjähriges Bestehen haben wir noch nicht ganz erreicht, aber die Zahlen sprechen für sich“, sagt Kristina Kappels, die bei der Stadt Wendlingen für die Bürger-App verantwortlich ist. Aktuell sind 3432 Nutzerinnen und Nutzer registriert – das entspricht rund 21,5 Prozent der Wendlinger Bevölkerung. „Mit dieser Quote sind wir sehr zufrieden“, betont Kappels. Auch die Rückmeldungen aus der Bürgerschaft seien durchweg positiv. Besonders geschätzt werde, dass wichtige Informationen der Stadt gebündelt und jederzeit mobil abrufbar sind.


Der Mangelmelder ist die meistgenutzte Funktion
Die meistgenutzte Funktion ist weiterhin der Mängelmelder. Über dieses digitale Werkzeug können Schäden, Müllablagerungen, defekte Straßenlampen oder andere Auffälligkeiten schnell an die Verwaltung gemeldet werden – inklusive Foto und Standortangabe. Für die Verwaltung bringt das spürbare Vorteile: Mitarbeitende des Bauhofs, des Hoch- und Tiefbaus sowie des Ordnungsamts haben direkten Zugriff auf die Meldungen. „So können wir schneller reagieren, weil die Hinweise nicht mehr über den zentralen Posteingang laufen“, erklärt Kappels. Für die Bürgerinnen und Bürger bedeutet das kürzere Bearbeitungszeiten und mehr Transparenz.


Infos zum Chlorgas-Unfall per Push-Nachricht
Neben dem Mängelmelder erfreuen sich auch die Rubriken „Lokale Nachrichten“ sowie „Projekte & Events“ wachsender Beliebtheit. Hier kann die Stadt – anders als im gedruckten Amtsblatt – auch kurzfristig informieren. Auch das Wendlinger Blättle werde zunehmend über die App gelesen.
Eine besondere Rolle spielt die Push-Nachrichten-Funktion. Zwar musste sie bislang nur selten eingesetzt werden, doch gerade in Ausnahmesituationen habe sie sich bewährt, so Kappels. Beim Vinzenzifest informierte die Stadt mehrfach über wetterbedingte Änderungen, im August 2025 wurde über die App zudem die kurzfristige Schließung des Freibads nach einem Chlorgas-Austritt informiert. „Für uns ist es beruhigend zu wissen, dass wir die Bevölkerung im Notfall schnell erreichen können“, sagt Kappels.


Inhaltlich erweitert
Mit dem jüngsten Update wurde die App auch inhaltlich erweitert. Neu hinzugekommen sind unter anderem Verlinkungen zum Veranstaltungskalender des Ortsrings der Vereine, zum städtischen Bewerberportal, zum Stadtplan von Wendlingen sowie zu den Apotheken-Notdiensten. Weitere Updates sind geplant


Entwickelt wird die Bürger-App vom Heilbronner Unternehmen NQT Solutions. Einer der Entwickler, Timon Quatvasel, spricht von einem wichtigen Entwicklungsschritt. „Nach dem erfolgreichen Start der neuen Generation zu Beginn dieses Jahres wollen wir die App weiter verbreiten“, sagt Quatvasel. Neben Wendlingen ist die „BürgerStimme“ aktuell auch in Göppingen im Einsatz. Für die Stadt Wendlingen ist das Update ein weiterer Schritt auf dem Weg zu einer zeitgemäßen Bürgerkommunikation. „Die Zusammenarbeit mit den Entwicklern funktioniert nach wie vor reibungslos“, sagt Kappels. Und klar ist auch: Die Entwicklung ist noch nicht abgeschlossen.
Weitere Updates und neue Funktionen sind bereits geplant – mit dem Ziel, den digitalen Draht zwischen Rathaus und Bürgerschaft weiter zu stärken. (Philip Sandrock)

Das Vereinsheim auf der Halde gehört seit letztem Jahr der Stadt. Für das Jahr 2026 hat sich die Ortsgruppe Wendlingen im Schwäbischen Albverein einiges vorgenommen.

Das Vereinsheim gehörte 65 Jahre lang der Wendlinger Ortsgruppe im Schwäbischen Albverein. Seit dem Verkauf des Häusles im letzten Jahr ist die Stadt Wendlingen neue Eigentümerin. Für 88.000 Euro hatte es den Besitzer gewechselt. Im November war die Übergabe an die Stadt.
„Der Albverein hat keine andere Möglichkeit gesehen, das Häusle zu halten“, erklärt Fred Schuster, seit Juli 2024 Vorsitzender der Ortsgruppe, die Umstände für den Verkauf. Jahrzehntelang war die Bewirtschaftung am Wochenende ein bewährtes Konzept gewesen, um die Unterhaltungs- und Betriebskosten für das Häusle zu sichern.


