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Lia Hiller

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Sie sorgt für kleine Glücksmomente, ist ein Seelentröster und eine buchstäblich sinnliche Erfahrung: Schokolade. Ab sofort ist die Welt des Kakaogenusses um eine Köstlichkeit reicher, denn die erste Nürtinger Stadtschokolade ist ab sofort als besondere „Fairverführung“ im Doppelpack erhältlich.

Seit 2021 ist Nürtingen „Fairtrade“-Stadt

Seit 2021 ist Nürtingen als „Fairtrade“-Stadt zertifiziert. Die Stadtverwaltung, Betriebe aus dem Einzelhandel und der Gastronomie sowie Vertreter der Zivilgesellschaft verwenden entsprechende Produkte oder tragen mit Aktionen den Fair-Trade-Gedanken weiter.
Ziel ist es, durch dieses Engagement für menschenwürdige Arbeitsbedingungen für Beschäftigte auf Plantagen in Entwicklungs- und Schwellenländern zu sorgen sowie Verbraucher, Handel und Produzenten zu vernetzen, um soziale und wirtschaftliche Verbesserungen in Entwicklungsländern herbeizuführen.
Nachdem die Stadt Nürtingen kürzlich rezertifiziert wurde, erscheint nun rechtzeitig zum Osterfest die erste fair gehandelte Bio-Schokolade in einem eigenen Nürtingen-Design. Die Stadtschokolade kann man alleine oder auch zu zweit genießen, denn sie besteht aus zwei Tafeln à 35 Gramm. Die erste Tafel ist eine Milchschokolade mit 40 Prozent Kakaoanteil.

Auch in veganer Variante erhältlich

Die zweite Tafel spricht Kenner dunkler Schokolade und Veganer an, denn sie besteht aus einer veganen Zartbitterschokolade mit 62% Kakaoanteil. Die verwendeten Kakaobohnen der Ursprungsschokolade stammen in beiden Fällen aus der Dominikanischen Republik und alle verwendeten Zutaten aus fairem Handel. Die Nürtinger Stadtschokolade ist das perfekte Geschenk. Sie ist unter anderem bei der Kaffeerösterei Qaweh und im dazugehörigen Kaffeehaus MaLe erhältlich. Außerdem gibt es die Schokolade im Weltladen Nürtingen, im vomFASS Nürtingen und auch im i-Punkt des Rathauses.

Ausweitung des Sortiments ist angedacht

Sollten die Nürtinger und auch die Besucherinnen und Besucher der Stadt auf den Geschmack kommen, plant die aus Mitarbeitenden der Stadtverwaltung, der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt sowie Gewerbetreibenden bestehenden Arbeitsgruppe eine Ausweitung des Sortiments auf weitere Sortenpaare. (pm)

Die Wächterfigur Anton Köhler steht jetzt schon seit einigen Monaten im Foyer der Albert-Schäffle-Schule in Nürtingen. Genug Zeit, sich daran zu gewöhnen und den übergroßen Gast gar nicht mehr so richtig zu bemerken.

Kunstprojekt „Odyssey“

Das Kunstprojekt „Odyssey“ vom britischen Künstler Robert Koenig, der am 14. November verstorben ist, soll aber erinnern. Erinnern an all die Menschen, die im Nationalsozialismus verfolgt und getötet wurden.

Die Figur Anton steht für die Bevölkerungsgruppe der Sinti und Roma. Er und seine Geschwister wurden von der Mutter getrennt und in das Kinderheim St. Josefpflege in Mulfingen gebracht, wo sie und andere „Zigeunerkinder“ der Rassenforscherin Eva Justin als Grundlage ihrer menschenverachtenden Doktorarbeit „Lebensschicksale artfremd erzogener Zigeunerkinder und ihrer Nachkommen“ dienten.

Als die Doktorarbeit eingereicht war, konnte Justin sich sicher sein, die Kinder nicht mehr als Forschungsmaterial zu brauchen. Am 9. Mai 1944 deportierte die Polizei alle 39 Kinder in das „Zigeunerlager“ nach Ausschwitz-Birkenau wo die Meisten kurze Zeit später ermordet wurden.

Dies alles erzählte Manuel Werner den Schülern und Schülerinnen der Ethik- und Religionsklassen der Albert-Schäffle-Schule.

