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Beuren sucht Schätze aus 50 Jahren Panorama-Therme

Wer hat noch eine alte Eintrittskarte? Das Thermalbad feiert im nächsten Jahr sein
Jubiläum mit verschiedenen Veranstaltungen. Auch eine Ausstellung ist geplant. Dabei hofft man auf die Hilfe der Badegäste.

Der 17. Januar 1977 ist ein Wendepunkt in der Geschichte der Gemeinde Beuren gewesen. An diesem Tag ist die Panorama-Therme eröffnet worden. Der bei der Feier anwesende Präsident des Geologischen Landesamts, Kurt Sauer, hat es damals etwas blumiger formuliert und davon gesprochen, dass die „karge Schwäbische Alb um einen Sonnenstrahl reicher geworden ist“. Das geht zumindest aus einem Artikel der Nürtinger Zeitung vom 19. Januar 1977 hervor.

Die Vorbereitungen laufen bereits
Hinter den Kulissen laufen schon seit einiger Zeit die Vorbereitungen für das Jubiläumsjahr. Mit verschiedenen Aktionen und Veranstaltungen soll das 50‑jährige Bestehen der Panorama-Therme gefeiert werden. Zum Organisationsteam gehört auch Kerstin Röner. Die Beurenerin ist Inhaberin einer Agentur für Design und visuelle Kommunikation in Beuren. Sie ist gerade dabei, eine Ausstellung zur Geschichte der Panorama-Therme zu konzipieren. „In mehreren Stelen soll die Entwicklung der Therme von den Anfängen bis heute dargestellt werden“, sagt Röner. Persönliche Erinnerungen, historische Fotos und besondere Fundstücke sollen dabei die Geschichte lebendig machen. Denn Geschichte bestehe eben nicht nur aus Baujahren, Besucherzahlen und Meilensteinen.

„Dafür brauchen wir aber die Unterstützung aller Gäste, welche die Panorama-Therme seit ihren Anfängen begleitet haben“, sagt Röner. Vielleicht haben der ein oder andere noch „kleine Schätze aus den Anfangsjahren, die auf dem Dachboden oder in einer Schublade schlummerten“.
Dazu gehörten zum Beispiel eine alte Eintrittskarte, ein Badeanzug aus den 70er-Jahren, alte Badeschuhe, ein Handtuch, eine Postkarte, ein Prospekt oder ein anderes Erinnerungsstück, das mit der Panorama-Therme verbunden ist. Alte Fotos gehörten ebenfalls dazu. Noch wertvoller seien aber die persönlichen Geschichten. „Wie war der erste Besuch in der Therme?“, nennt Röner ein Beispiel. Was hat sich im Laufe der Jahrzehnte verändert? Gibt es ein besonderes Erlebnis oder einen kuriosen Moment, an den man sich heute noch erinnert?

Gespräche mit Zeitzeugen
Röner will für das Jubiläumsjahr auch einige Gespräche mit Zeitzeugen führen, die Teil der Ausstellung werden sollen.
Was genau im Jubiläumsjahr geplant ist, soll noch nicht verraten werden. Es ist aber anzunehmen, dass es zum Jahrestag am 17. Januar 2027 eine Veranstaltung geben wird. Vor 50 Jahren wurde da jedenfalls kräftig getafelt, wie dem Zeitungsbericht zu entnehmen ist. Schlachtplatte, Sauerkraut, Most und Täleswein wurden kredenzt und der Brunnengeist mit Kirschwasser beschworen. Doch auch an die damals ältesten Badegäste wurde gedacht. Ihnen überreichte der damalige Bürgermeister Willi Gras, der von 1948 bis 1983 die Geschicke der Gemeinde lenkte, zwei Badekarten. Für den Bauleiter gab es eine große Schnupftabak-Dose, weil er in der Bauzeit so viele davon benötigt hatte, wie es im Artikel heißt. Bad Beuren wolle man werden, hatte Gras damals verkündet, und „wir sollten nicht so lange warten müssen, wie das Wasser, das vor Jahrmillionen in den Schoß der Erde eingeschlossen wurde.“ In Beuren wartet man immer noch auf das Bad, aber man hat ja nach den Worten von Willi Gras auch noch ein wenig Zeit.

Wer etwas zu einer Ausstellung beitragen will, kann sich mit seinen Geschichten, Fotos oder Erinnerungsstücken bei Valentina Runge im Rathaus Beuren melden. Sie ist unter der E-Mail-Adresse runge@beuren.de oder unter der Telefonnummer (0 70 25) 9 10 30 43 erreichbar. (Kai Müller)

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