Mitgliederzahlen schwanden
Denn allein von den Mitgliedsbeiträgen hat der Verein das Häusle nicht finanzieren können, zumal dem Gesamtverein ein Großteil der Beiträge zukommt. Als sich mit der Zeit dann noch die Freizeitaktivitäten änderten und die Mitgliederzahlen schwanden, wurde es zunehmend schwieriger, auch die Bewirtschaftung aufrechtzuerhalten.
Immer weniger Mitglieder waren bereit, am Wochenende im Vereinsheim zu arbeiten. Daher blieb die Bewirtung immer häufiger an immer denselben Freiwilligen hängen. Daran änderte sich auch nichts, als der Zeitraum für die Bewirtung zwischen April und Oktober auf Juni und Oktober verkürzt worden war. „Ein erster Sargnagel war dann Corona. Damals kam der Ausschank im Albvereinshäusle ganz zum Erliegen“, so Fred Schuster. 2023 war dann die letzte Saison, in der das Heim bewirtschaftet wurde. „Insgesamt 15 Sonntage lang, mehr war personell nicht drin“, berichtet der Vorstand. Die Einnahmen wurden immer weniger. Der Verein musste sich schleunigst nach einer anderen Lösung umsehen. Schweren Herzens entschied man sich dazu, das Häusle zu verkaufen, womit freilich nicht alle Mitglieder einverstanden waren. Vor allem diejenigen nicht, die 1958/59 noch selbst am Vereinsheim mitgeplant und/oder es mit eigenen Händen gebaut hatten.


Ein Modell für andere Liegenschaften des Albvereins
Auch der Käuferkreis war begrenzt, trotz bester Lage und Aussicht. Denn das Grundstück mit dem Häusle befindet sich mitten im Naturschutzgebiet. Eine Vergrößerung des Gebäudes oder gar ein Neubau sind damit verboten. Es hat lediglich Bestandsschutz. Klassische Investoren waren damit raus. Somit lag es nahe, das Vereinsheim der Stadt zum Kauf anzubieten. „Die Stadt ermöglicht, dass das Häusle weiterhin gemeinnützig erhalten bleiben kann“, sagt Schuster über die gefundene Lösung, mit der sich auch manches Mitglied anfreunden kann, das einem Verkauf bisher ablehnend gegenübergestanden hat.


Häusle kann gemietet werden
Nach Schusters Dafürhalten könnte der Verkauf an die Stadt auch „ein Modell für andere Liegenschaften des Albvereins“ sein, wenn Ortsgruppen ihr Vereinsheim aus personellen und wirtschaftlichen Gründen nicht mehr halten können.
Was die Stadt Wendlingen mit dem Albvereinshäusle vorhat, das ist längst raus. Das Haus soll von den örtlichen Vereinen, aber auch von Schulen und Kindertageseinrichtungen, genauso wie von der Volkshochschule, Musikschule, dem Jugendhaus oder Behörden und Kirchen, gemietet werden können. Die Anmeldungen für Vermietungen laufen über die Stadt. Auch die Wendlinger Albvereinsgruppe hat nach dem Verkauf an die Stadt ihr ehemaliges Vereinsheim angemietet. Sie will sich dort künftig regelmäßig am ersten Donnerstag im Monat von 17 bis 21.30 Uhr treffen. „Bei kleinem Vesper und Getränken zum Schwätzen und gemütlichen Beisammensitzen“, sagt Schuster.


Öffentliche Ideenbörse im Frühjahr
Nach dem Verkauf will sich die Ortsgruppe laut Schuster 2026 erst einmal „neu konsolidieren“. Dazu hat er mit Gerhard Kurz (Zweiter Vorsitzender), Frank Schmadalla (Kassier), Wanderwart Werner Kienel und Schriftführerin Angela Aurenz ein engagiertes Team an seiner Seite. Im Frühjahr wolle man eine öffentliche Ideenbörse veranstalten, bei der sich die Bürgerinnen und Bürger mit ihren Ideen einbringen können, ähnlich dem Bürgerverein, der dadurch neue Impulse bekommen hatte. „Wir wollen Leute gewinnen, die Ideen haben“, so der Albvereins-Vorstand. (Gaby Kiedaisch)

„Volkskrankheit Hernie“ lautet das Thema des nächsten „Gesundheit kompakt“-Livestreams von Medius-Kliniken und Nürtinger Zeitung am Montag, Januar, 19 Uhr, mit Chefarzt Klaus Kraft aus Nürtingen, einem Pionier der minimal-invasiven Chirurgie.

Die digitale Livestream-Reihe „Gesundheit kompakt“ der Medius-Kliniken und der Nürtinger Zeitung, geht am Montag, 19. Januar, um 19 Uhr in die nächste Runde. Diesmal steht ein Thema im Mittelpunkt, das viele Menschen betrifft, aber im Alltag häufig unterschätzt wird: Hernien – im Volksmund schlicht „Brüche“ genannt. Gast dieses Experten-Talks ist Dr. Klaus Kraft. Er ist Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie der Medius-Klinik Nürtingen und Leiter des neuen Medius-Hernien-Zentrums in Kirchheim.


Hernien – eine Volkskrankheit mit Risiken
Hernien gehören zu den häufigsten chirurgischen Krankheitsbildern. Dabei handelt es sich um Schwachstellen in der Bauchwand, durch die sich Gewebe oder sogar Darmanteile nach außen vorwölben können. Besonders verbreitet ist der Leistenbruch, doch auch Nabel- und Narbenbrüche treten häufig auf. Solange sich das Gewebe lediglich vorwölbt, bleibt ein Bruch oft unproblematisch. Gefährlich wird es, wenn sich Organe einklemmen – dann kann aus einer vermeintlichen Lappalie ein akuter Notfall werden. Im Livestream erklärt Kraft, wie Hernien entstehen, welche Symptome ernst genommen werden müssen und welche modernen Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten heute zur Verfügung stehen. In vielen Fällen kann ein Bruch inzwischen ambulant und minimalinvasiv operiert werden. Dafür steht das neue Medius-Hernien-Zentrum in Kirchheim zur Verfügung.


