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Auf fünf Stufen Linderung von chronischen Schmerzen

Der Livestream „Gesundheit kompakt“ widmet sich am Montag, 8. Dezember, um 19 Uhr dem Thema „Schmerztherapie heute – Chance für mehr Lebensqualität“. Michael
Kiehlmann, Sektionsleiter Schmerztherapie an den Medius-Kliniken, zeigt Wege auf, wie Betroffene ihren Alltag verbessern können.

Brennen, Kribbeln, Stechen und Ziehen sind nur einige Formen, wie Menschen Schmerzen wahrnehmen. Womit alle Menschen bereits Erfahrung gemacht haben, wird für einen erheblichen Anteil von Leuten ein Dauerzustand: Die Deutsche Schmerzgesellschaft beziffert die Zahl der Betroffenen von chronischen Schmerzen auf mehr als 12 Millionen Menschen. Rund 4,8 Millionen Menschen lebten aktuell gar mit schweren chronischen Schmerzen, berichtete der Berufsverband der Ärzte und Psychologischen Psychotherapeuten in der Schmerz- und Palliativmedizin diesen Juni. Die Folge: Chronische Schmerzpatienten sind in ihrem Alltag und ihrer Lebensqualität erheblich eingeschränkt.

Wie Schmerzen chronisch werden
Wenn Schmerzen chronisch werden, das heißt unter anderem länger als drei Monate andauern, beeinträchtigen sie das Leben der Betroffenen erheblich. In dieser Ausgabe von „Gesundheit kompakt“, ist der Titel „Schmerztherapie heute – Chance für mehr Lebensqualität“ deshalb Programm: Zu Gast im Livestream der Medius-Kliniken und der Nürtinger/Wendlinger Zeitung ist Michael Kiehlmann. Der Facharzt für Anästhesie und Spezielle Schmerztherapie leitet die Sektion Schmerztherapie an den Medius-Kliniken sowie die Schmerzambulanz an der Klinik in Ostfildern-Ruit.
Was sind (chronische) Schmerzen eigentlich? Und was passiert dabei genau im Körper? Auf Fragen wie diese antwortet der Experte ebenso wie auf Fragen zur Therapie.
Fortschritte in der Schmerztherapie
Welche Möglichkeiten zur Behandlung gibt es? Welche Fortschritte hat die Medizin in den vergangenen Jahren gemacht? Im Gespräch erläutert Kiehlmann die Stufen der Schmerztherapie, die eine Behandlung möglich machen – und berichtet praktisch aus der Erfahrung, wie die Praxis für Schmerztherapie, ein Medizinisches Versorgungszentrum der Sektion Schmerztherapie der Medius-Kliniken, arbeitet.

Psychische Belastung und Schlafentzug
„Chronischer Schmerz breitet sich im gesamten Leben der Betroffenen aus“, sagt Kiehlmann. Psychische Belastung, Schlafentzug und eingeschränkte Beweglichkeit seien Faktoren, an denen sich Therapieerfolge messen ließen.
Eine Heilung sei zwar ein zu hoch gesetztes Ziel; mit modernen Therapieformen könne Patienten mit den oben genannten Einschränkungen aber Linderung verschafft werden.

Therapieansätze
Schritt für Schritt nimmt Kiehlmann die Zuschauer mit in den Ablauf von der Diagnose bis zur Nachsorge, spricht über herkömmliche und interventionelle Therapieansätze und darüber, wann eine ambulante und wann eine stationäre Behandlung angezeigt ist.
Zudem reißt er auch hoch spezialisierte Formen der Schmerztherapie an, etwa Schmerzschrittmacher und Radio-Frequenzbehandlung.
Mit diesem Überblick zeigt er auf, dass Schmerzen mehr sind als ein Symptom – und zugleich, dass es Wege gibt, mit chronischen Schmerzen Lebensqualität zurückzugewinnen.

Fragen werden live beantwortet
Zuschauer können ihre Fragen zum Thema „Schmerztherapie heute“ bereits vorab und auch noch während des Livestreams an gesundheit@ntz.de mailen.
Ausgewählte Fragen beantwortet Michael Kiehlmann live im Gespräch. Durch den Abend führt Julian Baum von der Nürtinger Zeitung. (Julian Baum)

Hier geht es zum Livestream
Am Livestream teilnehmen kann man kostenlos unter www.ntz.de/medius.
Der Stream wird aufgezeichnet und steht auch im Nachhinein an gleicher Stelle zur Verfügung.

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