Esslingen

Neckaruferpark öffnet erst im Juni

In Esslingen verzögert sich die Eröffnung des Neckaruferparks erneut: Nun wird Juni angepeilt.

Es wird doch noch eine Weile dauern, bis die Menschen am Neckarufer zwischen Esslinger Bahnhof und Rossneckar die Seele baumeln lassen können. Denn der lang ersehnte Neckaruferpark ist nicht wie geplant fertig geworden. Eigentlich war ein Eröffnungstermin an Ostern angedacht, nun visiert die Stadtverwaltung einen Fertigstellungstermin im Juni an. Damit ist die Eröffnung des neuen Grünstreifens schon zum zweiten Mal verschoben worden.
Eigentlich sollte der Neckaruferpark bis Ende 2025 fertig sein – auch, damit die Fördermittel in Höhe von rund sechs Millionen Euro für das insgesamt etwa 9,5 Millionen Euro schwere Projekt abgerufen werden können. Doch kurz vor Ablauf der Frist wurde bekannt, dass der Zeitplan nicht gehalten werden kann. Aus verschiedenen Gründen sei es zu Verzögerungen gekommen, hatte die Stadt mitgeteilt – unter anderem wegen Schadstoffbelastungen des Bodens, wegen des vielen Regens im vergangenen Sommer und wegen aufwendiger Abstimmungen mit Bundesbehörden und dem Wasserschifffahrtsamt.
Als neuer Termin für die Eröffnung des Grünstreifens war Ostern anvisiert worden – auf Zuschüsse hatte man nicht verzichten müssen, weil der Förderzeitraum laut Stadtverwaltung verlängert wurde. Doch auch dieser Termin wurde nicht gehalten. „Nach den Wintermonaten sind doch noch einige Arbeiten zu erledigen, die aufgrund der Witterung etwas länger dauern“, teilt die städtische Sprecherin Nicole Amolsch mit.
Unter anderem seien noch weitere Erdmodellierungen notwendig, ebenso zusätzliche Pflanzungen und Aussaaten. Auch die Arbeiten für Rad- und Fußwege seien noch nicht abgeschlossen, zudem müsse der Belag am Rossneckarplatz noch hergestellt werden. Die Ausstattung mit Fahrradbügeln, Sitzbänken und Mülleimern ist laut Nicole Amolsch ebenfalls nicht abgeschlossen. Zudem müssten Beleuchtung und Beschilderung entlang des Radwegs eingebaut werden. Auch dieses Mal sei der Förderzeitraum entsprechend verlängert worden, so Amolsch: „Es entsteht durch die Verzögerung kein wirtschaftlicher Nachteil für die Stadt.“
Am Flussufer zwischen dem Pliensauturm und dem Hechtkopf, wo der Rossneckarkanal in den Neckar mündet, wird seit etwa zwei Jahren der Neckaruferpark gebaut. Der schmale Grünstreifen zwischen Fluss und Bahngleisen misst an seiner breitesten Stelle gerade einmal 40 Meter. Er soll künftig als Erholungsfläche für die Esslingerinnen und Esslinger dienen. Unter anderem entsteht dort ein sogenannter Stadtbalkon auf Höhe des Bahnhofs, außerdem ein Naturufer, ein kleiner Kiesstrand sowie Spiel- und Sportbereiche. Außerdem führen Rad- und Fußwege durch den Park.
Wenn der Neckaruferpark im Sommer fertiggestellt wird, geht ein jahrzehntelang diskutiertes Projekt zu Ende. Bereits in den 1990er-Jahren hatte sich die Bürgerschaft mit der Idee eines Parks am Flussufer beschäftigt, im Jahr 2011 war das Vorhaben dann Teil eines städtebaulichen Wettbewerbs für die Weststadt.
Doch bis das Projekt startete, sollten noch Jahre ins Land gehen – unter anderem, weil sich die Verhandlungen mit der Deutschen Bahn über ein dringend benötigtes Grundstück in die Länge zogen. Seit dem Spatenstich im November 2023 nimmt der Park nun Form an. (meb)

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