Ein Abend mit einem Wegbereiter der modernen Chirurgie
Mit Dr. Klaus Kraft ist ein Mediziner zu Gast, der die Entwicklung der minimalinvasiven Chirurgie in Deutschland maßgeblich geprägt hat. Bereits in den 1980er-Jahren gehörte er zu den ersten Chirurgen, die sich intensiv mit der damals noch jungen „Schlüsselloch-Technik“ beschäftigten.
Während viele Kolleginnen und Kollegen zunächst skeptisch waren, erkannte Kraft früh das enorme Potenzial dieser schonenden Operationsmethode. Er führte nicht nur einige der ersten laparoskopischen Eingriffe in der Region durch und machte sich dadurch einen Namen, sondern war auch an der Etablierung neuer Standards beteiligt, die heute in Kliniken bundesweit selbstverständlich sind.
Sein besonderes Interesse galt stets der Frage, wie Operationen für Patientinnen und Patienten sicherer, weniger belastend und zugleich präziser gestaltet werden können.
Über die Jahre entwickelte sich Kraft zu einem gefragten Ausbilder: In nationalen und internationalen Schulungen gab er sein Wissen an junge Chirurgen weiter. Viele heute etablierte Fachärzte haben ihre ersten Schritte in der minimalinvasiven Chirurgie unter seiner Anleitung gemacht.


40 Jahre Erfahrung – und kein Ruhestand
Der siebenfache Familienvater feiert in diesem Jahr seinen 70. Geburtstag.
Doch ans Aufhören denkt er nicht. Im Gegenteil: Ab Juli wird er sich vollständig auf die Leitung des Medius-Hernien-Zentrums Kirchheim konzentrieren, welches er maßgeblich mit aufgebaut hat.
„Das ist ein Vorteil am Beruf Arzt: Man wird mit den Jahren immer wertvoller“, sagt er mit einem Lächeln – und spielt damit auf die Erfahrung an, die in der Chirurgie oft entscheidend ist.


Raum für Fragen
Im Livestream wird er nicht nur medizinische Fakten erläutern, sondern auch persönliche Einblicke in vier Jahrzehnte Operationssaal geben – von den ersten laparoskopischen Operationen bis zu heutigen Hightech-Verfahren.
Wie gewohnt lebt „Gesundheit kompakt“ vom Austausch mit den Zuschauern.
Interessierte können ihre Fragen bereits im Vorfeld und auch noch während des Livestreams per E-Mail an gesundheit@ntz.de senden. Diese werden anonymisiert vorgelesen und vertraulich behandelt. Durch den Abend führt Lia Hiller von der Nürtinger Zeitung. (Lia Hiller)

Hier geht es zum Livestream
Am Livestream teilnehmen kann man bequem von zu Hause aus oder mobil von unterwegs unter dem Link www.ntz.de/medius. Der Stream steht auch im Nachhinein zum Anschauen zur Verfügung.

Gemeinderat hält Haushaltsreden und verabschiedet den Etat für das anstehende Jahr.

In der Oktober-Gemeinderatssitzung hatte Neckartailfingens Kämmerin Alisa Spannbauer das Zahlenwerk des Haushaltsplans 2026 bereits ausführlich vorgestellt. In der letzten Gemeinderatssitzung des alten Jahres hielten die Vertreter der Fraktionen nun ihre Haushaltsreden. Danach wurden der Haushaltsplan und die Haushaltssatzung 2026 einstimmig verabschiedet.
12,8 Millionen Euro geplante Einnahmen stehen im Ergebnishaushalt 2026 14,2 Millionen kalkulierte Ausgaben gegenüber. Aufgrund höherer Zuschüsse aus Förderprogrammen kann die ursprünglich geplante Kreditaufnahme von vier Millionen Euro um 0,5 Millionen Euro auf 3,5 Millionen Euro reduziert werden. Größtes Investitionsprojekt ist 2026 mit eingeplanten 6,4 Millionen Euro Ausgaben die Sanierung des Grundschulgebäudes. Der Schuldenstand Neckartailfingens soll zum 31. Dezember 2026 5,06 Millionen Euro betragen.


Viel Lob für die Verwaltung
Aus den drei Haushaltsreden der verschiedenen Fraktionen klang sehr viel Lob für den Bürgermeister und seiner Verwaltung heraus. „Wir haben eine Verwaltung, die ihr Handwerk versteht, und in ihrer soliden Finanzpolitik mit dem Gemeinderat lösungsorientiert zu Kompromissen bereit ist“, so Sabine Müller (SPD-FB). Müller blickte auch im Namen ihres Fraktionskollegen Matthias Seitz auf 13 Punkte, die 2025 in Neckartailfingen umgesetzt wurden, zurück. Für 2026 regte Müller an, bei Investitionen weiterhin staatliche Zuschüsse auszuschöpfen. Als Wünsche für 2026 äußerte die SPD-FB-Fraktion einen Begegnungsplatz vor der alten Schule und eine Bocciabahn und Sitzbänke neben dem Jugendhaus zu errichten.
Die Schulsanierung, der Neubau von Kitas, die Einführung der Ganztagsschule, die Sanierung der Kläranlage und die Erhaltung und Erneuerung der Neckartailfinger Infrastruktur sind für die fünfköpfige WJB/CDU-Fraktion wichtige Aufgaben im Jahr 2026. „Die Schule wird nicht nur ein Dach über dem Kopf sein, sondern ein moderner Lernraum, der Kreativität, Sicherheit und Zukunftskompetenzen fördert“, so Thomas Knöll. Die Gewerbeentwicklungsstrategie trage dazu bei, dass Arbeitsplätze geschaffen werden und die Gemeinde durch langfristige Steuereinnahmen gestärkt würde.


