Im Juni macht die UCI-Pump-Track-World-Championship-Qualifier-Series auf dem Köngener Pumptrack Station.
Die besten Pumptrack-Fahrer der Welt kommen am 19. und 20. Juni nach Köngen: Auf dem Pumptrack am Burgweg kämpfen etwa 80 internationale Elitefahrer um die Qualifikation für die Weltmeisterschaften in der chinesischen Hauptstadt Peking. Der Lauf ist Teil der sogenannten UCI-Pump-Track-World-Championship-Qualifier-Series. Veranstalter ist neben dem Radsport-Weltverband UCI die weltweit tätige Spezialfirma für die Erstellung vom Pumptracks und Mountainbike-Trails „Velosolutions“ aus der Schweiz, die auch die Köngener Anlage gebaut hat.
Ausrichter sind der Ski-Club Unterensingen (SCU), das Köngener Jugendhaus Trafo im Burgforum, die Gemeinde Köngen sowie der Württembergische Radsportverband (WRSV). Für die sportliche Durchführung ist der SCU verantwortlich, der WRSV stellt die Funktion des nationalen Rennleiters sicher und gewährleistet so einen professionellen und regelkonformen Ablauf – was bei internationalen Rennen zwingend ist. Bei den Unterensingern – die zwar Ski-Club heißen, aber seit vielen Jahren über eine hoch motivierte Bike-Sparte verfügen – ist die Freude über den Zuschlag groß, auch wenn die Ausrichtung eines solchen Events einen großen Personalbedarf erfordert.
„Es gibt viel zu organisieren“, sagt Frank Essig vom SCU. Deswegen habe man sich bereits lange vor der eigentlichen Bewerbung mit den Mitveranstaltern zusammengesetzt und analysiert, ob der Aufwand überhaupt zu stemmen sei. Aber es gibt auch Unterstützung von außen. So haben laut Essig einige Köngener Vereine signalisiert, dass sie mithelfen wollen. Zudem verfügt der SCU auch über Erfahrung in der Ausrichtung von Großveranstaltungen: Zwei Mal wurde die Weltmeisterschaft im Inline-Alpine-Slalom durchgeführt, dazu gab es etliche nationale und internationale Events in derselben Sportart.
Die WM-Qualifikation ist eine globale Rennserie mit 23 Stationen, gefahren wird im Elite-Format: keine Altersklassen, keine Hobbykategorien – nur die Leistung zählt. Startberechtigt sind ausschließlich lizenzierte Athletinnen und Athleten. Nach den Zeitläufen folgen die K.-o.-Duelle, lediglich die jeweils vier Besten pro Kategorie qualifizieren sich für das Weltfinale Mitte Oktober in Peking.
Erbaut wurde die Köngener Anlage 2023, es gibt zwei Tracks: der für Profis ist 230 Meter lang, der für Einsteiger hat eine Länge von 80 Metern. Seit der Eröffnung tummeln sich praktisch täglich Radler, Skater, Inliner- und Rollerfahrer auf den beiden Rundkursen. In der Bike-Szene hat sich der Köngener Pumptrack, eine der größten Anlagen in Süddeutschland, längst einen guten Namen gemacht: Er gilt als technisch anspruchsvoll und wird regelmäßig von leistungsorientierten Fahrern genutzt. Auch international erfolgreiche Fahrer und Fahrerinnen wie Alina Beck aus Stuttgart trainieren regelmäßig in Köngen. Die 19-Jährige stand 2025 bei den Pumptrack-WM als Dritte auf dem Podium und ist gleichzeitig erfolgreich im BMX-Sport, wo sie mehrfach nationale und internationale Titel einheimste und 2024 für Deutschland bei den Olympischen Spielen in Paris startete.
Auch im Jugendhaus Trafo ist man stolz wie Bolle über den Zuschlag. „Ein solcher Lauf wird nur an Standorte vergeben, die sportlich und organisatorisch höchste Anforderungen erfüllen“, sagt Jugendhausleiter Matthias Dold. Die WM-Qualifikation findet am 19. und 20. Juni statt, am 21. Juni gehört die Köngener Strecke dann wieder dem Nachwuchs: Beim „Pump & Play“ fahren Kinder und Jugendliche auf derselben Strecke, auf der tags zuvor um Weltmeisterschaftsplätze gekämpft wurde. Ob Laufrad, Scooter, BMX oder Mountainbike – dabei geht es um Spaß, Bewegung und erste Rennerfahrungen. (kd)

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