Gedenkinitiative

Manuel Werner ist Mitglied der Gedenkinitiative Nürtingen und erhielt 2021 den Kultur- und Ehrenpreis der Sinti und Roma für seinen Einsatz gegen das Vergessen. Zusätzlich arbeitet er auch ehrenamtlich bei der Nürtinger Außenstelle der Beratungsstelle für gleichberechtigte Teilhabe des Verbandes Deutscher Sinti und Roma Baden-Württemberg, die in der alten Seegrasspinnerei untergebracht ist und die die immer noch stark diskriminierte Bevölkerungsgruppe der Sinti und Roma unterstützt. Werner brachte zu seinem Vortrag an der Albert-Schäffle-Schule Fotos, Zitate und Videos aus der Zeit des Nationalsozialismus mit, die den Schülerinnen und Schülern der ASS die Ausgrenzung und Verfolgung von Sinti und Roma bedrückend nahe brachten. Besonders erschreckend allerdings war eine Sammlung von Hasszitaten und Bildern aus der Jetzt-Zeit, die im Internet kursierten und unter anderem zum Romacaust aufriefen.

Zukunft braucht Erinnerung

Gerade weil solche Kommentare immer noch aktuell sind, ist es den Schülern wichtig, sich mit der Geschichte zu befassen und damit dem Motto gerecht zu werden, unter dem die Figur des Sinto-Jungen Anton Köhler im Foyer der Albert-Schäffle-Schule aufgebaut ist: Zukunft braucht Erinnerung! (pm)

Die „Neckarmädels“ bekommen das erste Sondertrikot in der Vereinsgeschichte. In Zusammenarbeit mit dem Ausrüster Kempa, der Stadt Nürtingen sowie dem Nürtinger Citymarketing wurde das erste Trikot dieser Art gestaltet.

Nach dem bisherigen positiven Saisonstart gibt es nun ein weiteres Highlight. Dieses Projekt soll die Verbundenheit zwischen der TG und der Stadt Nürtingen nachdrücklich und visuell unterstreichen.
Die TG Nürtingen ist bekannt für ihre Ausrichtung, auf regionale Spielerinnen zu setzen, die ihren Lebensmittelpunkt in Nürtingen finden. „Das Wir-Gefühl wird bei uns großgeschrieben“, heißt es in einer Pressemitteilung. Das Sondertrikot signalisiere die Zusammengehörigkeit und enge Verbundenheit der TG Nürtingen mit der Stadt Nürtingen.

Die Mannschaft trägt damit nicht nur das Wappen der Stadt auf der Brust, sondern auch die Stadtfarben blau und gelb. „Wir, die TGN möchten für unsere Stadt werben“, unterstreicht TG-Abteilungsleiter Gunnar Fischer. Das Trikot der Feldspieler erstrahlt in der Hauptfarbe blau, das Trikot der Torhüterinnen in der Hauptfarbe Gelb.

Zusätzlich ist das Maskottchen des Citymarketings, der „NürTiger“ auf der Vorderseite der Trikots abgebildet. „Das Citymarketing Nürtingen ist stolz ein Teil bei der Verwirklichung des Trikots zu sein und bedankt sich für die hervorragende Zusammenarbeit, des Weiteren wünsche ich den Handballerinnen der TG Nürtingen im neuen NürTiger-Sondertrikot ganz viele Siege und stets große Spielfreude“, sagt Melanie Wägner, Geschäftsführerin Citymarketing Nürtingen e.V.

Auch Nürtingens Oberbürgermeister Dr. Johannes Fridrich ist begeistert von dem gemeinsamen Projekt: „Das Sondertrikot ist ein echter tigerstarker Hingucker und ein Beleg dafür, wie eng sich die Handballgemeinde der TG Nürtingen mit Nürtingen identifiziert. Die Stadt Nürtingen kann sich glücklich schätzen, dass uns die TGN mit viel ehrenamtlichem Vereinseinsatz bereits über viele Jahre Spitzenhandball bietet – das ist wirklich NürTiger-stark. Ein großes Dankeschön an alle Beteiligten!“
Das neue Trikot hatte bereits seinen ersten Einsatz, am vorletzten Spieltag, im erfolgreichen Heimderby gegen den VFL Waiblingen.