Wichtige Investitionen für die Jugend
„Schule und Kindergarten sind unsere größten finanziellen Projekte. Sie sind wichtige Investitionen in unsere Jugend, und damit in unsere Zukunft“, betonte Gemeinderat Karl Lorch in der Haushaltsrede der FFW-Fraktion.
Das kalkulierte Haushaltsminus von 1,4 Millionen Euro für 2026 sei für viele Bürger schwer nachvollziehbar, würde aber ohne das große Engagement von Bürgermeister und Verwaltung noch deutlich höher ausfallen.
„Trotz aller großer Themen und der Minuszahlen steht unser 2026er-Haushalt auf einem soliden Fundament“, geizte Lorch nicht mit Lob. „Wir finden nur gemeinsam Lösungen“, gab Bürgermeister Wolfgang Gogel die Anerkennung der Verwaltungstätigkeit an die Gemeinderäte zurück.

Haushaltsplan einstimmig verabschiedet
Der Rathauschef gratulierte auch Christina Gombold zur Beförderung zur Hauptamtsleiterin. Die 14 Gemeinderäte stimmten der Verabschiedung der Haushaltsplans 2026 und der Finanzplanung 2027 bis 2029 einstimmig zu.
Positiv wirkt sich auf die Neckartailfinger Finanzen auch der von Architekt Peter Hübner vorgestellte Zwischenbericht der Sanierung der Liebenauschule aus.
Der Planer berichtete, dass man bei der bisherigen Vergabe von 70 Prozent der Gewerke meistens unter den ursprünglich geplanten Kosten des Elf-Millionen-Projekts liege, und damit von der aktuellen konjunkturellen Situation profitiere. (Rudi Fritz)

Zum neunten Mal feiert Nürtingen die Krimizeit.

Die Deutschen lieben es spannend – zumindest, wenn es um Bücher geht. Krimi, Thriller und Horror stehen unangefochten an der Spitze der bevorzugten Genres. Diese Vorliebe teilen sich Frauen wie Männer gleichermaßen und so dürfte die mittlerweile neunte Nürtinger Krimizeit ein gefundenes Fressen für Freunde des gepflegten Grusels darstellen. Das städtische Kulturamt hat in Kooperation mit neun weiteren Kultureinrichtungen ein vielfältiges Programm über Mord und Totschlag auf die Beine gestellt. Insgesamt 17 Veranstaltungen spannen einen abwechslungsreichen Bogen vom Theaterstück über Lesungen bis hin zu den seit Jahren beliebten Krimi-Spaziergängen mit kulinarischem Kick.


Die „Mörderischen Schwestern“
So präsentieren die „Mörderischen Schwestern“ am 5. März im Gok‘schen Keller eine „Ladies Crime Night“. Fünf Autorinnen eines Netzwerks aus Deutschland, der Schweiz und Österreich, das den von Frauen geschriebenen Kriminalroman fördert, tauchen in die Welt des Verbrechens ein und werden dabei musikalisch von der Sängerin Sally Grayson unterstützt. Den schwarzhumorigen Auftakt zur neunten Nürtinger Krimizeit bestreitet aber der aus dem Polizeiruf 110 bekannte Schauspieler Martin Lindow am 15. Januar in der Stadthalle K3N. In der preisgekrönten Inszenierung der Tourneebühne Landgraf mausert er sich zum Musterschüler, der buchstäblich ein Mordsvergnügen bei der Lektion „Achtsam morden“ entwickelt.

Premiere
Eine Premiere bei der Nürtinger Krimizeit feiert das Improvisationstheater Krimiwerke aus Stuttgart. Am 26. Februar begibt sich das Ensemble gemeinsam mit dem Publikum in der Kreuzkirche auf Verbrecherjagd. Und dabei ist niemand vor Überraschungen sicher, denn erst im Zusammenspiel mit dem Publikum entwickelt sich der Mordfall bis hin zu seiner Lösung.
Ein weiterer Höhepunkt ist die Veranstaltung mit dem Erfolgsautoren Jean-Luc Bannalec alias Jörg Bong. Er wird im Rahmen eines Gesprächs mit Reinhold Joppich, dem ehemaligen Geschäftsführer von Kiepenheuer & Witsch, den 14. Fall seines beliebten Kommissars Dupin am 12. März in der Stadthalle K3N vorstellen. Den „Bretonischen Versuchungen“ dürften sicherlich viele Krimifans erliegen. Nicht minder fesselnd wird der Besuch der habilitierten Historikerin Karina Urbach am 19. März in der Kreuzkirche. Die Preisträgerin des deutschen Krimipreises 2024, liest aus ihrem ausgezeichneten Roman „Das Haus am Gordon Place“. Darin verwebt sie auf mehreren Zeitebenen einen Mordfall im heutigen London mit Spionage im geteilten Wien der Nachkriegszeit.
Die Nürtinger Krimizeit widmet sich aber nicht nur Verbrechen im Ausland, sondern wirft auch einen Blick darauf, was vor der eigenen Haustür passiert: So lässt Gerd Stiefel am 1. März in der Sammlung Domnick die Ermittlungen seines Protagonisten Karl Grimm in einer Mordserie am Bodensee lebendig werden.


