Knapp ein Jahr nach dem Start verzeichnet die Bürger-App der Stadt Wendlingen bereits 3432 registrierte Nutzer. Ein umfangreiches Update verbessert nun Design, Bedienung und Technik. Dass die App auch im Notfall funktioniert, konnte sie im August unter Beweis stellen.
Die Bürger-App der Stadt Wendlingen ist inzwischen aus dem Alltag vieler Einwohner nicht mehr wegzudenken. Knapp ein Jahr nach dem Start im März 2025 zieht die Stadt eine positive Zwischenbilanz – und legt nun mit einem umfangreichen Update nach. Die App „BürgerStimme“ wurde technisch und optisch grundlegend überarbeitet und soll damit noch benutzerfreundlicher werden.
„Zahlen sprechen für sich“
„Unser einjähriges Bestehen haben wir noch nicht ganz erreicht, aber die Zahlen sprechen für sich“, sagt Kristina Kappels, die bei der Stadt Wendlingen für die Bürger-App verantwortlich ist. Aktuell sind 3432 Nutzerinnen und Nutzer registriert – das entspricht rund 21,5 Prozent der Wendlinger Bevölkerung. „Mit dieser Quote sind wir sehr zufrieden“, betont Kappels. Auch die Rückmeldungen aus der Bürgerschaft seien durchweg positiv. Besonders geschätzt werde, dass wichtige Informationen der Stadt gebündelt und jederzeit mobil abrufbar sind.
Der Mangelmelder ist die meistgenutzte Funktion
Die meistgenutzte Funktion ist weiterhin der Mängelmelder. Über dieses digitale Werkzeug können Schäden, Müllablagerungen, defekte Straßenlampen oder andere Auffälligkeiten schnell an die Verwaltung gemeldet werden – inklusive Foto und Standortangabe. Für die Verwaltung bringt das spürbare Vorteile: Mitarbeitende des Bauhofs, des Hoch- und Tiefbaus sowie des Ordnungsamts haben direkten Zugriff auf die Meldungen. „So können wir schneller reagieren, weil die Hinweise nicht mehr über den zentralen Posteingang laufen“, erklärt Kappels. Für die Bürgerinnen und Bürger bedeutet das kürzere Bearbeitungszeiten und mehr Transparenz.
Infos zum Chlorgas-Unfall per Push-Nachricht
Neben dem Mängelmelder erfreuen sich auch die Rubriken „Lokale Nachrichten“ sowie „Projekte & Events“ wachsender Beliebtheit. Hier kann die Stadt – anders als im gedruckten Amtsblatt – auch kurzfristig informieren. Auch das Wendlinger Blättle werde zunehmend über die App gelesen.
Eine besondere Rolle spielt die Push-Nachrichten-Funktion. Zwar musste sie bislang nur selten eingesetzt werden, doch gerade in Ausnahmesituationen habe sie sich bewährt, so Kappels. Beim Vinzenzifest informierte die Stadt mehrfach über wetterbedingte Änderungen, im August 2025 wurde über die App zudem die kurzfristige Schließung des Freibads nach einem Chlorgas-Austritt informiert. „Für uns ist es beruhigend zu wissen, dass wir die Bevölkerung im Notfall schnell erreichen können“, sagt Kappels.
Inhaltlich erweitert
Mit dem jüngsten Update wurde die App auch inhaltlich erweitert. Neu hinzugekommen sind unter anderem Verlinkungen zum Veranstaltungskalender des Ortsrings der Vereine, zum städtischen Bewerberportal, zum Stadtplan von Wendlingen sowie zu den Apotheken-Notdiensten. Weitere Updates sind geplant
Entwickelt wird die Bürger-App vom Heilbronner Unternehmen NQT Solutions. Einer der Entwickler, Timon Quatvasel, spricht von einem wichtigen Entwicklungsschritt. „Nach dem erfolgreichen Start der neuen Generation zu Beginn dieses Jahres wollen wir die App weiter verbreiten“, sagt Quatvasel. Neben Wendlingen ist die „BürgerStimme“ aktuell auch in Göppingen im Einsatz. Für die Stadt Wendlingen ist das Update ein weiterer Schritt auf dem Weg zu einer zeitgemäßen Bürgerkommunikation. „Die Zusammenarbeit mit den Entwicklern funktioniert nach wie vor reibungslos“, sagt Kappels. Und klar ist auch: Die Entwicklung ist noch nicht abgeschlossen.
Weitere Updates und neue Funktionen sind bereits geplant – mit dem Ziel, den digitalen Draht zwischen Rathaus und Bürgerschaft weiter zu stärken. (Philip Sandrock)

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