Und Ruth Edelmann-Amrhein schickt am 16. April in der Buchhandlung „Im Roten Haus“ ein Ermittlerduo aus Schwaben auf die Spur des Bösen.


Mordpläne, die nach hinten los gehen
Dass Mordpläne auch mal nach hinten losgehen können und Verbrecher nicht von Pleiten, Pech und Pannen verschont bleiben, schildert Ralf Kramp in seinen schaurig-lustigen Romanen und Kurzgeschichten. Mit seinem zwischen Gänsehaut und Scherzinfarkt pendelnden Auftritt „Wie wär‘s denn mal mit Mord?“ sorgt er am 19. April in der Sammlung Domnick für einen unterhaltsamen Abend.
Zum Abschluss der Veranstaltungsreihe lädt das Amt für Stadtmarketing und Tourismus am 22. April zu einem fesselnden historischen Stadtspaziergang durch Nürtingen ein.
Ein besonderes Kennzeichen der Nürtinger Krimizeit ist die Verbindung von Nerven- und Gaumenkitzel.
Am 24. und 25. März startet das 3-Gänge-Menü jeweils um 19 Uhr mit einer Vorspeise im Café MaLe, während SWR-Moderator Rudolf Guckelsberger aus „Gift und Gänsebraten“ liest und dabei von Barbara Gäsle am Banjo begleitet wird. Zum Hauptgang im Restaurant Belsers serviert die Neuffener Autorin Isa Klink eine Kostprobe aus ihrem Roman „Düsterkalt“.
Das Dessert im Gok‘schen Keller wird mit einer weiteren literarisch-musikalischen Einlage von Rudolf Guckelsberger und Barbara Gäsle, diesmal an der Gitarre, serviert. Kriminalfälle aus dem mittelalterlichen Nürtingen werden im Rahmen eines Stadtrundgangs zum neuen Leben erweckt: Am 30. Januar und 28. Februar lädt das Amt für Stadtmarketing und Tourismus in Kooperation mit dem Naturtheater Grötzingen zu einer besonderen Stadtführung ein, die unter anderem „Von Hexen und Spitzbuben“ handelt. Eine wärmende Suppe im Café MaLe ist inbegriffen.
Die Spurensuche in einem Kriminalfall kann mitunter ebenso spannend und aufregend sein, wie das Aufspüren von Aromen im Weinglas. Das „Ermittler“-Duo Hartmut Wirsching und Hannes Rehm kombiniert am 7. Februar im Theater im Schlosskeller Fundstücke aus ihren Lieblingskrimis mit persönlichen Weinfavoriten und präsentieren am Ende äußerst schmackhafte Ergebnisse.

Krimis für Kinder
Die Nürtinger Krimizeit hat aber nicht nur für Erwachsene etwas zu bieten. Krimis stehen insbesondere durch Serien wie „Die drei ???“ auch bei Kindern und Jugendlichen hoch im Kurs.
Kinderbuchautorin Helene Blanck stellt daher am 13. April in der Stadtbücherei Nürtingen im Rahmen einer interaktiven Mitmachlesung ihren ersten eigenen Band „Fiese Fälscherbande“ aus der Reihe „Die drei ??? Kids“ vor und steht dabei Rede und Antwort.

Info: Weitere Infos, wie zu den Preisen, gibt es unter www.nuertingen.de/krimizeit. nt

Mitmachen, freiwischen, gewinnen – mit dem digitalen Nürtinger Adventskalender unter www.ntz.de/advent die Vielfalt der Stadt entdecken. Einsteigen ist noch möglich.

Der aktuell laufende digitale Nürtinger Adventskalender von Citymarketing und Nürtinger Zeitung sorgt weiterhin für Weihnachtsvorfreude und tägliche Gewinnchancen. Unter www.ntz.de/advent können registrierte Teilnehmer jeden Tag das Geschäft des Tages freiwischen und einen 100‑Euro‑Gutschein gewinnen.
„Wer bisher nicht oder zumindest nicht an allen Tagen dabei war, kann trotzdem noch in dieses Adventskalender-Gewinnspiel einsteigen“, erklärt Gerhard Hemmerich, Mediaberater bei der Nürtinger Zeitung.


„Es besteht weiterhin die Chance auf einen der attraktiven Hauptpreise im Gesamtwert von über 3000 Euro, die an Weihnachten verlost werden. Denn das Hauptpreis-Gewinnspiel kann auch rückwirkend gespielt werden.“ Bereits vergangene Türchen lassen sich nachträglich freirubbeln – und sichern so die Teilnahme an der großen Sonderverlosung. „Dranbleiben lohnt sich also“, macht Gerhard Hemmerich Mut. Nur um verstrichene Tagesgewinne könne nicht im Nachhinein gespielt werden.

Das sind die Hauptpreise
Bisher verzeichnet das Adventskalender-Gewinnspiel knapp 1400 aktiv Teilnehmende. Das ist jetzt schon eine Steigerung von rund einem Drittel im Vergleich zum Vorjahr. Eine Anmeldung ist unter www.ntz.de/advent jederzeit möglich. Dann heißt es nur noch loslegen, rubbeln und mit etwas Glück auch gewinnen.

  1. Preis: 1000 Euro Provisions-Rabatt-Gutschein von „ImmoKäpsele“ und zusätzlich ein 500-Euro- Citymarketing-Einkaufsgutschein.
  2. Preis: 450 Euro Brillen-Gutschein von „SEHHAUS Optik“
  3. 400 Euro Betten-Gutschein von „amann. Die Experten für gesunden Schlaf“
  4. Ballonfahrt für 2 Personen im Wert von 400 Euro von der Fahrschule B. Mülln
  5. 300 Euro Fitness-Gutschein von „Fitness(t)raum“
  6. 250 Euro Citymarketing-Gutschein von der Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen


    Es ist keine Barauszahlung möglich. Teilnahme ab 18 Jahren.

Wendlinger Bürger sind über das Ausmaß der Rodungen am Ufer irritiert. Anrufe gibt es auch im Rathaus. Von einem üblichen Gehölzrückschnitt kann hier nicht mehr die Rede sein.

Rätselraten in Wendlingen: Viele fragen sich derzeit, weshalb an der Lauter so ein vehementer Kahlschlag stattgefunden hat. Im Rathaus gab es Anrufe. Auch im Ausschuss für Verwaltung, Bildung und Wirtschaftsförderung war die Rodung ein Thema unter den Gemeinderäten. „Von uns kommt das nicht“, zeigte sich Bürgermeister Steffen Weigel ebenfalls erstaunt über das Ausmaß.
Bäume und Gebüsch entlang der Lauter wurden bis auf Stämme und Wurzeln abgesägt. Zwischen Bodelshofen und Wendlingen klafft jetzt auf mindestens hundert Metern auf der rechten Uferseite flussabwärts eine riesige Lücke. Während an anderen Stellen nichts dergleichen zu sehen ist, fragt man sich, warum gerade an diesem Abschnitt der Lauter und weshalb mit dieser „Radikalität“ in die Natur eingegriffen werden musste, wunderte sich auch der Bürgermeister.
Erste Vermutungen nahmen die Hochspannungsleitungen ins Visier. Tatsächlich ragen sie über diesen Teilabschnitt mit dem Einschlag. Dann müsste womöglich die Transnet BW, deren Umspannwerk sich in nächster Nähe zur Lauter befindet, der Verursacher sein.


Wer war es dann?
Ein Anruf unserer Zeitung bei dem Stromversorger brachte zunächst keine Erhellung. „Das ist keine Rodungsaktion, die von der Transnet in Auftrag gegeben wurde“, hieß es dort. Die letzte Pflegemaßnahme an der Lauter sei vor eineinhalb Jahren im Frühjahr 2024 gewesen. „Damals war die Verlegung einer Gasleitung der Grund dafür“, so die Sprecherin.
Wieder zurück zur Stadtverwaltung, zum Ersten Beigeordneten, Markus Lämmle. Von ihm kam wenig später die Antwort. „Die Arbeiten dienten zur Sicherung der darüberliegenden Stromleitungen“, bestätigte Lämmle, der sich nach der Ausschusssitzung ebenfalls kundig gemacht hatte, den Verursacher: die Transnet BW.

Gleichzeitig bekam auch unsere Zeitung auf wiederholte Nachfrage bei der Transnet eine ausführliche Antwort. Entgegen der ersten Aussage, bestätigt die Pressestelle des Unternehmens nun, dass „es sich um den routinemäßigen Rückschnitt für die Sicherheit der 380-Kilovolt-Freileitung“ gehandelt hätte. Die Pressesprecherin erläuterte diesmal, dass für „diese Stromleitung ein Sicherheitsabstand von mindestens fünf Metern vorgeschrieben ist“. Damit der Sicherheitsabstand zwischen Leitung und Büschen und Bäumen stets gewährleistet werden könne, müsse das Pflanzenwachstum im Frühjahr einkalkuliert werden. Außerdem müsse ebenfalls berücksichtigt werden, dass „die Leiterseile je nach Witterung und Auslastung unterschiedlich stark durchhängen“.
Da im Bereich der Lauter, nach Angaben der Sprecherin, der geringste Abstand zwischen Freileitung und Geländeoberkante zehn Meter betragen muss, „erklärt, warum es in diesem Bereich nun tatsächlich recht kahl aussieht“, räumte sie ein.

Das Rückschneiden von Gehölzen gehört zur Unterhaltspflege
Wie sie weiter angab, sind die Maßnahmen Bestandteil der Unterhaltspflege, „zu der wir verpflichtet sind und die bei der Lage innerhalb von Schutzgebieten stets in Abstimmung mit den zuständigen Naturschutzbehörden erfolgen“ muss. Da die Maßnahme auf beiden Uferseiten gemacht werden müsse, habe die Transnet davon abgesehen, beides gleichzeitig auszuführen. Stattdessen werde der zweite Schnitt zeitversetzt erledigt. Verglichen mit dem Pflegekonzept sei dies „verträglicher“.

Weitere Maßnahmen geplant
Inzwischen liegen der Stadt auch die Genehmigungsunterlagen für die Rodungsaktion vor. Dies sei zwar nicht Pflicht, erklärte Markus Lämmle gegenüber unserer Zeitung, aber eine für die Stadtverwaltung wichtige Mitteilung, da sie wissen wolle, wer und was auf ihrer Gemarkung vor sich gehe. Die Untere Naturschutzbehörde im Landratsamt hatte den Pflanzenschnitt genehmigt. „Wir werden noch einmal Kontakt mit der Transnet aufnehmen“, sagte Lämmle weiter, insbesondere auch wegen des zweiten geplanten Einschlags auf der gegenüberliegenden Uferseite. Wann dieser geplant ist, das wird die Stadt dann hoffentlich auch erfahren. (Gaby Kiedaisch)

Der Livestream „Gesundheit kompakt“ widmet sich am Montag, 8. Dezember, um 19 Uhr dem Thema „Schmerztherapie heute – Chance für mehr Lebensqualität“. Michael
Kiehlmann, Sektionsleiter Schmerztherapie an den Medius-Kliniken, zeigt Wege auf, wie Betroffene ihren Alltag verbessern können.

Brennen, Kribbeln, Stechen und Ziehen sind nur einige Formen, wie Menschen Schmerzen wahrnehmen. Womit alle Menschen bereits Erfahrung gemacht haben, wird für einen erheblichen Anteil von Leuten ein Dauerzustand: Die Deutsche Schmerzgesellschaft beziffert die Zahl der Betroffenen von chronischen Schmerzen auf mehr als 12 Millionen Menschen. Rund 4,8 Millionen Menschen lebten aktuell gar mit schweren chronischen Schmerzen, berichtete der Berufsverband der Ärzte und Psychologischen Psychotherapeuten in der Schmerz- und Palliativmedizin diesen Juni. Die Folge: Chronische Schmerzpatienten sind in ihrem Alltag und ihrer Lebensqualität erheblich eingeschränkt.

Wie Schmerzen chronisch werden
Wenn Schmerzen chronisch werden, das heißt unter anderem länger als drei Monate andauern, beeinträchtigen sie das Leben der Betroffenen erheblich. In dieser Ausgabe von „Gesundheit kompakt“, ist der Titel „Schmerztherapie heute – Chance für mehr Lebensqualität“ deshalb Programm: Zu Gast im Livestream der Medius-Kliniken und der Nürtinger/Wendlinger Zeitung ist Michael Kiehlmann. Der Facharzt für Anästhesie und Spezielle Schmerztherapie leitet die Sektion Schmerztherapie an den Medius-Kliniken sowie die Schmerzambulanz an der Klinik in Ostfildern-Ruit.
Was sind (chronische) Schmerzen eigentlich? Und was passiert dabei genau im Körper? Auf Fragen wie diese antwortet der Experte ebenso wie auf Fragen zur Therapie.
Fortschritte in der Schmerztherapie
Welche Möglichkeiten zur Behandlung gibt es? Welche Fortschritte hat die Medizin in den vergangenen Jahren gemacht? Im Gespräch erläutert Kiehlmann die Stufen der Schmerztherapie, die eine Behandlung möglich machen – und berichtet praktisch aus der Erfahrung, wie die Praxis für Schmerztherapie, ein Medizinisches Versorgungszentrum der Sektion Schmerztherapie der Medius-Kliniken, arbeitet.

Psychische Belastung und Schlafentzug
„Chronischer Schmerz breitet sich im gesamten Leben der Betroffenen aus“, sagt Kiehlmann. Psychische Belastung, Schlafentzug und eingeschränkte Beweglichkeit seien Faktoren, an denen sich Therapieerfolge messen ließen.
Eine Heilung sei zwar ein zu hoch gesetztes Ziel; mit modernen Therapieformen könne Patienten mit den oben genannten Einschränkungen aber Linderung verschafft werden.

Therapieansätze
Schritt für Schritt nimmt Kiehlmann die Zuschauer mit in den Ablauf von der Diagnose bis zur Nachsorge, spricht über herkömmliche und interventionelle Therapieansätze und darüber, wann eine ambulante und wann eine stationäre Behandlung angezeigt ist.
Zudem reißt er auch hoch spezialisierte Formen der Schmerztherapie an, etwa Schmerzschrittmacher und Radio-Frequenzbehandlung.
Mit diesem Überblick zeigt er auf, dass Schmerzen mehr sind als ein Symptom – und zugleich, dass es Wege gibt, mit chronischen Schmerzen Lebensqualität zurückzugewinnen.

Fragen werden live beantwortet
Zuschauer können ihre Fragen zum Thema „Schmerztherapie heute“ bereits vorab und auch noch während des Livestreams an gesundheit@ntz.de mailen.
Ausgewählte Fragen beantwortet Michael Kiehlmann live im Gespräch. Durch den Abend führt Julian Baum von der Nürtinger Zeitung. (Julian Baum)

Hier geht es zum Livestream
Am Livestream teilnehmen kann man kostenlos unter www.ntz.de/medius.
Der Stream wird aufgezeichnet und steht auch im Nachhinein an gleicher Stelle zur Verfügung.

Montag, 1. Dezember, öffnet sich unter www.ntz.de/advent das erste Türchen des
digitalen Nürtinger Adventskalender-Gewinnspiels. Damit beginnt
eine Reise durch 24 Tage voller Weihnachtsvorfreude, Spannung und Gewinnchancen.

Der digitale Nürtinger Adventskalender ist wie ein Schaufenster der Nürtinger Weihnachtszeit – modern, stimmungsvoll, informativ – und spannend! Denn so macht die Adventszeit doppelt Freude: 24 Tage lang entdecken und gewinnen.


24 tägliche Gewinne, Hauptpreisverlosung zu Weihnachten
Am Montag, 1. Dezember, öffnet sich unter www.ntz.de/advent zum ersten Mal in diesem Jahr die magische Welt des digitalen Nürtinger Adventskalenders. Bis einschließlich Mittwoch, 24. Dezember, wird täglich ein Einkaufsgutschein des jeweils zu erratenden Geschäftes in Höhe von 100 Euro verlost. Bei der Sonderauslosung zu Weihnachten winken zusätzlich Hauptpreise im Gesamtwert von mehr als 3 000 Euro.


Kaleidoskop der Geschäftswelt
Jeder Klick eröffnet neue Einblicke in die Vielfalt der Stadt. „Wir möchten die Vorfreude auf Weihnachten mit einem besonderen Erlebnis verbinden“, so die Intention von Citymarketing Nürtingen und der Nürtinger Zeitung. Der digitale Adventskalender ist wie ein Kaleidoskop der Nürtinger Geschäftswelt und macht Lust auf den Besuch in der Innenstadt.
„Der Adventskalender ist ein Stück gelebte Gemeinschaft“, hieß es beim Treffen von Organisatoren und Haupt-Sponsoren kürzlich im Stadtbüro der Nürtinger Zeitung am Obertor in Nürtingen. Gerhard Hemmerich, Mediaberater der Nürtinger Zeitung, drückte in seiner Begrüßung die Freude darüber aus, dass der Nürtinger Adventskalender auch 2025 wieder an den Start geht. „Im vergangenen Jahr hatten wir über 1000 User, die sich angemeldet hatten. Diese Zahl möchten wir natürlich dieses Jahr toppen“, sagte er lächelnd. Er bedankte sich bei den treuen Geschäftspartnern, die dank ihrer Teilnahme schon seit vielen Jahren den Nürtinger Adventskalender überhaupt erst möglich machen. „Und es gibt erfreulicherweise einige Geschäfte und Dienstleister, die jetzt neu mit dabei sind.“


Gemeinschaft als Motivation
Vom Konzept des Nürtinger Adventskalenders überzeugt zeigten sich die Sponsoren. Markus Einsele, Abteilungsleiter Gewerbe- und Firmenkunden Nürtingen bei der Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen, sagt: „Es ist toll, dass es diese digitale Plattform gibt, welche die Einzelhändler vor Ort in Nürtingen präsentiert. Wir als regionale Bank unterstützen regionale Geschäfte. Daher ist es für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir mitmachen.“ Dennis Winkel und Angelus de Nitto vom „Fitness(t)raum“: „Wir beteiligen uns erneut, weil der Adventskalender eine wunderbare Möglichkeit ist, Spannung und Weihnachtsstimmung in den Alltag zu bringen. Dazu leisten wir gerne unseren Beitrag.“


Zum ersten Mal als Sponsor dabei ist die Fahrschule B. Mülln. Nadja und Burkhard Mülln freuen sich darauf, das Netzwerk zu unterstützen. „Unsere Motivation ist die Gemeinschaft“, sagen sie beide. „Dieser Adventskalender ist ein gutes Medium, um auf Gemeinsamkeiten unserer Händlerschaft aufmerksam zu machen“, pflichtet Christoph Rubio von „Sehhaus Optik“ bei. „Das Ziel ist, mit gestärkter Händlerschaft die Stadt zu präsentieren.“ Daniel Amann von „Amann – Die Experten für gesunden Schlaf“ findet es ebenfalls eine gute Aktion, um den Verbrauchern zu zeigen, welche Geschäfte es in Nürtingen gibt. „Mit der Adventskalender-Aktion kann ein Anreiz geschaffen werden, lokal einzukaufen.“ Einen Beitrag zu leisten, ist auch der Wunsch von Patrick Wenzelburger von „Immokäpsele“: „Wir möchten diese Aktion unterstützen, die Bekanntheit stärken und schließlich können viele Leute tolle Sachen gewinnen.“ Thomas Holzwarth, zweiter stellvertretender Vorsitzender von Citymarketing Nürtingen, bringt das Adventskalender-Gewinnspiel auf den Punkt: „Spiel, Spaß, Spannung.“


So funktioniert die Teilnahme
Der Startschuss fällt am 1. Dezember 2025 – dann heißt es wieder: täglich klicken, mitfiebern und gewinnen. Dazu unter www.ntz.de/advent kostenlos registrieren und es kann losgehen: Einfach jeden Tag die virtuelle Fläche auf dem Bildschirm freiwischen, bis das Geschäft des Tages erkennbar wird. Es gibt drei Fotos und damit drei Chancen.
Wer das Geschäft des Tages richtig errät, kann einen Einkaufsgutschein des jeweiligen Unternehmens in Höhe von 100 Euro gewinnen. Wer an allen 24 Tagen am Gewinnspiel teilnimmt, hat zusätzlich die Chance, einen der tollen Preise bei der Hauptverlosung zu gewinnen. Dranbleiben lohnt sich also. Um die Hauptpreise kann auch rückwirkend gespielt werden, indem man nachträglich bereits verstrichene Tage „freirubbelt“.

Das sind die Hauptpreise

  1. Preis: 1000 Euro Provisions-
    Rabatt-Gutschein von
    „ImmoKäpsele“ und zusätzlich
    500 Euro Citymarketing-
    Einkaufsgutschein.
  2. Preis: 450 Euro Brillen-
    Gutschein von
    „SEHHAUS Optik“
  3. Preis: 400 Euro Betten-
    Gutschein von „amann.
    Die Experten für
    gesunden Schlaf“
  4. Preis: Ballonfahrt für 2 Personen
    im Wert von 400 Euro von der
    Fahrschule B. Mülln
  5. Preis: 300 Euro Fitness-
    Gutschein von „Fitness(t)raum“
  6. Preis: 250 Euro Citymarketing-
    Gutschein von der
    Kreissparkasse
    Esslingen-Nürtingen

    Es ist keine Barauszahlung möglich. Teilnahme ab 18 Jahren.